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Umfrage: Wie gut sind Modular-Sounds auf "Standardsynths"…?

Eurorack, 5HE, Buchla und Co, offene Systeme, digital & analog & semimodular
Auch Clavia Nord Modular Serie, Arturia Origin, EMS…

Wieviel Prozent eurer Modular-Sounds wären auch mit "Standardsynths" möglich?

fast keine
15
16%
ca. 10%
7
8%
ca. 25%
8
9%
ca. 50%
25
27%
ca. 75%
15
16%
ca. 90%
12
13%
fast alle
11
12%
 
Abstimmungen insgesamt : 93

Umfrage: Wie gut sind Modular-Sounds auf "Standardsynths"…?

Beitragvon cosmotobe » 07.02.2010 19:29

Genauer: Wieviel Prozent eurer Modular-Sounds würdet ihr auch mit einem (guten) "Standardsynth" (z.B. Andromeda, Sunsyn, Voyager, Xpander, etc.) hinkriegen?

Ich greife einfach 'mal Moogulators Vorschlag aus dem viewtopic.php?f=36&t=41983 -Faden auf:

Moogulator hat geschrieben:Aber wir können da ja mal umfragen, wie die Leute mit ihren Modulars arbeiten und wie viel davon man mit "Standardsynths" machen könnte? Wäre ja interessant zu wissen.


Bitte nur Modular-Benutzer mitmachen (also ich z.B. darf noch nicht).
Klar ist das etwas schwammig, weil ein Synth den anderen fast nie ersetzen kann, außerdem gibt es auch halbmodulare... sagen wir einfach "π*Daumen".

Mich würde auch interessieren, was euch beim Modular Synth im Vergleich zum "Standardsynth" am wichtigsten ist, z.B. das Experimentieren, die Haptik, die klangliche Flexibilität, der "bessere" Sound, Individualität, Vergänglichkeit, Imposanz, der optische 30er Jahre russische Telefonverkabelungszentrale-Effekt, oder was sonst.
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon Moogulator » 07.02.2010 19:43

Für die Musik könnte das ein schneller intuitiver Zugriff sein und eine gute Möglichkeit, live schnell vom einen Extrem ins andere zu kommen mit möglichst kurzer Zeit Vorstellung -> Umsetzung. Inkl ALLEM. Bei potentiell modularen Ideen gibt es 2 Wege: Gezielt arbeiten oder "so rumpatchen bis es irgendwie interessant klingt". Das spielt eine große Rolle bei der Wahl.

Ich würde meine Ansicht von drüben hier nur wiederholen. Wer ein rel. konservatives Modularsystem hat, wird auch ggf. anders denken als solche, die mit den etwas abgefahreneren Modulen arbeiten. Oder sagen wir mal so: Die konventionellen brauchen mehr Module für einige Anliegen. Und der Stil und Zielvorstellung spielt auch etwas mit. Danke für's einstellen der Frage. Der Rest steht schon im anderen Thread, daher jetzt gespannt, wie andere das sehen. (Hoffe sehr, diese sind nicht an unseren Vorgaben orientiert sondern ehrlich). Am besten solche, die aussm Bauch kommen und einfach so sind. Damit hilft man sich selbst und anderen quasi indirekt auch.

Achja: Einen Aspekt gibt es noch: Es gibt einige Modularsounds, die aufgrund ihrer Qualität oder bestimmter Charakteristik nicht immer mit Kompaktsynthesizern reproduzierbar ist. Das ist aber nicht bei jedem Modularuser so. Aber sagen wir mal, dies sei rel. weitgehend mit hochwertigen Nichtmodularanalogen abgedeckt. Inkl dem neueren Zeug und digitalen Sachen wie dem Mungo.
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon weinglas » 07.02.2010 19:50

Gute Frage und ich bin auch schon auf das Ergebnis gespannt. Bevor ich selber antworte, muss ich aber noch mal nachhaken. Ein großer Teil des Modulars macht für mich neben dem eigentlichen Sound auch die Frage der Bewegtheit der Klänge bzw. die Bedienung eines Sequencers aus. Das mag nur für mich gelten, aber da war eben ein Analogsequencer mit ausschlaggebend für die Investition in ein Modularsystem. Und da wird es dann schnell sehr schwierig bei den Dickschiffen. Vielleicht noch der Poly Evolver, der hat zumindest auch 16 Regler für den Sequencer. Selbst der G2 hat ja nur 8, wenn man die auch mehrfach belegen und sehr schnell umschalten kann.

