Impressionen von der Superbooth 2019

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Doctor Jones

(8Σ
Endlich mal wieder Superbooth. Letztes Jahr konnte ich ja leider nicht, aber dieses Jahr war ich wieder da. Um so mehr konnte ich dieses Jahr antesten. Hier eine Auswahl:

Nonlinear Labs C15: Alle Jahre wieder. Und mit jedem Jahr wird er besser, nicht nur, weil er ständig weiterentwickelt wird, sondern weil die Soundengine immer noch nicht zu Ende erforscht ist. Die Sounddesigner bringen ihm mit immer neuen Patches Sachen bei, von denen selbst die Entwickler nicht wissen, daß er die kann. 2016 hatte er kaum Presets und war noch so instabil, daß ich ihn wenige Minuten vor dem nächsten Crash gespielt hab. 2017 waren es schon ein paar mehr Sounds, aber zu 90% irgendwelche metallischen Quasi-Physical-Modeling-Sachen. Jetzt hat er sogar Natursounds bis hin zu einer täuschend echten, ziemlich expressiv spielbaren Koto. (Und nein, sie haben immer noch keinen LFO implementiert. Geschweige denn einen Sequencer.)

Schmidt: Mußte mal wieder sein. Da standen ja sowieso wieder zwei davon rum. Außerdem hab ich ihn 2017 ausgelassen, und als ich da war, waren beide frei, und ich mußte mich mit irgendwas beschäftigen, weil der River noch belegt war. Er ist immer noch dasselbe Featuremonster, für das man trotz Fast-OKOF eine Landkarte braucht (er ist an sich sehr übersichtlich für das, was er kann, er kann nur eben sehr viel). Was ich noch nicht kannte: Jetzt kann man die LED- und Backlight-Farben mit den Patches abspeichern. A propos: WELCHES SCHWEIN HAT DIE MEISTEN INIT-PATCHES ÜBERSPEICHERT?!

Baloran The River: Mein Anspielwunsch Numero Uno. Und endlich hatte ich die Chance. War leider nur einer von da, und da klebte eigentlich ständig einer vor. Als ich dann später mal ran durfte, war das ungefähr so, wie wenn mir einer mit dem Synth eine übergezogen hätte. Vergeßt YouTube, in echt ist der noch geiler.

Der Grundsound ist an sich schon sehr edel. Aber mein Antesten war schon eine halbe Vorführung, weil der Baloran-Mensch, der neben mir stand, mir ein Feature des Dings nach dem anderen zeigte, so daß ich schön vor mich hinjammen konnte, mal im Splitmode, mal im Splitmode mit Stepsequencer bzw. programmierbarem Arpeggiator. Ich konnte trotzdem nur an der Oberfläche kratzen. Eins war klar, nämlich, was das für Gedankengut ist, das hinter dem River steckt: Da war jemand sehr von Jarre und Vangelis inspiriert. Die sollten Kebu einen zur Verfügung stellen.

Waldorf Quantum: Auch hier wieder nur Oberflächenkratzen. Der hat es aber in sich, auch vom Sound her. Das merkt man schon, daß der hybrid ist: Flexibilität digitaler Oszillatoren trifft Filter, auf die man auf gar keinen Fall vom Pulse 2 schließen darf. Mein lieber Scholli. Die Bedienung hat auch was mit dem großen Touchscreen mit Reglern auf drei Seiten. Ich meine, Filterfunktion bei der Patchauswahl mit dedizierten Encodern für Bank und Kategorie (wobei die Patches schon mal in fünf Kategorien sein können).

Kleine Warnung: Für den Einsatz in Coverbands oder sonstigen Umfeldern, wo schnell Sounds gewechselt werden müssen, ist der Quantum nichts. Je nach Patch hat man schon mal mehrere Sekunden Sample-Ladezeit.

