"fetter" klang

Dieses Thema im Forum "Sound / Tutorials" wurde erstellt von inVrs, 29. März 2006.

  1. inVrs

    inVrs -

    hallo zusammen,

    war mir nicht ganz sicher, wo ich diese frage posten soll, habs mal heir rein gestellt, hoffe mir kann jemand helfen :)

    also folgendes: ich bin nciht mehr wirklich mit dem klang meiner tracks zufrieden. zwar bekomme ich imemr wieder komplimente, aber man genügt sich ja nur selbst ;-)

    bisher arbeite ich ungefähr so:
    das grobe layout (drums programmieren, samples addieren) mache ich der einfachheit halber mit FLStudio.
    Die Drumsounds werden mit dem PSP VintageWarmer ein wenig "angefettet".

    -Dazu gleich die erste frage: Jeder Software Kompressor den ich bisher verwendet habe, klingt mir entweder nicht fett genug oder unauthentisch bzw "kalt". nun überlege ich mir, eine hardware variante zuzulegen. meinung bzw kauftipps?

    Nach FLS gehts ins Cubase. Hier wird dann arrangiert, Synthiespuren aufgenommen etc.
    Der fertige Track kommt dann noch ins t-racks, was mir aber auch eher so als notlösung erscheint. hardware alternativen?

    kommt der track raus, wird er meißt bei calyx nochmal gemastert, was einen recht großen unterschied ausmacht. ist der track aber vorher schon schlecht abgemischt, hilft das wenig.

    also zusammenfassend nochmal:

    -Wie kann ich einen generell "fetteren, wärmeren" sound bekommen?
    dazu programmier/kaufempfehlungen.
    wenn ich einen hardware comp kaufe, wie kann ich mit ihm cubase ansteuern bzw umgekehrt?
    -Wie kann ich dazu noch einen klareren klang hinbekommen?
    ich arbeite mit 16bit, soundblaster live platinum (erbärmlich).
    nützt schon eine bessere soundkarte etwas?
    -Wie kann ich dazu noch den größtmöglichen peak lautstärke ohne übersteuerung erreichen?
    -manche elemente der tracks hören sich im mix sehr leise an, trotzdem verursachen sie eine relativ hohe pegeländerung. was tun?
    equalizer ist bei mir der waves q10.

    vielen dank schonmal im voraus. wenn sich manches sehr laienhaft anhört, tuts mir selbstverständlich leid. ich war schon immer jemand, der sich lieber hinter neue tracks setzt, als an den technischen details zu feilen. fürs album hät ich aber jetzt gern keine kompromisse mehr.

    ach und noch was:

    ich ziehe bald in neue wohnung, in der ich wohl ein bisschen leiser sein muss. momentan arbeite ich mit den genelec 1030a. gibts denn überhaupt die möglichkeit, mit kopfhörern einen monitorähnlichen klang zu bekommen? wenn ja, welche?
     
  2. Wenn du deine Tracks eh zum mastern weg gibst würde ich die bearbeitung mit dem T-Racks weglassen. Zum Mastern am besten nen 0db Mixdown abgeben wo noch kein Summenlimiter oder Kompressor drauf ist. Das können die Masterjungs viel besser.

    Benuzt du viel Plugins von Waves?
    Die haben von Haus aus einen sehr digitalen Klang. Versuch mal andere Eq´s .
     
  3. dest4b

    dest4b aktiviert

    also ich wohn in nem altbau mitten in der innenstadt im 2ten OG und hab die Gennies 1029 und zumindest über die Genelecs hat sich noch keiner beschwehrt. :twisted:
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hi!

