VCO, DCO, sonstige Mechanismen für Oszillatoren

Dieses Thema im Forum "SyntheTisch!" wurde erstellt von Computerliebe, 19. Februar 2011.

  1. Was gibt es denn alles für Arten von Oszillatoren.
    Ich fang mal an:

    VCO, diskret: nur Komperatoren und Integratoren
    VCO, timer: Timer IC, Komperator und Integrator.
    DCO: Digital/Analog Konverter und Integrator
    Digital: Zähler mit Digital/Analog Konverter.

    Bis lang alles Säge, die dann mit Waveshapern geformt wird, wird das eigendlich auch anders gemacht? Physical Modeling, Resonante Filter alas Resonator Neuronium? Was gibt es sonst noch alles?

    Oder wurde schon allles gesagt?
     
  2. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Alte Frage, alte Antwort von Juergen Haible (wobei hier nicht auf den "Core" der VCOs eingegangen wird):

    (1) free running analogue oscillator, controlled by analogue voltage divider
    keyboard. (Minimoog, ...)

    (2) free running analogue oscillator, controlled by digital via a D/A
    converter
    without correction, and analogue modulation (Oberheim n-voice (?) )

    (3) free running analogue oscillator, controlled by digital via a D/A
    converter,
    with autotune, scale correction and stuff, but still analogue modulation
    (Sequencial Circuits Prophet5 rev. 3)

    (4) free running analogue oscillator, controlled by digital via a D/A
    converter,
    with autotune, scale correction and digital LFO / Sample&Hold / Glide
    modulation, but with analogue ADSR->VCO modulation (Oberheim OB-:cool:.

    (5) free running analogue oscillator, controlled by digital via a D/A
    converter,
    with autotune, scale correction, and all modulations including ADSR via
    DAC (Sequential Prophet 600).

    (6) free running analogue oscillator, controlled by digital via a D/A
    converter,
    with autotune, scale correction, and all modulations including ADSR via
    DAC, plus automatic autotune in the background from time to time
    (Oberheim Matrix12 (?)).

    (7) Simple Ramp-Oscillator that is synced by a counter every cycle, but
    with different clock/divider tree for both DCO's in a voice (Oberheim Matrix
    6,
    EDP Wasp)

    (:cool: Simple Ramp-Oscillator, that is synced by a counter every cycle, but
    with one single clock/divider tree for both DCO's in a voice (Oberheim
    Matrix 1000)

    (9) Staircase Waveform stuff (as described in different recent mails)

    (10) Wavetable stuff (also as described in recent mails)

    These are the different types I know of. Maybe there are still others in
    between.
    Speaking in the word's original sense, (2) - (6) would be something like
    "DCVCOs" ("digital controlled VCOs") in the sense of a digital word forms
    an analogue voltage that controls an oscillator. (7) and (:cool: would be real
    "DCOs", cause they are still oscillators, only under the iron grip of
    digital
    clock, which makes them sound thin and lifeless. (9) and (10) shouldn't
    be called "controlled oscillators" anymore, perhaps just call them "DOs"
    ("digital oscillators") or even closer to the point, "DDs" (digital
    dividers)
    or "DS's" (digital scanners). Well, but that would go too far then.

    Oh, I forgot another interesting variation:
    Analogue oscillators with digital dividers / waveforms:

    (11) analogue VCO with dividers (some ARP-synths - thank You Joachim,
    for the schematics! - and of course the Suboscillators in various VCO-
    based synths)

    (12) 12 analogue VCOs for the 12 top-octave-semitones and digital
    dividers (Farfisa VIP 245, Korg PS-3x00 series)
     
  3. Auf der volldigitalen Seite würde ich auf jeden Fall sagen:

    • Digitale Oszillatoren, also auch mit digitalen Waveforms, wo also die Schwingung selbst zwar noch One-Cycle und auf gewisse Weise verbiegbar ist, aber schon nicht mehr analog. Müssen nicht unbedingt dieselben Waveforms haben wie analoge Oszillatoren, das kann nur Sinus sein, das können aber auch Waveforms sein, die analog gar nicht gehen. Z. B. FM-Synths, Linear Algorithmic-Synths, VA-Synths, Korg DW8000, die Zusatzoszillatoren in V.A.S.T. etc.
    • Wavetable hatten wir ja schon, das basiert darauf, nur daß man zwischen den Wellenformen morphen kann.
    • Wave Generators in Samplern bzw. Sampleplayern, die einfach Samples abspielen. Roland hat diesen Begriff ja damals in der JV-Reihe anstelle von Oszillator benutzt. Besondere Kennzeichen von Samples im Vergleich zu anderen Waveforms: Sie sind nicht oder nur schwer verbiegbar, können aber fast beliebig lang sein, müssen also nicht One-Cycle sein.
    • Vielleicht noch Korgs neueste Frechheit: zwei oder vier Wave Generators, die unabhängig voneinander ein Sample abspielen, gebündelt und das dann Oszillator genannt, so daß die M3 pro Stimme nur zwei Oszillatoren hat.
    • Bei Physical Modeling oszilliert eine Feedbackschleife durch Delays.

    Ist aber ein interessantes Thema, wäre vielleicht was fürs Wiki.
     
  4. ??? Das versteh ich nicht kenn ich nicht. Wenn ich ein TimerIC habe, wozu brauche ich dann noch zusätzliche Beschaltung? Ein (spannungsgesteuerter) Timer, der sich selbst triggert ist schon ein Oszillator.


    Muss nicht Säge sein. Kann auch Dreieck sein (siehe CEM3340)
     
  5. Soweit ich das verstehe erzeugt der Timer eine Rechteck Spannung bzw eine Puls Wellenform die dann mit Integrator in Säge umgewandelt und dann annotiert wird.
    Kann aber auch ein Irrtum sein...
     
  6. Das mit dem Integrator ist dann schon Kurvenformkonverter. Die Timer basieren letztlich auch nur auf der Entladung eines Kondensators mit nachfolgendem Schmitt-Trigger, und stellen somit auch nichts anderes dar als einen Saw-Core mit anschliessender Konvertierung nach Rechteck dar.
     

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