Festplatten werden nicht mehr erkannt. Was tun?

Kannst Du bitte den Grund erklären? Ich habe drei externe HDDs, auf die ich zirkulär Vollbackups mache. Ist das unsicher oder was spricht dagegen?
Ich denke die Aussage kommt aus dem professionellen Bereich wo man häufig auf Band sichert, besonders wenn es um Langzeitsicherungen geht. Das ist aber für das private Umfeld in der Regel zu teuer und zu aufwändig.
Wer aber gerne ca. 2k€ aufwärts für ein LTO Laufwerk ausgeben möchte, der soll das gerne tun, ist nicht verkehrt was die Datensicherheit angeht... (gebraucht kriegt man sicher auch was günstigeres...)
 
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Möglich ist es ja meist beim Spezialisten, aber sind die Daten 1000 Euro + x wert ? Kopien sind jedenfalls deutlich günstiger.

Manche (damit bin ich gemeint) müssen es halt erst lernen. Habe hier auch eine defekte Platte liegen - leider ohne Kopie. Mir sind die Daten aber nicht so viel wert.
Familien-Fotos halt, 20 Jahre Leben… nicht in Geld bewertbar, aber ich hatte mir halt zuvor eine Sicherung gemacht. Der Verlust war Minimal. Alles gut, daraus etwas gelernt.
 
Ich denke die Aussage kommt aus dem professionellen Bereich wo man häufig auf Band sichert, besonders wenn es um Langzeitsicherungen geht. Das ist aber für das private Umfeld in der Regel zu teuer und zu aufwändig.
Wer aber gerne ca. 2k€ aufwärts für ein LTO Laufwerk ausgeben möchte, der soll das gerne tun, ist nicht verkehrt was die Datensicherheit angeht... (gebraucht kriegt man sicher auch was günstigeres...)
Als ich vor einiger Zeit im User-Helpdesk einer Versicherung arbeitete, hatte man uns, wie alle, die im entferntesten mit IT zu tun hatten, im Rechenzentrum platziert. Dort gab es einen Backup-Roboter in einem luftdichten und verglasten Raum. Der hat die Backup-Bänder (das waren sicherlich über eintausend) aus ihren Positionen geholt und in die Schreib-/Lesegeräte gelegt. Was ich von den zuständigen Kollegen gelernt hatte: Auch das teuerste Bandsystem schreddert hin und wieder ein Band. Jedenfalls mussten deutlich öfter Tapes getauscht werden als ich jemals HDDs getauscht habe. Auch musste jedes Band nach jedem hundertsten oder tausendsten Schreibvorgang getauscht werden. Wahrscheinlich gibt es heute Backup-Bänder mit zig Terabyte. Ich glaube die Verwendung von Bändern war eine gute Lösung, als Festplatten, die die gleiche Kapazität boten noch deutlich teurer waren als so ein Band. Möglicherweise sind sie das immer noch. Ich kann mir aber bei der Ausfallrate nicht vorstellen, dass die Datensicherheit bei Bändern höher sein soll als bei HDDs.
 
Ich habe mir vor 15 Jahren die Frage gestellt bei welchen Daten das schlimm ist, wenn die weg sind, danach hab ich aufgehört zu sammeln und angefangen zu löschen. Die Menge umfasst bei mir <1GB. Dazu gehören auch Familienfotos, mein ganzes Wesen konzentriert sich auf die Erschaffung von Dingen, nur das ist mir wichtig. Ich komme nicht mehr damit klar Daten aufzuheben.
Bei mir ist es ähnlich.Man schläft deutlich besser. Wenn ich mal Bilder brauche, muss ich wohl meinen Bruder fragen. Der hatte auch mal eine Kamera, aber ich bezweifel, dass man die Filme noch ansehen kann.

Ich hab einige wenige Bilder von diversen Handys und meine Musikprojekte sind in der cloud. Ob ich die jemals nochmal brauche? Musik hab ich gar nicht mehr auf dem Rechner, Filme auch nicht... Ansonsten einige Dokumente fuer Steuer, etc. Das sind wenige MB. Meine SunVox-Projekte sind einige KB groß, die laufen auch auf dem Handy.
 
