Neu

Elka EK22 Tastaturabfrage Z8601

e-online

|||||
Hi,

letztes Jahr musste ich sehr günstig einen defekten Elka EK22 kaufen. Es ging nicht anders :cool:
Der Data-Entry Slider war defekt und das Display kaum lesbar. Beides war schnell und preiswert ersetzt.

Jetzt gibt es manchmal noch ein Problem mit der internen Tastatur. Sie reagiert ab und zu sehr träge und ohne Velocity (manchmal funktioniert es hingegen). Über Midi klappt es einwandfrei.

Für die Tastaturabfrge ist ein separater Z8601 zuständig. Jetzt meine Frage:
der Z8601 hat 2k ROM integriert. Ist da dann "ab Werk" der Programmcode (wie hier für die Tastaturabfrage) aufgespielt? Somit könnte ich einen defekten Z8601 nicht einfach austauschen, weil ein neuer Prozessor im ROM leer wäre, oder?
Eventuell ist auch nur die Clock (Quarz) nicht in Ordnung.

Vielen Dank für die Antwort
Egbert
 
Der im Netz verfügbare Schaltplan ist leider grausam und spassig (Verbinder K1 heisst an anderer Stelle K7), aber beim EK44 ist dieser Schaltungsteil wohl identisch. Der Z8601 nutzt lt. Datenblatt immer das interne ROM, somit hat Du recht. Hoffe also, dass es nicht der Z8601 ist.
 
Jetzt gibt es manchmal noch ein Problem mit der internen Tastatur. Sie reagiert ab und zu sehr träge und ohne Velocity (manchmal funktioniert es hingegen). Über Midi klappt es einwandfrei.
Warum nicht erstmal die Tastenkontakte säubern (Isopropanol) und auf eventuellen Verschleiß prüfen bevor man die Elektronik verdächtigt?
 
Warum nicht erstmal die Tastenkontakte säubern (Isopropanol) und auf eventuellen Verschleiß prüfen bevor man die Elektronik verdächtigt?
Das Problem sind nicht einzelne Tastenkontakte an sich, sondern eine Tastaturabfrage in Zeitlupe. Es gibt eine sehr große Latenz von einer Sekunde oder mehr.
Der Effekt taucht auch nicht immer auf. Auch das spricht gegen Verunreinigungen der Kontakte.
 
Das Problem sind nicht einzelne Tastenkontakte an sich, sondern eine Tastaturabfrage in Zeitlupe. Es gibt eine sehr große Latenz von einer Sekunde oder mehr.
Der Effekt taucht auch nicht immer auf. Auch das spricht gegen Verunreinigungen der Kontakte.
Das könnte auch an defekten PullUp Widerständen liegen, besonders in Form von Widerstandsnetzwerken, die gerne mal kaputtgehen. Diese sollen ja einen definierten Ruhezustand der Leitung herstellen, und wenn das nicht der Fall ist kommt es zu mehr oder weniger zufälligen Ergebnissen. Dioden können auch kaputtgehen.

Auch eine MIDI Schleife macht solche Effekte, allerdings permanent, und sowas würde ich hier erstmal ausschließen.

Ideal wäre hier ein Logikanalysator oder zumindest ein Oszilloskop, im Falle der Widerstandsnetzwerke kann man die auch mit dem Multimeter durchmessen.
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: fanwander
Update: in der Tat war die Clock/Quarz die Ursache. Wenn an den Pin 2 und 3 des Z8601 ein sauberes 8 MhZ Signal anliegt, funktioniert die Tastaturabfrage wie gewünscht. Wenn das Signal verzerrt ist (eine Art Jittern ), kommt es zum Effekt der hohen Latenz, weil dann die "effektive" Clock etwa 1 MHz entspricht.

Ich habe den Quarz getauscht und anschließend noch einen zusätzlich angebrachten Widerstand zwischen Signal und Masse entfernt. Anscheinend war das ein älterer Reparaturversuch.

Nun funktioniert es manchmal direkt nach dem Einschalten einwandfrei, manchmal dauert es eine ein paar Sekunden, bis alles im Takt ist. Damit kann man leben. Andere Synths brauchen noch länger zum hochfahren oder müssen nach dem Warmlauf kalibriert werden :-)
Jetzt könnte ich mir noch die Stromversorgung ansehen oder die beiden Kondensatoren neben dem Quarz checken. Mehr Bauteile bestimmen die Clock nicht.

Bemerkenswert finde ich, dass in dem Gerät mehrer unterschiedliche Mikroprozessoren verbaut sind. Dass z.B. extra ein Z8601 ausschließlich für die Tastaturabfrage zum Einsatz kommt, erscheint nicht sehr effektiv und kostengünstig. Da hätte ELKA lieber das Geld in ein paar mehr Bedienknöpfe investiert. Die Bedienung ist schon sehr mühsam und nicht immer intuitiv gelöst. Leider geht SysEx dump immer nur pro Sound. Man kann also keinen externen Controller einsetzen.
 
  • Daumen hoch
  • wunderbar
M.i.a.u.: Miks und VEB Synthesewerk
oder die beiden Kondensatoren neben dem Quarz checken
Diese bestimmen die Frequenz der Entdämpfung und sollten durch passende Neue gleichen Typs getauscht werden. Die Kapazität hat sich in all den Jahren verändert und nun passt es nicht mehr genau.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: e-online und qwave
…nach Austausch der beiden Kondensatoren funktioniert wieder alles wie es soll.

Danke an Alle für die Tipps und moralische Unterstützung 😎
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Miks
  • #10
Fein. Lass mal was hören, wenn Du magst. Ein Synth, den ich zwar kenne, aber immer wieder vergesse. Neben Matrix 6/6R/1000 und Cheetah MS6 einer der wenigen Synths mit CEM3396 im Bauch. Wenn man mal von all den SCI Kisten seit dem Evolver und den Marion Synths absieht, die auf einem fast identischen Chip basieren:

 
  • #11
Der interne Chorus scheint recht wohlklingend. Schade, dass die meisten YTber immer alles in Hallsoße ertränken.
Roh aus dem Output wäre aufschlussreicher.

Eine durchaus unterschätzte Kiste.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: sllk

Zurück
Oben