BWV 846 Praeludium Analyse / Funktions- und Stufentheorie ..

Dieses Thema im Forum "Ansätze / Konzepte" wurde erstellt von otto auch, 23. Februar 2015.

  1. Hallo,

    mir war vor kurzem langweilig und da habe ich versucht mit meinem bescheiden "Wissen" (bitte um Nachsicht, alles nur selbst beigebracht, seltenst darüber kommuniziert und auch nicht sonderlich vertieft) dieses Stück zu untersuchen.

    Also die erste sieben Takte sind kein Thema. Dann der achte Takt ist dann auch nur für mich etwas ungewöhnlich (weil nur Halbtonschritt zwischen Bass und zweiter Stimme (Baraton oder Tenor?)) aber nichts besonderes sondern nur ein Major 7 während die Septime vom Bass gespielt wird!?

    Im 12. Takt fängt dann der Spass an. Okay verminderter Septakkord. Für mich wäre in dem Fall eine Zuordnung der dritten Stufe (also E° - meine bisherige Wahl) naheliegend. Dominantvermindert wäre bei dem Stück nicht abwegig (FT), aber warum das ein H° sein soll (ST) - vor allem ist das ja nicht mal ein ein H (bzw. wenn dann nur ein vermindertes), leuchtet mir nicht ein.

    Takt 14 wieder ein verminderter Septakkord (Punk - oder war der Tritonus da noch nicht verboten :mrgreen:) diesmal passt es dann mit dem H°(meine Wahl) - diesmal würde die FT scheitern!? Vertretbar bzw. naheliegend wäre hier auch es als D°zu sehen.

    (Takt 20 ist ein Major 7 mit verminderter Septime.)

    Takt 22 wieder ein verminderter Septakkord - diesmal C° vertretbar - meine Wahl F#/Gb° - beides bzw. alle 4 Töne sind weder mit der FT noch ST zuzuordnen!?

    Takt 23 :roll: meine Wahl G# irgendwas. fminor wäre vertretbar wäre da nicht das H. Csus2/4 5# 7

    Takt 26 & 30 wäre dann wohl auch so ein Csus2/4 !?

    (Takt 27 Dominantseptakkord)

    Takt 28 Verminderter Septakkord (A° mit kleiner Septime)!?

    Im vorletzten Takt sey für das Archiv die Sexte noch erwähnt.

    Kurz die meisten Takte lassen sich mehr oder weniger in Harmonien erfassen - manches sollte man dann mehr rein melodisch betrachten!?
    Und / oder anders betrachtet. Bach hat hier meist die, wenn auch sehr umfangreiche (bis zu 5 stimmig, "freie" Akkorde etc.), Arpsektion genutzt und hier und da mal für ein zwei Takte improvisiert. :school:


    Das Ganze darf jeder betrachten wie er möchte. Das Niederschreiben ist für mich ein Art von verstehen und speichern. Themenbezogene Interaktion wird begrüsst. Vielleicht mag jemand die mir noch unklaren bzw. nicht fest definierten Harmonien was schreiben.

    Achja vielleicht jemand noch einen Tipp in Sachen Stimmführung und Melodie am Start (gern auch in Buchform). Bischen Input würde ich mir gern noch reinziehen.


    Gruss Otto
     
  2. øsic

    øsic aktiviert

    Re: BWV 846 Praeludium Analyse / Funktions- und Stufentheori

    ich hab keine Ahnung, aber für die die Ahnung haben vermute ich, wäre ein Notenblatt hilfreich ^^
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Re: BWV 846 Praeludium Analyse / Funktions- und Stufentheori

    ohne Noten wirst du keine Antwort bekommen,
    such dir doch mal einen dicken Wälzer über das wohltemperierte klavier
    irgendjemand hat daß unter Garantie analysiert und sich ein paar schlaue Gedanken dazu gemacht ;-)
    ich rate mal, da sind bestimmt wieder zahlen und/oder buchstabenspiele drin - B.A.C.H.
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Re: BWV 846 Praeludium Analyse / Funktions- und Stufentheori

    ah, daß stück, jetzt weiß ich wenigstens um was es geht :lol:
    schöne arps und recht unerwartete progressionen
    hört sich wirklich an wie jemand der improvisiert, nach dem Motto egal was ich da spiele klingt schön :kaffee:
    beim Meister aber sicherlich mit list geplant :school:
    den Schluss find ich doof wenn er anfängt den Akkord anders zu brechen und die Melodie/das Muster ändert (aber macht nicht daß gerade deutlich: es geht um melodie und muster? und wie das Muster durch die Gegend gescheucht wird? :mrgreen: )

    ich denke es geht viel mehr um Melodie und Rhythmus (die lose auf ein paar Akkorden beruhen, hence die schrägen dinger wie S7/DD7), mein Senf :kaffee:

    ich find die patternstruktur abgesehen von ihrem harmonischen gehalt sehr interessant
    4 7 8 4 8 3 muss ich bei Gelegenheit mal was mit machen :mrgreen: :nihao:
     
  5. Re: BWV 846 Praeludium Analyse / Funktions- und Stufentheori

    Danke euch :nihao:

    @øsic: Klar die Noten sind wohl von Vorteil... ;-)

    @Sequialter: Die Website (wie klein die Welt manchmal ist) bzw. die Analyse werde ich mir in Ruhe anschauen. Schau mir das Forum auf jeden Fall mal an, bin aber ganz gern hier und denke der ein oder andere hier kann dies bestimmt auch beantworten.

    @robotwalla: Ab wo setzt das Unerwartete ein? Ich denke auch das Herr Bach wusste was er tat. :mrgreen: Was für ein Schluss wäre Dir lieber?

    Allgemein auf Musik bezogen denkt passt der Senf schon. Ist aber schon auch relativ, ich meine das Stück wandert schwer auf den Arps mit 1 selten 2 (ok an oder der oder anderen Stelle sind es auch mal 3) Tönen, die dem Arp nicht direkt zuzuordnen sind, aber das Muster der Sequenz beibehalten - wobei auch dies relativ ist, weil bezogen auf den Meister. Höre Dir mal die dazugehörige Fuge an, ich denke da liegt der Schwerpunkt mehr auf der Melodie. Ich denke Otto Normalhörer ist damit aber schon überfordert. Ich kann auch an Liedern, die nur aus zwei Akkorden bestehen, gefallen finden. Oder anders ausgedruckt man möchte nicht immer das gleiche Fleisch unter dem Senf haben, Rezepte gibt es viele, die Mischung machts.

    Und ich mag auch die Harmonien aber vor allem auch die Sequenz. Die haben mich von der eigentlichen Motivation abgelenkt.


    Gruss
    Otto
     

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