Rompler der 90 ... wo kommen die Samples her?

polysix

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Hallo in die Runde,

vor kurzem habe ich mir einen Kawai k1 gegönnt. Bisschen Nostalgie und anfassbare "Musikgeschichte" sollte es sein, passend zu meinem Kawai q80 Sequncer.
Den Kawai hatte ich garnicht mehr so als interessanten Synth in Erinnerung und bin doch überrascht was da teilweise rauskommt.

Jetzt bin ich bisschen am "Rompler" der 90´s gucken und stelle mir die Frage wo kommen eigentlich die Samples her die in den Geräten stecken? Sind das Samples
von Synths und akustischen Instrumenten? Und wisst ihr welche Programme die Firmen benutzt haben? Für die Zeit ja teilweise wirklich gut gemacht. Grad die
rythmischen Sachen. Kennt sich einer von euch da aus woher Ensoniq´s , Kawai`s usw ihr Futter bekamen? Mit was die Samples bearbeitet wurden und wie kommen die eigentlich auf den Chp?
 
E-MU haben jede Menge echte Synths und Instrumente abgesampelt. Ich vermute die hatten diverse Sounddesigner, feste oder freie Mitarbeiter, die dann Moogs, Roland Synths etc. abgesampelt haben. Vor ein paar Tagen sah ich in irgendeiner englischsprachigen Facebook Gruppe ein Posting, wo jemand seinen Miminoog vorstellte, der ehemals irgendeiner bekannten Person gehörte. Ich finde natürlich dieses Posting nicht mehr. Diese bekannte Person hatte wohl einen Draht zu E-MU, und es wurde gesagt, wenn man einen der E-MU Racksynths besitzt mit Moogpresets, oder in die E-MU Sampler Moogpresets von den E-MU CDs lädt, dann würde man genau diesen abgebildeten Minimoog spielen.
Ich denke bei Roland war das nicht anders, da war ja Eric Persing der Sounddesigner. Eric Persing (heutzutage Spectrasonics u.a. mit dem Softsynth Omnisphere) hat sicherlich mit Hilfe von weiteren Mitarbeitern jede Menge Tasteninstrumente und andere Instrumente abgesampelt, und die Samples sind nicht nur in die Synths bzw. Erweiterungskarten gewandert, sondern es entstanden auch jede Menge Sample CDs für die Roland Sampler. Da anscheinend Eric Persing die Rechte an diesen Samples besitzt, kann man definitiv in Omnisphere gleiche Samples hören wie z.B. im Roland XP80, der mehr oder weniger die Tastenversion des JV1080 oder JV2080 ist. Er hat einen Teil der alten Roland Library in den Omnisphere integriert.
 
Korg hat sich bei der M1 bei den hauseigenen Samples vom DSS1 bedient.

Roland hat auch schon in den 1980ern viel Arbeit in eine hauseigene Samplelibrary gesteckt. Diese Samples wurden für die folgenden Synths der nächsten 15-20 Jahre verwendet. Z.B. höre ich in den JVs viele alte Bekannte von der S500er und 700er Reihe.
 
Möglichst viele Samples in ein möglichst kleines ROM (Kosten!) zu packen war damals eine richtige Kunstform.
Wie weit kann man mit der Samplingrate runtergehen bevor es zu dumpf wird?
Wie kurz kann man ein Sample schneiden und loopen, damit es noch brauchbar bleibt?
Wie wenig Multisamples braucht das Klavier, damit es trotzdem noch nach Klavier und nicht nach Spinett klingt?
usw.
Die einen waren dabei erfolgreicher (z.B. Roland, Korg), die anderen eher weniger (z.B. Yamaha SY77).

