multisamples als eigenständiges vsti-instrument?

Dieses Thema im Forum "Softsynth" wurde erstellt von klangkombinat, 23. Juli 2008.

  1. Hallo liebe synthetische Gemeinde :)

    ich würde gerne ein Rudel Multisamples auf eine virtuelle Tastatur
    verteile und als eigenständiges VSTi exportieren, am besten
    mehrere Multipatches innerhalb eines Instrumentes.

    gibt es da was auf der freeware-wiese, oder hilft da
    eventuell synthedit oder synthmaker weiter?

    hat da irgendjemand auf diesem Gebiet Erfahrungen gesammelt?

    und nein, ich möchte keine Wusik-engine kaufen,
    die ganzen features brauche ich nicht.
     
  2. Mit Synthedit u.ä. liegst du für deinen Zweck genau richtig.

    Als Anwender würde ich vermutlich kaum etwas mehr hassen, als ein einzelnes Mutli-Sample-Set als separates VST-Plugin. Aber gut, ich bin da voreingenommen - und wenn es ein wirklich sensationell gutes Multisample ist: Warum nicht?
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hmm. Also ich habe das immer so gemacht, das ich mir mit Vienna 2.3 meine Multisamples zusammengebastelt habe. Es gibt dann mit Synthedit die Möglichkeit sich einen Soundfontplayer zu basteln mit dem man diese dann innerhalb seines VST-Hosts benutzen kann. Du kannst auch mit Synthedit vorgefertigte Soundfontplayer benutzen, da musst du einfach mal auf KVR schauen, dort sollte es einige geben.

    Auf http://www.synthfont.com/ gibt es einen Soundfonteditor der so wie ich das verstanden habe auch keine Soundblaster Live etc. braucht um benutzt werden zu können, bzw. kann man damit auch Soundfonds basteln ohne eine Karte dieser Art zu besitzen. Der download Link für diesen Editor ist der hier.
    http://www.saunalahti.fi/kru99/Viena.zip Benutzt habe ich den allerdings noch nicht. Ich kann dir also nicht sagen ob der gut oder schlecht funktioniert.

    Wenn du allerdings für jeden einzelnen Sample innerhalb des Multisamples in Synthedit einen separaten Filter ENV etc. haben willst wird das so nichts, da die SF2 Datei im obigem Fall nur als reiner Container für die Samples dient. Sprich Aufteilung auf der Klaviatur etc. mehr nicht. Man muss also innerhalb von z.B. Synthedit selber für Filter, AMP und etwaige Hüllkurven sorgen.

    Für mich und meine Soundfonts hat allerdings immer ein selbst gebastelter Player mit Synthedit gereicht. Zumindest kann man so ohne finanziellen Aufwand Multisamples auf SF2 Basis innerhalb eines VST-Hosts nutzen.

    Ich habe noch nie etwas anderes benutzt, deshalb kann ich dir da auch keinen anderen Rat geben wie du anders dein Ziel erreichen könntest. Aber dies wäre zumindest ein Weg wie es ginge.
     
  4. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Vor vielen Jahren habe ich mit Vienna SoundFonts erstellt. Soweit ich mich erinnere konnte man dort pro Keygroup Amp-, Filter-, Hüllkurveneinstellungen vornehmen.
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ja klar kann man das einstellen, nur wird das halt bei Synthedit nicht benutzt, da Synthedit, wie ich schon schrieb, sich eben auf die Tastaturzuweisung, also Verteilung der Samples auf der Klaviatur beschränkt, velo-Splits sollen auch gehen, aber das war es dann halt auch schon. Synthedit nutzt sozusagen nur den Samplecontent und die Zuweisung wo welches sample auf der Klaviatur liegt.

    Auszug aus der Hilfedatei von Synthedit:
    ----
    Soundfonts are a file format for storing samples. Unlike wav files, Soundfonts can contain multiple samples. Samples can be arranged into Banks, Patches, Key zones and Velocity zones.

    The Soundfont Oscillator uses the raw samples in a soundfont file (.SF2) as waveforms. It doesn't support Soundfont features such as envelope, filtering or velocity response. You can add full control over volume, filtering and pitch externally.
    ----
    Das sollte damit geklärt sein.

    Viele die Soundfonts mit Synthedit benutzen wollen und das von ihrer SB-Live oder so gewohnt sind, also z.B. ein Filter pro Sample im Multisample zu Verfügung zu haben, stolpern da aber am Anfang drüber, ist mir auch passiert. ;-)

    -- bearbeitet --
     
  6. escii

    escii -

    für sowas reicht mir ein Tracker. :P
     
  7. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Ach so. Warum dann nicht einfach bei dem SoundFont belassen, welcher mit einem Freeware-SoundFont-Player bei Berücksichtigung aller Abspielparameter oder mit jedem anderen Soft-Sample-Player benutzt werden kann?...
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Du meinst die Free-Version von dem Hier, richtig ? http://www.cakewalk.com/products/SFZ/Default.asp (Ich habe da nur gerade die kostenlose Version nicht gefunden, deshalb nur der Link jetzt.)

    Mit der Freien Version von dem Player hatte ich Probleme in meinem Host (Tracktion NFR) sobald ich mehrere Instanzen von dem Freien sfz Player benutzt habe. Deshalb kann ich da nur wenig drüber sagen. Man hat aber, wenn man sich einen Player mit Synthedit bastelt den, wie ich finde, großen Vorteil das man später auch einzelne Parameter automatisieren kann und zwar jeden, was beim freien sfz-Player nicht ging, wenn ich mich recht erinnere.