Insgesamt ist der G2 aber die beste Alternative zu einem Modularsystem. Leider fehlen mir da ein oder zwei Module und 8 Regler zum Perfekt sein. Sonst wäre mein System wahrscheinlich schon hier unter "biete".

Ansonsten habe ich auch immr ein Ohr offen für eine polyphone Alternative.
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon cosmotobe » 07.02.2010 19:58

weinglas hat geschrieben:Ein großer Teil des Modulars macht für mich neben dem eigentlichen Sound auch die Frage der Bewegtheit der Klänge bzw. die Bedienung eines Sequencers aus.


Das hab ich mir schon gedacht: gleich der zweite Beitrag untergräbt erfolgreich die Frage! War ja abzusehen, kann man aber auch NICHT übel nehmen ;-P

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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon Moogulator » 07.02.2010 20:09

nicht schwer, einfach oben in die SynthDB tippen - Korg vorwählen, PS3 tippen und 3 PS Synths anschauen. Teuer. Semimodular.
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon Q960 » 07.02.2010 20:15

Bei Dotcom und Co hätte ich 80% der Sounds auch mit einem Minimoog plus Sequenzern hin bekommen, weshalb er mich auch verlassen hat! Bei meinem Eurorack sieht es dagegen völlig anders aus. Ich könnte wenn ich wollte, aber ich will nicht! :D
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon Q960 » 07.02.2010 20:19

Nachtrag:

Ich merke auch immer mehr, daß Filter nicht alles sind! Wer auf VCO,VCF,VCA setzt wird schnell da landen wo auch vorverdrahtete schon sind. Für mich ist gerade das Weglassen der Filter gerade der Schlüssel, oder aber Filter eher als Waveshaper denn als Substraktion.
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon weinglas » 07.02.2010 20:33

cosmotobe hat geschrieben:
weinglas hat geschrieben:Ein großer Teil des Modulars macht für mich neben dem eigentlichen Sound auch die Frage der Bewegtheit der Klänge bzw. die Bedienung eines Sequencers aus.


Das hab ich mir schon gedacht: gleich der zweite Beitrag untergräbt erfolgreich die Frage! War ja abzusehen, kann man aber auch NICHT übel nehmen ;-P

Nimm einen Schluck aus deinem Nick und denk "π*Daumen", Prost!

PS3200? Danke, ich recherchiere...


Prost und pimaldaumen wären das bei mir von den Sounds wohl 75 Prozent. Mit zwei Monopolys, einem Minimoog und einem guten CV/Gate-Sequencer käme ich wohl auf 99 Prozent.
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon Moogulator » 07.02.2010 21:53

Rechnet man ext. VCOs für FM und andere Modquellen mit ein, wäre es oft mehr, wenn die anderen Synths das haben, aber genau FM ist ja nicht immer die Stärke von Andromeda und Co und LFOs sind ja da auch nicht so schnell. Wenn man das mitzählt wird es bei mir mehr, wenn nicht dann weniger. Spitzfindigkeit, aber..

Der andere Faktor ist der Klang. Aber das ist durch die Alternativnennung rel. ausgeglichen. Da ging es dann hier und da um die Art, wie beim Roland die FM klingt oder die Art, wie ein Moog das tut oder so. Tausche das noch gegen "die Art, wie das Modul XY das tut". Und das ist der Faktor, der schwierig wird hier sich einzuordnen.

Strukturell only wäre es wohl zu werten, oder? Sagen wir doch: POSTET ES BITTE.
G2 und digital mitgerechnet würde die Summe kleiner.

Daher sag ich mal:
10-25% OHNE die oben genannten Dinge könnten es sein. Am G2 ist das noch kleiner, da bau ich fast gar keine Strukturen, die man nachbauen könnte, auch weil Delays und andere Module hier mitspielen, die frei angeordnet werden müssen, damit das so funktioniert. Da wäre es also bestenfalls 5% für Live, damit ich irgendein anderes Standardteil nicht mitschleppen muss (dafür 10% oder so).

