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Bitwig 6: Aktuell die beste DAW für EDM?

Tanja

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Hallo zusammen,

ich habe bislang mit Logic Pro und Luna gearbeitet. Die letzten Tage habe ich mich mal intensiver mit Bitwig 6 beschäftigt und ich bin ziemlich beeindruckt. Da es aktuell ein attraktives Angebot für ein Crossgrade gibt, denke ich darüber nach umzusteigen. Ein paar Punkte würde ich jedoch noch gerne abklären:
  • Wie gut ist die Hardware-Integration? Wie schaut es mit Latenzen und deren Kompensation aus? Gibt es wie bei Logic einen Modus, wo bei der Aufnahme alle Plugins ausgeschaltet werden?
  • Wie gut sind die mitgelieferten Plugins? Wettbewerbsfähig zu Waves, SSL und UAD? Es wäre schön, diese zu nutzen, da die Effektkette dann im unteren Fenster sehr übersichtlich ist.
  • Wie stabil läuft Bitwig unter Mac OS?
  • Gibt es evtl. gute Templates für Trance und Deep House?
  • Eignen sich Tutorials auf Basis von Ableton auch gut für Bitwig? Die DAWs scheinen sich ja sehr ähnlich zu sein.
Viele Grüße

Tanja
 
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M.i.a.u.: Der_Fikkwicht und andreas2
Bin auf Mac und Logic und habe auch über den Deal nachgedacht.
Allerdings lädt Bitwig im Gegensatz zu Ableton* keine AU plugins.
Müsste also alles nochmal als VST3 installieren.
Bitwig ist CLAP offenbar wichtiger als AU.
Das hat meine Neugier merklich gedämpft.
 
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M.i.a.u.: ozox8
CLAP ist der offene und modernere Plugin-Standard, das Problem liegt da also bei Apple und nicht bei Bitwig.
 
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M.i.a.u.: JayBee
  • Wie gut ist die Hardware-Integration? Wie schaut es mit Latenzen und deren Kompensation aus? Gibt es wie bei Logic einen Modus, wo bei der Aufnahme alle Plugins ausgeschaltet werden?

Ich benutze kaum Hardware, aber was ich von anderen Leuten sehe und höre sind die hellauf begeistert, wie gut und einfach sie ihre Hardware integrieren können. Gerade Leute die von Ableton* und Cubase kommen.

  • Wie gut sind die mitgelieferten Plugins? Wettbewerbsfähig zu Waves, SSL und UAD? Es wäre schön, diese zu nutzen, da die Effektkette dann im unteren Fenster sehr übersichtlich ist.

Die Plugins sind meines Erachtens absolut klasse. Ich habe auch schon zu einigen Plugins Tutorials auf meinem Youtube Kanal erstellt, um die ein bisschen genauer zu erklären.

  • Wie stabil läuft Bitwig unter Mac OS?

Unter allen drei Betriebssystemen Linux, Mac, Win rocksolid.

  • Gibt es evtl. gute Templates für Trance und Deep House?

Was meinst du mit Templates? Fertige Tracks? Das ist unsportlich ;) Die hat man doch Zack Zack selbst erstellt.

  • Eignen sich Tutorials auf Basis von Ableton auch gut für Bitwig? Die DAWs scheinen sich ja sehr ähnlich zu sein.

  1. Naja, wenn es dir um ein Musikgenre geht, dann kannst du ja Tutorials aller DAWs schauen. Die DAW ist ja nur das Werkzeug.
  2. Bei generellen Konzepten wie Saturation oder EQing geht das auch noch recht gut in allen möglich verschiedenen DAWs.
  3. Wenn es natürlich um DAW spezifische Devices geht, dann ist ja klar, kann dir nur die jeweilige DAW weiter helfen.