    Vergiss nicht so etwas triviales wie das man nicht bei jedem Song/Track mit den selben Hüllkurveneinstellungen arbeiten kann. Du kannst die bei dem freien sfz-Player ja nicht mal eben ändern, also getrennt für Filter-ENV und AMP-ENV separat nachträglich verändern. Das ist eine RIESIGE Einschränkung mit der nicht jeder Leben, bzw. musikmachen kann. Das Problem fällt bei einem mit Synthedit gebastelten Player aber weg, deshalb nehme ich da lieber so einen.
    Ich möchte jedenfalls nicht wie früher ersteinmal Vienna 2.3 anschmeißen um meine ENV-Einstellungen anzupassen, bzw. für jeden Song eine eigene Bank basteln. Das sollte heute alles innerhalb des Host/Seq. geschehen und das ist mit einem Synthedit Plug-IN einfach und unkompliziert möglich.
    Ich komme damit prima klar. Ich brauche aber auch nicht für z.B. jeden einzelnen Drumsample eine eigene Hüllkurveneinstellung.

    Nachtrag: Hier nachträglich der Link für die kostenlose Version des SFZ-Players der auch Soundfonts abdudelt. http://www.project5.com/products/instru ... efault.asp


    -- bearbeitet --
     
  9. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Ja, es war der SFZ, den ich vor langer Zeit mal ausprobiert habe. Nachteilig ist mir damals aufgefallen, dass er unverhältnismäßig viele CPU-Ressourcen verschlang. Eigentlich ging es mir darum, die Spuren eines in den Sequencer (Cubase VST) importierten MIDI-Files schnell abspielen zu können, ohne jedes Instrument umständlich neu zuweisen zu müssen. Also als Ersatz für das GM-Set meiner SoundBlaster. Selbstverständlich ist das SF2-Konzept nix für ernsthaften Einsatz als Sampleplayer, wenn man eigene Anpassungen an Klängen wie Hüllkurven etc. vornehmen möchte. So hatte ich nach den ersten Versuchen mit der SoundBlaster zunächst Hardware-Sampler wie AKAI S2000, S3000XL und den STS-4000 von Creamware ausprobiert, geblieben bin ich dann aber beim NI Kontakt. Komplett in die VST-Umgebung integriert - tolle Sache! Die AKAIs und der STS-4000 waren halt vor der Zeit des Erscheinens von Kontakt. Zwar hatte ich zu der Zeit schon das Cubase VST, aber noch gab es keinen vollwertigen Soft-Sample-Player wie Kontakt.
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    So, ich muss gleich mal ins Bett, weil ich wieder um 9:30 Uhr raus muss. Oh Gott, schnell in den Sarg bevor ich zu Staub zerfalle. ;-)

    Als ich noch zu den "Bad Boys" in Sachen Softwarenutzung gehörte, hatte ich mir für meine alte SB-32 damals eine Mixermap in Cubase Audio XT gebastelt. Da konnte man jeden Parameter eines SF2-Instruments/Patch innerhalb des Seq. auch nachträglich editieren. Das war schon richtig Luxus. Genauso gut ging das bei der SB-Live dann noch unter Win98 mit den EMU-APS Treibern da diese schon die SF2.1 Spezifikation unterstützten. Mit denen hatte man die erweiterten Modulationsmöglichkeiten, also so was wie Vel. auf Filter, oder man konnte auch das Modulationsrad auf alles mögliche routen, vel. auf attack time ging auch und vieles mehr. Zu der Zeit hatte ich noch einen AMD K3 mit 450Mhz, da waren 64. Samplestimmen inklusive Filter im Rechner wirklich etwas feines. Des weiteren konntest du mit den EMU APS Treibern auch schon richtig kleine Arrangements abmischen 5 Stereo Kanäle mit einer Handvoll EQs, die du aber den einezelnen Kanalzügen zuteilen musstest, mehr als fünf oder so gingen glaube ich nicht, da irgendwann dem DSP (EMU-10K1) die Instructions oder was auch immer ausgingen.

    War schon eine lustige Zeit. Man musste sich auch ganz genau überlegen wie man die einzelnen Spuren den nun auf diese fünf Kanäle aufteilt, inklusive der begrenzten Anzahl an EQs, das war echt Stress pur. Es fehlte einfach IMMER ein EQ, oder Ein Kanalzug zum Glück. :D

    Nach wie vor bin ich aber mit meinen Beiden (eine als Ersatz im Schrank) SB-Live zufrieden, gehe ja wie ich schon überall hier erwähnt habe aus dem SPDIF raus in meine Minidisc welche ich beim Mukke machen als DA benutze. Reicht für meine stümperhaften musikalischen Ergüsse echt aus.

    OK, zurück zum Thema. Ich denke er kann es ja einfach ersteimal mit Freeware/Shareware probieren, das sollte bei seinem Vorhaben, wenn wir ihn den richtig verstanden haben, eigentlich ausreichen. Sowas wie Kontakt ist natürlich klasse (habe irgendwann mal die Demo ausprobiert) aber er fragte ja auch in Richtung kostenlos, von daher ist Synthedit schon unschlagbar, zumindest was die Möglichkeiten anbelangt, da "sozusagen" kostenlos, weil die Shareware Version ja schon alles mitbringt was die Vollversion auch hat (bis auf Kleinigkeiten die hier nicht ins Gewicht fallen).

    -- mindestens 15. mal bearbeitet -- :opa:
     
  11. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Ich überlegte mir auch eine Zeit lang eine Live! zu holen, in erster Linie wegen dem GM-Sample-Player, weil meine AWE64Gold unter Win XP SoundFont-mäßig nicht mehr richtig unterstützt wurde, habe es aber nicht getan. Da die SB immer noch im Rechner steckt (PIII 1,1 GHz mit einem ISA-Slot! :D), nutze ich ihre MIDI-Schnittstelle - die funktioniert auch unter Win XP noch sehr gut. :D
     

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