Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/ideal?

Dieses Thema im Forum "Ansätze / Konzepte" wurde erstellt von otto auch, 8. August 2015.

  1. otto auch

    otto auch Tach

    Hallo,

    würde gern mal wissen wie Ihr das einschätzt.

    Also man nehme
    max. 2 Reverbs: einmal IR für trocken Aufnahmen/Quellen und ein Reverb das für Nachhall sorgt.
    Dazu 3 Delays (um bei diesen Rechnung nicht 6 Reverbs nutzen zu müssen) für die unterschiedliche - vorne, mitte & hinten - PreDelay Werte für das Reverb.
    und ein Mixer, der das unterstützt.

    und hat im Idealfall eine Tiefenstaffelung, die so wirkt als komme/entstand sie in einem! Raum (Pano lassen wir mal beisteite).

    Korrekt?

    Vorausgetzt man will diese Wirkung beibehalten, wäre es am besten alle Quellen möglichst trocken vorzuliegen zu haben.. -> sonst eher Raum in Raum..oder so

    Korrekt?

    Sonderlich viel Ideen fallen mir nicht ein, wieso man die (Ein-)Raumwirkung garnicht erst nutzen möchte.. aber das wäre dann mehr im Videobereich.. Mikro-/Standortwechsel z.B.

    Oder umgekehrt meist will man dann doch eher, das der Sound aus einem Raum kommt!?


    Gruss
    Otto
     
  2. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

  3. otto auch

    otto auch Tach

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Danke Dir :nihao:

    Ist zwar sicher gut gemeint, verwirrt mich aber eher nur (zumindest die ersten 2 Links) vor allem wenn von mehreren Räumen die Rede ist obwohl die Position im Raum gemeint.. klar manchmal der Vereinfachung geschuldet oder so.

    Das mit dem Setup soll anzeigen, das man entgegen manch anderen Herangehensweise, halt vor allem einen Raum und deren Reflexionen darstellen will, das wie ist dabei eher zweitrangig.. geht nur um das ob korrekt!

    Ist für mich zumindest logisch bzw. sehr schlüssig. Und arg viel mehr wie ne Bestätigung benötige ich erstmal nicht..


    Gruss
    Otto
     
  4. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Im zweiten Link war z.B. ein Beispiel aus der Fachpresse, wie man 2 Reverbs zur Tiefenstaffelung einsetzt. Die Aufteilung in Erstreflexionen und Nachhall kann allerdings auch nur eine Annäherung sein. Im Integra7 hat Roland z.B. irgend so einen Algorithmus eingebaut, dass man die einzelnen Instrumente im virtuellen Raum platzieren kann. Wie sie es konkret umgesetzt haben, weiß ich jetzt nicht. Es gibt ja mehrere Stufen der Annäherung. Bei einfacheren Tonerzeugern a la General MIDI stellt man den Anteil des Halls ein und das wars. Bei Sachen, die im Mix weiter weg erscheinen sollen, senkt man außerdem die Höhenanteile ab, sofern sie nicht 100% durch den entsprechend eingestellten Reverb gehen. Die Sache mit verschiedenen Pre-Delay-Werten ist schon ein richtiger Ansatz, aber halt auch nur ein Teil des Ganzen. Die Frage ist, wie nah man an die Realität rankommen will und welche Mittel man dafür einsetzen will. Analogmixer, DAW? Um den Einsatz von Analogmixern ging es auch in den Links. Für DAW gibt's bestimmt ähnliche Plugins wie der Algorithmus im Integra7. Es gibt ja sogar was für Surround und Pseudo-Surround.
     
  5. otto auch

    otto auch Tach

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Danke Dir :nihao:

    Man könnte mit noch mehr Delays noch mehr Positionen schaffen. Allerdings kann man das ja etwas über den Sendanteil regeln ebenso den Wetanteil.. Pano habe ich ja ausgeklammert. Und EQ, Lautstärke, Pano etc. kann man ja für jede Quelle definieren. Also was würde hier fehlen?

    Also oben beschriebene Methode konnte/kann ich mit meiner DAW nachstellen und habe damit die (für mich) beste Tiefenstaffelung erreicht..


