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Analoge Wavetables ?

  • #33
Nö, Du brauchst nur einen Oszillator der verschiedene Wellenformen parallel ausgeben kann.

Das was Du da beschreibst hat Doepfer mit dem A-110 und dem A-138f realisiert.
Was du da als Oszillator nimmst ist eigentlich unerheblich - Hsuptsache es hat verschiedene Wellenformen. Schön wäre, wenn die nicht alle die selbe Frequenz haben müssen wie beim A-110. Aber das ist ja eher VS als Wavetable....
 
  • #34
Ist der Suboszillator im SH-101 deswegen schon eine digitale Klangquelle?
Oder diese lustigen Treppenspannungsgeneratoren in einigen der anderen SH-Synths. Bei SH-2000 und SH-7 bin ich mir sicher, dass sie solche haben. Da wird mehrfach geteilt und dann kann man daraus etwas zusammenbasteln (SH-7) oder basteln lassen (SH-2000 ist ja ein Preset-Synth).
 
  • #35
Ich geh die Sache pragmatisch an und beschleunige 🚀 meinen Analog Sequenzer einfach auf Audiorate.. :kiffa:Happy Stepping! :huepfling:
 
  • Daumen hoch
  • Gute Idee
M.i.a.u.: fanwander und Scenturio
  • #36
Ist der Suboszillator in einem SH-101 analog? Wird per Teiler erzeugt. Ist der Suboszillator im SH-101 deswegen schon eine digitale Klangquelle?

bei dem, was er da beschrieben hat ist ja alles digital. Ein PPG ist also ungefähr so analog wie meine Oma.

Bei einem "analogen Wavetable Synthesizer" könnten wir realistisch betrachtet beim phase accumulator an die Grenzen stoßen. Da muss wohl dann wirkllich ein DCO her, sonst kommt nur noch Matsch raus. Mehr Kompromisse würde ich aber nicht haben wollen sondern konsequent alles elektronisch machen, egal wie bekloppt das dann ist. :)
Wenn die wavetables digital sind, dann ist die Syntheseform nur noch mit sehr viel Fantasie als "analog" zu bezeichnen und der PPG und der microwave waren schon immer "digital" trotz ihrer diversen analogen Komponenten.
Palm hat ja auch vor den Wavetables schon digitale Oscis gebaut, quasi als erster Mensch überhaupt. So ist ja die Idee zu den gespeichterten waves entstanden.

Im tiefsten inneren sind all diese Bauteile analog.

Tief in ihrem Innersten ist meine Microwave I die große Schwester von Shiva.
 
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  • #38
Natürlich. Oma ist praktisch Software, der Rest ist im Prinzip nur der Kopierschutz.
 
  • HaHa
M.i.a.u.: Scenturio und fanwander
  • #39
Ähnliches gilt bei additiven Verfahren, die auch zur Resynthese eingesetzt werden können - Oszillatoren (und deren Envelopes) könnten analog sein, die Speicherung eher nicht.
Additiv wäre auch meine Idee von einem "analogen" Wavetablesynth: Die Übergänge mit Hilfe der Phasenlage (wegen addition/subtraktion der Teiltöne) der Sinus Oszillatoren bestimmen, Speicherung der Level/Phasenlage/Frequenzen der Obertöne pro Wellenform würde man dann wohl eher digital realisieren und der Aufwand abhängig von der Anzahl der Oszillatoren und Stimmen wahrscheinlich recht groß.
 
  • #40
Additiv wäre auch meine Idee von einem "analogen" Wavetablesynth
man könnte das sogar einfach mechanisch bauen: Mit Orgelpfeifen, und die Register bzw. deren Kombinationen über Walzen mit unterschiedlich langen Noppen/Zapfen o.ä. ansteuern (Phasenlage würde vielleicht ein wenig schwerer ;-) ).
 