Zum Thema Plugin-Format schrieb ja schon @debloat , dass CLAP ein modernes, offenes (opensource) und mit einer absolut freien Lizenz ist (MIT). Selbst Steinberg* hat das nach Jahrzehnten mit ihrem VST3 eingesehen und hat das vor einiger Zeit unter derselben freien Lizenz freigegeben und kann jetzt dadurch nicht mehr wie VST2 von Steinberg* "verboten" werden.
CLAP vereint alle modernen Ansätze und vereinfacht im Gegensatz zu AU oder VST3 viele Konzepte. Ist aber sehr technisch und für den Enduser nur soweit interessant, dass CLAP Plugins in den allermeisten Fällen wesentlich performanter sind, als die anderen bekannten Formate.
 
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M.i.a.u.: xylux, Tanja und Kick
Was habe ich von CLAP, wenn die 90% der Hersteller es nicht unterstützen?
Ein gutes Gefühl, auf der richtigen Seite der Welt zu stehen.
Ist auch was wert.
 
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M.i.a.u.: ozox8
Wie gut ist die Hardware-Integration? Wie schaut es mit Latenzen und deren Kompensation aus? Gibt es wie bei Logic einen Modus, wo bei der Aufnahme alle Plugins ausgeschaltet werden?
Keine Ahnung, habe schon ewig keine Hardware mehr benutzt.
Wie gut sind die mitgelieferten Plugins? Wettbewerbsfähig zu Waves, SSL und UAD? Es wäre schön, diese zu nutzen, da die Effektkette dann im unteren Fenster sehr übersichtlich ist.
Sie sind ok, aber haben nicht die Qualli von z.B. den Ableton* Sachen
Wie stabil läuft Bitwig unter Mac OS?
Habe bisher noch kein Interesse an einen Mac gehabt, daher keine Ahnung.
Gibt es evtl. gute Templates für Trance und Deep House?
Eher weniger würde ich sagen, das meiste ist immer Ableton.
Eignen sich Tutorials auf Basis von Ableton auch gut für Bitwig? Die DAWs scheinen sich ja sehr ähnlich zu sein.
Ja, durchaus, man muss halt was ähnliches nehmen. Umgekehrt wird es schwieriger wenn Polarity mal wieder was mit The Grid zaubert.

Bitwig ist halt toll wenn du auf Modulation stehts, das ist ein unheimlich übersichtler Workflow mit den Modulatoren, kenne ich so von keiner anderen DAW.
 
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M.i.a.u.: Tanja
Was habe ich von CLAP, wenn die 90% der Hersteller es nicht unterstützen?
Ein gutes Gefühl, auf der richtigen Seite der Welt zu stehen.
Ist auch was wert.

Du nimmst die (10%) CLAP Plugins in der Regel gerne, da Du von einer besseren Multicore-Nutzung, geringeren Latenz bei Modulation und Automation bei ebendiesen Plugins profitierst. Der Markt ist erstmal nur daran interessiert, Geld zu verdienen, ob sie das mit CLAP, VST3 oder sonstwas machen, ist denen (häufig) egal.
 
  • #10
Bei Plugins mit CLAP freue ich mich immer richtig. In Bitwig ist es auch so eingestellt dass CLAP immer bevorzugt wird wenn auch VSTs zur Verfügung stehen. Da hat u-he ein schönes Pluginformat ins Leben gerufen.

Bitwig ist schon irgendwie immer noch ein wenig Underground und auch eher auf Elektronische Musik zugeschnitten, so jedenfalls mein Gefühl.
 
