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48484B - Modular 1

C0r€

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Diesmal habe ich einen Track komplett mit dem Modularsystem erstellt. Die Schwierigkeit bestand darin, mehrere Sequenzer in Einklang zu bekommen und dann damit ein Arrangement zu bauen.
Hauptsequenzer war der Nerdseq, der einen Eloquencer und Performer und Disting NT angesteuert/ferngesteuert hat. Den Eloquencer habe ich via CV und den Mute Bins umgeschaltet (ein langes pattern mit mit DIV/16 für die Übersichtlichkeit), beim Performer via CV das Pattern gewählt.
2 Spuren vom Eloquencer habe ich als Gate Sequenzer für weitere Sequenzer CV Sequenzer eingesetzt, um diese an/abzuschalten, das wäre auch mit einem VCA, AND oder Switch gegangen.
Das Gate einiger Spuren habe ich mit freilaufenden LFO um ein paar ms verzögert (Ornament Crime und Teletype) und beim Performer ist swing noch via CV von einem anderen freilaufenden LFO moduliert.
Ziel war es, dass etwas Bewegung in den Rhythmus kommt, was denke ich gut gelungen ist.
Ich habe das ganze eigentlich nur Mono gemischt und so aufgenommen, und im Nachhinein, nach der Aufnahme, ein klein wenig EQed und mit ein wenig Raum versehen.
Bassdrum sind 3 Sounds gestackt, Snare 2 sounds gestackt und jeweils moduliert.
Bei der Bassdrum war das Decay viel Fummelarbeit, das genau richtig lang hinzubekommen trotz nachfolgender Kompression.

Tips, Ideen und Fragen sind sehr willkommen.
 
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M.i.a.u.: sllk, Horn und Kick
sehr, sehr gut! Alles sitzt richtig für meine Ohren. Luftiger Beat aber trotzdem groovig. Obwohl viel passiert tanzt nichts aus der Reihe. Kann mir schon vorstellen, dass das Konstrukt einiges an Feinjustierung verlangt hat. Könnte ein paar Takte länger gehen, hat aber auch was in der Kürze
 
Danke!
Ich habe ein paar Wochen dran geschraubt, immer wieder ein paar Stunden. Zuerst hatte ich einen Beat mit dem Eloquencer, dann habe ich der Reihe nach mehr pattern gebaut, also Synth Sequenzen, und auch viel verworfen und dachte mir zum Abschluss will ich dann doch mal ein Arrangement machen. Meist höre ich sonst damit auf und patche komplett neu. Mit dem Arrangement ging die Arbeit erst so richtig los, weil ein Teil davon generative Patterns sind, zum Beispiel ein euklidisches Pattern auf dem Disting NT und eine Turing Maschine (Locked Sample and Hold) die mit einer krummen Stepzahl daherkamen (die blubbernde Sequenz, die eigentlich ein Drumsound ist und die metallische Sequenz die langsam Filter Moduliert ist durch ein Antidote) Das habe ich dann einfach mit 16tel gates vom Eloquencer aus sequenziert, damit das dann kommt, wenn es soll.
Der gegatete Synth sound ist der Dualchord vom Nerdseq durch einen VCA. Da hatte ich die Sequenz zuerst via MIDI eingespielt und dann für eine Variation gescrabeled (random Note Vertauschung). Eine Envelope habe ich mir gespart, weil mir das gegated ganz gut gefällt und für mehr Bewegung durch einen Phazer geschickt. Den Dualchord Sound hatte ich wegen der Supersaw Diskussion hier gebaut :) Supersaw gegated passt auch gut zusammen. Es sollte etwas luftiger/schwebender klingen, deshalb der Phazer.
 
