GEM S3 - Problem mit Disketten

Dieses Thema im Forum "Digital" wurde erstellt von quanty37, 18. Juni 2012.

  1. quanty37

    quanty37 Tach

    Ich habe vor kurzem eine GEM S3 erstanden und plane sie auch hauptsächlich als Masterkeyboard einzusetzen. Nichtsdestotrotz wollte ich gerne mal ein paar der Sounds/Samples ausprobieren, die man so im Internet finden kann. Ein fest eingebautes Diskettenlaufwerk hab ich noch, Disketten auch. Jedoch gelingt es mir nicht die Samples auf die Disketten zu laden. Die Disketten habe ich in der GEM S3 formatiert im entsprechenden exotischen Format. Da die Samples im .td0 Format vorliegen und Teledisk nicht unter Win7 64bit läuft habe ich es in Virtualbox sowohl mit Win98 als auch mit DOS 6.22 versucht Samples auf Disketten zu spielen, bin aber stets gescheitert.

    Meine Frage an die hier im Forum, die die GEM S2 oder S3 noch nutzen bzw. genutzt haben: Wie habt ihr neue Samples auf die Kiste bekommen? Nicht dass ich das Teil wirklich regulär und dauerhaft vorhabe zur Klangerzeugung zu nutzen, aber ich würde doch gerne mal austesten was es so kann und fände es äußerst unbefriedigend an PC Problemen zu scheitern.
     
  2. Erstmal: Glückwunsch zum Gerät mit der besten Synth-Tastatur weit und breit:)

    Hast Du nur eine normale S3 oder die Turboversion?

    Bei der Turbo ist der Sampletranslator eingebaut und erweitert, bei der Standard dagegen muß man ihn als Nutzerprogramm nachladen. Der Sampletransator liest auch Atari und Akai-Disketten, solltest Du ein Handbuch zum Gerät haben, so steht das da auch drin.

    Die S2/S3 haben zwar ein DOS-Laufwerk, aber mit 1,6 statt 1,4 MB, das kann kein normaler PC oder Mac lesen. Im Netz gibt's irgendwo eine Software GEMUTIL.EXE für DOS, die so einem Transfer beherrscht.

    Du kannst auch Samples per MIDI Sample Dump Standard reinladen, zB mit der kostenlosen Software von Clavia, die C6 oder so ähnlich heißt, da bekommst aber graue Haare dabei.

    Nimm eine normale HD-Diskette im PC-Format, Speicher da Samples drauf und gehe über den Sample Translator. Solltest Du wirklich die Standardversion haben und keine Diskette mit diesem Programm, so sollte sich das im Netz finden lassen, entweder auf der Turbopage oder bei Synthmania.

    Wenn Du hier mal bissl suchst, wirst Du ein paar Threads zur S3 finden, in denen ich auch was geschrieben habe, da sind auch Links dabei.

    Du brauchst unter XP aber einen Treiber, der das direkte Zugreifen auf das Diskettenlaufwerk ermöglicht, ist irgendwo beim HxC-Emulator beschrieben und hab ich auch schonmal erwähnt. Das geht aber nur mit echten Floppydrives, nicht mit den USB-Kisten!

    Eins kann ich Dir sagen: die Standardversion ist als Masterkeyboard hervorragend, denn Du kannst Deine Setups auf einer Diskette speichern und bei jedem Start werden sie dann geladen. Ist aber nervig, dauert. Wenn man die interne Klangerzeugung nutzen will, ist die Turboversion Pflicht. Alleine schon deshalb, weil da eine RAMDISK reingeht, siehe letzter Thread zu S3 und Thema Speichern, da hab ich das ausführlich beschrieben.
     
  3. quanty37

    quanty37 Tach

    Zunächst mal - ich habe die Standardversion, nicht Turbo. Ist eigentlich auch nicht wirklich schimm, weil ich das Teil nur zu Hause und wie schon geschrieben eigentlich im wesentlichen als Masterkeyboard einsetzen möchte.
    Das Programm GEMUTIL.EXE konnte ich nicht finden im Netz, den Sample Translator von der Turpopage aber schon. Jedoch liegt auch der als .td0 File vor und offensichtlich funktioniert Teledisk bei mir nicht. Vielleicht setze ich die Tage nochmal einen alten Rechner direkt mit älterem Windows auf anstatt es aus der Virtualbox heraus zu probieren, da kommt Teledisk offensichtlich nicht mit dem Floppycontroller klar. Unter Win7 64bit kann man ja sowas überhaupt nicht mehr machen, daher hab ich in der Virtualbox direkt Betriebssysteme ausprobiert, wo noch ohne weiteres von DOS-Programmen direkt auf das Diskettenlaufwerk zugegriffen werden kann. Der Treiberbedarf dafür fällt somit immerhin weg.
     
  4. Ach, jetzt seh ich's ja erst: hast also doch noch eine ergattert, prima :) hoffentlich hat die keinen Akku drinnen.

    Wie gesagt: altes Windows mit DOS-Unterbau und ein echter Floppycontroller sollten gehen, es müßte aber auch neuere Programme geben, die Teledisk-Format lesen können. Das GEMUTIL hab ich glaubich mal von jemandem per Mail bekommen, kann ich Dir aber gerne zukommen lassen, aber selbst nie probiert.

    Sobald Du Dir spezielle Performances für Masterkeyboard-Sets baust, brauchst Du eine Autoload-Diskette.

    Tip: um die Ladezeiten zu verkürzen, lösche über Utility-Modus alle Performances, die Du nicht brauchst, denn es gehen immer nur komplette Bänke zu Laden/speichern. Ich hatte nur die ersten 3 Performances belegt und diese als Save All abgespeichert, zwar auf der RAMDIsk, aber das Prinzip ist ja das Gleiche. Samples für Performances von Diskette laden macht keine Laune. BTW: der HxC-Floppyemulator sollte in diesem Geräten durch das normale PC-Laufwerk funktionierten, so jedenfalls die Auskunft des Entwickelers. Hab meine ja nimmer, sonst wäre da jetzt so ein Dings drin :)
     
  5. quanty37

    quanty37 Tach

    Nein, einen Akku hat die zum Glück nicht drin sondern wohl von anfang an eine Batterie verbaut. In einen Floppyemulator werde ich glaube ich zumindest vorerst nicht investieren, der kostet ja halb so viel wie ich für das Teil selber bezahlt habe, da ist die Relation nicht gegeben so lange ich nicht irgendwann wirklich viel damit mache.
     
  6. Dann hast Du offenbar ein neueres Exemplar erwischt, und zu einem guten Preis.

    Probier das mal mit dem Löschen der Programs, das kürzt wirklich den Startvorgang sehr ab.
     

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