  • #11
Diese Frage kann man nicht ernsthaft beantworten. Das ist eine Frage der ganz persönlichen Vorlieben. Bitwig und Live vereint die Clipmatrix. Dieses Konzept kommt einer speziellen Vorgehensweise und auch Live-Darbietungen entgegen bzw. ermöglicht diese überhaupt erst.
Hier gibt es aber noch andere Kandidaten z.B. Tracktion Waveform Pro. Eine Info zur maximalen Verunsicherung: Die Pro-Version ist gerade für noch weniger erhältlich als Bitwig und läuft auch auf Linux (und Mac).
Man könnte auch mal noch schauen, wie sich die jeweilige Upgradepolitik finanziell niederschlägt und ob das Unternehmen gute Chancen hat am Markt noch lange zu existieren. Das Letzte was man will ist, mit 85 noch die DAW zu wechseln :schwachz:

Wenn Du wirklich spitzenmäßige Plugins willst, dann hole dir das Alles-Bundle von u-he, welches wirklich ganz oben angesiedelt ist. Da sind dann i.d.R. die Upgrades auch kostenlos. Dann brauchst Du auch nicht mehr nach irgendwelchen anderen Superduperplugins schielen, alldieweil man seine Zeit dann sinnvollerweise mit musikmachen verbringt, anstatt zu schauen, was es noch so gibt. Das ist oberste Liga.
 
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M.i.a.u.: Tanja
  • #13
Was meinst du mit Templates? Fertige Tracks? Das ist unsportlich ;) Die hat man doch Zack Zack selbst erstellt.
Ja, das stimmt schon, aber man lernt doch auch aus Templates hinzu. Nach einem Kurs mit Nicky Romero, wo er u.a. sein Template vorgestellt hat, habe ich bei meiner Vorlage von Logic doch ein paar Dinge geändert. Und Bitwig hat einen anderen Workflow. Da gibt es bestimmt auch einige gute Ideen zu entdecken.

Die Plugins sind meines Erachtens absolut klasse. Ich habe auch schon zu einigen Plugins Tutorials auf meinem Youtube Kanal erstellt, um die ein bisschen genauer zu erklären.
Danke, das schaue ich mir auf jeden Fall an!

Wenn Du wirklich spitzenmäßige Plugins willst, dann hole dir das Alles-Bundle von u-he, welches wirklich ganz oben angesiedelt ist.
Dank für den Tipp, aber ich bin schon überversorgt mir den genannten UAD, Wave und SSL Plugins 😄. Es wäre nur schön, wenn man die Plugins von Bitwig auch gut einsetzen könnte. Die Darstellung der Plugin-Kette im unteren Fenster ist mit den eigenen Plugins schon klasse in Bitwig.
 
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M.i.a.u.: OdoSendaidokai
  • #14
Es wäre nur schön, wenn man die Plugins von Bitwig auch gut einsetzen könnte.
Also nicht falsch verstehen, nur weil ich der Meinung bin dass z.B. Ableton teils bessere Stock Plugins hat(vom Klang her) heißt das nicht dass die von Bitwig schlecht sind. Man kann damit wirklich alles und drüber hinaus realisieren und ich würde nie einen Unterschied hören ob jemand einen Track mit Bitwigs Stock Plugins oder mit Premium Plugins anderer Hersteller produziert hat.

Ich bin aber auch kein Maßstab. Ich höre ja nicht mal den Unterschied ob ein Track komplett in der DAW oder in einem 100k Studio mit allen Vintage Legenden gemacht wurde.
 
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M.i.a.u.: majestix, OdoSendaidokai und Tanja
  • #15
Ich benutze die Bitwig-Devices sehr gerne, weil sie einen entscheidenden Vorteil bieten...sie lassen sich extrem detailliert modulieren, sogar polyphon pro Note. Gleichzeitig sind sie in der Regel CPU-effizienter und vollständig in das modulare System von Bitwig integriert, sodass sich Signalflüsse flexibel und in alle Richtungen verschalten lassen. Komplexe Kombinationen können inklusive Modulation als Presets gespeichert werden. Auch die Automation ist oft deutlich einfacher als bei externen Plugins, da alle Parameter logisch strukturiert und direkt zugänglich sind. Dadurch entfällt das umständliche Suchen in oft unübersichtlichen Parameterlisten, auch wenn sich dieses Problem durch die Learn-Funktionen teilweise entschärfen lässt.
Externe Plugins haben manchmal dennoch ihre Berechtigung, insbesondere wenn es um spezifischen Klangcharakter oder besonders hochwertige Algorithmen geht, zb. bei Reverbs wie denen von Valhalla. Ihr Einsatz ist vor allem dann sinnvoll, wenn die internen Bitwig-Devices klanglich oder funktional nicht ausreichen.

