Drums & Percussion Belegung nach General MIDI Standard

Dieses Thema im Forum "Sound / Tutorials" wurde erstellt von Michael Burman, 3. August 2013.

  1. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Hi Leute! Ich weiß, es gibt inzwischen viele Darstellungen im Internet. Ich habe meine Zeichnung von früher jetzt ebenfalls als Grafik hochgeladen:

    http://michael-burman.de/drummap.htm

    Der Hintergrund ist der, dass wenn man Drum- & Percussion Sounds nach diesem Standard den MIDI-Noten zuweist, werden alle so erstellten Kits auf die gleiche Weise auf die MIDI-Daten reagieren. Sprich wo in der MIDI-Spur eine Kick ist, wird auch eine Kick gespielt usw. Es gibt ja heutzutage Geräte (oder auch Software), wo viele Drum-Grooves als MIDI-Daten hinterlegt sind. Und diese sind meist nach GM-Standard programmiert. Hat man seine eigenen Kits ebenfalls nach GM-Standard erstellt, kann man sie mit diesen MIDI-Daten befeuern. Bzw. man bleibt auch bei eigenen Grooves zu allen seinen Kits kompatibel, sofern man überwiegend so Standard-Sounds wie Kick, Snare, Hi-Hat usw. benutzt.
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ja, Standards können nützlich sein. Nicht nur bei Midi-Drum-Grooves/Patterns. Noch ein Beispiel: Midi-Trackreihenfolgen-Standard (c) TonE:

    ___________________________________________________________________________________
    Track 1: Drums (sagt noch nichts über den Midi-Kanal aus, kann und soll auch gerne ch = 10 sein)
    Track 2: Bass
    Track 3: Chords/Stabs
    Track 4: Melody/Solo
    ___________________________________________________________________________________
    Track 5..8: Channel multiplier


    Diese Reihenfolge nutze ich gerne im Sequetron. Was ist der Vorteil? Ich kann mir Setups/Snapshots für diese Trackstruktur und Instrumente basteln, und sie auf Knopfdruck wechseln, die Sounds wären immer noch sozusagen kompatibel, ein Basssound wäre immer noch Basssound und keine Geige. Für Track 1, also die Drumspur sollte man natürlich den GM-Standard anwenden, ausser es gibt wichtige Gründe, die dagegen sprechen, meist gibt es sie nicht.

    Sich an kleine, vereinfachde Standards zu halten kann viele Vorteile haben, es kann sozusagen wie eine 'limitierte Groovebox' betrachtet werden.

    Für 16 MPC-Pads, kann man sich entsprechend andere 16-Sound-Bänke zusammenbasteln, mit fixen Soundpunkten. Eine abgespeckte Variante des GM-Drums-Standards sozusagen für 16 Pads, aber als 8 Bänke hintereinander, da in 128 8 * 16 Pads reinpassen.

    Für den Bitstream 3X Hardware Controller könnte man sich für die Drehregler- und Faderbelegung auch bestimmte 'Standards' ausdenken. Je nach Anwendungsgebiet. Für Theater, Film, Video, Musik, Effekte, Licht.
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Neben GM interessiert mich hauptsächlich was sind die besten und kleinsten XG Geräte? Möglichst alt, günstig und gut! In Bezug auf Drums und Nicht-Drums, kann auch gesondert analysiert werden. Klingen die XG-Drums von einem 1987 Yamaha Gerät anders als die XG-Drums von einem 2011 Yamaha Gerät?
     
  4. Tax-5

    Tax-5 aktiviert

    Ja.. die (Yamaha) GM Sachen klingen immer gleich... 1987 gabs aber noch kein GM-Standard. Erst 1993 hat Roland dieses Teufelswerk "erschaffen"
    Die GM Sounds klingen tatsächlich immer gleich. Lediglich die verbauten Wandler (Yamaha DJX und Motif XS haben nicht die gleichen Wandler ;-) ) machen einen Unterschied bei der Wiedergabe aus...
     
  5. dbra

    dbra Weltenbummler - Superstar - Frauenheld

    Nutzt jemand tatsächlich GM für eigene Samples? Ich lege z.B. die Kicks und Snares gleich über einen Raum von min. einer Oktave, falls man mal unterschiedliche Tonhöhen haben will. Finde das eigentlich völlig nutzlos...
     