  • #41
solche "wavetables" auf additiv zu begrenzen würde das wavetable prinzip aber ad absurdum führen, meint ihr nicht?
der sinn und die funktion von wavetables ist ja, 1.) beliebige spektren wiedergeben zu können, und das 2.) in single cycles zu tun, die mit der grundfrequenz gelesen werden.

ein analoger additivsynth erfüllt beides nicht. denn bekommt man bei analogen synths überhaupt synchronisierte phasen mit unterschiedlichen frequenzen hin? und halbwegs perfekt gestimmt müsste sie ja gleichzeitig auch sein.

umgekehrt ist unsere denksportaufgabe mit dem "analogen wavetable speicher" aber von ähnlicher widerspenstigkeit.
PPG und mikrowelle haben 128 punkte pro halbwelle und selbst damit kommt man noch nicht durchs ganze hörspektrum, sobald der grundton unter 100 Hz liegt, fehlt oben was.
auf wieviele punkte würden wir unseren fantasiesynth begrenzen wollen? weniger als 32 für eine ganze welle dürfte sehr, sehr dünn klingen. dann hast du bei 100 Hz nur maximal bis 800 Hz. 3 oktaven.

sind dann bei, sagen wir mal, 10 schwingungsformen pro table schon 320 parameter. egal wie wir es machen, wir brauchen erst mal einen kredit. :)
 
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  • #42
der sinn und die funktion von wavetables ist ja, 1.) beliebige spektren wiedergeben zu können, und das 2.) aber in singe cycles zu tun, die mit der grundfrequenz gelesen werden.
beliebige Spektren sollten additiv möglich sein (notfalls verändert man die Länge der Pfeifen mit Kolben, wenn die Anzahl begrenzt ist) - und bei Single Cycle gehen eh nur bestimmte Vielfache der Grundfrequenz.

Für analogen Wavetablespeicher könnte ich mir (mal wieder) so etwas vorstellen:

1772636535213.webp

;-)
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: einseinsnull
  • #43
man könnte das sogar einfach mechanisch bauen: Mit Orgelpfeifen, und die Register bzw. deren Kombinationen über Walzen mit unterschiedlich langen Noppen/Zapfen o.ä. ansteuern (Phasenlage würde vielleicht ein wenig schwerer ;-) ).
Eine andere Option wär' praktisch 'ne analoge Version des FS1R, nicht additiv sondern subtraktiv zu arbeiten. Das Konzept in diesem Video vielleicht noch ein wenig zu erweitern.

The Voder: 1939, the worlds first electronic voice synthesizer
 
  • #44
beliebige Spektren sollten additiv möglich sein

nur wenn nicht die zweite bedingung - gleiche länge - dazu kommt. die reduziert die teiltöne, die du machen kannst, ja auf gradzahlige obertöne.

aber klar, sobald die wave lang genug ist geht es dann wieder. nur...


wer drückt die stifte raus? macht man das dann mit dem edding?
 
  • #45
nur wenn nicht die zweite bedingung - gleiche länge - dazu kommt. die reduziert die teiltöne, die du machen kannst, ja auf gradzahlige obertöne.
ja, das meinte ich mit:
eh nur bestimmte Vielfache der Grundfrequenz

wer drückt die stifte raus? macht man das dann mit dem edding?
per Hand. Ist doch ein prima und nichtflüchtiger analoger Speicher. 🤷‍♂️ Sollten halt ein wenig schwergängig sein, damit sich die Wellen nicht bei jedem Lesevorgang "abtragen" ...
 
  • #46
ach so ja, wenn abspeichern und controller identisch sind ist das natürlich klasse.

aber wie generierst du dann spektren algorithmisch?

ich muss jetzt erst mal offlinen und weiterarbeiten.
 
  • #48
apropos abspeichern. als notlösung könnte mas gerät natürlich auch einfach immer am strom lassen. dann gibt es eie ganze reihe von optionen wie man spannungswerte bis morgen aufheben kann.
 
  • #50
Ist es möglich analoge Wavetables zu machen ?