Insgesamt ist es aber erstaunlich, was aus dem wenigen Speicher rausgeholt werden konnte. Ich denke da so an meine eigenen Samplesets für den SY99. Schneiden, Resampeln und Loopen damit 50-60 kurze Samples in die 3MB RAM passen.
 
und noch eine Info: die Roland Erweiterungskarten SR-JV80-xx sind eine abgespeckte Version der wesentlich umfangreicheren Roland Sample CDs. z.B. SR-JV80-08 "Keyboards of the 60s & 70s" sind 2 Sample CDs! Also Material ca. 400 - 800 MB, geschätzt, je nachdem was da auf einer CD drauf ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Kawai K4 war damals schon und ist für mich immer noch so was wie ein "kleiner Emulator". So eine richtige kleine Depeche-Mode-Maschine (Music for the masses). Nur nicht ganz so edel im Gesamtsound.
Ich könnte schwören, daß das Strings Multisample von den Emulator II "Marcato Strings" abgesampelt ist.
 
Möglichst viele Samples in ein möglichst kleines ROM (Kosten!) zu packen war damals eine richtige Kunstform.
Wie weit kann man mit der Samplingrate runtergehen bevor es zu dumpf wird?
Wie kurz kann man ein Sample schneiden und loopen, damit es noch brauchbar bleibt?
Wie wenig Multisamples braucht das Klavier, damit es trotzdem noch nach Klavier und nicht nach Spinett klingt?
usw.
Die einen waren dabei erfolgreicher (z.B. Roland, Korg), die anderen eher weniger (z.B. Yamaha SY77).

Insgesamt ist es aber erstaunlich, was aus dem wenigen Speicher rausgeholt werden konnte. Ich denke da so an meine eigenen Samplesets für den SY99. Schneiden, Resampeln und Loopen damit 50-60 kurze Samples in die 3MB RAM passen.

Erstaunt mich heute wirklich was da geleistet wurde. Und wie musiklaisch das alles ist. Selbst heute klingen die Sachen noch "gut". Klar bisschen gritty für heutige Mögichkeiten. Daher mein Interesse auf was wurde das bearbeitet um nachher in dem Chip zu landen.
 
bisschen gritty für heutige Mögichkeiten
Gerade diese Samples mag ich heute noch. Ich benutze heute eigentlich nur noch wenig "Fremdsamples", aber u.a. die Voice- und Flötenloops aus dem K1 habe ich immer noch in meiner Samplebibliothek. Weil die einfach so schön unwirklich klingen.

Bei den Bearbeitungen habe ich noch den Kompressor vergessen zu erwähnen. Da wurden die Samples auf Anschlag glatt komprimiert, um leichter Loops zu finden.

Und wie musiklaisch das alles ist.
Das hängt dann alles von der Qualität und den Möglichkeiten der jeweiligen Synthengine ab, wie gut es gelingt, den statischen Samples wieder Leben einzuhauchen. Beim K1 ist es Layern und überblenden, bei den Rolands liegt es viel an den guten Digitalfiltern.
 
Sie Sounds, genauer Multi-Samples wurden damals genauso für die ROMpler erstellt, wie heute auch, nämlich mit anderen Synthesizern, sowie teils mit klassisch/akustischen Instrumenten. Vieles in 8bit, später erst in 16bit.

Bez. Sampler-Content der damaligen Zeit, so kann ich mich erinnern, dass meine 8bit-Samples nicht über 10-20 kbyte hinausgingen. Simple AM-Sounds sogar weniger bytes groß waren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach meiner Erinnerung gab es nur wenige, ganz kleine Kreise von Leuten, die letztlich für alle Hersteller Samples (und libraries) geliefert haben. Da war einmal eine Gruppe von Leuten in London um die Entwickler der Akai-Sampler (die ja nicht in Japan entwickelt wurden, sondern eben in London). Und in den USA gabs wohl Leute ursprünglich aus dem EMu-Umfeld in Kalifornien, aus denen dann später Ensoniq, Alesis und Digidesign Leute kamen. In dieser Szene arbeiteten viele Leute sowohl als Studio-Musiker, waren aber gleichzeitig in die Konzeption Entwicklung von Instrumenten oder Sounddesign involviert. Der schon erwähnte Eric Persing war ja vor allem Studiokeyboarder, und das Sounddesign war nur eine weitere Tätigkeit für ihn. Es war wohl auch oft so, dass einzelne Sounds bei mehreren Herstellern auftauchten; das war halt möglich, weil die Ersteller der Samples keine Festangestellten waren und es die Firmen zum Teil ziemlich ahnungslos agierten, was die Verträge mit den Sounddesignern anging. Roland muss zB Persing bis heute für die Rechte an den Samples in jedem verkauften Gerät bezahlen!
 
