korg d888 als live gerät

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von eisblau, 13. Februar 2007.

  1. eisblau

    eisblau Tach

    hello :)

    habs auch im production part gepostet, vielleicht gehörts jedoch hier her:

    ich überlege mir einen Korg D888 als live player (wegen der tollen analogregelung u. fx) zuzulegen. sprich ein "remix mischer-recorder". nope, nicht live aufnehmen ist gemeint, sondern ich nehm im studio meine tracks damit fertig auf und mische/effektiere dann live ab, ohne mich um pattern <a href="https://www.sequencer.de/specials/sequencer.html">Sequencer</a>uencing kümmern zu müssen.

    wär ja echt geil hierfür!

    natürlich wärs fein wenn man noch per midi clock nen externen stepSequencer fahren lassen könnte. richard barz zB hatte das schaltwerk und mixte live spuren mit seinem vs 880 dazu... ist aber schon 8 jahre her, als ich dieses setup im flex gesehen habe.

    es stellt sich dabei jedoch die wichtige frage, ob man auf dem d888 die einzelnen kanalzüge (sprich spuren) mit den channel tastern beim abspielen einfach muten und demuten (ein und ausschalten) kann. wäre wichtig. beim d16 u. d3200 hats nicht ganz so funktioniert, soweit ich mich erinnere.

    hat jemand erfahrung? ich finde die idee genial, für den preis...
     
  2. gerwin

    gerwin Tach

    Nun, ja. Also ich kenne Leute, die Benutzen live 2 Plattenspieler und einen Mixer mit 2 Stereokanaelen.
    Die koennen je nach dem, was, wie, wann und wo sie spielen, die Leute zum schreien und ausflippen bringen.

    Ich denke, das gleiche sollte mit einem HD-Recorder wohl auch machbar sein. :lol:

    Mal im Ernst; was hat das noch mit Live musizieren zu tun?
    Dj kann man das dann auch nicht nennen.- Wohl eher HDJ.

    Ich denke mal der "normale" Gast wird das nicht merken, da er den Unterschied zwischen HD-Recorder und Diditalpult auf den ersten Blick nicht erkennen wird. Nur wenn es puplik wird verliert der Gig ziehmlich viel an Flair.

    Ein Kumpel von mir hat mal auf einem Gig nur einen Vocaltrack vom HD gespielt. Man konnte sofort ausmachen, dass einige der Besucher skeptisch das Gesicht verzogen und glaubten es handelt sich um reines Playback. Die Aufmerksamkeit war im Nu dahin.

    Ueber eine anderen Gruppe auf einem Festival habe ich erfahren, dass die komplette elektronische Einheit, die auf der Buehne aufgebaut war (Drumsampler und Synths) , letztendlich von 2 CD-Playern widergegeben wurde.
    Hier konnte man der Gruppe wenigstens zu gute halten, dass reichlich Akustik-Instrumente und Vocal vertreten wahr, um den elekronischen Fake auszugleichen. Und die Musik wahr ultrageil.

    Grundsaetzlich finde ich es nicht verwerflich anstelle von Plattenspielern einen HD-Recorder zu verwenden, doch sollte man das ganze dann nicht als live bezeichnen.
     
  3. eisblau

    eisblau Tach

    hmm also ganz konstruktiv ist dein posting nicht und solange du den kontext nicht kennst, würde ich keine vorwürfe spenden. ich mache seit 20 jahren elektronische musik und mir geht es nicht darum, mit instrumentellen virtuositäten zu imponieren. das ist gar nicht mein stil. aber ich kann deine kritische betrachtungsweise seitens eines musikers verstehen.