TLDR; Mit den internen Devices kann man extrem viel anstellen. 😉
 
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M.i.a.u.: OdoSendaidokai, Audiohead, Tanja und eine weitere Person
  • #16
Vorteil bieten...sie lassen sich extrem detailliert modulieren, sogar polyphon pro Note.
Oder mit Voice Stacking, das ist der Hammer und habe ich auch so noch nie anderswo gesehen, jede gespielte Voice bekommt noch X Unison dazu und dort kann jede einzelne Unisonstimme anders moduliert werden, so viel Lebendigkeit mit so wenigen Clicks.
 
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M.i.a.u.: OdoSendaidokai, Tanja und 18390909
  • #17
Externe Plugins haben manchmal dennoch ihre Berechtigung, insbesondere wenn es um spezifischen Klangcharakter oder besonders hochwertige Algorithmen geht, zb. bei Reverbs wie denen von Valhalla.
Reverb ist ein absolut passendes Beispiel, für welches ich klanglich auch lieber auf Extern zugreifen würde!

Die Darstellung der Plugin-Kette im unteren Fenster ist mit den eigenen Plugins schon klasse in Bitwig.
Zum Thema Übersichtlichkeit gibt es übrigens auch eine recht nützliche Funktion in den Bitwig-Settings: „Floating Window follows selected track“. Hierbei werden bei der Selektion einer Spur nur die externen Plugins angezeigt, die auf dieser Spur geöffnet waren. Alle anderen Plugin-Interfaces werden automatisch minimiert. Sehr praktisch, damit man nicht aus Versehen bspw. am falschen EQ rumschraubt, weil man mehrere Instanzen des gleichen Plugins auf mehreren Spuren liegen hat…
 
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M.i.a.u.: AtomA, Kick, Tanja und 2 andere
  • #18
Zum Thema Übersichtlichkeit gibt es übrigens auch eine recht nützliche Funktion in den Bitwig-Settings: „Floating Window follows selected track“. Hierbei werden bei der Selektion einer Spur nur die externen Plugins angezeigt, die auf dieser Spur geöffnet waren. Alle anderen Plugin-Interfaces werden automatisch minimiert. Sehr praktisch, damit man nicht aus Versehen bspw. am falschen EQ rumschraubt, weil man mehrere Instanzen des gleichen Plugins auf mehreren Spuren liegen hat…

Das ist übrigens nochmal ein guter Hinweis! Allerdings nicht nur die externen Plugins, sondern auch die internen, wenn du z.B. beim EQ+ die Vollansicht, oder die Fensteransicht aufmachst, dann verschwindet/erscheint die ebenfalls wieder beim Trackwechsel. 🚀
 
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M.i.a.u.: lapidar, Kick, Tanja und eine weitere Person
  • #20
Glückwunsch, als ich einmal mich mit den ganzen Modulatoren beschäftigt hatte und danach eine andere DAW unter den Fingern hatte, wollte ich ganz schnell wieder zurück. Bitwig ist wirklich ein Modulations Himmel ohne gleichen. Aber man muss das erstmal auch alles lernen.
 
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M.i.a.u.: OdoSendaidokai, polysix, andreas2 und eine weitere Person
  • #21
Bin auf Mac und Logic und habe auch über den Deal nachgedacht.
Allerdings lädt Bitwig im Gegensatz zu Ableton keine AU plugins.
Müsste also alles nochmal als VST3 installieren.
Bitwig ist CLAP offenbar wichtiger als AU.
Das hat meine Neugier merklich gedämpft.
Darüber bin ich ebenfalls gestolpert, weshalb ich mit dem Kauf noch zögere. Ableton frisst AU ja auch.
 
