Waldorf Iridium - Desktop-Synthesizer (aktuelle Firmware: V2.5.2)

  • Themenstarter Sammy3000
  • Datum Start
  • Schlagworte
    2020 digital iridium polyphon waldorf waldorf iridium
SerErris

SerErris

|||||
Ich glaube das Gefasel über wärmer wird eher in Foren und einschlägigen Test Magazinen und Test Websites geprägt und gepflegt. Es ist halt schwierig „Geräusche“ mit Worten exakt zu beschreiben. Das gibt unsere Sprache einfach nicht her. Also versucht man es so gut man kann auszudrücken und da kommt halt auch viel Mist raus.

Ich finde, dass im allgemeinen alles total übertrieben wird. "Der eine Filter klingt viel besser als der andere" - da man das nicht objective Beschreiben kann wird der dann sämiger oder wärmer, fetter oder was weiß ich was. Bei den meisten Varianten sind die Unterschiede so minimal, das man sie im Sound und dann auch im Mix nicht mehr auseinanderhalten kann.

Insbesondere bei der Diskussion um digital vs. analog kommen wir dann schnell darauf, dass ein analoger Filter deshalb anders klingt, weil er im Prinzip verstimmt ist (die cutoff Frequenz ist nicht gleich) bzw. die Bewegung der Frequenz nicht gleich ist.

Bei Licht betrachtet sind das aber nur die Unzulänglichkeiten der verfügbaren Technik der 60er und 70er Jahre wo alle Bauteile einfach eine zu hohe Streuung der entscheidenden Parameter und Kennlinien aufwiesen.

Heute kann man das besser, so dass Analog Synth, die man eben entsprechend gut baut, dann plötzlich nicht mehr analog genug klingen, weswegen man dann dazu neigt wieder die streuung analoger Bauteile nachzuempfinden.

Für mich alles weit übertrieben. Für mich ist ein Iridium genau das, was er sein will ... ein toller moderner digitaler synth.

Wenn ich analog will, dann nehme ich einen analogen. Wenn ich einen analogen Filter haben möchte kann ich z.B. den Summit nehmen ... aber so richtig sinnvoll empfinde ich das nicht.

Für mich ist der Iridium noch auf der Liste .. muss den mal probe hören zusammen mit einem Hydrasynth ...gucken was besser zu mir passt.
 
Zuletzt bearbeitet:
kirdneh

kirdneh

s_a_m
Ich glaube das Gefasel ü er wärmer wird eher in Foren und einschlägigen Testmagazinen und Testwebsites geprägt und gepflegt. Es ist halt schwierig „Geräusche“ mit Worten exact zu beschreiben. Das gibt unsere Sprache einfach nicht her. Also versucht man es so gut man kann auszudrücken und da kommt halt auch viel Mist raus.

ich finde, dass im allgemeinen alles total übertrieben wird. Der eine Filter klingt viel besser als der andere, und da man das nicht objective Beschreiben kann wird der dann sähmiger oder wärmer, fetter oder was weiß ich was. Bei den meisten Varianten sind die Unterschiede so minimal, das man sie im Sound und dann auch im Mix nicht mehr auseinanderhalten kann.

insbesondere bei der Diskussion um digital vs. analog kommen wir dann schnell darauf, dass einanaloger Filter deshalb anders klingt, weil er im Prinzip verstimmt ist (die cutoff Frequenz ist nicht gleich) bzw. Die Bewegung der Frequenz nicht gleich ist.

bei Licht betrachtet sind das aber nur die Unzulänglichkeiten der verfügbaren Technik der 60er und 70er Jahre wo alle Bauteile einfach eine zu hohe Streuung der entscheidenden Parameter und Kennlinien aufwiesen.

heute kann man das besser, so dass Analoge Synth, die man eben entsprechend gut baut dann plötzlich nicht mehr analog genug klingen, weswegen man dann dazu neigt wieder die streung analoger Bauteile nachzuempfinden.

für mich alles weit übertrieben.

Für mich ist ein Iridium genau das, was er sein will ... ein toller moderner digitaler synth.

wenn ich analog will, dann nehme ich einen analogen. Wenn ich einen analogen Filter haben möchte kann ich z.B. Den Summit nehmen ... aber so richtig sinnvoll empfinde ich das nicht.

für mich ist der Iridium noch auf der Liste .. muss den mal probenhören zusammen mit einem Hydrasynth ...gucken was besser zu mir passt.
Was beim Hydrasynth halt wirklich Bombe ist, ist der Poly AT, hätte nie gedacht das das so gut ist, dadurch kann man sehr kreativ spielen.
Das nützt natürlich nix wenn der Klang und die Bedienung einen nicht passt, ok bei mir hat es gepasst, mehr als das sogar.
Der Iridium war bei mir auf der Liste, aber jetzt ist er raus...trotzdem toller Synth.
 
starcorp

starcorp

|||||
kann mir einer erklären wie ein Layer abgespeichert wird?
Also wie man abspeichert weiß ich schon, aber welche Struktur hat das?
Wenn ich ein Splitlayer erstelle wird diese Kombination mit dem Layer 1 vollständig gespeichert?
Ist das Layer 2 dann nur ein Verweis auf einen anderen Speicherplatz oder ein vollständiger Sound?
Und wie stelle ich die Layer ein, sodas beide Layer auf PC Befehle unabhängig reagieren?
Oder kann (braucht) man nur ein Layer auf PC Befehle reagieren lassen, da die Splitlayer Kombi ja in einem Sound komplett abgespeichert wird.
Aus der Anleitung bin ich nicht wirklich schlau geworden, zumal diese vom Quantum ist.
 
