filterboxen? alternative zu shermann?

Dieses Thema im Forum "Analog" wurde erstellt von ion, 18. Juli 2008.

  1. ion

    ion Tach

    also ich habe mir ja jetzt bereits einen moog mf-101 geordert, evtl. war das etwas voreilig.... wenn ich mir die möglichkeiten der shermann mal im vergleich ansehe..

    allerdings.. liest man ja überall schermann=rau,dreckig kratzig..... das ist absolut garnicht was ich will.... ich habe mit röhrengeräten und tape allemal genug sättigung.... ist die schermann so eine "drecksschleuder" das die aus fast allem ein gekreische macht?...dann ist das nix für mich

    also ich möchte halt (hoffe das istauch im vergl. zu nem analog synth nicht alzu dumm) eine analoge kette in der jetzt vor allem zu bass zwecken auch der mf-101 sitzen wird aufbauen, mit der DAW signale getweaked werden sollen.... ich habe jetzt halt überlegt ob nicht versch. synth eigenschaften wie ENV /ADSR durchaus in analoger HW auftauchen sollten, statt der kontakt eigenen modulations-möglichkeiten.....
    macht das sinn?

    die shermann wiederum, reizt mich eher für melodisches, um zb strings oder pianos in eine andere welt zu rücken... aber kein bock auf gekratze.

    gibt es für mich was empfehlenswerteres?

    vllt ein weiteres moogerfooger modul?

    bin ich nur leider preislich auch schon zusammen bei nem juno oder mehreren jx-3p..... daher bin ich nicht sicher ob das sinvoll ist





    und was ist die moogerfooger freqbox denn eigtl. für nen teil... kann ich damit wellenormen erzeugen..zb sinus oder tri und die quasi als ausgangssignal für den low passfilter zu nehmen und quasi ja damit schon einen kleinen synth zu haben?

    achso und irgendwie wird das ding ja nicht durch midi gespielt sondern von den audio inputs getriggert... wie kann ich mir das vorstellen? spielt der osc. dann zb die gleche melodie und tonhöhe die er vom audio input bekommt?
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Also zur Freqbox...
    Das Gerät ist im Prinzip ein analoger oscillator mit Sync und FM, der zwar keinen Sinus kann, dafür aber überblendbar ist von Dreieck über Sägezahn zu Rechteck und Pulse. damit sind auch Mischwellenformen möglich. Besonders Sägezahnrechtecke klingen sehr lebendig und cool.Die Freqbox, wie auch den MF Lowpass filter steuert man über die Klinkenbuchsen mit Steuerspannungen ( CV´s ). das ist kein audio, sondern die form der Steuerung, bevor es Midi gab. Mit Feqbox und Filter hast du noch keinen Synth, dafür brauchst du noch ein ADSR und einen VCA ( Verstärker ), die beide mit Steuerspannungen arbeiten. Es gibt Midi-CV Interfaces, die ermöglichen würden, dieses Equipment auch über Midi steuerbar zu machen.Vielleicht solltest du dir bezüglich des filters ein kleines Modularsystem zuzulegen.Da kannst du zum einen den Moogerfooger lowpass mit steuern, zum anderen hast du die Möglichkeit dir selber eine Auswahl an Filtern zusammenzustellen, die nicht so böse klingen.Allerdings wird das nicht billiger als ne Sherman, zumal du in jedem fall ein Midi-CV Interface brauchst, was die Sherman ja quasi schon eingebaut hat.Das gilt natürlich nur, wenn du nicht auf Midi verzichten willst, was ich glaube aus deinem Post herausgelesen zu haben.
     
  3. ion

    ion Tach

    hi
    aber einer beschreibung der freqbox habe ich entnommen, das halt kein audio signal durch eine bearbeitung wandert, sondern den osc. steuert oder so ähnlich..... geht die freqbox also NUR über CV ?

    hmmm mit böse meinst du den lowpass von moog? ups, hoffe ich habe mir da nicht das falsche geholt, brauche das ding eigtl. für weiche warme low-end geschichten.... nicht für böses gequeeke :)



    hmmm ja die sherman hat halt auh schon adsr und so an board, wenn ich mir sowas wie einen synth zusammen stellen würde, fehlt da allerdings natürlich noch der osc.

    wobei ich auch nicht weiß ob dieses ganze unterfangen sinnig ist.
    worin besteht denn der grosse unterschied in soft ADSR etc und analog ADSR?
    also soft in dem falle kontakt.

