Behringer System 35 Bundle (Modulanordnung...)

prodbysgbeatz

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Hallo liebes Forum! Modular Synth und auch sequencer.de Neuling hier, verzeit mir also bitte Anfängerfehler 😅

Ich habe mir gestern das Behringer System 35 Bundle bei Thomann bestellt. Kommt voraussichtlich Dienstag an.

Behringer System 35 – Musikhaus Thomann - Google Chrome 18.02.2024 22_51_57.png
  • Eigentlich gar nicht meine Welt, arbeite viel "in-the-box" (auch nicht meine Musik, komme von modernem Hip-Hop/Trap. Finde die Technik aber super spannend und hab einfach Bock mal zu "schrauben"). Vorher habe ich mir natürlich das, was es so auf Youtube dazu gibt, angesehen und mich mit auch mit dem System 100 auseinandergesetzt.Letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich Preisleistungs Technisch kaum weniger Euro/Modul ausgeben kann (Behringer ist ja so schon sehr günstig, das Bundle würde in Einzelteilen trotzdem noch mal 700€ mehr kosten).Vom Workflow und den "Features" der Module schien mir der System 100 Klon besser/logischer, aber ich bin gerne bereit mit etwas Unbequemlichkeit zu leben, wenn das bedeutet, dass ich mir für so ein Komplett System einige hundert Euros sparen kann.
Da ich blutiger Anfänger bin, was Modular angeht, wollte ich euch da mal um Hilfe fragen. Konkret geht es mir um folgendes:
  1. Wie sieht die Anordnung der Module von einem praktischen Standpunkt aus? Das System kommt vormontiert, ergibt es aber nicht mehr Sinn, die VCAs und Envelopes in der unteren Reihe ganz nach links zu packen und Mixer/Interface nach rechts? O.ä.
  2. 18 TE habe ich noch frei. Es gibt hier auch schon einen seperaten Thread dazu (gelesen), trotzdem die Frage: Wie würdet ihr das System (am liebsten mit Boog Modulen oder bis ~200€) komplettieren?
  3. Es scheint mir neben den zunächst ja sehr positiven Stimmen (abgesehen von S-Triggern und fehlendem LFO), dass sich das System nicht wirklich gut verkauft (deswegen auch der Preis??). Gibt es da "besseres" um das Preisniveau? Wie erwähnt, als Anfänger fehlt mir der Vergleich, aber im Zweifelsfall geht das System wohl zurück...

Freue mich schon auf eure Antworten!
 
Hallo!
Die originale Bestückung ist schon ziemlich optimal.
Ein LFO wird nicht benötigt, da nimmt man bei Moog einen VCO. Ansonsten mag ich den dualen Zone B. F. von eowave, er hat viele Waveforms.
Ein Sequencer wäre noch wichtig.
 
Die originale Bestückung ist schon ziemlich optimal
Alles klar, danke!

Ein Sequencer wäre noch wichtig
Zwecks Sequencer habe ich vor, zunächst (hauptsächlich aus kostengründen) meinen PC mit Ableton über das MIDI Interface zu nutzen.
Dann sitzt man da zwar doch wieder am ewigen klicken mit der Maus, aber da das System 35 sowieso dabei stehen wird... Was solls.
 
"Ich brauch keinen Sequencer, ich hab doch Cubase!", das war es früher immer, was ich gesagt hatte.
Der Sinn von Stepsequencern hat sich mir erst sehr spät erschlossen, als ich dem lieben Forumler tronique auf die Finger geschaut habe - da arbeitet man schon ganz anders als mit der DAW.
In vielen DAWs gibt es aber Stepsequencer als zusätzliches Ausdrucksmittel; ob die dann aber so intuitiv wie eine Kiste mit Reglern dran sind, weiß ich nicht.

Übrigens ist es auch noch ein himmelweiter Unterschied (nicht wertend gemeint - es sind einfach zwei unterschiedliche Ansätze) zwischen einem Keystep Pro (vier Spuren, polyphon, viele Speicherplätze zum Performen) und z. B. einem Doepfer Dark Time oder gar dem ziemlich teuren, aber leider geilen Boliden Grp R24 (dessen Stärke die Laufrichtungs-Parameter sind, mit denen man stundenlang dudeln kann, ohne dass es langweilig wird).