War ja nie ein Fan von Romplern

Korg hat sich bei der M1 bei den hauseigenen Samples vom DSS1 bedient.


Organ und Piano Sound des M1 sind aus heutiger Sicht einfach beinahe so relevant wie eine TB-303
sind die Samples auch vom DSS1?

bei Roland wars ja ähnlich
viele JV1080 sounds sind ja auch vom D50 oder den Analog Klassikern

seit geraumer Zeit spiele ich mit dem Gedanken mir nur deswegen noch nen Korg M1R anzuschaffen..... aber den Rack findest du leider nicht an jeder Ecke für nen Appel+Ei , leider kein Platz für weitere Riesen Keybords
 
War ja nie ein Fan von Romplern




Organ und Piano Sound des M1 sind aus heutiger Sicht einfach beinahe so relevant wie eine TB-303
sind die Samples auch vom DSS1?

bei Roland wars ja ähnlich
viele JV1080 sounds sind ja auch vom D50 oder den Analog Klassikern

seit geraumer Zeit spiele ich mit dem Gedanken mir nur deswegen noch nen Korg M1R anzuschaffen..... aber den Rack findest du leider nicht an jeder Ecke für nen Appel+Ei , leider kein Platz für weitere Riesen Keybords
Kauft dir das PlugIn oder die iPad-App des M1. Du bekommst obendrauf noch alle Expansions-Cards dazu zu einen Witzpreis ggü. der alten Hardware. Und vom Klang her ist diese digitale Nachbildung von der Hardware kaum zu unterscheiden … spätestens nach dem Mastering im grunde gar nicht mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
KAWAI hatten zu dieser Zeit mit der additiven Synthese experimentiert. Ich denke die Sounds kamen aus dieser Richtung.

genau. und eine handvoll stammt von akustischen instrumenten.

beim namensvetter korg M1 ist es glaube ich ähnlich, wobei einige der glöckchen und pads noch FM´ed sind.

immer wieder faszinierend, was man damals alles mit 3 oder 5 mb speicher alles machen konnte.
 
Jetzt bin ich bisschen am "Rompler" der 90´s gucken und stelle mir die Frage wo kommen eigentlich die Samples her die in den Geräten stecken?
Entscheidend war: Die Soundesigner haben sich sehr genau mit den Eigenheiten und Limitationen der Geräte beschäftigt und ihre Sounds darauf abgestimmt. Mein Aha-Erlebnis war als ich die Wave-Rex Karte für den M1 zum test hatte. Meine "normalen" Samples klangen alle viel schlechter als die Factory-Sounds. Diese wurden mit viel bearbeitet, geschnitten und auf das Gerät abgestimmt. Bei der Roland JV Reihe ist es genau so.
 
Ich liebe ja die ganz großen Orchestra Libraries und was es sonst heutzutage noch so an riesigem Samplecontent gibt. Aber diese alten Rompler haben definitv ihren Charme. Für mich persönlich sind sie mittlerweile sogar echt schon Kult. Der JV war damals mein erster digitaler Synth Ende der 90er. Ich kenne ihn in und auswendig und ich liebe ihn immer noch, vorallem mit dem geilen Vintageboard. Auch aus dem "Technoboard" kamen Ende 90er/ Anfang 2000er zahlreiche Sounds der damaligen Dance-/Trancemusik.