M

marcomoreno

.....
Hallo,
ich habe eine Frage an die Iridium User.
Ist es möglich ähnlich wie beim Roland SH101 Sequencer mittels externem Trigger die im Iridium-Sequencer zuvor eingegebenen Noten anzusteuern?
 
K

Kai´s me

...
Hallo!
Ja, das ist zumindest über Midi und USB problemlos einspiel- und dann auch über eine externe Tastatur oder halt die Pads des Iridium transponierbar.
 
M

marcomoreno

.....
Hallo!
Ja, das ist zumindest über Midi und USB problemlos einspiel- und dann auch über eine externe Tastatur oder halt die Pads des Iridium transponierbar.
Hallo und Danke für Deine Antwort.
Aber mittels externen Trigger von z.B. einer TR808 wie schaut es damit aus? Mittels der Iridium Pads im latch mode habe ich schon verstanden aber meine Frage ist ob ich auch die Noten triggern kann mit einem externen Triggerimpuls?
 
Horn

Horn

|||||||||||
Ich finde, dass im allgemeinen alles total übertrieben wird. "Der eine Filter klingt viel besser als der andere" - da man das nicht objective Beschreiben kann wird der dann sämiger oder wärmer, fetter oder was weiß ich was. Bei den meisten Varianten sind die Unterschiede so minimal, das man sie im Sound und dann auch im Mix nicht mehr auseinanderhalten kann.
Ich stimme Dir grundsätzlich mit Deinem Beitrag schon zu, allerdings sind meiner Erfahrung nach die klanglichen Unterschiede gerade zwischen unterschiedlichen Filtern enorm groß (vollkommen unabhängig von der Frage, ob sie analog oder digital realisiert sind). Bei Waldorf haben die digitalen 24db-LP-Filter traditionell einen sehr zupackenden Klang mit mächtigem Resonanzpfeifen und kaum Ausdünnung in den Bässen. Ein Moog-Ladder-Filter würde im Bass viel mehr ausdünnen, insgesamt aber etwas "wärmer" klingen (in der Tat ist es schwierig, das in Worte zu fassen), die Filtermodelle in der Kyra z.B. sind viel zurückhaltender, präziser und neutraler im Klang, so ein Filter wie im Korg MonoPoly oder Polysix klingt weicher und durchsichtiger usw. Das hört man nicht nur im Mix, sondern damit arbeitet man auch schon von vorn herein anders, wenn man etwas einspielt. Es ist also nicht einfach alles egal.
 
Zuletzt bearbeitet:
SerErris

SerErris

|||||
Ich stimme Dir grundsätzlich mit Deinem Beitrag schon zu, allerdings sind meiner Erfahrung nach die klanglichen Unterschiede gerade zwischen unterschiedlichen Filtern enorm groß (vollkommen unabhängig von der Frage, ob sie analog oder digital realisiert sind). Bei Waldorf haben die digitalen 24db-LP-Filter traditionell einen sehr zupackenden Klang mit mächtigem Resonanzpfeifen und kaum Ausdünnung in den Bässen. Ein Moog-Ladder-Filter würde im Bass viel mehr ausdünnen, insgesamt aber etwas "wärmer" klingen (in der Tat ist es schwierig, das in Worte zu fassen), die Filtermodelle in der Kyra z.B. sind viel zurückhaltender, präziser und neutraler im Klang, so ein Filter wie im Korg MonoPoly oder Polysix klingt weicher und durchsichtiger usw. Das hört man nicht nur im Mix, sondern damit arbeitet man auch schon von vorn herein anders, wenn man etwas einspielt. Es ist also nicht einfach alles egal.
Also das verstehe ich schon .. aber im speziellen kann ich mir nicht vorstellen, daß der Iridium digitale Filter, der den analogen des Quantum nachempfinden soll (also einer der vielen zur Auswahl stehenden eben), so total anders klingt. Der wird eben ziemlich genau nachgebildet worden sein. Und ob man das dann noch hört ...