Waldorf Kyra: Der erste Synth, den ich von meiner Unbedingt-spielen-Liste gestrichen hab. Das war aber ein Abenteuer. Wir erinnern uns: Als der Kyra auf der NAMM war, hatte er nicht mal Presets. So ganz fertig ist er immer noch nicht, und das merkte ich auch. Nicht nur an den "Holzseitenteilen", will sagen, den Preßspanstücken, mit denen sie links und rechts das Gehäuse zugemauert hatten.

Erstmal: Wenn man schon ein paar Hybride oder gar Echtanaloge unter den Händen hatte, merkt man ihm schon an, daß er virtuell-analog, also echt-digital ist. Das soll aber nix heißen, denn man kann an sich schon nette Sachen damit machen, und er riecht auch nicht mehr so nach 90er wie der Virus.

Was man auf jeden Fall wissen sollte: Der Kyra hat keinen Patchmodus. Der läuft immer im Multimode, in dem natürlich trotzdem die Patches voll editierbar sind (hör ich da Engel singen?). Für die Effektsektion hat man 'ne Menge Paneelfläche aufgewandt und eine Bedienmatrix eingerichtet. Nicht ganz OKOF, aber auch deutlich weniger Menütaucherei. Wenn man bedenkt, wieviele Effekte gleichzeitig theoretisch zur Verfügung stehen können, Rehspeck.

Daß der Kyra noch unfertig war, merkte ich beim Schrauben ab Init. (Vorbildlich: Wer den Virus kennt, findet die Init-Patches beim Kyra fast auf dieselbe Tour.) Mir gelang es nicht, die Velocity auf den Amp abzustellen. Nicht im Patch. Auch nicht im Multi. In Global hab ich nicht geguckt, denn bitte, wieso sollte sowas in einem multitimbralen Synthesizer nur global einstellbar sein? Irgendwann hab ich die Waldorf-Leute dazugeholt. Die waren auch ratlos und haben sich das (digitale) Manual geschnappt, aus dem sie auch nichts rausgekriegt haben. Nachdem ich vierundddrölfzig Mal durch die (im Kreis angeordneten) Menüs gegangen war, kam ich zum Schluß, daß die Einstellung aus irgendeinem Grunde überhaupt nicht implementiert war. Die Jungs nahmen sich vor, das als Bug einzureichen.

UDO Audio Super 6: A propos unfertig. Stand auch sehr weit oben auf meiner Anspielliste, gleich unterm River. Und er ist eeeecht! Vielleicht haben es die Fotos schon angedeutet, aber die UDO-Leute haben genau zwei Prototypen von dem Ding gebaut, einen grauen und einen blauen. Die komisch anmutenden Seitenteile, die mit Inbusschrauben festgezogen sind, werden sich nicht so leicht durch Holzseitenteile ersetzen lassen. Das sind nämlich keine Seitenteile, das ist die Bodenwanne, die an den Ecken wie beim ARP Odyssey hochgebogen und daher abgerundet ist.

Insgesamt war der Super 6 erst ungefähr halb fertig. So einiges ging noch nicht: Patchspeicher, Chorus, Binaural-Modus und so weiter, also unter anderem genau die Sachen, die den junoesken™ Super 6 vielleicht erst richtig genial machen werden. Außerdem waren die Oszillatoren noch nicht richtig gestimmt, und auch die Filter klangen irgendwie komisch (nicht sicher, ob das so gehört). Ich hatte noch eine kleine Unterhaltung mit einem der sechs (!) UDO-Repräsentanten, der mir sagte, daß sie die beiden Kisten erst drei Tage vor der Superbooth überhaupt zum Laufen gebracht hatten, da war an Features noch gar nicht zu denken. (Okay, wenn der Patchspeicher nicht geht, muß man ihn auch nicht mit halbgaren Presets befüllen.)