Und über den M1 brauch ma eh ned zu reden. Von dem hab ich die M1Rex Version und bin auch da noch immer erstaunt, was damit (bezogen auf den limitierten Speicherplatz) möglich ist. Ich mein logo, über die Natursounds brauchen wir uns nicht zu unterhalten, aber synthetische Sachen wie Flächen, Röchel usw. geht da schon echt viel. War aber ein krasser Fehler von Korg, dass sie dem/der M1 damals keine Resonanz gespendet haben.
 
Für M1 Piano und Organ braucht man nun wirklich nicht mehr die original Hardware, persönliche Bedürfnisse mal außen vor gelassen.
 
Klaus Peter Rausch @Klaus P Rausch und Kurt Ader sind 2 Fachleute aus Deutschland, die auch erheblich zu den Sample Libs beitragen, bis in die heutige Zeit.
Danke für die Blumen.

Zu verdanken ist das den Käufern damals, die gar nicht genug bekommen konnten. Deshalb wurde ich von Firmen wie Masterbits angeheuert und wir haben gesampelt bis zum Umfallen, buchstäblich. Von 1993 bis 2000 habe ich 18 CD ROMs und Audio Format CDs abgeliefert, auch für Korg, Ensoniq, TSI (= Waldorf), Akai und KK Pro. Die hatten Bedarf für den Produktkatalog, exportierten nach USA und Japan, und wir konnten auf Zuruf arbeiten und bekamen auch richtig gute Budgets zur Verfügung gestellt. Ich selber war gar nicht mehr in der Lage, als Angestellter zu arbeiten, sondern machte meine Nebenjobs ab dann hauptberuflich.
 
Klassische Synth-Sounds und Instrumente kann ich gut verstehen, aber besonders interessant finde ich in diesem Zusammenhang solche FX-artige Sounds a la "Anklungs", "Rainstick", "Ice Rain", "Lore"... da muss ja jemand erstmal auf die Idee gekommen sein und sich auch überlegt haben, wie er das umsetzt.
 
Möglichst viele Samples in ein möglichst kleines ROM (Kosten!) zu packen war damals eine richtige Kunstform.
Wie weit kann man mit der Samplingrate runtergehen bevor es zu dumpf wird?
Wie kurz kann man ein Sample schneiden und loopen, damit es noch brauchbar bleibt?
Wie wenig Multisamples braucht das Klavier, damit es trotzdem noch nach Klavier und nicht nach Spinett klingt?
usw.
Die einen waren dabei erfolgreicher (z.B. Roland, Korg), die anderen eher weniger (z.B. Yamaha SY77).

Insgesamt ist es aber erstaunlich, was aus dem wenigen Speicher rausgeholt werden konnte. Ich denke da so an meine eigenen Samplesets für den SY99. Schneiden, Resampeln und Loopen damit 50-60 kurze Samples in die 3MB RAM passen.
Der Kawai K4 hat bspw. nur 1,5 MB ROM für die Samples, wobei vieles auch nur sehr kurze Samples ala Roland D-50 sind. Sollen in Summe 87 Wellenformen, 33 Percussion-Samples und 21 Multisamples sein.
 
Irgendwo las ich, dass die Samples gepackt wurden, um möglichst kleine Dateien zu erhalten. Packalgorithmen wie ZIP o.ä. gab es damals bereits.
Beim Laden aus dem ROM wurden sie in Echtzeit wieder entpackt.
Das kenne ich z.B. von den Roland JVs. Die ROMs sind dort etwa 2:1 komprimiert, heißt die 8MB vom JV1080 entsprechen in etwa tatsächlichen 16MB.
 
wir haben gesampelt bis zum Umfallen, buchstäblich. Von 1993 bis 2000 habe ich 18 CD ROMs und Audio Format CDs abgeliefert, auch für Korg, Ensoniq, TSI (= Waldorf), Akai und KK Pro.
Erinnerst Du Dich noch an das Equipment? Ich dachte immer, man hatte sicherlich für die vielen Maschinen auf besserem Equipment gesamplet und dann entsprechend bitreduziert (war ja damals vieles in der Hardware nur 12 bis 14 bit), oder wie habt Ihr das gemacht?
 
