Die Sache mit den Sounds schrauben...!!!

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von Xenox.AFL, 5. August 2006.

  1. Xenox.AFL

    Xenox.AFL eingearbeitet

    ich stelle gerade fest, bei der aktuellen kleinen Library die ich gerade für einen Hersteller mache, das ich mich dabei erwische immer dasselbe zu machen...! :) Ich glaube, es geht vielen so wie mir, man hat so seine Standard Sounds die man immer und immer wieder macht, nachdem ich die "fette Library" für LinPlug's Sophistry erstellt habe, muß ich zugeben, das ich ein wenig ausgebrannt bin deswegen...

    Ich spiele z.B. gerne mit der GranularSynthese rum, eines meiner Lieblingsspielzeuge ist KTGranular von den Smartelectronix Jungs, ich schmeiß da so alles mögliche rein und schaue was rauskommt, das Ergebnis wird dann natürlich noch verändert mit EQ, Reverb, Delay etc. Selbst die Sachen die ich damit schon erstellt habe, haue ich da noch einmal durch, wirklich interessant was da entsteht...

    Aber irgendwie muß mal was neues her deswegen, Ideen Eurer "Lieblingsbearbeitungsschritte" einfach mal hier reinwerfen... :)

    Es hat sicherlich jeder irgendwie Arbeitsschritte die er gerne und immer wieder macht, dafür ist jetzt dieser Thread gedacht...

    Frank
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Wo ist das Problem? Normalerweise sagen Hersteller, was sie genau wollen, dann arbeitet man das ab. Oder sie sagen, dass man das machen soll, was man am Besten kann. Dann macht man genau das, was auch immer das ist. Oder sie sagen, das sie genau das haben wollen, was man schon mal dort und dort für den und den gemacht hat. Dann macht man´s einfach.
     
  3. Zwar größtenteils uralte Hüte, aber so mach ich's halt gerne:

    Ich nehme bei neuen Synthesizern gerne die Werkspresets und mach was ganz Anderes draus, zum Beispiel aus einem Effektsound ein Pad oder aus eine Orgel eine Bassdrum. Dabei versuche ich (gerade wenn ich ein neues Instrument kennenlernen möchte, möglichst am Ende alle Parameter mal in der Hand gehabt zu haben. Also nicht nur Wellenform und Hüllkurve verändern und gut is.

    Bei ROMplern auch oft ganz lustig: Wenn man die Samples per Coarse Detune um drei Oktaven hochstimmt und dann per Pitch Env wieder runterstimmt, wird das Sample irgendwie anders ausgelesen oder so, jedenfalls klingt es sehr lo-fi hinterher.

    Und ich mag es, mich bei möglichst vielen Parametern m Bereich des Links- oder Rechtsausschlags zu bewegen und die eingebauten Multieffekte schon ganz früh in den Sound zu integrieren.

    Und wenn ein Synthesizer in dem Ruf steht, bestimmte Sounds nicht zu können, dann probier ich das als erstes.
    Meistens geht das dann tatsächlich nicht besonders, aber auf dem Weg zu dieser Erkenntnis liegen oft sehr schöne oder auch nur interessante Sounds.
     
  4. Rastkovic

    Rastkovic Pleasure to Kill

    Sicher, aber ob die Dir weiterhelfen? Jeder hat halt seine persönlichen Vorlieben...
     
  5. Also mich würden die Tricks anderer Leute auf jeden Fall interessieren, also mal immer raus damit!
     
  6. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Aktuelle Sounds analysieren, nachbauen und in die persoenliche Library aufnehmen. Auch bei Sound mit denen man selbst vielleicht nicht all zu viel anfangen kann, man kann ja als Fliesenleger auch nicht nur die Farben verlegen die einem selbst gefallen...
    Dabei hab' ich mehr gelernt als in den Jahren als ich ueberwiegend Sounds fuer mich gemacht hab'...
     