  • #22
So, jetzt habe ich mal einiges ausprobiert und gebe auch mal meinen Senf dazu: Ich würde inzwischen sogar sagen, dass Bitwig die beste DAW für externe Hardware ist.

Als Logic-User ist mir direkt der geniale Master-Recording-Button aufgefallen. In Logic ist es ein echter Krampf, eine Live-Loops-Session (die mit externen Geräten sowieso nicht sauber funktioniert) im Arranger aufzunehmen. Hier reicht ein Klick und der komplette Jam landet direkt als WAV im Projektordner – einfach und genial.

Auch „Bounce in Place“ von Hardware direkt im Clip-Launcher, also quasi eine Direktumwandlung eines MIDI-Clips zu Audio, funktioniert richtig gut. Ich glaube, das nennt sich dann Hybridspur. Das kenne ich von keiner anderen DAW.

Die MIDI-Clock läuft tight – bei Logic seit den letzten Updates leider überhaupt nicht mehr. Keine Ahnung warum, aber externes MIDI verhält sich bei mir mit Logic dem gleichen Setup seit den letzten Versionen immer schlechter.

Das Mapping von Controllern ist ebenfalls extrem angenehm gelöst: einfach das gewünschte Element in Bitwig anklicken, am Controller drehen und das wars. Einfacher geht’s nicht.

Richtig stark finde ich auch die Effektspur: Man kann externe Hardware einbinden und gleichzeitig noch per Send von irgendwoanders ein zusätzliches Signal dazuschicken. So habe ich das bisher noch in keiner anderen DAW gesehen. In Logic brauche ich für dieses Routing mehrere Spuren und hier nur eine.

Ich teste zwar noch weiter, weil ein Umstieg natürlich immer eine heikle Sache ist, aber bisher bin ich schon ziemlich begeistert.
 
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M.i.a.u.: OdoSendaidokai, moss, polysix und eine weitere Person
  • #23
Ich gebe einfach mal meine Erfahrungen mit Bitwig weiter. Nutze Bitwig jetzt seit Version 1.3 und möchte keine andere DAW mehr nutzen. Hab vorher mit Cubase gearbeitet, Reason davor und ein wenig Ableton.

Um kurz auf das Thema Hardware einzugehen, ich hatte viele HW Synth und Eurorack, hab ich alles verkauft, aber wurde über Bitwig gesteuert. Bitwig hat meiner Meinung nach die beste Hardware Integration überhaupt. AutoTuning für Eurorack, Hardware devices mit direkter Auswahl der Return Channel, devices für Externe FX. Das ist kinderleicht und einfach zu integrieren. MIDI Sync ist generell Jitter behaftet (PC mehr als MAC) und der einzige Weg das zu kompensieren ist Audio2Midi - auch das ist super einfach aufzubauen. Hatte ein ERM Multiclock+ welches ich über Bitwig getriggert habe. Damit war alles zu 100% in sync.

Die internen FX sind sehr gut, gerade die Plus devices (Filter+ als Beispiel) sind super. Der EQ+ ist ein wenig umstritten, sollte nicht parallel genutzt werden, erzeugt phasing, seriell aber scheiß egal. EQ2 & EQ5 haben dieses Problem nicht.

Ich kenne keine DAW die so stabil läuft wie Bitwig. Plugin Sandboxing ist einfach super, stürzt ein plugin ab dann startest du es halt neu. Fehlt ein Plugin weil du ein altes Projekt aufmachst, dann installierst du es während Bitwig läuft einfach nach und Bitwig lädt das VST.