    habe halt doch schon ne ganze menge an synth samples, die auch schon viele bereiche von dem was ich von nem synth will abdecken würden.... allerdings natürlich ohne den genialen selbst-schraub faktor..... für meine bass wünsche wird das reichen denke ich.... habe mal meine reserven durch gehört und habe doch ganz nette subbass samples..auch vom juno
    die würden dann halt noch durch den MF101 + evtl. nen envelope filter gehen.

    aber wenn ich jetzt von meinen synth-string oder flute oder brass samples
    ausgehend stärkere veränderungen vornehmen will, würde dann analoges für ADSR & co viele vorteile gegenüber soft bringen?
    oder ist das im endefekt eh quatsch, da es schon quasi fertige signale (samples) sind und sehr wenig modulations chancen im vgl. zum synth-schrauben bieten?
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Zuerstmal: nein , der MF101 ist ganz bestimmt nicht böse. Ist denk ich ne sehr gute Wahl, wenns schön cremig und Smooth sein soll.
    Bei der Freqbox hast du nen Audioeingang. zu dem eingangssignal syncronisiert sixch der interne Oscillator und außerdem dient das eingangssignal als Modulationsquelle um den Internenoscillator frequenczzumodulieren.
    Die einzelnen Parameter wie Intensität der FM, Mix, die frequenz des Internen Oscillators und die Intensität des internen Hüllkurvenverfolgers stezert man aber über CV. Zudem hat die Freqbox auch cv ausgänge, mit denen du das reine Oscillatorsignal und die Hüllkurve des eingangssignals abgreifen kannst. Man kann sie daher als reinen und sehr guten oscillator verwenden, wenn man die Frequenz über CV steuert und das reine Oscillatorsignal abgreift.
    Analoge hüllkurven haben gegenüber software den Vorteil, dass sie meist schneller also knackiger sind und zudem eben eine Steuerspannung ausgeben, mit der du zeitliche Verläufe von anderem analogem Equipment steuern kannst, wie zum beispiel eben die Cutoff frequenz beim MF 101 oder die Frequenz bei der Freqbox. Das ist mit Softwarehüllkurven nicht möglich, da ich nicht wüsste, wie die Steuerspannungen ausgeben sollten.
    Irgendwo gibts hier auf der Homepage vom Moogulator ne gute einführung zu analogen Steuerspannungen und Gate/Triggersignalen. die solltest du dir vielleicht mal zu gemüte führen, danach dürfte einiges klarer sein.
    fakt ist jedenfalls, dass der MF 101 genau wie auch die Freqbox wirklich interessant werden, wenn man sie über steuerspannungen steuert bzw moduliert.
    Die Sherman bietet halt beides, sie lässt sich über Midi und Steuerspannungen steuern und gibt auch beides aus. Eine wirkliche Alternative mit diesen Features mit smootherem Klang und Midi fällt mir nicht ein außer eben einem Modularsystem mit anständigem MIDI/CV interface.
     
  5. ion

    ion Tach

    sehr informativ, danke
    allerdings fehlen mir tatsächlich die grundlagen... ich weiß nicht wirklich wie ich mit cv arbeiten sollte...und mir erscheint das zu kompliziert

    wenn man die gannten parameter wirklich nur über CV steuern kann, ists für mich wohl eher ungünstig...

    aber die ganzen parameter sind doch eigtl. an der oberfläche abgreifbar!?
    wie zb FM intensität... wozu müsste ich das extern steuern???

    du schreibst aber das audiosignal MISCHT sich mit dem internen OSC und der passt sich (sync) and das audiosignal an!?

    d.h. ohne CV würde nur das gehen und mit CV würde man den OSC alleine ansteuern können?
    so in etwa?
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Sorry, wenn ich mich falsch ausgedrückt habe.Natürlich kannst du alle Parameter auch per Hand direkt am Poti verändern. Nur wenn du halt was automatisieren willst, dann brauchst du halt CV statt Midi.
    Generell wollt ich aber noch sagen, dass die Freqbox höchstwarscheinlich kein Gerät ist was du suchst, weil es definitiv für böse, aggressive Klänge gemacht wurde und auch genau das kann. Wenn du dir nen Minisynth aus Moogerfoogern zusammenstellen willst, dann vielleicht, aber als effektgerät ist sie dir nwahrscheinlich zu brachial.
     

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