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M.i.a.u.: MvKeinen
Beim zweiten Mal hören ist mir folgendes aufgefallen: (Es ist definitiv kein Verbesserungsvorschlag, nicht mal Kritik, sondern lediglich meine individuelle Perspektive)
Das Hirn will ja erstmal Einzelsounds so schnell wie möglich "einordnen". Ich glaube das gilt auch für funktionale Blöcke eines Arangements bzw. musikalische Phrasen. Grob gesagt sowas wie: "Ah ja, jetzt kommt ein Drumsolo" "Ok, jetzt fängt also der Refrain an" "hier kann man mitsingen".
Dieser Einteilung zufolge würde der Track mit einem Drumsolo beginnen. Was manche Hörer dazu bringen könnte es als verschroben wahrzunehmen. Was dem Track als Ganzes nicht gerecht wird. Wenn Dir das egal ist, ist es gut so. Wenn Du aber den Hörer gleich zu Anfang noch mehr einfangen willst dann wäre meiner Herangehensweise da etwas melodiöses bzw. tonales einzufügen. Wie zB die Sequenz die bei 1:08 reinfliegt. Die ist übrigens saugut und fast schade, dass sie nur einmal vorkommt.
 
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M.i.a.u.: C0r€ und verstaerker
grundsätzlich find ich den Klang interessant... aber in meiner Ignoranz höre ich da nur einen spontanen Jam. N bisschen delay auf n beat, da mal ne Bassline, mal ne Melodie reingefaded. Fertig.
Ich finde da hätte man mehr draus machen können. Ein bisschen mehr Tension , Aufbau und letztendlich mehr Zeit hätten dem Ganzen gut getan.

Was mir gar nicht gefällt ist das der 808 artige Beat durch die delays (oder double , triple trigger) so zerhackt wird. Insbesondere wenn sich die Bds überlagern find ichs unschön.
 
Ich finde das im Prinzip gut, aber mir sind die Drums deutlich zu laut im Vergleich zum Rest.
 
Ja das Arrangement ist nah an einem Jam. So ist es auch entstanden. Nur für einen spontanen jam sind da jetzt zu viele Änderungen drin, das bekäme man live so nicht hin. In einer DAW würde das ganz anders bei mir klingen. Da hätte ich die Melodie auch vorne reingebracht und ABACA oder ähnlich als Schema genommen, hört man ja in manchen meiner anderen Tracks. Ich wollte das auch nicht nochmal wiederholen und in die Länge ziehen. In der DAW bin ich da auch x mal schneller sowas zusammenzustellen. Hier ging es mir darum, das in dem Setup überhaupt abzubilden mit vielen Versuchen, wie ich die Sequenzer zusammen bekomme. Jeder einzeln im Song Mode (hatte ich zwischendrin so) oder alle Sequenzer von einem Sequenzer angesteuert (so war es zum Schluss), wobei beim Nerdseq die Tracks mit verschiedenen Teilern laufen, sodass das auch eine Challenge war, die anderen Spuren dann via break/Jump Kommando usw. zu loopen und synchen, so dass die spuren dann einsetzen, wo ich es will, obwohl in jedem Track der cursor in einer anderen Zeile steht, wegen den unterschiedlichen Taktteilern.
Delay ist nur auf einem drumsound (cowbell) drauf, der nur ab und zu spielt. BD, SD, HH haben kein Delay. Der blubbernde Sound hört sich vielleicht so an wie durch ein delay, der kommt direkt so aus dem Sequenzer mit anderer Sequenzlänge und es gibt einige Ratchets/Retrigger. Keines davon ist ein delay. Das einzige Delay im Patch ist recht lang eingestellt. Je nach Geschmack sind es vielleicht zu viele Ratchets. Das Delay ist einen ticken zu laut, weil ich bei der Aufnahme daran rumgedreht habe, am feedback, und das war schon recht hoch eingestellt. In das delay geht nur ein pitch modulierter drumsound, die cowbell. Mehr delays habe ich in dem Patch nicht drin, abgesehen von den modulierten Gate delays, die aber nichts wiederholen sondern nur paar ms verzögern.

Die BDs können sich zeitlich prinzipbedingt nicht “überlagern”, also ich meine vom Klangerzeuger und der Kette aus, es gibt kein Delay bei der BD, kein Reverb, nur gestackt mono sounds, wovon 2 von 3 nur im Attack ganz kurz da sind, zeitlich beim Ausklingen kann es nur eine voice geben und wenn die BDs wieder erklingen wird abgebrochen, weil mono voices. Die BDs gehen trocken in den VCA in den Kompressor, dann mixer und werden so aufgenommen. @verstaerker meinst du im Attack?