Das Ergebnis vom reinen Klangereignis aus gesehen, würde ich deutlich anders bewerten: Denke da könnte man mind 50% auch auf andere Synth portieren, die dann eine bestimmte Finesse nicht hat oder nicht so originell ist und mit ganz anderer Synthese funktioniert. Diese Portierung ist aber NOCH ein anderes Thema für eine andere Umfrage. Will ich also nicht so unfair sein.

Im Sine der Frage also für Rundum dann mal 17,98% im Schatten und Studio. Live einen Tick mehr, denn da geht es darum, möglichst viel zuhause lassen zu können.

AAABER: Sinngemäß könnte ich musikalisch einen sehr großen Teil mit irgendeinem halbwegs fähigem Teil alles hinbekommen, fehlen dann halt Details. Zumindest bei den Analogsachen.
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon Q960 » 07.02.2010 22:01

Wie ich finde, ist es schwierig daraus generell abzuleiten, ob solche großen Knopfmaschinen sinnvoll sind oder nicht. Denn der Lerneffekt ist nicht unerheblich und so manch einer ändert seine ganze Sichtweise zur Musik/Klängen und produziert dann nach einer Weile nur noch Selbstlaufendes oder Stehendes. Das geht dann doch fast nur mit Modularen.
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon Q960 » 07.02.2010 22:17

cosmotobe hat geschrieben:
Mich würde auch interessieren, was euch beim Modular Synth im Vergleich zum "Standardsynth" am wichtigsten ist, z.B. das Experimentieren, die Haptik, die klangliche Flexibilität, der "bessere" Sound, Individualität, Vergänglichkeit, Imposanz, der optische 30er Jahre russische Telefonverkabelungszentrale-Effekt, oder was sonst.


Was ich zB gut finde ist, daß man Filter oder VCAs ganz aus dem Signalweg entfernen kann. Es entsteht dadurch ein viel roherer Klangeindruck, der eben nicht kaschiert wird. Dreh einfach mal einen Sinus oder Rechteck-VCO mit einem Dreh durch 10 Oktaven. LFOs werden in den meisten festverdrahteten Synths auch nur als Modulation genutzt, im Modul kannst du ihn im besten Fall als vollwertigen VCO nutzen.

Analoge Sequenzer darf man bei dieser Diskussion auch nicht außer Acht lassen. Start- und Endpunkt- sowie Ablaufmodulationsmöglichkeiten waren bis vor kurzem ausschließlich diesen vorbehalten. Wer mal einen Analogsequenzer in Audiogeschwindigkeit als VCO genutzt hat weiß um den Unterschied. Wenn du das in digital versucht, bekommst du auch heute noch Probleme mit der DAW.

Das sind jetzt nur meine spontan geäußerten subjektiven Beweggründe!
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon cosmotobe » 08.02.2010 00:39

Moogulator hat geschrieben:Der andere Faktor ist der Klang. Aber das ist durch die Alternativnennung rel. ausgeglichen. Da ging es dann hier und da um die Art, wie beim Roland die FM klingt oder die Art, wie ein Moog das tut oder so. Tausche das noch gegen "die Art, wie das Modul XY das tut". Und das ist der Faktor, der schwierig wird hier sich einzuordnen.


Das ist halt der wahre Schwachpunkt dieser/solcher Fragen. Ja, es sind zwar Äpfel und Birnen, aber wir wollen trotzdem vergleichen! Denn gleiches mit gleichem zu vergleichen ist ja langweilig, da ...gleich. Dass Äpfel Äpfel und Birnen Birnen sind wissen wir.

Moogulator hat geschrieben:Strukturell only wäre es wohl zu werten, oder? Sagen wir doch: POSTET ES BITTE.


:supi: Genau das. Und Posten.

Q960 hat geschrieben:Dreh einfach mal einen Sinus oder Rechteck-VCO mit einem Dreh durch 10 Oktaven.


