Andromeda A6 - Modifikationsvorschlag -> Prophet-X-alike - zur Diskussion ...

opt.X

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Hobbymultidilletant
Hallo alle,

(Andere grundsätzliche Randbemerkungen zur Idee ganz unten im PS).

Inspiriert wurde ich aus "Neid" auf den Prophet X(L), auch Waldorf Quantum/Q+ oder ähnlichen Konzepten von digitaler Vielseitigkeit, Sample-Play-Möglichkeit und digitalen Oszillatoren in Analog-Filter-Umgebung.

Den folgenden Teil werde ich (bei Zeit(en)) testen: Ein schöner Axoloti-Patch (mit entspechendem HW-Frontend), duophon, oder dou-timbral mit ggf. jeweils einfacher Paraphonie und schönen Oszillatormodellen und diese in die External-Inputs 15/16 speisen, um wenigstens 1-2 (paraphone) Stimmen oben beschriebener Qualität zum Herumspielen zu haben.
Cool wäre sicher sogar noch die Einzelausgänge in den Axoloti Patch rückzukoppeln, da ist man fast schon nah am C15. Definitiv sollte sich so ein Projekt wiederum am "KISS Prinzip" orientieren und extern (das HW-Frontend) One-Knob-One-Funktion-nah sein, sonst macht es nicht so viel Spass zu schrauben.
Sicher gehen auch viele andere externe Signalgeber, aber eine selbst-gestrickte Lösung halte ich für nett, da man dann leichter bei Programm/Mix-Wechsel auch die externe digitale Oszilatorquelle gleich mit umschalten lassen kann.

Nun zur eigentlich vorgeschlagenen Modifikation:
- man baut die Analog-Select-Schaltung um den Chip U34 (ein 4053) beispielsweise noch 3 bzw. 7 mal auf
- "katzt" entsprechen die Eingänge der anderen ASF ASICs auf und
- schaltet die neue Analog-Select-Schaltung dazwischen um auch auf den Stimmen 9-14 bzw. 1-14 einzeln externe Signale zuführen zu können.
- Die EXTERNAL INPUTS Eingangsstufen mit dem TL082 und TS912 entsprechend oft nachbauen
- einen externen ENABLE ADDITIONAL SINGLE INPUTS Eingang für die Analog-Select-Schaltung und
- ein "Multi-Core" Eingang oder entsprechende Klinken-Buchsen
und schöne ist man deutlich näher am Prophet X/Quantum/Q+ o.ä. und das potentiell 16 stimmig ;-)
Die analogen EXTERNAL FILTER 15/16 TRIGGER IN kann man natürlich nicht nach-modifizieren. (Habe ich tatsächlich gerade im Schaltplan das erste Mal entdeckt, dass es diese überhaupt gibt; gleich mal in den A6-Menüs danach suchen ...)

Was ist von der Idee zu halten?
- zu langsam / zu viel Midi-Jitter für präzise Sounds (ok, bei snappy Sounds wird das so sein.) ?
- zu gefährlich, wenn das Analog-Board des A6 kaputt geht ?
- habe ich etwas prinzipielles übersehen?

Viele Grüße, ich freue mich auf Feedback, Kritik, ...
opt.X

Bemerkungen:
- alleine würde/werde ich mich das nicht trauen, aber vielleicht ist das ein schönes Projekt für Herrn Thomas Siedler / Doc Analog oder andere Mutige mit entsprechenden/m Fähigkeiten und Durchhaltevermögen.
- falls es diesen Vorschlag schon an anderer Stelle gab, bitte gerne darauf hinweisen.
- ja, der A6 hat seine Bedien-/Sound-technischen und andere Schwächen in der SW, die wohl nie mehr gepatched werden. Es sei den der Reverse-Engineering-Ansatz des mir gegenwärtig nicht mehr geläufigen Nutzers, der das mal angefangen hat, kommt evtl. doch noch zu einem nutzbaren Ende, oder es taucht doch noch irgendwo ein Datenträger mit kommentiertem Source-Code auf. Trotzdem ist es für mich noch immer ein toller Synth (mit "Hass-Liebe").
 
Klaus P Rausch

Klaus P Rausch

playlist
Das klingt durchaus interessant, aber ich würde meinen A6 trotzdem nicht so modifizieren wollen. Das liegt an den Sampleplayern, die ich hier habe. Deren digitale Filter sind extra für Samples ausgelegt, und das ist nicht gerade unwichtig. Filter sind ein bisschen Diva, wenn man Samples durchschickt. Daher wäre das Ergebnis offen und erst nach dem Umbau weiß man, was Sache ist und ob es was taugt. Wäre also ein Wagnis und ohne Prototyp zum Testen? Macht man sicherlich, wenn man eh schon alles hat :)
 
opt.X

opt.X

Hobbymultidilletant
Danke für den Hinweis.
Hast Du ggf. noch technische Informationen oder persönliche Einschätzungen, was die Spezialitäten der digitalen (oder ggf. auch analogen) Filter im Zusammenhang mit Sample-Sound-Quellen sind ( Filterordnung, Sättigungsverhalten, o.ä.)? Hab leider weder Prophet X, noch Quantum/Q+ oder alte Sampler (mit Analogfiltern).