    Gruss
    Otto
     
  6. theorist

    theorist Tach

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Ich benutze drei Reverbs, wenn es wie ein echter Raum klingen soll. Einen für Distanz, das ist mehr oder weniger ein sehr kurzer Ambience Reverb mit viel Early Reflections. Den Zweiten für die Tiefe, das ist dann meist ein Plate als Haupthall. Der Dritte ist dann ein sehr grosser Hallraum, mit dem schaffe ich Höhe. Der Mixanteil der drei Reverbs wird dann so eingestellt, dass sie zusammen wie ein Raum klingen.
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    nichts? ;-)

    balance zwischen ER und hall, wet/dry-verhältnis und predelay... anders arbeitet ein reverb, bei dem man die signalquelle im raum positionieren kann auch nicht.

    ein mix mit guter tiefenstaffelung braucht noch paar andere sachen, aber ich hab das gefühl, du bist da nicht ganz ahnungslos.

    nur noch ein kommentar zu deiner bemerkung, die signale seien wohl bestenfalls ganz dry, um sie dann besser staffeln zu können... bei akustischen instrumenten gibt es immer einer raumanteil bei der aufnahme, der ist auch erwünscht und definiert bereits die rolle im mix.
    bei synths kann reverb natürlich auch ein bestandteil des sounds sein, ebenso gated drums wenn mans denn mag usw.
    ich würde darum nicht sagen, dass ein mix, der konsequent nur einen raum verwendet, am ende auch die beste tiefenstaffelung hat. es kommt einfach darauf an, wie & wofür die anderen reverbs eingesetzt werden, nicht?
     
  8. otto auch

    otto auch Tach

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Danke euch :nihao:

    @theorist: Ok denk damit könnte/kann ich was anfangen.. Vor allem da das Ziel das gleiche ist.

    @bahnen: ok das wollte ich lesen. ;-)

    Zu den anderen Sachen gerne später mehr. Nunja sonderlich viel Ahnung habe ich da nicht, aber ich will das verstehen und habe mich da ein bischen reingearbeitet.. und zu guter letzt kam dann alles zusammen, also diese Methode.. mit ziemlich viel warums :mrgreen: und das ist für mich bisher am logischsten.. Und deshalb wollte ich mich quasi absichern, ob ich da nicht aufm Holzweg bin.

    Und vielleicht ist das mit dem so trocken wie möglich bei akustischen Instrumenten auch etwas radikal aber wäre aber doch auch konsequent!? Klar, staubtrocken sind die wenigsten Aufnahmen, aber im ungüstigsten Fall, sind sie halt alle in verschieden Räumen mit unterschiedliche Mikrophonposition aufgenommen worden.. dachte da halt auch Libs die beides beinhalten.

    Ja Schlagwerk und Synthsound sind wohl nochmal zwei Sonderfälle...

    Obengeannte Methode kommt da vielleicht evtl. an die Grenzen.. allerdings habe ich bisher (wenn auch nicht lang) auch "erfolgreich" mit der Methode gearbeitet, Send-/Wetanteil halt stark runterschrauben, also für Drums.

    Und am Synth beim Synth will man zu einem vielleicht direkt mit einem Nachhall arbeiten und zum anderen kann man dort denke ein bischen auch halt den Raum gestalten..

    Aber ich denke am besten das ganze jetzt setzen lassen, anwenden, beobachten.. und dann weiter sehen.


    Gruss
    Otto
     
  9. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Dein Vorgehen mit verschiedenen Predelays müsste man wahrscheinlich sowohl auf den Nachhall als auch auf die ER's anwenden. D.h. wenn du dir schon diese Mühe machst, solltest du es dann wahrscheinlich auf alle Hallanteile anwenden. ER's haben ja auch verschiedene Predelays je nach Entfernung.
     
  10. otto auch

    otto auch Tach

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Danke Dir :nihao:

    Schwierig.. vielleicht kann das jemand erklären der sich sicher ist.

    Mit der Methode mit dem IR soll/will ja nur der Raumklang gestalten und ich sag mal/vermute am Direktsignal ändert sich ja nichts.. oder anders beschrieben nur weil sich ein Klangquelle an einem anderen Platz innerhalb eines Raumes befindet wird deren Signal/Output nicht verzögert.* Und die Reflexion sollen ja dann vom zweiten Hall kommen.

    *Allerdings klar kommt zumindest beim "Hörer" das Direksignal auch später an. Ausm Bauch heraus würde ich dann eher das ganze Signal verschieben.