Das kann mein Multimoog auch! Aber den Rest halt nicht. War mir bisher nicht klar, dass modular/analog Sequencer für viele so wichtig sind. Faszinierend.
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon Moogulator » 08.02.2010 00:58

Habs für MICH schon aufgedröselt in Zahlen. Oder extra Umfrage für Strukturell (also ohne Klangaspekt) oder praktisch (mit Klangaspekt). Für mich macht das sehr viel aus, da ich 2 eher historische Modulars nutze und sonst supermodernes Digitaldings. Würde sogar umgekehrt ein paar Wege gehen, da ich bestimmte Kompakte eher im Modularkontext sehe oder nutze.

Bei wäre das MS20 und im Prinzip 800DV, die beide wegen ihrer Filter und einem Teil ihrer OSCs leben und als Module reichen würden. Und natürlich EMS, den ich nur im modularen Kontext verwende. Wenn das hilft. Ich hääte gern sowas wie Origin mit diesem Klang, dann würde ich das in One Box nutzen. umgekehrt wären Xpander und Co kein Ersatz für die Genannten, weil ich sie genau deshalb verwende, weil sie so klingen und sonst garnicht oder anders. Ich mache also wenig Tracks nur mit dem MS20 oder EMS, aber sie können viel ausmachen dort, nehmen wir den EMS mal als Modular, so kann ich den auch mit einer baugleichen Kompaktmaschine niemals ersetzen. Eher durch andere Module. Sprich: Diese Teile hätte ich lieber im Modularkontext und brauche sie nicht im Kompaktbereich. Alle anderen Sachen könen ersetzt werden.

UND WICHTIG: Räumt man dann ein, dass man musikalisch-funktionell einige Sounds Nichtmodular bauen kann, wären es sicher mind 50% oder eher 75% die ich wohl auch ohne Modular hinbekäme. Angesichts des G2 würde der als "Kompaktsynth" gelten, dann wäre das schon so, dass ich das Modularsystem nur für spezielle Sachen einsetzen würde. ##Je nach Song..

hilft das?
Und ja: Ich denke, dass man das vermutlich getrennt abfragen müsste, damit es verwertbar ist, da es sehr wesentlich mit Vorlieben und Arbeitsweisen zu tun hat und diese dann auch berücksichtigt. Wenn man nur theoretisch ohne Modular leben kann, dann nützt das nichts, wenn es wegen des Klanges des XY ist, den man unbedingt halten will.

Hoffe, es hilft dir bei deiner Idee. Dazu hätt ich sehr sehr gern von euch Info, was und wie ihr das nutzt und wieso. Ich habs mal vorgelegt, Denke warum, muss ich nicht so genau noch nennen, liegt am Sound. FM-Modulaition und Eigenklang des EMS zB oder so. Und mit ein paar Kompakten geht das nicht, da der EMS zwar einfache Baugruppen hat, ich sie aber schon früh anders patche als das in Kompakten ist. Im MS hingegen finde ich nur die Filter und in Verbindung auch die OSCs interessant, die 2.ENV find ich total Scheiße reduziert und so weiter, daher wäre da der Wunsch nach einem Modul mit dessen Filter. Auf OSC müsst ich noch nachdenken, ob ich verzichten kann oder will ;)

Strukturell gibt es also bei mir schon genug Gründe, die für mind. 1 Modularsystem spricht.
Nimmt man den Klangkram dazu, ist ein analoges System NOCH unumgänglich. Freu mich drauf, wenn das nicht mehr notwendig ist.
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon cosmotobe » 08.02.2010 01:11

Moogulator hat geschrieben:Räumt man dann ein, dass man musikalisch-funktionell einige Sounds Nichtmodular bauen kann, wären es sicher mind 50% oder eher 75% die ich wohl auch ohne Modular hinbekäme.


So hab ich mir das eigentlich auch gedacht. Außerdem plädiere ich dafür es wirklich nur "strukturell" zu sehen. Alles Andere wird doch sehr subjektiv.