Aber:
Nichts hindert dich, das Modularsystem ausschließlich als Material für markerschütternde HipHop-Bässe oder auch sonst "nur" als reinen Klangerzeuger zu nutzen - du musst dir nicht plötzlich einen Zopf wachsen lassen und Berliner Schule im Schneidersitz auf dem Flokati machen!

Schöne Grüße
Bert
 
Danke Bert für die Ausführliche Antwort! Mal schauen, was die Zeit bringt. Vielleicht bin ich ja in einer Woche reif für den Zopf und den Flokati....
 
Auch sehr wichtig: ein rhythmisches Delay!
In meinem Beispiel von oben (einfach auf das orangefarbene Wort "dudeln" klicken) ist nichts zu hören als ein simpler Monosynth (Oberheim.com SEM), sequenziert mit dem R24 und durch ein Delay gejagt (plus ein paar tiefe Töne aus dem SH-101, sequenziert von ihm selbst).

Du kommst ja aus Köln: Da wohnst du quasi genau zwischen den beiden Synthesizertreffen, die in der ersten Jahreshälfte stattfinden ("Nerdlich der Mitte" im März und "Happy Knobbing" im Mai"): EIN ZEICHEN!

Schöne Grüße
Bert (bei dem kein Zopf mehr wächst)
 
Alles klar, danke!


Zwecks Sequencer habe ich vor, zunächst (hauptsächlich aus kostengründen) meinen PC mit Ableton über das MIDI Interface zu nutzen.
Dann sitzt man da zwar doch wieder am ewigen klicken mit der Maus, aber da das System 35 sowieso dabei stehen wird... Was solls.
Wide bereits geschrieben wurde, ist es eine völlig andere Arbeitsweise.
Das muss auch nicht in Berliner Schule enden, die alten Meister auf Buchlas und serge haben auch mit Sequencern gearbeitet und das war ganz weit weg davon.
Der 960er ist sehr flexibel und für die Erzeugung von Steuerspannungen fast unverzichtbar.
Die dritte Reihe läßt sich wunderbar für "Zeit" einsetzen, man kann live skippen, usw., das ist gerade für Experimente sehr cool.
 
Ich kann deine Freude verstehen, dieser Modular-Synth ist legendär und bei dem Preis muss man ihn fast kaufen. Diese Module sind aber sehr speziell in ihren Ausführungen. Da wirst du weniger "schrauben", sondern dir Gedanken machen, wie du was patchen "musst".
Du kannst zwar komplexe Töne damit erzeugen, hast dann aber 50 Patchkabel stecken und kommst mit den Fingern an manche Regler nicht mehr ran (Mixer).
Wenn du sonst noch keine Synthesizer hast und vom Computer weg willst, würde ich dir raten sowas oder sowas oder sowas oder sowas zu kaufen. Mit jeder dieser Kisten kannst du viel schrauben und hast Instant-Spaß, ohne Kabel zu stecken (beim Malevolent ist patchen möglich).
Modular macht Sinn, wenn du dir individuell deine Module zusammensuchst, für bestimmte Zwecke, aber um einen "einfachen" Synthesizer nachzubauen lohnt es sich wohl nicht. Du hast in dem Moog System keinen Phaser, kein Delay, kein Ringmodulator, keinen Arpeggiator, kein Sample&Hold, keine Tastatur und kein Mod-Wheel.
Wenn du schon Hardware-Synthesizer besitzt, kannst du alles vergessen was ich geschrieben habe und dein Modular nach und nach deinen eigenen Bedürfnissen anpassen.
 
Auch sehr wichtig: ein rhythmisches Delay!
Diese Aussage unterstreiche ich. Und um dir die Suchzeit zu ersparen, die ich über mich ergehen lassen habe, würde ich an deiner Stelle gleich Richtung Strymon Volante, oder dessen Eurorack-Variante schauen. Es gibt natürlich auch Alternativen, aber viele sind auch klanglich eher mau.
 