Ja die Drums sind relativ laut, je nachdem womit man vergleicht. Der Track wird von den Drums und insbesondere BD und SD getragen, ich habe das ganze Mixing von den Drums ausgehend von den niedrigen zu den hohen Frequenzen durchgeführt, damit das so klingt. Das waren unzählige Durchgänge der Anpassung und jedes mal war mir irgend ein Sound zu laut/nervig. So ist es jetzt so, dass alles so laut ist, wie es sich für mich zusammenfügt.
 
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In der DAW hätte ich mit sidechaining gearbeitet, das würde dann alleine deshalb schon anders gemischt werden und weniger nach live jam klingen. Hier ist nur ein Kompressor auf einigen der Drums in Summe (z.B. ohne das delay bzw. weniger feedback), quasi wie ein bus Kompressor, nur dass hier alles mit VCAs abgemischt bzw. In eine Mono Spur summiert habe, ganz ohne Mischpult. In einer DAW wäre das alles anders. Mein Ziel war es nicht, alles was ich sonst in der DAW mache in Eurorack nachzumachen, auch wenn das gehen würde (sidechaining z.B.). Dann hätte es für mich mehr Sinn gemacht einzelne Spuren aufzunehmen und gleich in der DAW zu arrangieren. Das wollte ich nicht. Zu beginn hatte ich viel mit Zufallsmustern mit krummen Taktteilern gearbeitet und wollte das und die spezielle Dynamik wenigstens zum Teil so erhalten. Wie ein snapshot von einem Patch, mit dem ich lange, also über ein paar Wochen, rumgejammt habe, um das mal zuende zu bringen ohne es zu verlieren. Etwas mehr als 50% vom ursprünglichen Patch hatten es nicht in diesen finalen mix geschafft, ich habe viel weglassen müssen.
Wahrscheinlich hätte es dem Track sogar gut getan, wenn ich noch mehr weggelassen hätte (zum Beispiel das Delay und immer noch recht viele ratchets). Decay von der Haupt-BD hätte ich vielleicht noch CV modulieren können, damit die schnelleren BDs etwas kürzer sind und damit mehr impact haben. So könnte es gegebenenfalls einen Phasensprung geben, wenn 2 BDs zeitlich nah aufeinander folgen. Alternativ könnte ich das auch mal mit einem PLL-Modul kombinieren zum Rundschleifen.
 
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Die BDs können sich zeitlich prinzipbedingt nicht “überlagern”, also ich meine vom Klangerzeuger und der Kette aus, es gibt kein Delay bei der BD, kein Reverb, nur gestackt mono sounds, wovon 2 von 3 nur im Attack ganz kurz da sind, zeitlich beim Ausklingen kann es nur eine voice geben und wenn die BDs wieder erklingen wird abgebrochen, weil mono voices. Die BDs gehen trocken in den VCA in den Kompressor, dann mixer und werden so aufgenommen. @verstaerker meinst du im Attack?
Anfangs ist es nicht , später ab so ca 1:05 min wird es immer deutlicher
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irgendwas überlagt sich da, für mein Empfinden unangenehm, mit der Bd
 
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M.i.a.u.: C0r€
  • #10
Danke fürs raussuchen! Wenn dass eine Bassdrum ist, dann triggert möglicherweise eine der gelayerten BDs nicht im Sync zur Haupt BD. Ich dachte die bekamen alle das gleiche Gate signal, aber da ist mir wohl eine durch die Lappen gegangen, weil die 2 drüber gelayerten sounds nur leise zugemischt sind. Naja, das Patch war schon recht wild was die Trigger/gate signale anbelangt.
… ich hab es mir gerade nochmal angehört, ist vermutlich eher ein Retrigger/ratchet, was dann wie ein doppeltrigger klingt, das ich Random im Eloquencer drin habe.
Mich stört es nicht, ich finde das passt zum Rest. Ich kann aber verstehen, dass das störend wirken kann. Schnelle Doppeltrigger auf der BDs sind eher unüblich.
 
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M.i.a.u.: verstaerker

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