Pikante Studiosituation

Dieses Thema im Forum "SyntheTisch!" wurde erstellt von max mayer, 10. Juli 2009.

  1. Ich brauche Beratung. Habe in meiner neuen Wohnung eine Kammer der Maße 2x2.5 m die ich hemmungslos beschallen kann. Mein altes Krk-Monitorsystem mit den rp8 und dem Subwoofer ist definitiv zu groß für den Raum (aleine schon platztechnisch). Ich bin also auf der Suche nach kleineren Monitoren, so was wie Desktop Monitore mit Woofer.
    Hat da irgend jemand Ahnung von? Ich habe mir schon mal flüchtig die neuen ganz kleinen Genelecs angeschaut. Tauchen die vielleicht was in meiner Situation?
    Bin dankbar für jeden Ratschlag.
    cheers
    max
     
  2. Was willst Du in der Kammer mit diesen Ausmaßen denn einigermaßen linear an Bässen hören, die ein Subwoofer dort machen würde?

    Ich würde dort normale kleine Nearfield monitor Deines Geschmacks rein stellen und für tieferfrequentes mit einem offenen Kopfhörer arbeiten.

    Ansonsten wg Deiner bisherigen Anlage und Platz: schon mal drüber nachgedacht, den ganzen Krempel an die Decke zu montieren? Den Subwoofer wirklich richtig an die Decke, die Satelliten fliegend schräg über Dir.

    Florian
     
  3. Danke für die schnelle Antwort!
    Ich bin mir der Bassproblematik angesichts der Größe bzw. Kleine des Raumes schmerzlich bewusst. Deswegen dachte ich, ich frage einfach mal, vielleicht gibt es ja was, das ich noch nicht kenne.
    Mit Kopfhörer arbeite ich seeeehr ungerne, wenn es irgendwie geht, würde ich schon lieber einen Subwoofer aufstellen.
    Meinen jetzigen Subwoofer bekomme ich mit seinen 15Kg nur schwer an die Decke, und sogar wenn er dort wäre, käme ich nicht an den An/Aus-Schalter.
    Kann man nicht trotz Überlagerungen auch in kleinen Räumen einen Woofer aufstellen?
     
  4. Das Problem ist ein rein "arbeitspsychologisches": Mit dem Woofer hörst Du die Bässe zwar grundsätzlich, aber eben zu leise. Also wirst Du die Bässe im Mix aufdrehen, und damit hast Du mummelnde Mixes. Wenn Du sie garnicht hörst, dann wirst Du in den Bässen zunächst linear lassen, und Dir dann eine zusätzliche Kontroll-Abhörsituation suchen, wo Du sie wirklich richtig hörst (eben zB den Kopfhörer).

    Ich hatte selber mal mein Heimstudio in einem 1,90 x 2,20 Raum (mit 3,50 Deckenhöhe). Da ist mir genau das Beschriebene passiert. In dem Raum hab ich auch eben zusätzliche (Hifi-)boxen an der Decke gehabt.

    Florian
     
  5. oha, Ziehe auch bald um. Habe esi near05 und den sw10k subwoofer. Bisher in nem ca. 20 qm Raum. War eigentlich ganz ok? Ab wann sollte man denn diese "sub-an-die-decke" Nummer als Option betrachten?
     
  6. ab da, wo du den nicht mehr vor deinen füßen stehen haben willst. dem sub selber ist egal, ob er an der decke klebt oder nicht - zumindest akustisch.
     
  7. verstehe, aber bei den meisten systemen mit woofer habe ich doch die möglichkeit, die pegel separat einzustellen. kann ich da nicht einfach anhand einiger referenz-tracks, also gut gemasterter stücke mit tiefbass, den pegel für den woofer entsprechend einstellen sprich hochdrehen?
     
  8. nachtrag

    dazu sollte ich vielleicht sagen, daß ich fast ausschließlich techno produziere, und das macht halt ohne tiefbass auch keinen spass.
     
  9. Wie schon der Vorredner sagte: dem Sub ist es wurst wo er aufgebaut ist.

    Viel wichtiger als den Sub empfinde ich bei so beengten Platzverhältnissen die Satellitenaufstellung. In dem Moment, wo hinter Dir weniger Platz ist als zwischen Dir und den Boxen (das ist eine ganz wichtige Voraussetzung für Nahfeldabhören), solltest Du überlegen, ob Du die Boxen nicht schräg von oben kommen lassen solltest. dann hast Du nämlich einen längeren Weg für die Reflektion hinter deinem Kopf, und da das ganze dann eher schräg auf die Rückwand und ggf den Fussboden trifft auch weitaus mehr Diffusion.

    Florian
     

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