  7. Xenox.AFL

    Xenox.AFL eingearbeitet

    Danke, das ist doch schon mal nett... :) Aber ihr bezieht Euch "nur" auf Sounds schrauben im Synthie, ich mein das wirklich breiter gefächert wie z.B. *Eigenwerbung on* in Sophistry, da habe ich wirklich ausgenutzt was mir so eingefallen ist, Granularsynthese und, und, und.. in den 5gb an Sounds und Sampels ist vieles drinnen was ich gerne gemacht habe und deswegen will ich "neue Ideen" haben, auch evtl. für eine weitere "Sophistry" Reihe... *eigenwerbung off*

    KPR:
    Ich habe kein problem, bisher ist es wirklich so das mir die Firmen freie Hand gelassen haben da, meine ich, mein Spektrum eh ziemlich groß ist... Trotzdem ist es manchmal lustig und interessant was andere so für Sachen machen, finde ich... Zumal man sich bei einigen "arbeitsgängen" wirklich interessante Sachen ergeben die man vorher nie und nimmer gedacht hat das sie entstehen können...!

    Feinstrom:
    Danke, interessant, mach ich eher selten, meistens fange ich wirklich von "0" an, werde ich aber mal machen... Geht aber dann nur mit einem Sample player... Aber macht nix, sowas haben wir ja auch! :D

    Daniel:
    Weiterhlfen? Na klar, wie ich oben den Tip gegeben habe es geht hier nicht unbedingt einfach nur um Sounds schrauben sondern um Sound designen an sich, das heißt nicht nur bezogen auf Sounds im Synthie schrauben sondern diese kann man ja noch als Sample weiterverarbeiten...

    Frank
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Firmen lassen freie Hand??? Das machen eigentlich in der Regel nur welche, die nichts bezahlen. Oder welche, die selber nicht wissen was sie wollen. Risikofirmen also. Ansonsten wollen die nämlich schon sehr Konkretes für die ordentliche Kohle, was auch nachvollziehbar ist.

    Aber offenichtlich suchst Du eher Inspiration, das ist nun was ganz Anderes. Na, die Herangehensweisen sind ja bei Free Style nun wirklich breit gefächert. Ich nehme mir da auch mal gerne Themen als Grundlage. Das war in einem Falle FilmScore und jeder Sound sollte die Anforderungen erfüllen, die in diesem Segment verlangt werden. Also ging es nicht um den Einsatz als Musikinstrument, sondern bilduntermalende Atmosphäre. Da greift man dann zu ganz anderen Synthparametern, als wenn jetzt ein Bass erstellt werden soll. Auch die Idee, ein Fantasieensemble zusammenzustellen war schon Inspirationsbasis. Die müssen dann zusammen passen und sich gegenseitig ergänzen. Kommen ganz unerwartete Ergebnisse raus. Manchmal spiele ich ein vorhandenes Preset in einem Tonbereich, der eigentlich ursprünglich nicht dafür vorgesehen ist, also einen Bass im Diskant oder umgehkehrt einen LeadSynth im Bass. Und von da aus dann weitermachen. Oder die intellektuelle Methode und klare Parametergruppen gründlich abarbeiten und etwa mit LFOs rhythmische Strukturen erzeugen. Oder eine solche Gruppe nehmen und reihenweise ähnliche Sounds damit machen und dann die besten rauspicken und den Rest einfach löschen.

    Oder bist Du nur etwas ausgepowert nach dem umfangreichen Sophistry Projekt und brauchst einfach nur Zeit zum regenerieren? Normalerweise gehen die Ideen nämlich nicht so schnell aus, aber eine Auszeit zur Erholung nach größeren Projekten ist völlig legitim.
     
  9. Xenox.AFL

    Xenox.AFL eingearbeitet

    Oder bist Du nur etwas ausgepowert nach dem umfangreichen Sophistry Projekt und brauchst einfach nur Zeit zum regenerieren? Normalerweise gehen die Ideen nämlich nicht so schnell aus, aber eine Auszeit zur Erholung nach größeren Projekten ist völlig legitim.

    Kann auch sein das ich total ausgepower bin, vielleicht sollte ich den thread wohl umbenennen in "wie inspiriere ich mich neu?" oder sowas, dachte das Euch mal so ein paar Anregungen bekomme was man so machen könnte...! :)

    Frei Hand lassen mir die Firmen meistens, schliesslich kommen die nicht her und sagen "Hey mach mal was", sondern eigentlich wissen die schon genau warum sie gerade zu mir kommen und "Free Zeux" habe ich wirklich sehr, sehr wenig, eigentlich gar nicht gemacht...!

    Aber, man spricht natürlich schon mit denen und die sagen auch ganz gerne was sie wünschen aber, irgendwie halte ich mich nicht wirklich daran... :)

    Frank
     
  10. gehts dir jetzt um das erstellen von samples oder von presets eines synthesizers?
     
