A Fucking Nightmare: DIY Artists On Living With Post-Brexit EU Rules

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Mr.Pink
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doch, sie wusste es. Jeder hat es ihr gesagt. Aber eine kleingeistige, leider zahlenmäßig überwiegende Gruppe, hat nur die möglichkeit zur eigenen Selbstbeweihräucherung gesehen - vergessend, dass der Rauch einem die Luft zum Atmen nimmt.
Schöne Metapher!
Also die Hälfte wusste es, aber der anderen war, glaube ich, nicht klar,.wie scheiße es sein würde, ohne zollfreien Warenverkehr, mit Roaminggebühren und Pässe stempeln (um mal drei kleine Beispiele zu nennen).

Die Konservativen wollten vor allem raus aus den EU Regulationen, damit sie machen können, was sie wollen - allen voran der ECJ.
 
betadecay
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Dronemaster Flash
Manche hatten wohl auch das Gefühl, dass sie nicht abstimmen müssten - "Was zählt schon meine Stimme" und "So schlimm wird's doch nicht".

Später hat man dann immerhin was gelernt, ist ja auch was.
 
fanwander
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Die Konservativen wollten vor allem raus aus den EU Regulationen,
Die Konservativen waren so um 2005 mit immer weniger Inhalten konfrontiert, bei denen sie mit ihren eigenen Kernideen hätten punkten können, weil diese Ideen einfach durch waren. Also wurde ein künstlicher "Kriegsschauplatz" aufgebaut, der von der eigentlichen Schwäche ablenkt, und wo man Pseudostärke zeigen kann.

Die Metapher vom Kriegsschauplatz ist leider in der Geschichte all zu real. Historisch werden eigentlich alle Kriege deswegen angezettelt, um von eigenen inneren Defiziten abzulenken.
 
2bit
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Historisch werden eigentlich alle Kriege deswegen angezettelt, um von eigenen inneren Defiziten abzulenken.

Schlimm ist es, wenn solchen Defizite nicht mehr mit Logik und Vernunft begegnet wird. Mit mehr Leuten bei den Tories, wie John Bercow, wäre allen Beteiligten dieser Mumpitz namens Brexit erspart geblieben:


https://www.youtube.com/watch?v=5FNey_iUrl8


Ich frage mich gelegentlich, wie David Cameron überhaupt in den Spiegel schauen kann, ohne sich für dieses Desaster in jeder Sekunde seines Lebens in Grund und Boden zu schämen, welches er aus reiner Wahltaktiererei angezettelt hat...
 
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Guest
ah , die Deutschen wissen mal wieder vieles besser, vor allen Dingen wie demokratische Abstimmungen gehen .
Fakt ist, dass UK für den Brexit gestimmt hat und die Tories ihn realisiert haben. Muss man nicht mögen, sollte man aber akzeptieren. und @ Fanwandler , Dein "kleingeistig" als Zuschreibung für Personen, die pro Brexit gestimmt haben betrübt etwas.
 
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Muss man nicht mögen, sollte man aber akzeptieren.

Nö. Die Tories wehren sich grad mit Händen und Füßen gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen Schottlands. So viel Heuchelei kannste dir im großen Kontext des Brexit echt nicht mehr ausdenken:

 
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3r09uqfüatö2fgwtg3
Guest
The Guardian , das hat natürlich Gewicht, zumindest in der eigenen Blase, warum nicht gleich NYT oder TAZ ? und was hat die Schottland Nummer damit zu tun ? Schottland möchte halt weiterhin gerne von der EU subventioniert werden. Verstehe ich gut. Ist legitim, wird aber nicht passieren...
 
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Mr.Pink
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Schlimm ist es, wenn solchen Defizite nicht mehr mit Logik und Vernunft begegnet wird. Mit mehr Leuten bei den Tories, wie John Bercow, wäre allen Beteiligten dieser Mumpitz namens Brexit erspart geblieben:
Bercow war klasse. Nachdem er als Speaker aufgehört hat ist er übrigens zur Labour Partei übergelaufen.
Ich frage mich gelegentlich, wie David Cameron überhaupt in den Spiegel schauen kann, ohne sich für dieses Desaster in jeder Sekunde seines Lebens in Grund und Boden zu schämen, welches er aus reiner Wahltaktiererei angezettelt hat...
Das liegt an seiner Schulbildung: wie die Mehrheit der Regierungsmitglieder hat er das private Schulsystem durchlaufen und war letztendlich in der Kaderschmiede Eton. Die wichtigste Voraussetzung diese Laufbahn erfolgreich zu absolvieren ist, daß man lernt, niemals Fehler zuzugeben. Ausserdem lernt man, systemtreu zu denken. Somit erhält das System sich selbst und Veränderungen gibt es praktisch nie.