    Gruss
    Otto
     
  11. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Die Erstreflexionen sind auch Reflexionen, und bei Reflexionen kommt es auf den Abstand bzw. auf die Abstände an. Ich kann keine sicheren Aussagen machen, weil ich kein Experte bin, sondern auch nur über begrenzte Kenntnisse verfüge - da und da was gelesen usw. Google mal ein bisschen zum Thema. Du findest dann auch hübsche Bildchen usw. Muss nicht alles stimmen, aber du wirst sehen, dass Erstreflexionen auch nach dem Predelay kommen. Und du willst ja die Predelay-Werte variieren. Erstreflexionen und Nachhall sind aber wiederum unterschiedlich je nach Position im Raum.
     
  12. otto auch

    otto auch Tach

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Klar aber die (Erst-)reflexionen soll wie berschrieben ja nicht mit IR sondern dem zweiten Reverb gestaltet werden. Kurz nochmal: Mit den IR soll nur dem Signal mitgeben werden, das man erkennt sie wurden nicht in einem komplett trocken Raum aufgenommen. Kenne die Bilder.. dann stellen wir uns doch einfach vor wir nehmen jedes Instrument mit stets der gleichen Micro-zum-Instrument-Abstand auf. Wo soll da irgendwelche Verzögerung vom direkt Signal passieren?

    Allerdings und das hat ich ja gerade beschrieben kommt das Direktsignal beim Hörer unterschiedlich an.. Bei 12 Meter Abstand (denke das ist schon relativ grösse Bühne) sind das ja immerhin 34 ms von daher sollte man das beachten! und das hatte oben nicht mit auf der Rechnung (wobei ich schonmal drüber nachgedacht habe). Nur würde ich es anders umsetzen ..

    Und die "Verzögerung" von der Reflexionen klar die soll von den unterschiedlichen PreDelay Werten kommen.


    Gruss
    Otto
     
  13. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Was denn jetzt?... :agent:

    Wieso sollte man das machen? Du willst mehrere Instrumente in einen virtuellen Raum stellen aber vorher sie in einen anderen Raum stellen? Wozu?... :agent: Die Instrumente sind doch schon aufgenommen, oder noch nicht?...

    Es gibt zwar solche Anwendungen mit mehreren Räumen, wenn man z.B. Bläser, Streicher, Drums usw. unterschiedlich und mehrfach verhallt usw., aber du hast offenbar was anderes vor. Im anderen Thread viewtopic.php?p=1225424#p1225424 schreibst du was von Orchester. Schreib doch lieber, was genau du vorhast! Sonst ergibt die ganze Diskussion keinen Sinn.

    Auch im Piano-Thread viewtopic.php?f=98&t=104985 verschweigst du seit über einer Woche den Verwendungszweck und Leute spekulieren und streiten sich. Was soll das?... :roll:
     
  14. otto auch

    otto auch Tach

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Seh da kein Unterschied..
    IR = um "trockene Aufnahmen in den gleichen Raum zu stecken"..
    zweiter Reverb = für den Nachhall

    Von vorstellen! war die Rede, nicht von praktizieren.

    Das sollte Dir verdeutlichen das ich keine Logik darin sehe, warum ein Direktsignal (im gleichen Raum) irgendeine andere Verzögerung erfahren sollte. Aber auf die Frage bis Du bisher zweimal ausgewichen. Vielleicht reden wir auch nur aneinander vorbei. Kein Plan.

    Edith: zu den Vorwürfen, vielleicht ist es bei Dir untergegangen ich hatte es schon im zweiten Beiträg erklärt und dann nochmal.. Und eigentlich war das Thema auch schon durch. Da kam dein Einwand, dem ich nur auf den Grund gehen wollte/will. Und dann wäre das Thema für mich bereits vorerst erledigt.

    Und kein Plan, will hier nix verheimlichen, blockieren oder so..

    Ist doch aber mir überlassen wie ich Threads gestalte, ich meine ich habe die Frage allgemein gestellt weil ich sie auch allgemein beantwortet haben wollte!

    Und ich will Tiefenstaffelung auf jede Musik anwenden können, das Piano soll immer korrekt im Mix sitzen und klar ist manches Musik / Einsatzgebiet abhängig.. Achja und wenn es halt weniger / weniger passende Antworten gibt ist das ja mein Pech - selber Schuld. Aber he ich bin super zufrieden mit den Antworten. Und immer wenn solche Fragen aufkommen z.B. wofür habe ich diese auch versucht zu beantworten! Wüsste nicht das da seit ner Woche ne Frage offen ist. Und falls doch eine offen sein solltem, dann war dies keine Absicht!

    Gruss
    Otto
     
  15. Horn

    Horn |

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Lieber Otto,

    Ist das so?

