Eure MIDI-Setups und sinnvolle Vernetzungen

Dieses Thema im Forum "Controller & MIDI" wurde erstellt von Solar Chrome, 14. März 2011.

  1. Morgen,

    es sind mal wieder 2 Geräte dazu gekommen - wird ja auch nicht weniger und man macht sich dann schon Gedanken, wie man den ganzen Fuhrpark sinnvoll vernetzt.
    Momentan läufts bei mir so, dass ich über ein 8-Kanal-RME-Interface maximal 4 Synths in Cubase als externes Instrument eingebunden habe.
    Die Auswahl der Synths kann ich dann per Patchbay machen - bissl Handarbeit, aber prinzipiell in Ordnung.
    Midiseitig geht das ganze ebenfalls über eine Midi-Patchbay (Roland A-880).

    Einspielung und controllerseitig steht ein BCR2000, nen kleines MIDI-Keyboard, ein SPD-11 und ein Roland GI-20 zur Verfügung.
    Nutze ich mal so mal so und nach Laune.

    Insgesamt, auch wenns viel Strippen sind, bin ich mit den Setup recht zufrieden, event. mal in Zukunft auf 16-Kanal umrüsten.
    Das größte Manko ist jedoch meines Erachtens die Editierung der Synths und quasi ein Total-Recall, was die Hardware angeht.
    Hierzu bräuchte wirklich jeder Synth eine Kanal (MIDI und Audio), was ja bei einer gezielten Auswahl machbar ist.
    Ich denke, dass man nie mehr als 8 Synthies generell am Laufen hat - man arbeitet ja oft auch mit Plugins.

    Spannend wird allerdings die Ganze Callback-Geschichte der Soundpresets/Einstellungen und genau dafür habe ich nur Patchwork-Lösungen gefunden.
    Das alles wäre viel einfacher, wenn man nicht immer zwischen Synth und DAW wechseln müsste. Gut, bei der SH-101 oder Polysix muss der Sound am Gerät erfolgen.
    Bei JX8P, Pulse usw. wäre aber alles per DAW steuerbar, allerdings sinds dann oft Frickellösungen mit Extra-Editoren, SysEx-Dumper, usw. usf.
    Mit den Mixermaps in Cubase konnte ich mich auch noch nicht recht anfreunden - die VST-Control-Plugins sind recht witzig, aber auch nicht für alles verfügbar.

    Man sieht also schon das Dilemma, welches sicherlich nicht nur hier auftritt. Wie macht Ihr das so??
    Bin gespannt und hoffe auf neue Ideen - vielleicht auch was das Einspielen und Controlling via MIDI angeht.
     
  2. xqrx

    xqrx -

    Total Recall kills inspiration ;-)

    Nee, nur Spass....

    Ich bin glücklicher Besitzer eines Sounddivers. Für Apple gibt es wohl schon seit längerem - ich glaube sogar freie- Beta-Version.
    Die Software hat zwar ihre macken aber immerhin kann ich ganze Libraries damit sichern und die Synths betanken. Ich baue mir oft die Libraries so auf, dass ich mit einem Set alle meine aktuellen Projekte ohne dump betreuen kann.
    Als Midi nutze ich ein AMT8. An einem Midi-Strang hängen max 4 Geräte (parallel per Split-Box) als Rück-Kanal habe ich noch einen Anatek 8in1 Merger.
    Ein paar Geräte mögen den zwar nicht (K5000) aber die kommen dann direkt an den AMT.
    Klappt ganz gut.

    Auf der Audioseite habe ich zwar ein Motu2408 arbeite aber fast ausschliesslich auf meinem Analog-Pult (Fostex 1840). sämtliche Inputs des Pults liegen auf Patchbay. Ebenso alle Outputs der Instrumente. So habe ich volle Flexibilität.
    eventuell schiesse ich mir demnächst noch ein feines 32er Inline-Analogpult bei Ebay. Mitec oder so. Was digitales ist mir nicht intuitiv genug. Ich mag knöbbe :)
    Damit stellt sich die Total-Recall frage sowieso nicht. Ist auch nicht schlimm. Ich gehe oft beim Mixdown nochmal komplett auf 0 zurück und baue den Mix neu auf....ist aber eine andere Diskussion

    Midi-Controller nehme ich als Extra Spur auf. Oft kann man ja direkt am gerät drehen und aufnehmen. wenn das nicht geht, dann halt irgeneinen Controller auf den Parameter mappen und aufnehmen. Kleinigkeiten werden dann in Cubase gemalt.
     