Auf die Farben angesprochen, sagte er zum einen, daß es nicht ganz ausgeschlossen ist, daß es auch noch andere Farben gibt, man aber momentan diese beiden im Fokus hat. Außerdem, während die beiden Prototypen unterm Blech exakt baugleich sind, zieht man ernsthaft in Erwägung, dem Super 6 je nach Gehäusefarbe andere Filter zu verpassen.

Ein Punkt zur Bedienung: Für einen Hybriden fühlt er sich sehr analog an – besonders, wo er noch keine Speichermöglichkeit hat. Fast schon Juno 6 mit Digitaloszillatoren (aber auch zwei davon plus Sub). Die Handhabung der beiden Hüllkurven ist ein bißchen fies: Das Filter kann man wahlweise auf die eine oder die andere schalten. Man muß nur wissen, auf welche Hüllkurve es gerade geschaltet ist – und daß im Gegensatz zu den Gepflogenheiten bei manchen anderen Synths die Verstärkerhüllkurve die zweite ist, die obendrein nicht als solche beschriftet ist.

Novation Summit: Neben gefühlt zwei Dutzend Peaks, die überall standen, nur nicht im Novation-Raum, gab es vier Summits, einen in der Lobby und drei im Novation-Raum. Ich hab erst sehr spät den Summit in der Lobby angetestet, als da zur Abwechslung mal keiner stand. Novation hat ja das Spielchen vom Peak vor zwei Jahren mit dem Summit wiederholt und das Ding kurz vor der Superbooth gedroppt, so daß dann auf der Superbooth alle heiß drauf waren. 2017 waren die acht Peaks im Novation-Raum dauerbelegt, weil sie der hiceste Shice unter der Sonne waren. Jetzt war das der Summit, auch wenn das eigentlich nur zwei Peaks mit Tasten sind, und zwar bis hin zur optionalen Duotimbralität.

Anyway: Ich, der ich bisher noch nicht mal den Peak getestet hatte, legte Hand an den Summit. Schon nicht schlecht, auch wenn er nicht die Finesse des Schmidt oder die Urgewalt des River hat. Er ist natürlich mit seinen OSCaresken™ Digitaloszillatoren und den nichts klonenden Filtern ein englischer Charakterkopf und keine Allzweckwaffe. Man wird ihn wahrscheinlich in Produktionen raushören können. Ein bißchen enttäuscht war ich von der Ensemble-Einstellung des Chorus, aber ich hatte auch Flausch à la Polysix oder gar Stringmachine erwartet. Englische Synths flauschen nicht.

Trotzdem Verneigung vor Novation, daß die keinen Bananensynthesizer auf die Superbooth gestellt haben. Das waren meines Erachtens ausgereifte Seriengeräte (was nicht heißen soll, daß Novation nicht irgendwann noch Features per Upgrade nachreicht).

Kurz zur Physis: Für ein angedachtes Flaggschiff macht der Twin Peaks™ einen echt schlanken Fuß. Die Bedienung ist durchdacht, man findet eigentlich alles ziemlich leicht. Und Novation zeigt auch beim Summit wieder, daß sie Synthesizer-Ergonomie gegrokkt haben: Fader für beide Hüllkurven, auch wenn alles andere Knobs sind, wie damals beim KS-Rack. Höchstens die werden irritiert sein, die die LFOs gewohnheitsmäßig links verorten. Ach ja: zwei Stereo-Ausgangspaare. Und ein Stereo-Eingangspaar.

Außerdem angespielt:

Moog Subsequent 37: War gerade frei, als ich im Moog-Raum war, und ich hatte Langeweile. Irgendwie hat es noch kein Moog geschafft, mich zu faszinieren.

Roland AX-Edge: Ist der AX-1 auch so flimsy verarbeitet, oder denke ich in puncto Keytar-Stabilität zu sehr in Moog-Liberation-Maßstäben? Jedenfalls hätte ich über das Ding am liebsten einen D-05 angesteuert und auf den ein paar Drittpatches aus eigenem Fundus gezogen (vor allem Griiittar 2).