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Kannst Du bitte den Grund erklären? Ich habe drei externe HDDs, auf die ich zirkulär Vollbackups mache. Ist das unsicher oder was spricht dagegen?
Man kann schon Festplatten nutzen, aber bitte nie ein NAS als Backup sehen, dass ist je nach RAID Level an redundantes Netzlaufwerk, mehr nicht. Wenn also eine böse Software unterwegs ist, dann kann die auch Schaden anrichten auf allen angeschlossene Laufwerken, egal ob jetzt per USB oder im Netzwerk verfügbar. Auch wenn z.B. inkrementelle Backupimages erstellt werden usw. Das sind im Endeffekt auch nur Dateien, die jederzeit von deinem Rechner aus erreichbar sind, also auch für die Schadsoftware. Man kann das ja alles machen, aber wenn dann doch mal was passiert ist das Geheule groß. Deswegen meine Empfehlung: NAS nie als Backupsystem sehen, denn dafür ist es nicht gemacht. Ein Backup ist nie vollständig vom Rechner erreichbar, man sollte also nie alle Dateien löschen können und es sollte in der Lage sein einen vorherigen Zustand der Daten wieder herzustellen. Wenn man z.B. weiß, dass die Schadsoftware erst seit ein paar Tagen wütet, sollte man in der Lage sind zu einem früheren Zustand der Daten zurück zu kehren. Das alles heißt für mich sicheres Backup, alles andere ist nur halbgar.

So wie hier einer gesagt hat, mit mehren Festplatten, die nur für das Backup dann aktiv angeschlossen werden und dann wieder ab gestöpselt werden und wo es mehrere Festplatten gibt, die dann redundant existieren und dazu noch an unterschiedlichen Orten liegen, ist das alles in Ordnung. Aber ich denke, die meisten werden ihre Festplatten Backups nicht auf diese Art nutzen.

Mir sind jetzt Musik, Filme etc. auch nicht sooo wichtig. Wenn das alles weg ist, ja mein Gott, kann man sich alles wieder besorgen. Persönliche Fotos und Unterlagen + ein paar Projekte sind da schon eine andere Geschichte. Die einfach nur auf USB-Festplatte kopieren und darauf zu hoffen, dass das, wie durch ein Wunder, über Jahre hält, ist wirklich extrem naiv. Aber es gibt eben Leute, für die ist Technik halt ein Buch mit sieben Siegeln und die sind auch nicht in der Lage mal einen halben Tag zu dem dem Thema zu recherchieren, denen muss man eben sagen, dass z.B. eine einzelne USB-Festplatte oder ein NAS keine gute Idee ist für ein Backup.

Jeder wie er will, hinterher sind dann die wenig Computeraffinen Menschen leider aber meist traurig, dass ihre Daten weg sind. Ist ja auch nicht schlimm wenn man mit Technik nichts anfangen kann, dann sollte man sich aber jemanden suchen, der wenigstens schon einmal die Computer BILD gelesen hat und ein wenig was mit Technik anfangen kann, dann hat man auch keinen Datenverlust.
 
... Leute, für die ist Technik halt ein Buch mit sieben Siegeln und die sind auch nicht in der Lage mal einen halben Tag zu dem dem Thema zu recherchieren, denen muss man eben sagen, dass z.B. eine einzelne USB-Festplatte oder ein NAS keine gute Idee ist für ein
Ich sehe das Problem ein bisschen auch darin, den Überblick über seine Daten zu behalten. Von früher her habe ich noch viele kleine Platten von 300-500 MB. Wenn man dann noch verschiedene Datentypen mehrfach sichert ....ist es bei mir dann unabsichtlich passiert dass ich die kompletten Musikprojekte tatsächlich nur einmal gesichert hatte. Wirklich schlimm ist es aber nicht, da ich die fertigen Stücke in MP3-Qualität eher 5mal gesichert habe. Jetzt wo die Platten immer größer werden, werde ich aber mehr sichern.
 
Ab und zu mal Datenpflege zu betreiben schadet sicher nicht. Für mich ist die Sache mit den Backup ganz einfach. Wenn ich weiß, dass meine Wohnung abfackeln kann und ich keine wichtigen Sachen verliere, dann habe ich alles richtig gemacht.
 


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