Ich stelle mir das so vor:
Einem digital gesteuertem analog oscillator wird durch Waveshaper, Distortion und sonstigen Waveverbiegern eine definierte Waveform aufgedrückt welche man durchfahren kann.
Alles natürlich speicherbar. So kann man die analogen Wavetables nacheinander anwählen.
Bin Laie - mich würds nur interessieren ob das geht und ob das schon wer als Synth gebaut hat.

Grüsse
Moroe
Bei additiv in rudimentärer Form würde ich ja sagen, beim verändern - auch, aber natürlich nicht in dieser Auflösung, nicht mal 8 Bit, sondern wirklich nur die ersten Harmonischen Reihen könnte man aufbauen.

Additiv ist nicht identisch mit Wavetables, aber eine bessere Idee hätte ich nicht.

Bei Rüdiger Lorenz gab es so einen Ansatz mit seinem Modular.
du kannst hier die Mischbatterien sehen - und diese Fader müsste man dann "automatisieren".
Das ist machbar, aber in analog ist es ein Ritt.
besuch-bei-rudiger-lorenz-1994-loran-total-1-730x483.jpg

aber - das ist wirklich nur einfach und noch kein Wavetable, da ist eine Wave minimalst erzeugt,
es gab auch schon andere Methoden, aber diese wäre noch einem die man so gerade noch umsetzen könnte.

Mit etwas digitalem Aufwand wäre es leichter, weil "Speicher" könnten sonst nur Reihen von Potis sein.
Und es wäre noch immer weniger als ein PPG Wavetable mit 64 Harmonischen, die 60 Waves haben - das wird zu viel.
 
  • #51
Eine Kamera oder Linen-Scanner Kamera schaut auf eine Fläche mit Farben, diese werden in Werte übersetzt und abgespielt. Dann iteriert man zum Wavetable duchscannen, wie bei dem Analogen Fehrnsehbild, von Linie zu Linie, wobei eine Linie dann eine Sequenz von x Werten ist für das Wavetable (zum Beispiel 256 oder 512) und dann kann man das Bild, das der Scanner sieht bewegen und drehen, mit der Hand.
Jeder der x Werte wird dann der Reihe nach als Analogspannung ausgegeben, mit der Abtastfrequenz der Zeile, die dann die Tonhöhe vorgibt.
Gegebenenfalls kann man auch mit Farben arbeiten, um mehrere Kanäle zu mischen und morphen, rein und rauszoomen usw. Oder man nutzt die Farben für für die Ansteuerung eines 3- oder 4d- Oszillators (gegebenenfalls ein polygonaler Oszillator).
 
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  • #53
Ich meine zum Beispiel Graustufen als Kanal oder Rot, Grün, Blau als Kanäle oder andere Farbpaletten.
Ein Kanal mit jeweils seiner Intensität entlang der gescannten Linie ist dann quasi das Wave aus der Tabelle vieler möglicher Linien, inklusive anderer Farben entlang der gleichen Linie.
Der Speicher ist dann quasi das Bild, das dann mit einem Sensor ständig gescannt wird. Der Sensor muss dafür schnell genug scannen können, also mit variabler Rate und der Scan einer kompletten Linie ergibt die Frequenz der Wellenform. Ein Linienscanner kann das vermutlich besser wegen der hohen möglichen Abtastrate pro Linie als eine Kamera, die eher konstant 30 Bilder pro Sekunde ausspuckt, sodass man dafür eher zwischenspeichern müsste (BBD?). Bei dem Linienscannen könnte man den gegebenenfalls auf die gewünschte Wavetable-Abspielfrequenz synchronisieren.

Eine Kamera könnte man auch nehmen. Dann mit CV die Linie aus dem Bild auswählen, die in ein BBD reingelesen wird während ein zweites BBD im Loop ein Wavetable abspielt und dann nach dem Auslesen zurückschaltet auf das neu gefüllte BBD (Wechselpuffer).
 
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