Korg ARP Odyssey: Mußte sein. Hätte auch 'n Monologue antesten können, aber der interessiert mich keinen Meter. Auf jeden Fall: Wie kommt es, daß jeder Odyssey, an den ich komm, immer vom Vortester völlig verdaddelt ist? Und in was für einem Projekt spielt das Mädel, das ihn vor mir unter den Händen hatte, daß sie sowas mit ihm angestellt hat? Ich hab ihn jedenfalls zurückgelassen mit vor sich hin selbstoszillierendem, tonal spielbarem Zweipolfilter. Klingt auch schön (doch, wirklich).

Nicht angetestet hab ich den Synthstrom Audio Deluge, obwohl mir das angeboten wurde, aus einem ganz einfachen Grunde: Das Ding ist so deep, daß ich mich damit ein paar Stunden hätte irgendwo einschließen müssen.
 
qwave

qwave

KnopfVerDreher
Ach, dann warst du das mit der Velocity am Kyra. Ich war da neben dem Winfried von Waldorf dort auf dem Sofa als in der noch nicht fertigen Anleitung nach Velocity auf Amp gesucht wurde.
Das hat übrigens die von Waldorf auch später noch beschäftigt. Mit Velocity auf Amp mit Stärke -64 habe ich das provisorisch abstellen können.
Ist halt noch nicht ganz fertig.

Das mit dem The River habe ich auch so empfunden. Leider nur fiel der Macher gerne in ein Englisch-Französische Mix beim Sprechen. Der Synth ist aber um so besser. Der eingebaute TriKo Ensemble Effekt ist auf den Pads und Streicherklängen natürlich meist an. Der ist auch ein Teil des Klangs.
Erst im nächsten Jahr kann man aktuell wieder vorbestellen. Also braucht man Geduld.

Und als ganz früher Besitzer eines C15 bin ich auch sehr erfreut wie man bei Nonlinear Labs dieses Instrument langsam, aber kontinuierlich verbessert. Ich hatte anfangs 12 Stimmen, aktuell 20 und demnächst noch einige mehr. Außerdem soll die Anzahl der MacroController von 4 auf 6 erweitert werden. Bei 8 Quellen (4 Pedale, Aftertouch, Bender, 2 Ribbons) kann man das brauchen. Aber das muss man natürlich individuell für den Klang auch spielen können. Da muss man sich mit beschäftigen.
Und es gibt da auch einen Mellotron ähnliche Flöte, Filtersweeps und Flächen. Und auch abstrakte Klanglandschaften. Habe auch zwei Klänge denen per USB-Stick „gespendet“.

Beim Schmitt (also beim großen analogen) gibt es jetzt einen Sequenzer. Da es natürlich keinen Start/Stopp Taster für dieses vorher nie geplante Extra gibt, nimmt man einen Fußtaster dafür.
 
swissdoc

swissdoc

back on duty
Behringer MS 101:
Das Rot vom Gehäuse sieht ein wenig transluzent bis durchsichtig aus und wirkt somit billig. Die Haptik ist minderwertig. Bei einem Gerät war das Filter wohl defekt, so ab Mitte des Reglerweges klang es eher wie ein Sync. Das Filter vom anderen MS 101 hatte diesen Effekt nicht, klang aber auch so dürftig. Nichts für mich.

Waldorf Kyra:
Ich habe einen Single Oscillator Sound mit Saw und weiter keinen Modulationen geschraubt. Wenn man die im Patch enthaltene Random zu Pitch Modulation abstellt, klingt es sehr steril. Der Filter hat rein gar keinen Biss, er filtert, aber klingt nicht. Der Hall ist schepperig und metallisch. Die Presets wissen das alles zu kaschieren, klingen aber meist sehr nach Trance-Hupe. Nichts für mich.