    Oder ist es eher wie folgt?
    Beste Grüße,
    SynthUser0815, der Dein Problem im Übrigen nicht versteht.

    Tiefenstaffelung kannst Du auch mit nur einem einzigen Reverb machen, oder nicht?
     
  16. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Nee nee, nicht ausgewichen, eher nicht beachtet. Aber ein Direktsignal ist doch ein Direktsignal und hat weder mit dem einen noch mit dem anderen Reverb was zu tun. Direktsignal ist Direktsignal, sprich unbearbeitet. Und sobald du das "Direktsignal" zu 100% in einen Reverb reinschickst (Reverb als Insert), gibt's kein Direktsignal mehr.

    Ansonsten danke für die Klarstellung. Also bleibt es bei allgemein, ob Techno oder Orchester usw. Das Zitat mit 2 Sekunden Hall als "Standard" (viewtopic.php?p=1225424#p1225424) war aber halt verwirrend, weil ja so im Allgemeinen natürlich völliger Blödsinn, und im Kontext des Threads eigentlich auch.
     
  17. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Äh... Da hat jemand im Thread nicht gelesen und es geht jetzt von vorne los? :lol:
    Eine Zusammenfassung: Je nach Position der Schallquelle im Raum (und das möchte man ja mit einer Tiefenstaffelung nachbilden) ändern sich Predelays, Verhältnis, Intensitäten und Muster von Erstreflexionen und Nachhall. Siehe oben z.B. das Beispiel mit Roland Integra7.
     
  18. otto auch

    otto auch Tach

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Danke Dir :nihao:

    Wieso oder? Eher auch! Ein übereinstimmende Einschätzung ist ja auch eine Bestättigung...

    Korrekt - deshalb schrieb ich im Eingangspost max. 2 Reverbs! ;-)
    Aber ja mehrere Delay brauchs halt aber auch noch..

    Gruss
    Otto
     
  19. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Und z.B. auch verschiedene Anteile von Erstreflexionen und Nachhall. Wenn nur ein Reverb, dann so einer wie im Roland Integra7, der eben mehrere Signale in verschiedenen Entfernungen positionieren kann. Ein normaler Reverb kann das nicht. Wie oben schon erwähnt, gibt es solche Tools auch für DAW's.
     
  20. otto auch

    otto auch Tach

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Korrekt - dafür gibt es (ja aber) Sendkanäle! ;-)

    Und wo sollte nun die Verzögerung statt finden? Oder ist das dann (mit Send) hinfällig und das war das "Problem"?

    Klar kein Thema. Und ja klar bleibt es bei hier bei allgemein. Das Zitat habe ich bewusst in den anderen Thread in dem es ja um das wieviel ging reingepackt.

    Ok zum dritten Mal und damit auch genug, ja hätte man noch kurze Beipackzettel anhängen können..

    Das das Allgemein Blödsinn sein soll, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht pauschal..

    Den ersten Teil Zitats wird wohl schonmal niemand ernsthaft in Frage stellen. Und bei dem zweiten Teil werden sich wohl viel finden die sagen ja ab (von mir aus) 6s Nachhall wird mein Techno zwar gross aber bischen schwammig! Oder meinste nicht?

    Gruss
    Otto
     
  21. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    6 Sekunden Reverb oder 10 Sekunden Reverb, was auch immer, könnte z.B. für bestimmte Effekte im Mix eingesetzt werden. Eine Explosion, ein Percussion-Klang wie ein Stick etc. Eben alles, was sehr langen Nachhall als Effekt braucht. Wenn es dir nicht allein um Orchester geht, gibt es in einem Pop-Mix alles an Reverbs von extra kurz bis extra lang. Und ja, so ein Effekt gehört auch zur Tiefenstaffelung! :mrgreen:

    Jetzt aber zurück zu deinem Modell.

    Ich bin, wie gesagt, kein Experte, aber was hältst du davon:

    Du hast jetzt eine Instanz Reverb für Nachhall.
    Dort hast du eine bestimmte Raumgröße bzw. die Nachhallzeit eingestellt.
    Jetzt hast du mehrere Signale, die du mit verschiedenen Predelays dort reinschicken möchtest.
    War das so deine Idee?...
    Wenn du die Predelays in die Effektwege einschleifst, könntest du dort auch die EQ's bzw. Lowpass-Filter einschleifen, um für größere Entfernungen die Höhen abzusenken.

    Jetzt die Erweiterung des Modells:

    Dasselbe machst du für eine weitere Instanz Reverb, wo Erstreflexionen berechnet werden. Dort stellst du natürlich andere Predelay- und EQ-Werte ein, entsprechend entgegengesetzt.