  11. Xenox.AFL

    Xenox.AFL eingearbeitet

    Ach, ich weiß auch nicht.... Beides irgendwie, warscheinlich war die Idee zu diesem thread ja gar nicht mal so gut deswegen wäre löschen vielleicht angebracht, Mic..

    Lösch mal bitte, war ne dumme Idee...!

    Frank
     
  12. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Geht mir aehnlich, die meisten Hersteller vertrauen darauf dass die Sounddesigner wissen was im Moment angesagt ist oder eben ihre Standards machen. Ausserdem arbeiten meist mehre Designer an einem Factory-Set, von daher ist Monokultur schon mal ausgeschlossen...

    Ich hab' frueher einiges an freien Sounds gemacht, aber mittlerweile fehlt mir einfach die Zeit fuer sowas...

    Das laeuft bei mir im Moment ueber zwei Schienen, zum einen durch das analysieren aktueller Sounds (was mittlerweile oft ganz automatisch beim hoeren ablaeuft), aber auch durch das austesten div. Parameterkombinationen/Verschaltungen und kombinieren von Synthese-Techniken. Dabei entsehen oft Texturen/Klangfarben, die mich zu neuen Sounds inspirieren...
     
  13. Rastkovic

    Rastkovic Pleasure to Kill

    Ach wat, (ich hoffe) hier wird nix gelöscht... :)

    An "Orientierungslosigkeit" leidet jeder mal, gerade wenn man bereits viel gemacht und ausprobiert hat. Da muss man sich dann auf seine eigene Stärken und vor allen persönlichen Geschmack besinnen, dann klappts auch wieder mit den Ideen... ;-)

    Daniel
     
  14. Xenox.AFL

    Xenox.AFL eingearbeitet

    An "Orientierungslosigkeit" leidet jeder mal, gerade wenn man bereits viel gemacht und ausprobiert hat. Da muss man sich dann auf seine eigene Stärken und vor allen persönlichen Geschmack besinnen, dann klappts auch wieder mit den Ideen...

    Dein Wort in Gottes Ohr, im moment glaube ich, jeden Sound den ich mache schon einmal gemacht zu haben! ;-)

    Frank
     
  15. naja, sowas hat man halt mal. man hat ja auch so seine lieblings-sounds und seinen geschmack. und wenn man sich dann zwanglos hinsetzt schraubt man sich hin, was einem gefällt. wenn das bei dir mit allen möglichen verschiedenen "ausgangsmaterialien" hinterher doch immer wieder anhört wie DEIN sound, heißt das doch nur, das du eigentlich ein sehr guter soundschrauber bist, der seine vorstellungen unabhängig vom gerät umsetzen kann. das ist doch eigentlich toll. wenn du dann mal andere/neue klänge erstellen willst, dann mußt du halt deine vorstellungen ändern. sozusagen ein klang-ziel setzen, das nicht dein lieblings-bass, -lead, -lubberfläche, usw. ist.
    ich erstelle keine libraries, aber "inspirations-mangel" kenn ich auch.
    manchmal hilft mir dann, dass ich mir anstatt selbst weiter zu schrauben erstmal musik anhöre.
    vor allem sachen die ich noch nicht kenne oder lange nicht mehr gehört hab. dabei kommen dann schon mal ideen. jetzt nicht im sinne von nachmachen, sondern eher so sachen wie:" mensch der benutzt ja ein pingpong-delay auf dem tiefen lead-sound. kann man dass nicht auch mal auf nem bass ausprobiern ..."
    ansonsten find ich es auch immer spannend sich sounds als vorlagen zu nehmen und zu versuchen die mit voraussetzungen nachzuahmen, die eigentlich aussichtslos scheinen. klavier-mässiges mit granular-synthese erstellen oder einen brass-hit aus einem wal-gesang-sample schrauben.
    meißtens komm ich nicht mal in die nähe der vorlage, aber oftmals entsteht was interessantes.

    und nebenbei finde ich nicht, dass der thread gelöscht/geschlossen werden sollte. ;-)
     
  16. Genau, so weit kommt's noch!
    Allerdings wäre er fileicht bei den Tutorials etc. besser aufgehoben...
    Auf jeden Fall weitermachen mit dem Thread, endlich mal einer, der das anspricht, was wir halt so machen!
     