Das ist in anderen Ländern ähnlich, aber nirgends so eklatant und eingesessen, wie hier (in GB).
 
fanwander
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ah , die Deutschen wissen mal wieder vieles besser, vor allen Dingen wie demokratische Abstimmungen gehen .
Fakt ist, dass UK für den Brexit gestimmt hat und die Tories ihn realisiert haben. Muss man nicht mögen, sollte man aber akzeptieren. und @ Fanwandler , Dein "kleingeistig" als Zuschreibung für Personen, die pro Brexit gestimmt haben betrübt etwas.
Mein kleingeistiges Zuschreiben entstammt leider einem kontinuierlichen Beobachten englischer Politik, das ich mir als gelernter Politikwissenschaftler leider nicht abgewöhnen kann. Ich weiß nicht wieviele Berichte über HOL Debatten Du in den letzten zwanzig Jahren gelesen hast...
 
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NickLimegrove
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Flexiganer
Dein "kleingeistig" als Zuschreibung für Personen, die pro Brexit gestimmt haben betrübt etwas.

Diese Personen haben doch bekommen, was sie bestellt haben. Damit, dass andere diese Entscheidung kritisch sehen, gar "kleingeistig" finden, werden sie leben müssen -- und, da bin ich mir sicher, auch können.
 
sbur
sbur
„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.“
Was hier alle vergessen, die Regeln zum Versand aus der EU nach Großbritannien haben sich genauso geändert und sind der gleiche Albtraum. Mit dem Brexit hat das alles nur am Rande zu tun, da haben sich die Reglungen schon zum 1.1.21 verschärft.
Und wer dachte, innerhalb der EU läuft es besser, sollte sich die Änderungen, die für den gewerblichen Versand an Privatpersonen seit dem 1.7.21 gelten, anschauen. Stichwort: One-Stop-Shop - https://www.ihk-berlin.de/eu-lieferungen-an-private-4482532
Und wir konnten darüber nicht einaml abstimmen…
 
fanwander
fanwander
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Nun, die OSS-Regelung gilt für Umsätze ab 100.000€. Das ist nur korrekt. Wenn wir von Google verlangen, dass Sie im Lieferland versteuern, dann müssen wir das für unsere Unternehmen auch gelten lassen. (Das ist ja der Hintergrund hinter dieser Regelung: Google hat nur in Irland versteuert. Das hat jetzt zumindest bei der Umsatzsteuer ein Ende).
 
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Guest
Mein kleingeistiges Zuschreiben entstammt leider einem kontinuierlichen Beobachten englischer Politik, das ich mir als gelernter Politikwissenschaftler leider nicht abgewöhnen kann. Ich weiß nicht wieviele Berichte über HOL Debatten Du in den letzten zwanzig Jahren Du gelesen hast...
na, Du als Politikwissenschadftlicher kennst dann ja den Unterschied zwischen Liberalismus und Demokratie aus dem EffEff. Ist ja nicht gerade unbedeutend für UK . Leute als "kleingeistig" zu titulieren passte dann aber noch weniger . Aber vielleicht war das nicht der Politikwissenschaflter , sondern der IT Consultant in Dir. Geht ok.
 
2bit
2bit
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Jetzt musste halt nur noch inhaltliche Argumente bringen. Zum Beispiel, warum demokratische Separatismusbewegungen gut sind, wenn es um den Brexit geht und warum sie schlecht sind, wenn es um Schottland geht.
 
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Guest
nee @ 2bit, muss ich nicht. Besonders nicht, weil Du hier den Begriff Separatismus vollends ad absurdum führst. Der Brexit ist bzw war keine Separatismusbewegung, es sei denn man sieht das aus der Position Fr. von der Leyen . So sehr EU Fan bin ich dann doch nicht .
 
sbur
sbur
„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.“
Nun, die OSS-Regelung gilt für Umsätze ab 100.000€. Das ist nur korrekt. Wenn wir von Google verlangen, dass Sie im Lieferland versteuern, dann müssen wir das für unsere Unternehmen auch gelten lassen. (Das ist ja der Hintergrund hinter dieser Regelung: Google hat nur in Irland versteuert. Das hat jetzt zumindest bei der Umsatzsteuer ein Ende).
Leider liegt die Lieferschwelle bei 10.000 EUR für alle Lieferungen an Privatpersonen in der EU zusammengenommen. Das empfinde ich als relativ niedrig. Der Aufwand, der sich daraus ergibt ist erheblich. Sämtliche Lieferungen müssen dann netto berechnet werden und der Mehrwertsteuersatz des jeweiligen Empfängerlandes angewendet werden. Die Summen müssen dann je Land erfasst werden und über das Bundeszentralamt für Steuern vierteljährlich abgeführt werden.
Ärgerlich ist es dann, wenn Du genau um diesen Schwellwert liegst. Die Steuerdifferenz dürfte sich auf eine niedrige dreistellige Summe belaufen. Der Aufwand in Stunden, auch für den Steuerberater, dürfte erheblich höher sein.
Von Shopsystemen, die das automatisiert machen, ganz zu schweigen.
 