    Ich kann nicht beurteilen, wie erfahren Du im Musikmachen und Mischen bist, deswegen mal ein paar generelle Tipps, vielleicht erzähle ich dir da auch nur wenig neues... ;-)

    Nur wenn du externes Equipment wie z.B. einen Hardwarekompressor einbinden möchtest, würde ich als erstes über eine neue Soundkarte nachdenken...dann nutzt eine andere Soundkarte am meisten. Wenn du alles intern zusammenführst, wird eine Soundkarte am Klang nichts ändern, da du diese beim digitalen bouncen umgehst. Es kann dir aber trotzdem etwas bringen, weil du Details beim Abhören natürlich besser raushören kannst und dich beim hören evtl. wohler fühlst.

    Zum Thema größtmöglichen Peak: Beim Arrangieren und Auswählen der Sounds solltest du darauf achten, dass sich möglichst wenig Frequenzen zu sehr überlagern. Dazu zählt auch schon das musikalisch und arrangementtechnisch sinnvolle Auswählen der Notenbereiche jedes Sounds. Erst dann sollte man mit EQs und ggf. Kompressoren/Limitern weiter aufräumen. (Ich schreibe das, weil das oft übersehen wird...Da werden Pads in ihrer vollen Breite verwandt, die Bassnoten des Pads brummen im ganzen Track durch, dazu kommen dann noch Synthbässe mit viel Bass UND Höhen und womöglich noch eine Leadlinie über mehrere Octaven... wenn das alles im Mix zusammenläuft, muss sich imho nicht wundern, wenn der ganze Track dann matschig klingt, schlicht weil sich alle Frequenzen überdecken...) Sinnvolles Verteilen von Sounds im Stereobild ist natürlich auch Pflicht, keine Angst auch vor extremen Pannings.
    Man kann auch sinnvolle Subgruppen bilden, in denen man Sounds zusammenfasst und dann weiter bearbeitet, z.B. Drums und/oderBässe, alle percussiven SynthSequenzen, Pads + Chords usw. jeweils auf einen Stereobuss und mit EQs usw. bearbeiten. Das hat den Vorteil, dass man nicht benötigte Bassfrequenzen und unnötiges "mulmen" oder dröhnen auf manchen subgruppen unproblematischer wegfiltern kann, ohne z.B. den Bassbereich der Drums zu zerstören.
    So erreicht man beim Zusammenmischen der Subgruppen auch einen höheren Gesamtpegel, da sich grade überlagernde Bassfrequenzen in höheren Peaks bemerkbar machen. Übrigens den Bassbereich der Effekte nicht vergessen, hier hat es auch oft unnötige Peaks (zB. bei Delays und Modulationseffekten).

    Wie gesagt, viele "platte" Tipps zwar, aber vielleicht hilft`s... :)
     
  5. inVrs

    inVrs -

    vielen dank hosh.

    zum großteil arbeite ich aber bereits so. trotzdem klingts nicht gut genug.
    :sad:
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Tja, vielleicht biste reif für Analog-Synthis. ;-)
     
  7. inVrs

    inVrs -

    hab ich doch auch schon, werter sonicwarrior.

    MS10, Poly61, Matrix6,Sixtrak, Juno, Moog Mg-1..

    + DX7, Microkorg
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das mit den externen Synths hatte ich so nicht verstanden...dann würde ich tatsächlich zuerst eine gute Audiokarte in Betracht ziehen, vielleicht erledigt sich dann schon ein Teil der Probleme mit dem Klang. 24bit Aufnahme ist auch zu empfehlen...

    Achso...Kopfhörer als Monitorersatz gibt es imho keine, höchstens als Ergänzung. Allein der Stereoeindruck ist viel intensiver... Darüberhinaus ist die Verteilung der Obertöne beim Hören über Kopfhörer anders als mit Monitoren, d.h. man nimmt sie anders wahr.
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    Bisher kam das irgendwie so rüber, als ob Du alles per Software machst. :cool:
     
  10. Alex

    Alex -

    Die zwei Snippets, die ich von Dir gehört habe, fand ich zumindest musikalisch klasse... Sound kann ich nichts mehr sagen ;-)

    Mangels Erfahrung kann ich da nichts spezielles sagen, außer das ein Behringer Eurocomp nichts taugt ;-) Man hört immer wieder lobendes über den RNC, dazu gab's auch im Forum hier einige Threads. Einfach mal suchen...