Novation Summit:
Schickes Gerät und viel richtig gemacht (z.B. 5 Oktaven) und auch sehr fertig als Produkt. Was mich aber wundert, sind die fast schon analogen Fehler im Bereich der Tonerzeugung. Wenn man alle Quellen im Mixer auf Null regelt, so hört man trotzdem immer noch einen der Oscillators durchschlagen. Wenn man nun eine Taste immer wieder anschlägt, so ändert sich das Mass an Bleed-Through zyklisch, so alle 4 Tasten war es besonders laut. Das Filter klingt eher kernig als schön, auch wenn alle Zerrstufen aus und der Pre-Filter-Pegel reduziert ist. Schwierig, aber eher nichts für mich.

Superlative SB-1 Space Bee:
Sieht super aus und klanglich ein Volltreffer. Da eine 101 nicht so in mein Beuteschema passt und die Boutique SH01 (wegen der vier Stimmen) schon im Studio steht, darf die Kiste aber im Laden bleiben. Sonst aber haben, haben pur.

Black Corporation Kijimi:
Klanglich sehr schön, laut Bob von Black Corporation (für Marketing/Sales zuständig) soll der Kijimi nicht den Polykobol emulieren, dessen Sound ja eh keiner so recht kennt, sondern dient nun als Basis für neue Ideen. CEM 3340 VCOs und ein Sound Semiconductor SSI2144 Filter sorgen für guten analog Klang. Stimmung und Filter-Tracking ist sehr gut.

Zum Xerxes konnte ich von Rob/Bob die Aussage bekommen, dass sie eigene DCOs entwickelt hätten (alles andere wäre ja auch doof gewesen). Aber da er eben nicht der Techniker ist, konnte er nicht viel mehr als das sagen.

UDO Audio Super 6:
Das Gerät gefällt und auch hier kommen Sound Semiconductor SSI2144 Filter zum Einsatz. Man versteht offenbar besser, einen FPGA zu programmieren als bei Novation, der Sound der Oscillators ist klar und es gibt keine Leakage. Die Binaural Synthesis funktionierte schon und sorgt direkt ab den Oscillators für einen breiten Sound. Ein Oscillator spielt Samples/Waves ab (da werden noch einige Digi-Waves kommen) und der andere berechnet die Waveshape direkt. SAW aus beiden klingt somit leicht unterschiedlich. Das Wannengehäuse aus Stahlblech ist wertig aber auch sauschwer.

Weitere Highligts waren für mich der Barth KG Audios mit seinem Entwickler, mal sehen, was daraus noch wird. Der Baloran The River ist sehr wohlklingend und wurde von Laurent Lecatelier virtuos vorgeführt. Leider schreckt mich das Äussere massiv ab, auch ist das User Interface sehr überfrachtet und speziell. Ich mag auch nicht, wenn man mir beim Ausprobieren in die Regler greift, um eine Einstellung zu korrigieren.

Sehr genial war die On-Stage-Vorführung des Nonlinear Labs C15 durch Stefan Schmitt. Krönender Abschluss von allem war Peter Pichler am Mixturtrautonium im Auditorium.

Edit: Laut Video von der Superbooth heisst der Herr Bob.
 
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sushiluv

sushiluv

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Korg ARP Odyssey: Mußte sein. Hätte auch 'n Monologue antesten können, aber der interessiert mich keinen Meter. Auf jeden Fall: Wie kommt es, daß jeder Odyssey, an den ich komm, immer vom Vortester völlig verdaddelt ist? Und in was für einem Projekt spielt das Mädel, das ihn vor mir unter den Händen hatte, daß sie sowas mit ihm angestellt hat? Ich hab ihn jedenfalls zurückgelassen mit vor sich hin selbstoszillierendem, tonal spielbarem Zweipolfilter. Klingt auch schön (doch, wirklich).
Der Odyssey ist kein simpler Synth, wenn man da nicht weiß, was man tut kann er schnell krumm klingen.
Ich hab den jetzt mehrmals angespielt und werde mir einen holen.
 