Wenn du schon Hardware-Synthesizer besitzt, kannst du alles vergessen was ich geschrieben habe und dein Modular nach und nach deinen eigenen Bedürfnissen anpassen.
Das kann er auch so, und hat es ja auch schon, hihi!
Aber mit deinen Grundüberlegungen hast du schon recht.
Trotzdem: Er hat sich jetzt mal so entschieden und wird seine Gründe gehabt haben. Ob das für ihn passt oder nicht, wird sich später zeigen.

Diese Aussage unterstreiche ich. Und um dir die Suchzeit zu ersparen, die ich über mich ergehen lassen habe, würde ich an deiner Stelle gleich Richtung Strymon Volante, oder dessen Eurorack-Variante schauen. Es gibt natürlich auch Alternativen, aber viele sind auch klanglich eher mau.
Das Volante ist toll, hab ich auch - mein Go-to-Delay ist aber schon seit Jahren das EHX Stereo Memory Man With Hazarai (schnell eingestellt, passt, so lassen!).
Ein Delay kannst du, prodbysgbeatz, ja aber auch aus der DAW nehmen.

Schöne Grüße
Bert
 
rhythmisches Delay
Im Sinne des 911a? Oder als Effekt Gerät? Auch da werde ich höchstwahrscheinlich erstmal auf Loopback zu Ableton ausweichen müssen, Kostengründe und so....
Du kommst ja aus Köln: Da wohnst du quasi genau zwischen den beiden Synthesizertreffen, die in der ersten Jahreshälfte stattfinden ("Nerdlich der Mitte" im März und "Happy Knobbing" im Mai"): EIN ZEICHEN!
Danke für den Tipp! Werd ich auf jeden Fall ausschecken!
960er ist sehr flexibel und für die Erzeugung von Steuerspannungen fast unverzichtbar.
Den hab ich mir auch schon angesehen. Hab gemischte Meinungen zum Einstellen von des Pitch ohne Quantizer gehört, hast du da vielleicht Erfahrung?


Auch danke Koch für die ehrliche Überlegung. Ich möchte das gerne als "Herausforderung" sehen, so ein System zu lernen und auch mit seinen Schwächen zu arbeiten. Sich zu beschränken außerhalb der wirklich endlosen Möglichkeiten der DAW zu arbeiten. Ob es das für mich ist wird sich dann wohl herausstellen...
Puh das sieht geil aus, aber ich werde mich auch was FX angeht erstmal auf meine DAW verlassen. Fast 50% des Systempreises für ein Effektmodul ist dann doch ein bisschen happig 😄
EHX Stereo Memory Man With Hazarai
Auch fesch...
aus der DAW nehmen.
Du nimmst mir die Worte aus dem Mund...
 
Den hab ich mir auch schon angesehen. Hab gemischte Meinungen zum Einstellen von des Pitch ohne Quantizer gehört, hast du da vielleicht Erfahrung?
Die Leute erzählen viel, wenn der Tag lang ist.
Ich habe alle meine Quantizer nach und nach wieder ausgebaut, in 5U und in Eurorack und tune alle Sequenzen frei nach einem Stimmgerät.
Das ist sogar genauer, als die meisten Quantizer arbeiten und ich kann auch besser leichte Schwebungen realísieren.
Einige sind wohl nicht in der Lage, etwas sauber einzutunen, sonst würden sie nicht dieses unnütze Modul kaufen.

Delay ist immer gut, sehr kompakt mit Delay UND Reverb wäre das Avalanche Run.
Software-Delays mag ich nicht, da kann man nicht so einfach frei aus dem Handgelenk eintappen.
 
Die Leute erzählen viel, wenn der Tag lang ist.
Ich habe alle meine Quantizer nach und nach wieder ausgebaut, in 5U und in Eurorack und tune alle Sequenzen frei nach einem Stimmgerät.
Das ist sogar genauer, als die meisten Quantizer arbeiten und ich kann auch besser leichte Schwebungen realísieren.
Disclaimer, weil du's eventuell nicht weißt: Bernie ist ein GANZ alter Hase mit Jahrzehnten von Erfahrung und persönlichem Feintuning auf dem Buckel - der kann sowas.
Die anderen (ich zum Beispiel) freuen sich, dass es quantisierte Sequencer gibt, wir faulen Säcke.
Wenn du dir ein Modularsystem anschaffst, um Grundlagen zu erforschen und persönlich und musikalisch dran zu wachsen, ist ein nichtquantisierter Sequencer natürlich die Königsklasse.