Routing ist genau so genial, man kann fast von überall abgreifen oder einfügen, egal ob MIDI oder Audio. Ich nutze z.B. gerne die Shaperbox von Cableguys. Davon habe ich dann ein device in der Chain und ich möchte das es auf MIDI triggert. Als Source möchte ich aber eine ganz andere Spur nehmen, kein problem. Midi Receiver davor und die Spur auswählen. Soll es von zwei Spuren getriggert werden, dann dupliziere ich den MIDI Receiver einfach und wähle eine andere Spur als Trigger aus. Ich könnte auch einen device selector davor bauen und zwischen verschiedenen Triggern umschalten. Das kann man dann modulieren wenn man möchte..... Soll nur ein kleines Beispiel sein.

Die GUI von Bitwig skaliert perfekt auf jede Auflösung und kann unabhängig von der PC Einstellung eingestellt werden. Übrigens auch für jeden Monitor unabhängig.

Automatisches ausblenden von deaktivierten Spuren finde ich auch mega. Baue gerne Techno Kicks/Rumble und dafür bounce ich viel oder dupliziere die ganze Spur um evtl. wieder zurück gehen zu können. Wenn es unübersichtlich wird deaktiviere ich einfach die Spur, damit verschwindet sie auch von der CPU und im Projekt lass ich alle deaktivierten Spuren ausblenden. Damit ist das Projekt sauber, aber im Hintergrund ist noch alles vorhanden. Selbst Chains die aus 30 FX oder so bestehen, total egal.

Zugriff auf mehrere Projekte. Neues Projekt, ach ja, ich hatte doch letztens eine geile Synth Gruppenspur die ich jetzt gebrauchen könnte. Projekt öffnen, Spur markieren, STRG+C, im neuen Projekt einfügen. Fertig! Kann ich auch direkt in der Browser Ansicht in Bitwig machen. Dort kann jedes Bitwig Projekt erweitert werden und direkt auf die einzelnen Elemente zugegriffen werden.

Die Bitwig Suche für devices etc. ist so super schnell und genial. Man kann sie so einstellen wie man will, Favoriten erstellen, nach Hersteller suchen.... Kenne nichts vergleichbares. Suche kann auch ortsbezogen eingestellt werden. Füge ich in eine Audio Spur ein, dann kann ein ganz anderer Pfad in der Bitwig Suche als Standard eingestellt werden als auf MIDI Spuren, wenn ich das möchte.

Ich arbeite lieber im Arranger als in der Clip View. Verliere mich immer in der Clip View. In Ableton gibt es entweder Clip oder Arranger. In Bitwig geht einfach beides. Selbst wenn ich nur im Arranger arbeite kann ich die Clip View als Ablage nutzen, das ist super praktisch und hält die Arranger Ansicht voll sauber. Oder ich will kurz einen Clip im Arrangement aus der Clip View testen, kein Ding!

Thema Modulation ist Bitwig einfach King. Man kann fast alles modulieren und das eigentlich auch von überall. Es gibt fast keine Grenzen. Wenn man das einmal verstanden hat, dann eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Modulation geht bis in den FM Bereich (SampleRate der Soundkarte). AudioRate Modulation und Feedback ist auch möglich, Feedback mit einem Sample Verzögerung.

Bock auf Modular aber man möchte erstmal kein Geld ausgeben, dann check mal The Grid aus. Signale sind Stereo, auch Modulation.

Was macht eigentlich dieses device > F1 und es wird dir erklärt. Du kannst es trotzdem weiterhin bedienen. Das ist so genial.

Jahrelang eine andere DAW genutzt und die altbekannten Tastenkürzel sind eingebrannt, kein Ding, in Bitwig kannst du jedes Tastenkürzel so einstellen wie du es willst. Generell lässt sich Bitwig sehr gut anpassen.

Controller Support ist genial und für alles andere gibt es DrivenByMoss!
Danke Jürgen!

Ich bin total überzeugt von Bitwig und das merkt man wahrscheinlich auch :beam:

Testet es einfach für euch selbst, die Demo hat alles on Board.