Erinnerst Du Dich noch an das Equipment? Ich dachte immer, man hatte sicherlich für die vielen Maschinen auf besserem Equipment gesamplet und dann entsprechend bitreduziert (war ja damals vieles in der Hardware nur 12 bis 14 bit), oder wie habt Ihr das gemacht?

Aufgenommen wurde meistens in Tonstudios. Akustische Instrumente mit hochwertigen Mikros wie Neumann. Versierte Musiker engagiert für die Einzeltöne, meistens haben die ihre Instrumente mitgebracht. Die fertigen Aufnahmen landeten durchweg auf DAT und wegen des damaligen CD Standards 44.1 kHz/16 Bit. Standardformat war Akai S1000. Manche Hersteller wollten aber ihres, etwa Ensoniq. Ich habe noch alle DAT Tpes aus dieser Zeit. Manche wurden im Masteringstudio gemastert, Harenberg in Hamburg war der beste Mann dafür. Bestimmte Schnitte wurden auch auf dem Fairlight gemacht, aber nicht der alte, sondern dieses letzte System. War in einem Studio mit einem damals neuen SSL Pult wegen Total Recall verbunden, das hat die Prozedur etwas vereinfacht. Alles wurde sauber mit Aufnahmeskript erledigt, damit man im Studio keine teure Zeit verplempert. Hin und wieder musste ein Denoiser ran, wenn die Signale sehr leise waren und man den Pegel weit hochziehen musste.
 
Hallo in die Runde,

vor kurzem habe ich mir einen Kawai k1 gegönnt. Bisschen Nostalgie und anfassbare "Musikgeschichte" sollte es sein, passend zu meinem Kawai q80 Sequncer.
Den Kawai hatte ich garnicht mehr so als interessanten Synth in Erinnerung und bin doch überrascht was da teilweise rauskommt.

Jetzt bin ich bisschen am "Rompler" der 90´s gucken und stelle mir die Frage wo kommen eigentlich die Samples her die in den Geräten stecken? Sind das Samples
von Synths und akustischen Instrumenten? Und wisst ihr welche Programme die Firmen benutzt haben? Für die Zeit ja teilweise wirklich gut gemacht. Grad die
rythmischen Sachen. Kennt sich einer von euch da aus woher Ensoniq´s , Kawai`s usw ihr Futter bekamen? Mit was die Samples bearbeitet wurden und wie kommen die eigentlich auf den Chp?
Die Auswahl erlaubt ja faktisch jeden Sound - man musste lediglich diesen Klang in das Format bringen. Besonders bei Drummachines waren das noch recht spezielle. Die Samples wurden meist von oder für die Company gemacht und haben daher oft entsprechende Geschichten. Die größeren Firmen hatten eher Leute beauftragt - so wie mit Werkspresets eben diese aufzunehmen. Das ist deshalb sehr unterschiedlich in dem WAS man nimmt und wie. Korg zB hat mehr Röchelkram und war daher für viele faszinierend - Roland ist etwas konservativer dabei und dennoch sind es meiner Ansicht eher die Spektren und Röchelsachen, die individuellen Sachen die es für Synthese interessant machen.
Den passenden String-Kram zu machen ist eigentlich auch so - gerade wenn man nicht viel layern und Vel-Switchen wollte. Das war ja alles knapp und sollte nicht lang sein - also ideal was mit klugem Loop.

Anders gesagt - diese Sachen und diesen Job übernehmen oft nicht die Macher und Ingenieure des Instruments sondern oft wird das in einem eigenen Arbeitsgang eingeholt. Diese Sounds haben mit Sicherheit also meist eine interessante Geschichte, die seltenst erzählt wird. Beim D50 weiss man das recht gut - aber bei vielem anderen eher nicht.