Schöne Grüße
Bert
 
Disclaimer, weil du's eventuell nicht weißt: Bernie ist ein GANZ alter Hase mit Jahrzehnten von Erfahrung und persönlichem Feintuning auf dem Buckel - der kann sowas.
Die anderen (ich zum Beispiel) freuen sich, dass es quantisierte Sequencer gibt, wir faulen Säcke.
Wenn du dir ein Modularsystem anschaffst, um Grundlagen zu erforschen und persönlich und musikalisch dran zu wachsen, ist ein nichtquantisierter Sequencer natürlich die Königsklasse.

Schöne Grüße
Bert
Du selber alter Hase!
Hat man ein präzises und gut ablesbares Stimmgerät, kommt man gut ohne Quantizer aus, das sollte ich dazuschreiben.
Die automatischen Quantisierungen sind oft etwas (hörbar) daneben, was mich immer sehr gestört hat.
Dazu sind Tunings auf 432Hz, damit es gut zu meinen burmesischen Gongs passt, so einfach nicht möglich.
Der Quantizer zieht mir die Töne immer ins Nirvana und mikrotonale Stimmungen gehen gar nicht.
 
...Puh das sieht geil aus, aber ich werde mich auch was FX angeht erstmal auf meine DAW verlassen. Fast 50% des Systempreises für ein Effektmodul ist dann doch ein bisschen happig 😄

Du wirst sowieso früher oder später feststellen, wie wichtig WIRKLICH GUTE Effekte sind, je nach Art der Musik. Wollte dir nur den Weg verkürzen ...
 
Ich muss bei meinem thailändischen Gong (1993 in Thailand in einem Laden für Tempelbedarf gekauft) mal prüfen, was das für ein Ton ist.
Ein ziemlich tiefer jedenfalls (obwohl er vermutlich deutlich kleiner ist als deine Gongs im Schnitt)...

Und (um mal zurück zum Topic zu kommen): Das mit dem Stimmgerät probier ich auch mal aus - beim R24 kann man die Quantisierung (glaub ich) abschalten.

Schöne Grüße
Bert
 
2020-039-Eurorack-1.jpg
Hab einen Korg Pitchblack oben im Eurorack.
 
ich häng mich hier mal kurz mit rein (@prodbysgbeatz: wenn es dich stört, sag bescheid, dann trenne ich meine Frage ab): Habe mir auch vor einiger Zeit das 35er Bundle zugelegt, bin aber gestern erst zum Antesten gekommen.

Es sind ja 4x 921B Oszillatoren dabei, aber "nur" zwei 921A Driver. Soweit ich feststellen konnte, kann ein Driver immer nur einen Oszillator ansteuern - ich bin zunächst davon ausgegangen, dass man mit einem 921A (mindestens) zwei 921B ansteuern kann, wie es das Layout suggeriert: Links oben sitzen jeden jedem Driver zwei Oszillatoren. Oder muss man aus dem Control-Output des Drivers zuerst in ein (passives) Multiple - aber dabei würde doch Spannung verloren gehen, oder?

Wir steuert ihr die Oszillatoren im Regelfall an? Ich überlege, die obere Reihe soumzusortieren:
[ 921A ] [ 921B ] [ 921A ] [ 921B ] || [ 921B ] [ 921B ]

... und dann die rechten beiden 921B hauptsächlich als LFOs einzusetzen.

Oder was ist der tiefere Sinn dahinter, dass im Standardlayout immer zwei "B" nach einbem "A" kommen?

PS - Allgemeines:

Die Festfilterbank nimmt ganz schön Pegel raus, oder? Auch wenn die Potis alle oben sind.

Das 961-Interface habe ich entfernt und dafür einen Bode Frequency Shifter und den Space-FX eingebaut. Nutze das System nicht zusammen mit analogen Stepsequencern.
 
Habe keine Behringer Moog Module. Laut Thomann Beschreibung steuert der Driver bis zu 12 VCO, vom Driver in den ersten VCO 921AB Link und dort von der zweiten Buchse zum nächsten VCO, quasi Daisy Chain.
 
Oh, das klingt natürlich plausibel - aber über welchen Ausgang? So?

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