Und jetzt hör doch auf, den Sinn dieser Umfrage durch immer komplexere Betrachtungen in Frage zu stellen, Du hast sie doch selbst Vorgeschlagen! Du wolltest nur nicht, dass ich sie mache! :gay: Hey, Spaaaaaaß mann! Danke für die rege Beteiligung!
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon Moogulator » 08.02.2010 01:18

Differenzierung find ich gut. Ab morgen hören wir sicher von den anderen. Bin gespannt.
JA, sorry, zerpflügt viel. Aber man muss es auch sagen, strukturell wäre ich dann bei nem kleineren Faktor, siehe EMS und Co. DAS, WAS ich mit dem Modular ONLY machen kann inkl G2, EMS und Co wäre dann schon 10-15% Bereich, was man substituieren könnte, weil es nur nen LFO mehr hat und sonst irgendwie Xpander oder Andro oder so sein könnte und man es notfalls so basteln kann, dass es "funktioniert". Müsste es musikalisch funktionieren, ginge noch mehr. Aber dafür bin ich ja "Electro Act" ;)
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon theorist » 08.02.2010 08:30

Es gibt da verschiedene Aspekte:

1. Mein Modular klingt anders als meine anderen Synths, daher kann man ihn grundsätzlich nicht kopieren.
2. Das Arbeiten mit einem Modular ist anders als mit einem normalen Synth, daher ist auch das Resultat anders.
3. Die Frage ist, ob sich diese Sounds funktional ersetzten lassen z.B. Modular Basslien mit normaler Bassline.

Strukturell sind meine Sounds zum grossen Teil auch auf einem Hardware Synth möglich, aber da bin ich mir nicht ganz sicher, da ich zum Teil viele Modulationen mache, die ich auf dem normalen Synth wohl so nicht patchen würde, die seh ich dann meistens gar nicht :wink:
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon XCenter » 08.02.2010 11:18

Und es fehlen einem dann doch an der entscheidenden Stelle die Punkte noch einen Modulator o.ä. einzupatchen: obwohl ich als 1-Jahr-dabei-Newbie (noch) ein System aus Standardmodulen besitze, sind die meisten Patches 1:1 nicht nach zu bauen gewesen, weil es in der entsprechenden Konfiguration keinen Hard-Wired-Synth gibt. DAS ist auch das, was ich an dem offenen Konzept schätze.
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon claas » 08.02.2010 17:49

Obwohl ich meinen A-100 fast ausschließlich für melodische Klänge einsetzte, sind viele Sachen nur wirklich mit ihm möglich. Ich denke, man kauft sich oft einen modularen Synthesizer, um eben nicht die Klänge zu bauen, die mit Moog und Co. möglich wären. Gerade die Vielzahl an unterschiedlichen Modulen, die es so nur modular gibt, macht für mich den Spaß aus.

Gruß, claas
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon Navs » 08.02.2010 21:31

Interessante Diskussion :supi:

Finde aber, die Frage müsste man anders stellen:
für mich sind es nicht die reine Klänge, sonden
die Denk- und Arbeitsweise die entscheidend sind.

Wenn ich an einem Vorverdrahteten rumschraube,
kriege ich ohne Zweifel gute Sounds raus. Beim
Polysynth (z.B. SunSyn) ist sogar dann die einfache
Polyphonie eine riesen Befreiung/ Inspiration.

Das hier ist z.B. zu 90% SunSyn.
Kein Wogglebug im Spiel, sondern blindes Geklimper ;)

Trotzdem lande ich ziemlich schnell an dem Punkt, wo
ich eine nicht-mögliche Verbindung erstellen möchte :lol:

Das schöne am Modular ist ja auch die Tatsache, dass
man ohne Tastatur spielen kann bzw., dass man sich
auf dem Zufall einlassen kann.

Ansonsten kann ich mir nur dem Q960 anschliessen:
Filter sind für Memmen! :fawk:
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon Q960 » 08.02.2010 21:33

Navs hat geschrieben:Filter sind für Memmen! :fawk:


:supi: :mrgreen:
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon changeling » 08.02.2010 21:59

Also ich entdecke immer die Random-Module für mich, das kriegt man ausserhalb von Modularen eher weniger hin. In Zahlen fassen kann ich sowas aber nicht, bin kein Statistiker. :fawk:

Navs hat geschrieben:Filter sind für Memmen! :fawk:


Och, Filter mit Selbstresonanz als Sinus-Oscis/LFOs sind doch ganz nett. :mrgreen: Und Filter hinter nem BBD absolut notwendig. :P
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon Moogulator » 08.02.2010 23:33

theorist hat geschrieben:Es gibt da verschiedene Aspekte:

1. Mein Modular klingt anders als meine anderen Synths, daher kann man ihn grundsätzlich nicht kopieren.
2. Das Arbeiten mit einem Modular ist anders als mit einem normalen Synth, daher ist auch das Resultat anders.
3. Die Frage ist, ob sich diese Sounds funktional ersetzten lassen z.B. Modular Basslien mit normaler Bassline.