Ich finde gute Sample-Inhalte sind die die man gern nutzen will und die nicht zu speziell sind - Shakuhachi ist mir zu klar nur ein Klang, den man nicht sooo gut missbrauchen kann (kann man schon, aber.. eher was wo man nur wenige Elemente nutzen würde mit Samplestart - was bei vielen Romplern ja nicht möglich ist) -

So gesehen sind die generischen aber charaktervollen universellen Spektren mir persönlich lieb und ein paar gute Vorlagen für Strings - ich mag Strings.

Piano wäre ein eigenes Feld - ein sehr eigenes, aber auch Chöre und Vokales - natürlich braucht man da eher so einen Uuuuuu Chor als etwas wo Hey oder Wow einfach zu vorgepresst wäre.
Yamaha hatte sowas in den RX Drummachines. Bisschen sinnlos.
Aber - die berühmte T-Lüdke-Gedächtnis Snare - die ist zwar einzigartig aber cool.

Achja, ich hab für Ableton und andere solche Sample-Sammlungen gebaut. Das sieht man aber schon wer das hier aus unserem Umfeld ist und war und die gehören tatsächlich zu denen, die heutige Synths füllen. Wenn man Kurts Liveact folgt - da merkt man schon - der hat gute Sounds parat - die auch eine Engine sehr unterstützen kann oder die von anderen - ich selbst empfand meine Sounds für meine Maschinen auch so, dass sie die Maschine gut da stehen lassen. Das ist gut so.

Diese Röchelabteilung ist was, wo man wirklich gut nachdenken sollte als Anbieter, nicht einfach eine Reihe guter und brauchbarer Sachen zu liefern für „atmende“ Sachen und für organische Texturen - da ist das nämlich manchmal bis immer cooler als ein Wavetable, klingt teurer.
Statisch - aber insgesamt mehr „HiEnd“. Und da ist es den Leuten zu verdanken die das gesampled haben.
Ggf nachbearbeitet.

Wie dem auch sei - ansich ist das wie wenn du deine Lieblingssamples aus deiner privaten Soundsammlung in eine Maschine pressen könntest.
Dann ist es richtig. Hoffe das ist auf breiter Linie so ein bisschen, was da passiert - es ist eigentlich meist Sounddesign von Leuten die man nicht immer so gut kennt wie die Firma - als Nerd oder Insider bekommst du es in Teilen mit, aber eben nur so. So wie Dave Smith eben auf diese 8Dio gesetzt hat mit dem Prophet X - sicher dachte er sich direkt - ohne Material ist ein Samplesizer nur die Hälfte wert. Und wenn man das gut wählt ist das besser.

Emu waren lange wegen ihrer Library Sounds berühmt.
Der Rest kommt von diesem Emulator II Grundsound und das sind EIGENTLICH Nachteile. Aber sehr charaktervoll heute ..

Die Real-Aufnahmen Kollegen sind eigentlich Microfon und Aufnahmenerds.
Sollten sie sein.
Ich habe meist Synths genutzt und Grundsounds, die damals ein normaler Synth so nicht liefert und daher klar einen Charakter hat.
Für den Rest Field Recording - weil das einfach richtig cool ist was damit geht. Diese Sounds sind das was viel bringt. nicht unbedingt die 100ste 808, aber als ich anfing war das noch nötig - deshalb hab ich noch immer „meine“ 808 und Co ..
ich bild mir ein, dass die auch anders ist - aber ..
Es gibt sehr vielen Leuten denen man dankbar sein kann und sollte für die Samples in Romplern.
Ich weiss bei den meisten keine Namen. Aber das wäre spannend - denke viele sind keine Synthleute sondern Recordingfreaks.
 
Zuletzt bearbeitet:
Emu Morpheus und Ultra Proteus waren sehr spannend wegen der Z-Plane Filter und der superkomplexen Hüllkurve - das ist dann schon ein sehr besonderer "Rompler" - Auditiy 2000 auch noch - ein etwas kleinerer Bruder dieser Serie.
 


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