    ich will kein vollplayback aber ich möchte musik, für die der studioprozess essentiell ist, da ich mein studio mit über 30 synths nicht mitnehmen kann, on stage präsentieren. ein keyboarder ist noch dabei, falls es dich beruhigt. Vielleicht dresche ich auch noch auf ein paar pads. Ich mache EBM und muss mich vor allem auf die bühnenshow und aufs singen konzentrieren. Da will ich mir nicht noch mega komplexe arrangements live erstellen. das muss einfach durch mark und bein gehen. DAF hatten auch tape decks und konservative rockmusiker hatten sie dafür nicht gemocht. und im gegensatz dazu noch aufs mixing einzugehen, vielleicht sogar noch mit nem live Sequencer getriggert, das ist gar nicht verwerflich. ein mixer kann auch ein instrument sein, vor allem mit einer analogen bedienung wie der d888.

    schau dir mal die meisten anderen ebm acts an, da läuft meistens nur ein DAT im hintergrund. das haben wir früher auch gemacht, aber auch IMMER live dazu gespielt und gesungen. und eine emotionale live komponente ist bei EBM spürbar, da kannst du dir sicher sein.

    elektronische musik zeichnet sich für mich dadurch aus, dass der sound/die produktion selber zusätzlich zum westentlichen teil der komposition gehört. ich will nichts breittreten, aber derartige vorwürfe kommen schon seit 40 jahren bezügl. elektronischer musik daher.
    natürlich bin ich ganz und gar nicht dafür, wenn ein LIVE act für EUR 1000 gage auf die bühne kommt, seinen laptop aufdreht und ein .wav file abspielt und mit den fingern gefakte faderbox/controller movements unternimmt.

    auch wenn ich techno mit dem d888 arrangieren würde... es ist egal ob ich mir ein konzept zuhause überlege und auf der bühne remixe oder ob ich halt patterns auf der bühne verschiebe (und zB dann auch wieder keinen analogen mixer verwende). das ist immer eine arrangement frage. ich kann dann sagen es ist ein live act, wenn das publikum überraschungen erlebt, sich die tracks von studioversionen unterscheiden, oder sonst irgendwelche exklusivitäten im moment erleben, und wenn ich dynamisch auf das publikum eingehen kann! die produktionsarbeit zuhause, in der ich produzent, mischer, arrangeur, komponist usw. bin... ist dafür meine arbeit.

    ich verurteile im gegenzug ja auch nicht die CD eines instrumentalisten, weil er zuhause seine tracks nicht selber von anfang bis zur cd fertigung produziert.

    und du hast recht, mit 2 turntables und einem mixer kann ich die leute so zum ausflippen bringen, dass ihnen egal ist ob ich tuba blasen kann oder nicht! Tut mir leider dass ich dabei nicht saxophon spiele. und die die saxophon dazu spielen, nerven mich meistens ;-)
     
  4. gerwin

    gerwin Tach

    Sorry, ich dachte im ersten Moment, du wolltest wirklich nur vom HD-Recorder abspielen, einige Sequencen aborgeln und dabei am Synth posen.

    Wie schon gesagt, wenn du eine anstaendige Performance und sogar Gesang darbietest, ist der HD-Recorder, gerade bei komplexen Arrangements durchaus vertretbar. Das wichtigste ist halt, dass die Musik den meisten Anwesenden gefaellt.

    So wie sich das Geraet fuer mich darstellt, laesst es sich wohl nicht muten.
    Die Taster in den jeweiligen Kanalzuegen scheinen wohl eher dazu um die Recordingkanaele scharf zu stellen.
    Audio zu Arrangingzwecken zu muten finde ich allerdings auch nicht so einfach, bzw. hoert sich es sich nicht immer sehr gelungen an, gerade bei verhallten Sounds oder Klaengen mit langen Release. Bei Midi mit Mutebuttons rumzuspielen ist da schon einfacher.
    Ein besonders empfehlenswerter MidiSequencer waere hierfuer Alesis MMT-8.
     
  5. eisblau

    eisblau Tach

    ok ;-) danke für die auskunft... midi Sequencer hab ich wirklich keinen bock, da ich ja nicht mein studio mitnehmen will, genausowenig auf so loop arrangeure a la roland SP x0x. ich nehm am liebsten mit einem ding auf, und tu da und dort dazu. finito. mir hats die analoge bedienung des 888 angetan. sowas vermisse ich auf meinem d3200.
     

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