  3. Moogulator

    Moogulator Admin

  4. Im Sinne des Total Recalls finde ich die diversen VST-Controller-Lösungen schon sehr gut, da man kein Extra Tool benötigt und alles im Projekt gespeichert wird. Allerdings gibts diese VST-Plugins bisher nur für eine Hand voll Synthies und nebenbei sind die auch nicht ganz preiswert - so zwischen 20 und 60,-€ je Plugin und Synth. Ctrlr soll dort meines Wissens die Lücke schließen und kann selbst angepasst werden - ähnlich den Mixermaps. Allerdings findet man auf der Ctrlr-Seite absolut keine Infos zum Programm.
     
  5. xqrx

    xqrx -

    die mixermaps sind mir auch ein rätsel....
    die gesamte instrumentenverwaltung von Cubase ist ziemlich kryptisch.
    Jedenfalls habe ich immer wieder versucht damit was zu basteln, bin dann jedoch kläglich gescheitert....
     
  6. Die Einbindung von externen Instrumenten ist genial.
    Man kann die Hardware quasi völlig normal im Mixer nutzen, Effekte drauflegen, etc.
    Hast Du dann noch sowas wie ein VST-Control, kannst Du selbst jeden Synth-Parameter aufzeichen und steuern.
    Eben so, als wäre es ein VST-Instrument - mit dem "kleinen" Unterschied, dass der Sound deine Hardware macht.

    Diese Prinzip ist schon ziemlich das, was ich suche. Allerdings ist MIDI ja ein uralter Standard und nicht mehr unbedingt zeitgemäß.
    Daher gibts da halt immer allerlei Kommunikationsschwierigkeiten. Schon allein die ganze Patcherei bei 4 oder mehr Synths kann schon nerven.
    Deswegen interessiert es mich ja auch, wie es andere machen und ob es noch Ecken gibt, die man optimieren kann.
     
  7. Doctor Jones

    Doctor Jones Mad Scientist

    Ich bevorzuge sternförmige Systeme mit einer Miditemp-Matrix in der Mitte. In der Band hab ich eine PMM88-E (8 in, 8 out), für zu Hause kriege ich demnächst das Schlachtschiff, die MT16X (16 in, 16 out), weil man ja nie weiß, was noch an Geräten ins Haus kommt. Die Miditemps haben den Vorteil, daß man damit fast jede vorstellbare MIDI-Schweinerei machen kann. Sie können Program Changes abfeuern, und zwar auf jedem MIDI Out und auf jedem MIDI-Kanal unabhängig voneinander (die MT16X kann also auf einen Tastendruck 256 Program Changes raushauen), sie können MIDI-Signale verteilen und mergen, als wenn nichts dabei wäre, sie können MIDI-Signale auch verändern (bis hin zum Verbiegen von Velocitykurven) und filtern etc. Man soll sogar Control-Change-Sequenzen abfahren können inklusive einprogrammierter Pausen, damit auf Umschaltzeiten Rücksicht genommen werden kann. Wenn ich mir jetzt einen MIDI-Controller zulegen würde, bräuchte ich den nur an einen freien MIDI In zu hängen und auf das gewünschte Gerät/die gewünschten Geräte zu routen.

    Gut, das ist jetzt wenig repräsentativ, weil bei mir praktisch kein Rechner zum Einsatz kommt (außer zum Archivieren von Sounds und zum Patchen/Füttern des Micro Modular) und ich eher spiele als produziere, aber vielleicht interessiert das ja jemanden.
     
  8. microbug

    microbug |||

    Glückwunsch zu diesem seltenen Teil. Wo hast das denn aufgetrieben?