    Es ist in allen Fällen eine Annäherung an die Realität. Rein theoretisch sollte es aber - denke ich - besser funktionieren, wenn man eben beide Perspektiven berücksichtigt. Zum einen die Aufteilung in Erstreflexionen und Nachhall (wie im zweiten Link aus meinem ersten Beitrag beschrieben), und zum anderen zusätzlich deine Vorgehensweise mit verschiedenen Predelays. Dann aber halt sowohl auf den Nachhall als auch auf die Erstreflexionen angewendet. Und die bekommen dann auch je nach Position verschiedene Effektanteile über die Sends.

    Viel Direktsignal-Anteile bräuchte man wohl nur bei Klangquellen, die auch tatsächlich ganz vorne stehen. Das wären im Mix z.B. die Main-Vocals. Dann kommen die Drums, der Bass. Wenn du z.B. Gitarren oder irgendwelche Keys usw. auch eher vorne haben möchtest, dann eben auch das. Alles was weiter hinten ist, wird weniger Direktsignal-Anteil haben, sondern mehr Erstreflexionen. Und was noch weiter hinten ist weniger Erstreflexionen und mehr Nachhall, aber schon mal gar keinen Direktsignal-Anteil, weil es ja ganz hinten wäre. :agent:

    Für 6 Sekunden Reverb benötigst du aber noch eine weitere Instanz. :lol:
     
  22. otto auch

    otto auch Tach

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Warum die Trennung von Nachhall und Erstreflexion? Erstreflexion ist ein Teil des Nachhalls.

    Nunja die Methode würde weit umfangreiche Aktionen zulassen.. und vermutlich beinhaltet sie deinen Zusatz bereits. wichtig ist aber erstmal das Grundgerüst Send, mehrer Delay.. Ich erkläre das auch gerne vollständig. Durch die von mir kurzgehaltene Beschreibung der Methode mag zwar der Eindruck entstehen, das wäre einfach gestrickt.

    Ich denke Du hast da einen kleinen Denkfehler. Nur weil etwas weiter hinten ist kommt das Direktsignal trotzdem, und auch noch vor* der Erstreflexion, an - ausser Du stehst mit auf der "Bühne" (und bist dabei näher am Musiker wie dieser zur Wand).

    * Wird evtl. wohl sogar so sein, das sich das dann irgendwann mal ändert, also z.B. wenn man vor der Toren von Walhalla steht - da ist jetzt kein Witz sondern ne Metapher.


    Gruss
    Otto
     
  23. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Die Trennung deswegen, weil Anteile an Erstreflexionen und Nachhall je nach Entfernung unterschiedlich sind. Das kannst du mit einem einzigen Reverb nicht abbilden. Siehe den zweiten Link in meinem ersten Beitrag und die dort erwähnten Fachartikel.

    Ja, wahrscheinlich, dann aber um so leiser je weiter die Schallquelle. Irgendwann hört man das Direktsignal gar nicht mehr, sondern nur noch die Reflexionen. Denk da z.B. an die Berge... ;-) In Berliner Philharmonie wird man aber wohl noch hören - da hast du wieder Recht. :mrgreen: Es sei denn jemand hustet nebenan genau in dem Moment. Dann hörtst du evtl. nur noch den Nachhall. :lol:
     
  24. otto auch

    otto auch Tach

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Ich wurde sagen es kommen noch Reflexion dazu. Und diese müsste man wohl weitgehenst nur "noch" zeitlich steuern.

    :supi: :D Für das Direktsignal ja, für die Reflexionen eher nein.

    Deshalb auch die Fussnote mit Walhalla.. ;-)


    Gruss
    Otto
     
  25. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Eben nein. Siehe Fachartikel, wenn du mir nicht glauben willst.

    Je weiter weg, um so weniger Erstreflexionen und mehr Nachhall. Siehe, wie gesagt, Fachartikel. Das war jetzt in einem Testbericht zum MX400 bzw. in zwei davon als Anwendungsfall erläutert. Kann man z.B. bei Thomann herunterladen. Es gibt aber bestimmt auch andere Literatur zum Thema. :cool: Ich habe halt dort gelesen, weil ich mich für den MX400 interessierte.
     