D

Doctor Jones

(8Σ
Ach, dann warst du das mit der Velocity am Kyra. Ich war da neben dem Winfried von Waldorf dort auf dem Sofa als in der noch nicht fertigen Anleitung nach Velocity auf Amp gesucht wurde.

Das hat übrigens die von Waldorf auch später noch beschäftigt. Mit Velocity auf Amp mit Stärke -64 habe ich das provisorisch abstellen können.

Ist halt noch nicht ganz fertig.
Wie gut, daß ich noch was gesagt und das ausprobiert hab. Hätte nicht gut ausgesehen, wenn sie ihn ohne Velocity-Einstellbarkeit ausgerollt hätten.

Das mit dem The River habe ich auch so empfunden. Leider nur fiel der Macher gerne in ein Englisch-Französische Mix beim Sprechen.
Macht nix, ich kann einigermaßen Franzöjich. Hätte er auch noch Griechisch eingestreut, hätte ich ein Problem gehabt.

Aber die Verköstigung ging auch ohne große Worte. Im Prinzip war das "Hier, probier das mal aus, das ist geil!" Nur eben ging das alles ziemlich schnell. (Wobei ich glaub, Laurent hat ganz genau gemerkt, in welche Richtung ich geh...)

Erst im nächsten Jahr kann man aktuell wieder vorbestellen. Also braucht man Geduld.
Solange er überhaupt nochmal wieder aufgelegt wird...

Und als ganz früher Besitzer eines C15 bin ich auch sehr erfreut wie man bei Nonlinear Labs dieses Instrument langsam, aber kontinuierlich verbessert. Ich hatte anfangs 12 Stimmen, aktuell 20 und demnächst noch einige mehr.
Auf derselben Hardware? Rehspeck!

Außerdem soll die Anzahl der MacroController von 4 auf 6 erweitert werden. Bei 8 Quellen (4 Pedale, Aftertouch, Bender, 2 Ribbons) kann man das brauchen. Aber das muss man natürlich individuell für den Klang auch spielen können. Da muss man sich mit beschäftigen.
Hab ich gesagt, die sollten Vangelis einen geben? Ich meinte eigentlich die sechsarmige Dschungelgöttin Kali. Oder Squidward, der kann 4 Pedale auf einmal bedienen.

Behringer MS 101:

Das Rot vom Gehäuse sieht ein wenig transluzent bis durchsichtig aus und wirkt somit billig.
Schreit nach Modding: Jede Menge weiße oder blaue LEDs ins Gehäuse. Ohne Löcher. Und dann ab damit auf 'ne dunkle Bühne.

Black Corporation Kijimi:

Klanglich sehr schön, laut Rob/Bob von Black Corporation (für Marketing/Sales zuständig) soll der Kijimi nicht den Polykobol emulieren, dessen Sound ja eh keiner so recht kennt, sondern dient nun als Basis für neue Ideen. CEM 3340 VCOs und ein Sound Semiconductor SSI2144 Filter sorgen für guten analog Klang. Stimmung und Filter-Tracking ist sehr gut.
Hätte ihn trotzdem mal getestet, wenn mir eingefallen wär, was bei den Concerts In China von dem Kobol-Rack-Stapel kam (der ja vermutlich die Polykobol-Kleinserie erst inspiriert hat).

Der Odyssey ist kein simpler Synth, wenn man da nicht weiß, was man tut kann er schnell krumm klingen.

Ich hab den jetzt mehrmals angespielt und werde mir einen holen.
Zumindest gehen solche Ausflüge ins Abgedrehte relativ leicht zu beheben: (Fast) alle Regler und Schalter nach unten und dann neu anfangen.

Aber stimmt schon: Wenn man noch Moog und Prophet & Co. im Gehirn hat, muß man bei ARP erstmal umdenken.
 
 


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