    Ich überlege mir da auch noch was. Vorhanden sind AMT8 und ein alter Unitor8, die ich kaskadieren will, um 2 MIDI-Stränge fahren zu können (sowohl QY700 als auch GEM S3 haben nämlich ebenfalls 2 MIDI Stränge). Nur leider geht das nicht so, wie ich mir das dachte. Meine von vorher vorhandene Akai ME-30PII hab ich sicherheitshalber mal behalten.

    Ziel ist, von jeder Tastatur auch jeden Expander steuern zu können, und zwar auch im Splitmode mit mehreren Sounds, und zwar ohne Rechner (ich arbeite mit einem Hardware-Sequenzer, der gleichzeitig auch eine Klangerzeugung drin hat). Momentan fehlt mir noch ein 49er Masterkeyboard, denn der Poly800 mit seiner fehlenden Anschlagdynamik und dem Joystick ist auch als Zweitkeyboard keine Freude.

    An so eine MIDITemp hab ich auch immer mal wieder gedacht, gerade wegen deren vieler Möglichkeiten. Das ist aber alles noch nicht ganz zuende gedacht derzeit.

    Man kann aber auch mit einer einzigen 8x8-Patchbay mehrere Stränge fahren, hatte ich zu Atari-Zeiten. Da hingen sowohl der Eingebaute als auch die beiden Stränge des UnitorII an der Akai ME-80P. Zum Glück hab ich diese Verschaltung auch mal dokumentiert gehabt, muß diese Doku nur noch finden:)
     
  9. Doctor Jones

    Doctor Jones Mad Scientist

    Ist mir von einem anderen Keyboarder angeboten worden, der auf Mainstage umgestiegen ist. War nicht mal besonders teuer.

    Why not? Ich hab ja auch schon mit dem Gedanken gespielt, vier der fünf Ports meines Edirol UM-550 an die Miditemp zu hängen, falls ich mal irgendwie Software mit einbinden will, und sei es Editoren. (An den fünften Port kommt der Micro Modular direkt.)
     
  10. microbug

    microbug |||

    Sehr geil. Schon eine PMM88 zu finden ist schwer, weil die keiner hergibt. Manche Teile findet man einfach nicht auf dem Gebrauchtmarkt.

    Das wäre auch eine Idee. Mal gucken, wie ich das hier mache.
     
  11. ich hab so ziemlich das Gegenteil gemacht....

    ich hatte einen haufen synths direkt verkabelt ( racks und keyboards ) per midi über 2 midipatchbays und audio in die SCOPE karte ( 32 eingänge ).


    nun habe ich mich verschlankt ( eh-- leider nur mein Setup..)

    ich hole mir die Synths bei bedarf und nehm die Synthies nur noch direkt als audio auf,
    und dann gehts weiter- ich fühlte mich einfach nicht mehr wohl mit zu vielen möglichkeiten.


    :D
     
  12. microbug

    microbug |||

    Auch ne Methode.

    Wo ich Dich gerade lese: ich bin als latenter Sammler eigentlich froh, nicht Deinen Platz für Musikinstrumente zur Verfügung zu haben, das wäre viel zu gefährlich :)
     
  13. Ich habe 15 Synths und Drummies an ein Midi Express 128 (8 Ports )angeschlossen.
    Monofone und wenig Noten spielende Synths habe ich an einem Midi Port über Merge Boxen verkabelt.
    Klar hat man bei Hardware-Synths, insbesonders bei Alten Probleme, einen Total Recall herzustellen.
    Man muss mit dem Manko leben es als Chance betrachten ,kreativ zu sein und einzigartige Tracks herzustellen.
    [​IMG]
     
  14. ich habe meine synths und controller/sequenzer mit einem midisport 8x8 verbunden, an dem auch der computer hängt.
    dieser bei aufnahmen, oder das schaltwerk, bei sessions, sind midi-clock master.
    es ist nicht soviel wie bei einige hier, aber ich empfinde es als großen luxus, alles mit allen verbinden und steuern zu können.
    audio geht über ein alesis io26 in den rechner.
     

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