  6. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Hm... Ich habe es mir jetzt wegen den fertigen Grooves überlegt es mit der GM-Norm zu machen... Für eine Snare mit verschiedenen Pitches könnte man auch ein zusätzliches Programm anlegen...

    Ich habe lange Zeit mit Kontakt gearbeitet und dort z.B. über zwei Oktaven verschiedene Kick, weitere 3 Oktaven verschiedene Snares gehabt usw. Speichertechnisch war es auch kein Problem. Erstens genug RAM, und zweitens wurden die Samples referenziert. Jetzt habe ich hier eine MPC5000. Samples werden nicht referenziert! Was man im aktuellen Projekt verwendet, wird auch alles auf die Festplatte geschrieben. Gut, unterschiedliche Pitches belegen keinen Speicherplatz. Unterschiedliche Samples aber schon. Deshalb dachte ich mir wieder pro Song nur eine Kick und eine Snare zu laden, und nicht Dutzende, wenn man nur ein paar Samples davon verwendet. Außerdem habe ich z.B. den MOX6 mit vielen Drum-Grooves. Und die sind nach GM-Norm programmiert. Da kann man sich Inspirationen holen bzw. das Drum-Programming sich einfacher machen... Das war die Idee, die Kits wieder nach der GM-Norm zu machen. Bzw. im MOX6 die Drum-Sounds auch auf entsprechende Tastatur-Bereiche zu legen. Ich habe noch nicht entschieden, Drums vom MOX6 spielen zu lassen, oder die MOX-Drums für die MPC5000 zu sampeln. Das Problem ist, dass mir in der MPC5000 die Effekte sehr schnell ausgehen. Im MOX6 kann man auf 3 Sounds jeweils 2 Insert-Effekte verwenden, und es gibt zwei globale Send-Effekte. Und Master-Effekte. Und EQ's für jeden Sound! Auf der MPC5000 gibt es 4 Busse mit jeweils zwei Effekten hintereinander. Schaltet man zwei Busse zusammen, hat man vier Effekte hintereinander und die Hälfte aller Effekte verbraucht. EQ's gibt es nicht extra für jeden Sound wie beim MOX. Immerhin gibt es einen Filter pro Sound. Aber die Filter klingen nicht wie EQ's. Die Möglichkeit EQ statt Filter gibt es auch nicht. Deshalb dachte ich Drums evtl. auf den MOX6 auszulagern, wenn man schon seine Samples verwenden möchte.
     
  7. Tax-5

    Tax-5 aktiviert

    Ich handhabe es mit Drum(samples) folgendermassen:
    Ich habe mir im Korg Triton ein Preset-Drum-Kit so abgeändert dass ich alle meine Lieblingsdrums in einem Kit habe.

    Einige Tasten sind auf die ersten RAM-Sounds belegt. So kann ich jeweils die benötigten Samples laden und habe diese direkt griffbereit.
    Manchmal darf es eine anderes oder ein neues Sample sein und dies kann ich sofort laden ohne es vorher mappen zu müssen.

    Diese Arbeitsweise ermöglicht es mir innert 2 Minuten alle Drumsounds griffbereit (inkl. kleinen EQ und Kompressoreinstellungen) griffbereit zu haben...
     
  8. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Die Grundsounds eines GM-Kits passen, wie du siehst, sogar schon in 4 Oktaven. Das entspricht 3 Bänken a 16 Pads.
    Ich glaube die MPC Renaissance hat 8 Bänke pro Pad-Program, und die meisten Hardware-MPC's haben 4 Bänke pro Pad-Program. Aber das macht nichts, weil fertige Kits oft eher für 5-Oktaven-Keyboards (61 Tasten) programmiert sind.
     
  9. micromoog

    micromoog bin angekommen

    Aus diesem Prinzip finde ich die -von vielen gehasste- aufwendige Roland Vol/Performance/Patch/Partial/Sample-Struktur super.
    Auf den ersten Blick "verplempert" man ein ganzes Patch zB nur für eine Kick auf ausschließlich C2 (=Roland, sonst C1).
    Bei der Suche nach einer passenden Kick muss man aber nur in der Performance div. Patches durchsteppen, der Rest bleibt erhalten und auf designierte Ausgänge geroutet.

    D.h. nach einmaliger Arbeit mit etwas Mehraufwand hat man dann später in wenigen Minuten mit wenigen Handgriffen neue Sets zusammengestellt (ohne dann nochmal in den tiefen Analen rumrühren zu müssen).
     

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