Rolo
Rolo
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Als Pro Europäer tut es mir wirklich sehr leid für alle Engländer die auch gerne zur Familie gehören wollten. Ich muß allerdings auch sagen daß
man es auch positiv sehen kann wenn sie nun draußen sind. Sie waren immer schwierig und es hat ihnen nie gepasst daß
die Deutschen so ein großes Gewicht haben in der EU. Ich sehe es positiv. Wenn ich mal etwas richtig exotisches in der Nähe haben will
dann mach ich Urlaub in UK. Ansonsten bin ich zu Hause in Europa und das ist natürlich auch sehr abwechslungsreich. Aber für mich
als Europäer sehr unkompliziert zu bereisen. Das ist doch ne Super Sache. Wie eine große Familie, mir gefällt das.
Man kann nur hoffen daß aussenstehende Beobachter aus dieser Sache gelernt haben wie wichtig es sein kann wählen zu gehen.
Ich bin sicher wenn nicht nur die Rentner dort wählen gegangen wären sondern alle jungen Leute, dann hätte dieser Jonzon keine Chance gehabt.
 
fanwander
fanwander
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Leider liegt die Lieferschwelle bei 10.000 EUR für alle Lieferungen an Privatpersonen in der EU zusammengenommen.
Für was ist dann die Tabelle unten? -> Erwerbsschwelle versus Lieferschwelle bei Versendungsverkauf an Private.
Wir sind damit aber offtopic
 
tiefenrausch2
tiefenrausch2
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Fakt ist, dass die Brexit Befürworter die Wähler von hinten bis vorne belogen haben. Ich wette meinen Moog, dass weder Nigel Farage, noch Boris Johnson, noch the sun jemals die Verantwortung für dieses Chaos übernehmen werden.
Das einzig Positive ist, dass man hoffen kann, dass die anderen Anti-Europa - Parteien ( FN, AfD etc) jetzt evtl mal ihr Maul halten, wenn sie kapieren wohin das führt. Blöd halt, dass B. Johnson jetzt den wirtschaftlichen Rückgang auf Corona schieben kann.
( In ein paar Jahre wird dann die EU zum Hauptschuldigen erklärt, logisch. Diesmal wette ich meinen MS 20)

Tr
 
ppg360
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fummdich-fummdich-ratata
Es ist ein Alptraum, die britische Bevölkerung wusste nicht, was sie tut.

Wie auch, wenn man sie systematisch für dumm verkauft bzw. Hetze gegen die EU betrieben hat? Wenn ein Volk dumm ist, kann es das doch gar nicht reflektieren und Fakten von Propaganda trennen -- soll es doch auch gar nicht.

Ist hier doch nicht viel anders. Bei den Briten ist es halt nur aufgefallen, allerdings nur den wenigsten innerhalb der Landesgrenzen, und ein paar Vernünftige (wie Brian Eno), die zu Besonnenheit, Umsicht und Mäßigung ermahnten, reichten nicht aus, das Ruder herumzureißen.

Nigel Farage -- in vernünftigem britischen Englisch ausgesprochen klingt der Name fast wie verarscht im Deutschen. Endlich mal ein Politiker, der hält, was der Name verspricht.

Stephen
 
M
Mr.Pink
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Hinzu kommt, daß die Bevölkerungspyramide auf dem Kopf steht - dadurch konnten die alten die jungen überstimmen und deren Zukunft versauen. Eim Problem, das die meisten westlichen Nationen auch haben. Deswegen denke ich inzwischen auch, daß es eine gute Idee ist, das Wahlalter auf 16 herabzusetzen.
 
sbur
sbur
„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.“
Hinzu kommt, daß die Bevölkerungspyramide auf dem Kopf steht - dadurch konnten die alten die jungen überstimmen und deren Zukunft versauen. Eim Problem, das die meisten westlichen Nationen auch haben. Deswegen denke ich inzwischen auch, daß es eine gute Idee ist, das Wahlalter auf 16 herabzusetzen.
Wobei das Problem auch darin bestand, dass die Jüngeren nicht so stark an der Wahl teilgenommen haben, wie sie vielleicht hätten sollen.
 
einseinsnull
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[nur noch musik]
Dein "kleingeistig" als Zuschreibung für Personen, die pro Brexit gestimmt haben betrübt etwas.

nationalismus ist immer kleingeistig.

wenn es den brexit befürworten um unabhängigkeit und selbstbestimmung ginge, dann wären sie au der nato ausgetreten und nicht aus der EU. die nato mitgliedschaft kostet GB nämlich viel mehr geld.

aber irgendwie denke ich sowieso, dass eine nation, die 40 andere länder überfallen und unterjocht hat, sich jedes recht verwirkt hat sich über eine form der fremdbestimmung zu beschweren, für die sie sich frei entscheiden haben.

das brexit desaster zeigt auch, dass formale demokratie schnell an ihre grenzen stößt, nämlich immer dann, wenn abstimmungsergebnisse / meinungen um 50/50 herum pendeln. man könnte da ja alle paar wochen erneut abstimmen und mal gewinnen die einen und mal die anderen.

ist halt nur schade, dass die andere hälfte jetzt auch unter den folgen leidet.
 
 


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