Habe noch eine Bitwig 8 Track Lizenz zu verschenken, PM an mich, first come - first serve.

Tutorials für Bitwig -> Polarity !
 
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M.i.a.u.: monoklinke, wiggel, OdoSendaidokai und 4 andere
  • #24
Ich komme mit Bitwig soweit gut klar, aber ich beiße mir gerade die Zähne am Routing eines Multi-Outs aus. Ich habe alle Einzelausgänge des Instruments im Mixer, aber bekomme es nicht hin, diese einzeln auf den Master oder Aux-Kanäle zu routen. Alle Einzelausgänge laufen zusammen in die gemeinsame Gruppenspur. Nur diese kann ich dann zum Master oder woanders hin routen. Hat da jemand eine Lösung?

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  • #26
Ich komme mit Bitwig soweit gut klar, aber ich beiße mir gerade die Zähne am Routing eines Multi-Outs aus. Ich habe alle Einzelausgänge des Instruments im Mixer, aber bekomme es nicht hin, diese einzeln auf den Master oder Aux-Kanäle zu routen. Alle Einzelausgänge laufen zusammen in die gemeinsame Gruppenspur. Nur diese kann ich dann zum Master oder woanders hin routen. Hat da jemand eine Lösung?
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Ich kenne mich damit noch nicht so gut aus, aber du kannst einen Kanal auf 0 stellen und das Signal dann über eine FX-Spur abgreifen – hier über die Bus-Spur -> MT (1/2).

Wofür brauchst du das genau und weiß jemand, wofür das Symbol ist, das ich rechts rot markiert habe?
 
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  • #28
Ich komme mit Bitwig soweit gut klar, aber ich beiße mir gerade die Zähne am Routing eines Multi-Outs aus. Ich habe alle Einzelausgänge des Instruments im Mixer, aber bekomme es nicht hin, diese einzeln auf den Master oder Aux-Kanäle zu routen. Alle Einzelausgänge laufen zusammen in die gemeinsame Gruppenspur. Nur diese kann ich dann zum Master oder woanders hin routen. Hat da jemand eine Lösung?
Hast du das gelöst bekommen?
Ich rätsel nämlich etwas, über das, was ich sehe und das was du geschrieben hast.

Ich verstehe, dass du die einzelnen Kanäle an den Master senden willst, aber ich sehe, dass du die auf StereOut(irgendwas) aka Audiointerface sendest.
Standardmäßig werden gruppierte Kanäle an die Gruppenspur gesendet. Wie du das auch geschrieben hast. Daher meine Fragen:

  1. Warum hast du die Spuren gruppiert, wenn du sie gar nicht über die Gruppenspur routen willst?
  2. Warum schickst du die Einzelspuren, ohne über den Master zu gehen, direkt an das Audiointerface?
Oder ist das das Bitwig Device TR 909 aka Drummachine?


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  • #29
Das ist das TR-909 Plugin von Roland. Normalerweise geht alles über das Stereo-Out des Plugins raus, es sei denn, man wählt die Sub-Outs (kann man auch einzeln auswählen, der Rest geht dann über Stereo-Out). Alles davon geht jedoch über die gemeinsame Bus-Spur an den Master.
Ich habe jedoch mittlerweile einen Workaround über das Audio Receiver Device von Bitwig gefunden, um den z.B. den Sub-Ausgang der Kick in einem eigenen Audiokanal zu empfangen. Dann einfach im Multidevice diesen Part muten. Etwas umständlicher als in Logic, aber es geht.
 
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M.i.a.u.: OdoSendaidokai
  • #30
Wofür brauchst du das genau
Ich programmiere Beats gerne mit einem Hardwaresequenzer und gebe das Ergebnis als gemeinsame MIDI-Datei in die DAW mit einem gemeinsamen Drum-Instrument. Insbesondere die Kick bearbeite ich jedoch gerne allein.
Natürlich könnte ich auch gleich alles auf eigene Spuren ziehen.
 
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