Strukturell sind meine Sounds zum grossen Teil auch auf einem Hardware Synth möglich, aber da bin ich mir nicht ganz sicher, da ich zum Teil viele Modulationen mache, die ich auf dem normalen Synth wohl so nicht patchen würde, die seh ich dann meistens gar nicht :wink:


Das steht in längerer Form aber in der bisherigen Argumentationskette schon. Ehm, danke fürs Zusammenfassen.
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon cosmotobe » 09.02.2010 12:01

theorist hat geschrieben:3. Die Frage ist, ob sich diese Sounds funktional ersetzten lassen z.B. Modular Basslien mit normaler Bassline.

Genau das ist die Frage.

Navs hat geschrieben:Finde aber, die Frage müsste man anders stellen:
für mich sind es nicht die reine Klänge, sonden
die Denk- und Arbeitsweise die entscheidend sind.


Wie "müsste" man die Frage stellen? Das Ziel dieser Umfrage war es, einfach einen Anhaltspunkt zu bekommen "Wieviele Eurer Modular-Sounds auf Standardsynths" - funktional/strukturell - machbar wären. Ist doch relativ einfach und mit etwas gutem Willen und Mut zur ungenauen Abschätzung sollte es doch auch für die meisten Klangschrauber (mit z.B. "10%" oder "75%" beantwortbar sein. Das jeder Synth anders klingt wissen wir.

Alle anderen Apekte, also z.B. die von Dir genannte "Denk- und Arbeitsweise" sind nicht so einfach in Zahlen auszudrücken und deshalb ZUSÄTZLICH zu der statistischen Umfrage zu sehen. In dem Text nach der eigentlichen Umfrage wird ja auch um Stellungnahmen dazu gebeten. Die Aussage "Ich habe einen Modular weil..." ist hier AUCH gefragt, aber nicht für die Festlegung "Wieviel Prozent der Sounds" relevant.

Wer eine Prozent-Umfrage darüber machen will "warum" Leute einen Modular benutzen, soll dies machen. Ich habe es hier nicht gemacht, weil die Gründe dafür wohl zu vielfältig und nicht einfach kategorisierbar sind. Deshalb wird zusätzlich zur "Prozent Sounds"-Umfrage noch nach der Meinung gefragt.

Navs hat geschrieben:Filter sind für Memmen!

:oops: ...wenn ich das vorher gewusst hätte....
Auch der Kaffee schmeckt jetzt viel besser! :mrgreen:

Ach ja, Navs, hast Du eigentlch Deinen Sunsyn "schon" geupdated zurückbekommen? (Bin noch am sondieren, ob sich die 2.0 für meinen auch lohnt.)
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Re: Umfrage: Eure Modular-Sounds auf "Standardsynths"

Beitragvon Navs » 09.02.2010 13:01

Sorry, Cosmotobe. Wollte bloss meine Meinung zum Ausdruck bringen.
Habe auch als erstes geschrieben, dass ich es eine sehr interessante Frage finde.
Sorry also, wenn es falsch rüber kam.

Q960's Sonntags FM Video im Modular Diary bringt es wirklich auf dem Punkt, was man mit einem Modularen machen kann: mehrstimmig, mehrclockig, greifbar. Man könnte es als z.B. vier getrennte Monosynthies patchen (je nach Module etc.) oder auch so, dass jede Stimme/ CV einen Einfluss auf dem anderen hat. Wirklich das beste Spielzeug für Musiker :lol:

Der SunSyn sitzt noch in der Körtestr :( Leider hatte Jürgen zu viel vor der NAMM zu tun.
Wenn alles so funktioniert wie beschrieben, ist der Update aber auf jedem Fall empfehlenswert.
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