Minitasten-Fingertechnik

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Sägezahntiger

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Außer ein bisschen Melodica im Kindesalter (bin jetzt 61) hab ich immer Standardtasten gehabt. Jetzt überlege ich an einem Reface DX, also nicht volca-artige Tasten. Wäre das eine riesige Umstellung auf die Minitasten? Oder würde ich mir sogar die Standardtasten-Spieltechnik (naja so virtuos ist die wahrlich nicht) kaputtmachen?
 
Ich benutze einen keystep und Yamaha CS01 und habe weder Probleme mit deren Minitasten, noch Schwierigkeiten beim Wechseln auf normalgrosse Tasten (Synth und Klavier).
 
Ich mag die Alternative Minitasten so sehr, dass ich zwei Minitasten Masterkeyboards mit 61 Tasten (Korg) habe. Beim Einspielen/Komponieren kommt bei mir etwas anderes raus als mit den normalen Tasten. Mühsam finde ich Minitasten trotzdem aber es kommt was dabei raus bei mir und sie sind platzsparend wenn man vor sich zwei Reihen Synths im Pultgehause hat
 
Ich hatte bevor ich mir den Roland Jd-Xi besorgte auch Bedenken. Die haben sich nach dem ersten anspielen erledigt. Ich hatte null Probleme mich darauf einzustellen. Im Gegenteil, weitere Akkorde gehen damit sogar deutlich einfacher für mich. Man "verlernt" auch nicht mit normalen Tasten zu spielen. Schnelle Soli kann ich darauf vielleicht sogar besser spielen.
 
Ich komm damit klar, auf die Dauer kriege ich aber was "an mich". Wenn es "ernst" wird muss eine normale Tastatur her. Wenn man überlegt wie viel Wert Gitarristen auf "Feel" und "korrekte Saitenlage" legen kann uns das nicht egal sein. Die Tastatur ist unsere engste Verbindung zu dem wie wir uns ausdrücken. Sozusagen ein intimes Verhältnis. Je anspruchsvoller und mehr am Limit unserer Fertigkeiten(Virtusität?) wir agieren, um so wichtiger wird dieses Verhältnis.
Es gibt auch bei den kleinen Tastaturen Qualitätsunterschiede, manchmal sind die nicht so augenfällig. Ich habe ein Yamaha KX5 mit minitastatur. Die ist nicht ganz so mini, da merkt man nach kurzer Eingewöhnung den Unterschied gar nicht so sehr, zumindest bei schnellen Linien. Beim polyphonen Spiel aber dann schon. Ich weiss nicht ob die Reface-Serie nach dem Muster gebaut ist. Beim Akai MPKmini ist das nur noch ein Notbehelf und eher übel. Die Novation Mininova-Tastatur ist so, meh/okay, geht so. Hat aber auch kein AT. Die Arturias scheinen besser gebaut, habe aber noch keine angefühlt.
 
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Die Reface-Tasten sind schon sehr okay, und ein paar Spieltechniken (Töne liegenlassen und dann die Oktave wechseln und solche Sachen) gehen einfach besser mit kleinen Tasten.
Als ich die ersten Refaces neu hatte, hab ich mich mal gezwungen, vier Wochen lang keine andere Tastatur zu spielen, und danach kam mir die normale Tastatur ziemlich grobschlächtig vor ("Was? Seit wann kann ich keine anderthalb Oktaven mehr greifen, was soll das denn jetzt?"). Aber nur kurz.
Danach hab ich trainiert, gleichzeitig auf unterschiedlichen Tastaturen zu spielen, mit wechselnden Händen auf groß bzw. klein, und das hat irgendwann auch geklappt.
Für live nehme ich immer mindestens einen Reface CS mit, manchmal auch zwei. Aber zu Hause spiele ich meist doch lieber auf einer großen Tastatur (klavierähnlich zu spielende Sounds auch gerne auf einer klavierähnlich gewichteten).
Das alles übrigens auf relativ niedrigem Niveau - ich kann zwar ganz leidlich spielen, bin aber kein wirklich großer Pianist oder so...

Schöne Grüße
Bert
 
... Wenn man überlegt wie viel Wert Gitarristen auf "Feel" und "korrekte Saitenlage" legen kann uns das nicht egal sein...
Saitenlage beschreibt lediglich den Abstand der Saite zum Griffbrett. Die kann man je nach Saitendicke, Vorliebe und Spielart anpassen. Das entspricht tendenziell eher gewichteten /ungewichtete Tasten, da man bei höherem Saitenabstand fester zupacken muss.

Vergleichbarer von den Tastengrössen sind eher die unterschiedlichen Gitarrenmensuren. Die Hälse sind unterschiedlich lang, ebenso die Abstände der Bünde, aber auch die Dicke der Hälse variiert.

Aber ein Gitarrist macht kein Fass auf wenn er von der Strat zur Western- oder Nylonklampfe innerhalb eines Songs wechselt :xengrin:
 
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