Ich gebe Dir natürlich recht, daß man zwischen einem Ladder und einem MS-20 Filter einen kleinen Unterschied hört insbesonder mit Resonanz ;-)
 
Horn

Horn

|||||||||||
Ich gebe Dir natürlich recht, daß man zwischen einem Ladder und einem MS-20 Filter einen kleinen Unterschied hört insbesonder mit Resonanz ;-)
Einen recht großen Unterschied. Aber einen noch größeren zu anderen Filtern. Aber okay, wir sind uns im Prinzip einig, denke ich.
 
B

beep!

...
Bedeutet das, dass Waldorf-Produkte schlechte Filter haben, es sei denn man steht auf Industrial?
 
Winglad

Winglad

||||
Bedeutet das, dass Waldorf-Produkte schlechte Filter haben, es sei denn man steht auf Industrial?
Ich habe - ausser meinen Digitalen- einige Geräte mit analogen Filtern und somit einen recht guten (wenn auch subjektiven) Vergleich, stehe nicht auf Industrial und würde somit aus vollster Überzeugung mit ‚nein‘ antworten.
:laber:
 
Horn

Horn

|||||||||||
Bedeutet das, dass Waldorf-Produkte schlechte Filter haben, es sei denn man steht auf Industrial?
Nein, keineswegs. Waldorf-Synths haben für meinen Geschmack sogar ganz ausgezeichnete Filter - und ich habe mit Industrial nichts am Hut. Aber erstens klingen sie keineswegs alle gleich und zweitens keineswegs so wie die Filter x oder y anderer Hersteller. Quantum und Iridium bieten ja sogar extra verschiedene Filter-Modelle aus der Waldorf-Historie an.

Von den analogen Waldorf-Filtern mag ich das des Pulse am liebsten, gefolgt vom Pulse 2 - das ist irgendwo entfernt einem Moog-Ladder-Filter ähnlich aber dann auch wieder nicht. Ich nenne das für mich "liquid sound", weil sie für mich "saftig" klingen - weiß aber nicht, ob nicht jemand anderes darunter was ganz anderes versteht. Toll sind auch das vcf1-Modul und das Filter im Waldorf Rocket (sehr aggressiv und mit vielen Möglichkeiten der Verzerrung). Die analogen Filter des Quantum klingen neutraler und färben weniger - das ist schwer in Worte zu fassen. Bei den digitalen Filtern hat der Microwave II/XT ein paar tolle Modelle, aber beim Q/mQ/Blofeld/Sledge/Largo sind sie auch super (wenn auch tatsächlich nicht gleich) - beim Nave sind sie vielleicht eine Spur mehr "hifi", aber es ist die gleiche Richtung wie bei Q und Konsorten, finde ich. Na ja - und die Nave- und Largo-Modelle gibt es ja auch beim Quantum und Iridium - leider nicht alle Modelle des Microwave II - da wären noch Schätze zu heben, insbesondere das "Sin(x)>LP"-Modell - ein Sinus-Shaper mit nachfolgendem 12 db-LP.
 
Zuletzt bearbeitet:
Winglad

Winglad

||||
Nein, keineswegs. Waldorf-Synths haben für meinen Geschmack sogar ganz ausgezeichnete Filter - und ich habe mit Industrial nichts am Hut. Aber erstens klingen sie keineswegs alle gleich und zweitens keineswegs so wie die Filter x oder y anderer Hersteller. Quantum und Iridium bieten ja sogar extra verschiedene Filter-Modelle aus der Waldorf-Historie an.

Von den analogen Waldorf-Filtern mag ich das des Pulse am liebsten, gefolgt vom Pulse 2 - das ist irgendwo entfernt einem Moog-Ladder-Filter ähnlich aber dann auch wieder nicht. Ich nenne das für mich "liquid sound", weil sie für mich "saftig" klingen - weiß aber nicht, ob nicht jemand anderes darunter was ganz anderes versteht. Toll sind auch das vcf1-Modul und das Filter im Waldorf Rocket (sehr aggressiv und mit vielen Möglichkeiten der Verzerrung). Die analogen Filter des Quantum klingen neutraler und färben weniger - das ist schwer in Worte zu fassen. Bei den digitalen Filtern hat der Microwave II/XT ein paar tolle Modelle, aber beim Q/mQ/Blofeld/Sledge/Largo sind sie auch super (wenn auch tatsächlich nicht gleich) - beim Nave sind sie vielleicht eine Spur mehr "hifi", aber es ist die gleiche Richtung wie bei Q und Konsorten, finde ich. Na ja - und die Nave- und Largo-Modelle gibt es ja auch beim Quantum und Iridium - leider nicht alle Modelle des Microwave II - da wären noch Schätze zu heben, insbesondere das "Sin(x)>LP"-Modell - ein Sinus-Shaper mit nachfolgendem 12 db-LP.
Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein; entspricht aber ganz und gar meinen Erfahrungen...
Ich hab bloß den Blofeld und den Iridium von Waldorf, kann sie aber mit Voyager, P6 und Steiner Parker (Minibrute-2 (genial)) vergleichen:
Da braucht sich Waldorf wirklich nicht verstecken!
 
 


Neueste Beiträge

News

Oben