  26. otto auch

    otto auch Tach

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Ja da lehn mich aus dem Fenster und sag entweder hast Du was falsch übernommen... Würde man Erstreflexion mit Direktsignal ersetzen würde das schlüssiger sein, mit:

    "Da der Direktschall mit zunehmender Entfernung von der Schallquelle schwächer wird (etwa um 6 dB bei Abstandsverdopplung), der diffuse Schall (die Summe an Reflexionen) dagegen im gesamten Raum etwa konstant bleibt," Quelle: Wikipedia

    Ausserdem heisst die Erstreflexion nicht umsonst so. Nachhall (again) beinhalt Erstreflexion und alle weiteren. Und schau Dir doch nochmal so ein Bild an und erklär mir wie diese späteren Reflexionen an Lautstärke gewinnen sollen! Vorallem für naheliegende Reflexion wäre das doch sehr seltsam? Schall mag sich addieren, aber halt auch subtrahieren und zudem geht ja bekanntlich über die Luft Energie verloren. Und nahe (aber) spätere Reflexionen haben nur wenig Chance sich zu addieren sie ein kaum grösser Weg haben, viel verlieren tun sie dabei halt auch nicht. Und sehr späte Reflexion haben zwar viel Zeit sich addieren wobei spätestens hier nochmal angemerkt sey, genau so viel Zeit hat es für die Auslöschung zur Verfügung und zudem halt noch den weitern Weg.

    In solchen Fällen will ich lieber wissen wie glauben. Und ob ich nun einem Fachbericht oder Wiki mehr glauben schenke - ist natürlich themenabhängig :mrgreen: - und von noch anderen Faktor. Von daher würde ich das noch neutral betrachten. Sprich könnte beides stimmen - allerdings ist der Wiki Beiträg für mich schlüssiger. Und lieber fall ich mit meiner Logik auf die Fresse (was bei solchen Sachen eher selten vorkommt) und lern was dabei, als mit Halbwissen rumzueieren.

    Möge uns beide Anfänger einer erleuchten. :mrgreen:


    Gruss
    Otto
     
  27. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Zitat aus dem Artikel in Soundcheck 01/2007, Autor: Jan-Friedrich Conrad:
    Zitat aus dem Artikel in Recmag 02/2007, Autor: Jan-Friedrich Conrad:
    Der selbe Autor. ;-) Kannst du glauben oder nicht. Oder ihn fragen, wo er die Infos her hat. ;-) Da steht jeweils noch mehr in den Artikeln drin zum Thema Tiefenstaffelung. Kannst, wie gesagt, nachlesen, wenn du magst.
     
  28. powmax

    powmax bin angekommen

  29. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Sagte ich ja schon mehrmals, dass es solche Tools gibt. Wurde immer wieder ignoriert. Danke für das Beispiel. Wird wahrscheinlich wieder ignoriert. :twisted: Wir sollen nur bestätigen, dass seine Idee mit mehreren Predelays so wie vorgestellt brillant ist und bloß keine Verbesserungsvorschläge machen oder gar Alternativen erwähnen oder vorschlagen. :twisted:
     
  30. otto auch

    otto auch Tach

    Re: Eigentlich nur 2 Reverbs für Tiefenstaffelung nötig/idea

    Danke Ilse :nihao:

    Werd es mir anschauen.

    @Michael Burmann: Als aktiver Teilnehmer an dem Thread der erste Stunde sollte Dir eigentlich nicht entgangen sein, das ich 1.) weder eine DAW Lösung suchte 2.) Bereits schrieb das ich dies mit einer DAW proplemlos umgesetzt habe 3.) das ich nicht nach alternativen suche.. sondern ob die Methode ein Lücke aufweist oder sinnfrei ist - sprich deine Aussage ist kompletter Müll. :roll:

    Und noch wegen dein Zitaten aus der Fachpresse: Lol da wird null komma null davon beschrieben an dem Du so geklammert hast. Zweimal nen Grund das unter Halbwissen abzulegen.

    Ansonsten bin ich aus dem Thread draussen. Wurde alles beantwortet. Gut eine These bleibt noch offen. Ich vermute das es max. minimale (Lautsärke) Schwankungen gibt bei frühen Reflexion, spätere aber definitiv abfallen. Und bevor mir niemand das Gegenteil mit stichhaltigen Argumenten auch untermauen kann, bleib ich bei der "Meinung".

    Du bist ja mal auch wieder nicht auf meine Argumente eingegangen sondern posted dann irgendwann mal was aus der Fachpresse, das dann auch noch am Thema vorbei ist. Viel Spass.

    Mag hier kein Reibungen oder so nen Käse..


    Gruss
    Otto
     

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