  17. Xenox.AFL

    Xenox.AFL eingearbeitet

    Schön, freut mich das Euch doch der thread gefällt. Ich finde das auch immer am interessantesten, gar nicht mal so die Sounds an sich wie in den anderen Foren, wenn so die Frage kommt wie man ne schöne Baseline hinbekommt und mit welchen Sounds, ich finde es eben interessanter "Arbeitssschritte" von anderen Leuten kennen zu lernen, da entsteht unheimlich viel neues...!

    In der Library zu Sophistry habe ich natürlich vieles versucht, ganz klar, einiges ging natürlich in die Hose, nicht umsonst war die Library von 10-12GB auf 5gb geschrumpft, man konnte eben vieles nicht verwenden oder ich wollte es nicht weil ich nicht überzeugt war...!

    Aber die Arbeitsschritte waren manchmal sehr interessant...! Granualarsynthese habe ich kennen und "lieben" gelernt... Was ich auch gerne gemacht habe war folgendes...

    1 Song genommen und 2, 3 andere Sounds VST Instrumenten, diese mit einem Filter bearbeitet, den Song durch KTGranular geschickt und alles am Ende zusammengeklatscht, es war wirklich interessant was da so rauskam! :)

    Zu 90% habe ich den Sounds auch einen Attack gegeben damit ich diese auch noch als Percussives Material verwenden konnte...!

    Danke für Eure Tips, weiter so... :)

    Frank
     
  18. Rastkovic

    Rastkovic Pleasure to Kill

    Schonmal mit Reaktor beschäfftigt? Die mitgelieferten und verfügbaren Instrumente sind imho bereits sehr inspirierend...

    Vielleicht fehlt Dir aber auch nur ein Ziel/Thema? Am besten mal in sich selbst hineinhorchen und herrausfinden was einem spassmacht und gefällt...

    Daniel
     
  19. Xenox.AFL

    Xenox.AFL eingearbeitet

    Reaktor fand ich bisher nicht so toll, irgendwie, kann mich leider für NI Sachen im großen und ganzen nicht so richtig begeistern....

    Frank
     
  20. da ist was wahres dran.... man nennt es auch *persönliche handschrift*
    das soll jetzt auch nicht bedeuten, das man als jahrelanger soundschrouber einseitig wird. aber man entwickelt eine gewisse machart.

    vereinfacht ausgedrückt - es ist wie bei malern: ein miro sieht nunmal anders aus als ein dali....


    ps: wir wollen hier nix löschen :cool: wenns nicht grad massiv gegen die netiquette ist.... oder spam.... oä
     
  21. Anonymous

    Anonymous Guest

    Da ist sicher was dran. Es ist auch durchaus kein Fehler, immer wieder "das Gleiche" zu machen. So verfeinern sich Ideen und man findet immer bessere Tricks für bestimmte Vorhaben. Lass einen doch sein Lebtag lang nur Bässe machen, die Ergebnisse nach 20 Jahren Verfeinerungsarbeit würde ich dann nämlich gerne haben wollen. Außerdem gibt es nun mal Affinitäten, die sicherlich mit der eigenen Musik zusammenhängen. Wenn Frank dem Trance zu Füßen liegt, dann muss er sich ja nicht mit der Klangästhetik alpenländlichen Traditionsinstrumentariums befassen ;-) Es sei denn, man will seinen Kenntnisstand grundsätzöich erweiteren. Dann kann man ein Alphorn schon mal genauer unter Lupe nehmen und verstehen, wie die so zu ihrem Sound kommen. Solche Kenntnisse über Akustik sind eigentlich auch für elektronische Sounds unerlässlich, auch wenn das die meisten nicht wissen, es ist aber so.
     
  22. Ein gutes Beispiel ist der SH-101.
    Ist ja nun wirklich kein allzu komplexer Synthesizer, und ich hab meinen jetzt seit fast 21 Jahren.
    Aber wenn ein Kumpel vorbeikommt und fünf Minuten dran rumdreht, höre ich Sachen, die ich noch nie gehört habe!

    Anderes Beispiel ist Cubase:
    Schon zu Atari-Zeiten hatte ich einen Kumpel, der so ziemlich alles anders gemacht hat als ich (ich hab immer nur den Grid-Editor benutzt, er immer nur den Noten-Editor, und so weiter). Eigentlich hätten wir auch zwei unterschiedliche Programme benutzen können, so verschieden war unsere Arbeitsweise.

    Also immer her mit den Spezialtipps!
     

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