Das Ergebnis ist zumindest so weit offen, wie es dann mit 8 oder 16 Stimmen klingt – mit 2 kann man es ja jetzt schon vorher testen.
Oder meintest Du, dass zu erwarten sein könnte, dass es mit der Modifikation auf den anderen Stimmen dann anders als bei Voice 15/16 klingt? Das wäre ärgerlich, m.E. aber zunächst nicht zu erwarten.
Mal sehen, also so ein Axoloti-Projekt werde ich mal irgendwann (hoffentlich bald) angehen. Und die Polyphonie für Arme, also Paraphonie kann man ja damit auch leicht umsetzen. (Finde ich eh komisch, dass dies wieder so "modern" ist ;-) ).

Weiteres, was zu bedenken wäre?
 
Klaus P Rausch

Klaus P Rausch

playlist
Da müsste ich mal die Entwickler fragen. Taiho Yamada und Mike Peake waren sowohl mit Andromeda als auch mit Fusion befasst, die müssten die richtigen Ansprechpartner sein für solche Ambitionen. Thomas Siedler natürlich auch, der ist DER Andromeda Experte in Europa.

So wirklich firm bin ich in Sachen analoge Filter auch nicht, wenn es um technische Feinheiten geht. Da ist @swissdoc eine gute Instanz hier.

Ich meine, die Idee generell ist ja schon cool und könnte den A6 Besitzern gut gefallen, wenn es einigermaßen ohne große Umstände zu realisieren wäre. Samples durch Filter jagen und ebenso die Modulationsmatrix, das ist schon was.
 
swissdoc

swissdoc

back on duty
Bevor sich @opt.X in ein solches Vorhaben stürzt, würde ich empfehlen, auf dem Gebrauchtmark einen Akai S612, S700, S900 oder S950 sowie einen VX90 oder AX73 zu besorgen und diese mittels 13-poligem Kabel zu verbinden. Diese Kombos machten genau das, was er vorhat. Etwas more vintage, aber immerhin.

Ansonsten gebe ich zu bedenken, dass es nicht so spannend ist, Samples dynamisch mit einem VCF zu filtern. Jedenfalls nicht so spannend, wie man denken könnte. Ein Synthesizer ist da viel spannender, weil man direkt an der Quelle den Klang ändern kann, das geht bei einem Sampler nicht so direkt. Ein Klavier klingt halt dann nach gefiltertem Klavier und so einen Filtersweep drüberlegen scheitert daran, dass es ausklingt bevor das Filter öffnet. Mich hat das bei keinem der Geräte umgehauen, die ich so unter den Fingern hatte.

Gut, wenn man spezielle Samples nimmt, also z.B. geloopte Synthsamples oder so was Roland-D50-röchelndes, etc. dann kann es Spass machen.

Ansonsten, nur zu. Technisch sollte es machbar sein, wenn man sich an so sensible Gerätschaften mit SMD und Krams herantraut.
 
opt.X

opt.X

Hobbymultidilletant
Danke @swissdoc für den Hinweis zu Akai-Kombination, war mir so nicht geläufig! Die hätte mir dann zu wenig "Direktzugriffsknöpfe".

Aber ich habe mich vielleicht auch zu unpräzise ausgedrückt: allein statische Samples filtern halte ich auch für zu langweilig und unergiebig.
Ich dachte doch eher an die Vielseitigkeit digitaler Oszillatoren (mit (kurzen) Samples oder Wavetables als Nebenprodukt) in der klanglichen Struktur des A6, damit man dann doch etwas über die klanglichen Welten der üblichen analogen Wellenformen hinaus kommt.
Ich könnte mir z.B. gut einen "MircoFreak ohne Filter" als Oszillatorquelle(n) vorstellen.

Ich denk dann mal nach ;-) ....

Vielen Dank nochmals euch beiden, für euere erfahrenen Einschätzungen!
 
swissdoc

swissdoc

back on duty
Die hätte mir dann zu wenig "Direktzugriffsknöpfe".
Der AX60 hat Knöpfe für alles und auch den Input. Ist aber in Europa eher selten. Ansonsten, warum nicht einfach einen der aktuellen Hybriden nehmen? Oder etwas aus der Gebraucht- bis Vintage-Ecke? Was ich noch erwähnen wollte: Du musst es schaffen, die Stimmenzuordnung beider Geräte zu synchronisieren. Wenn die nicht im Takt der eingehenden Noten umschalten und sich verheddern, dann klappt es nicht.

Zuletzt noch ein Hinweis auf die Waldorf AFB16. Wenn Du es ganz verrückt magst und mit Treibern und USB Chips und alten Windows-Versionen herumbasteln möchtest. Ansonsten ein geniales Konzept mit Potential, Firmen zu versenken...
 
opt.X

opt.X

Hobbymultidilletant
Die Stimmenzuordnung könnte man m.E. dadurch lösen, indem man über Midi von der Tastatur erst rausgeht, und danach die Midi-Noten in der "Erweiterungsbox" dann in einem "Mix" auf die einzeln, den Midi-Kanälen zugeordneten Stimmen zurückschickt. Klar, dies bedeutet wiederum, dass man einmal Midi raus und wieder rein muss - also mehr Latenz.
Ob es eine funktionierende Lösung ohne diesen Ansatz gibt, hängt von der strengen Konsistenz der internen Stimmenzuordnung im Bezug auf die Midi-Out-Reihenfolge zusammen. Das werde ich mir beim nächsten Spielen mal ansehen.

Ich werde berichten, wenn ich die 2 stimmige Version davon mal ausprobiert habe.

(Altes) Windows ist nicht so meins.
Neuer Hybrider ist sicher auch eine gute Alternative, aber wie gesagt, an sich mag ich den A6 schon. Im Sommer kommt (hoffentlich) schon der neue O. von E. aus F., was dann den restlichen Platz, Zeit und Nerven meiner Frau erstmal aufbraucht.
 

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