    Wenn Deine Tracks von der Arrangement-Seite her zumindest die Möglichkeit bieten, fett zu klingen, würde ich mir auch überlegen, ob nicht eine Bandmaschine her muß - einfacher und günstiger bekommt man so schöne Sättigung wohl nicht. Jetzt werden wieder Dutzende von Leuten widersprechen und besseres Sounddesign empfehlen, aber so haben wir wenigstens beide Seiten mal angesprochen ;-)

    Hm. Hättest Du nicht eh schon auf Dein Equipment verwiesen, hätte ich jetzt auch einfach was von besseren Klangerzeugern geschrieben... Mein Virus klingt nie fett, mein Evolver schon...

    Ansonsten: Bei Bässen kannste probieren, einfach noch nen Sinus auf dem Grundton hinzuzunehmen.

    "Breitmacher" wie Chorus und Phaser sind erlaubt... Zum Beispiel Electro Harmonix Small Clone oder ähnliches.

    Dann rate ich dazu, sehr sehr sorgältig die Sounds zu schrauben... Einfach darauf achten, dass zum Beispiel die Filterhüllkurve nicht zu weit aufmacht. Dass Du nicht zuviel Resonanz benutzst. Und so weiter ud so fort...

    Beim Mischen bin ich ein Freund von Filterung. Wenn meine Snare-Drum die unteren Mitten und Bässe nicht braucht, kommen die radikal per High-Pass weg. So bekommt man einen Mix etwas aufgeräumter.

    Wahrscheinlich nicht riesig viel... Ein besserer Klangerzeuger dürfte einen größeren Unterschied machen.

    Kompression, eventuell mit nem Limiter dahinter. Oder wirklich mal überlegen, ob Bandsättigung von ner Bandmaschine was für Dich ist...

    Kompression, ganz klar... Einfach das Material verdichten.

    Beim Mischen Subgroups benutzen. Eventuell alle Drums auf eine Subgroup und zusammen bearbeiten...

    Mein Brainstorming hier ist auch alles Halbwissen :D

    Monitor-ähnlich sind Kopfhörer nie - das Stereobild ist immer anders. Aber so in Sachen Klang: AKG K 271 Studio sind super.

    Grüße, A
     
  11. HPL

    HPL -

    Hee maann

    Deine Tracks sind doch eh immer fett wie sau find ich. hab ja ein paar vinyl von dir/euch da rumstehen. Aber klar mehr will man immer.

    Ich würde nie und nimmer auf meine analogfilter zb verzichten wollen. mitn rechner krieg ich da nie so hin. Ich denke aber auch eher das mal ne vernünftige audiokarte ins haus sollte zum recorden. das neue kleine fireface ist sicher mal nen blick wert.

    Zum Calyx mastern. was verlangen die dort? Mastern ja sehr viel elektronisches zeug dort.
     
  12. inVrs

    inVrs -

    hpl :lollo:

    ja, fett wie sau, hmm, ja,ja. ok. aber nicht fett bzw schön genug vom klang insgesamt .. zumindest meiner meinung nach.

    calyx will so weit ich weiß 100E + Mwst pro Track, bin mir aber nicht 100% sicher.

    ps : kommst du ins flex am 24. ?
     
  13. HPL

    HPL -

    ich habs schon vor. war eh schon viel zu lang nimmer im dub club. außerdem mag ich das zeug das du auflegst. war auch zufällig damals in linz bei der parov stellar releaseparty. hat mir sehr gut gefallen.
     
  14. Dimi

    Dimi -

    Also Audioaufnahmen würde ich in 24Bit mit 44,1kHz machen, allein schon
    wegen dem Rauschabstand... Wenn Du das Material zum Mastern weitergibst
    sollte der Mixdown bei ca. -3b angesiedelt sein. Die Jungs beim Mastern brauchen ja auch noch ein wenig Headroom ;-)
     

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