Gründe für Renoise?

Dieses Thema im Forum "DAW, Softsequencer" wurde erstellt von Sinusoid, 15. Januar 2016.

  1. Was sind die Gründe für euch Renoise zu nutzen?
     
  2. j[b++]

    j[b++] Blub

    - Die tighte MIDI-Clock bzw. Synchronisation von internen und externen Klangerzeugern
    - Das ich ohne den Sequenzer zu stoppen perfekt synchrone Audio-Loops aufzeichnen und direkt in meinen Jam mit einbauen kann
    -Die Phrasen
    - Die Modifikatoren, die ich per Step bei der Wiedergabe eines Samples auf eben dieses anwenden kann
    - Der Preis
     
  3. glider

    glider .

    + Plattformubabhängigkeit
    + Workflow
    + Klang
    + Preis/Leistung

    Die Einfachheit, nach kurzer Einarbeitung war es für mich einiges an Ideen auszuprobieren deutlicher einfacher, als mit anderen Anwendungen, die Ergebnisse waren vom Klang gut.
    Also man kann auch nur darin sehr kreativ sein, sich Drumsounds zeichnen oder Sounds editieren, die internen Effekte, sowie Plug-Ins (unterstüzt einige Formate) verwenden, kann das ganze dann schön in (farblich/beschrifteten) Blöcken arrangieren und bouncen/renderen.

    Mir fehlte etwas an dem ganzen Virtuellen, daher nutze ich allgemein eine DAW oder ähnl. nur noch sehr selten,
    allerdings erstelle ich hin und wieder mal ein paar Loops mit Renoise, Modulationen pro Step,
    z.B: Ticks-Repeat, etc. kann wirklich Spaß haben. Auch die modularen Möglichkeiten über Metamodule und Signal-Follower fande ich einzigartig.
    Wenn auch nicht immer brauchbar ;-)
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das ist mir bis heute komplett entgangen! Nachdem ich das mal ausprobiert hab, ist mir dann aufgefallen, dass man sogar die Aufnahme während des Abspielens editieren kann, um aus einem halb gelungenem Take dann doch noch ein ordentliches Ergebnis raus zu holen.

    Zu laut ins Mikro gesprochen, das Timing war nicht hundert prozentig korrekt, aber da man ja supereinfach winzigste Teile raus schneiden und anders wo wieder einfügen kann, sowie Knackser mit Fadeout und -in vermeiden kann, ist das echt ein gutes Powertool geworden.

    Das Editieren funktioniert dann auch deutlich besser, als mit Audacity. Werde ich jetzt öfter mal einsetzen.
     
  5. klangsulfat

    klangsulfat Gut druff

    Hab mir mal aufgrund eurer Begeisterung die Demo runtergeladen und ein paar Einsteigertutorials angeschaut ... ist sehr spannend, weil es mal was völlig anderes ist und es viel zu entdecken gibt. Ich fürchte aber, man braucht 1-2 Jahre Erfahrung und viel Insiderwissen, um die Software einigermaßen in Griff zu bekommen. Weiß nicht, ob ich mir das in meinem Alter noch antun soll :opa:
    Beeindruckend ist auch, wie gering die CPU-Auslastung bei den Demosongs ist. Ich glaube mit nem kleinen 11" MacBook Air, Renoise und einer Handvoll ausgewählter Plug-ins kann man richtig was reißen. Habt ihr ein paar Tipps für ein paar gelungene weiterführende Tutorials (am besten solche, wo nicht pausenlos gelabert, sondern auch mal was gezeigt und vorgespielt wird :selfhammer:)?
     
  6. glider

    glider .

    Also die offiziellen Tutorials sind etwas langatmig ( https://youtu.be/pL_whEd-EnU?list=PLB7o ... Vfhaa76YkW ),
    aber der Weg, erst mal ein Demosong laden, abspielen und analysieren hilft aber für einen groben Überblick.

    Ich würde anfangen einfach Samples auszuwählen und dieses z.B. über die Tastaur (Buchstaben sind Noten und Shift ist Note-Off) in einen Track setzen.
    Unten kann man dann für einen Track native Effekte einfügen und schon hat man eine solide Basis.

    Billie Jean in Renoise in 5 Minuten (schon älteres Video, Slicen geht auch einfacher)
    https://youtu.be/AFIOg5Tx4uI
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich würde eher den Weg des offiziellen Wikis vorschlagen, sobald erst mal die grundsätzliche Orientierung im Programm da ist:

    http://tutorials.renoise.com/wiki/Main_Page


    Generell wichtig ist vor allem das hier:

    0% — 00
    10% — 1A
    20% — 33
    30% — 4D
    40% — 66
    50% — 80
    60% — 99
    70% — B2
    80% — CC
    90% — E5
    100% — FF

    Am besten einen Spickzettel machen, weil die Hexadezimalschreibweise im Patterneditor manchmal echt ein Fallstrick sein kann.
     
  8. poke53281

    poke53281 ...

    soundtracked feeling, linux kompatibilität, anders sein WOLLEN als der liver/steinberger/…
     
  9. klangsulfat

    klangsulfat Gut druff

    Ich habe mir einen Ausdruck mit Shortcuts neben die Tastatur gelegt. Ohne den geht hier gar nix :D Aber ich muss sagen, dass man das Trackerkonzept überraschend schnell verinnerlicht hat. Am meisten Schwierigkeiten habe ich mit dem Timingraster. Ich muss viel zu lange nachdenken, wo die nächste Notenposition sein soll. Wenn man 25 Jahre lang Pianorolle gewöhnt ist, ist das eine echte Herausforderung :selfhammer:
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    Es ist ein Tracker, der auf jeder Plattform läuft und auch von einem Stick überall bootbar ist. Punkt

    in Preiswert
     
  11. glider

    glider .

    Apropos, das Renoise Format "XRNS" ist auch von Menschen "lesbar", also ein Zip-Archiv mit XML.
    Dafür gibt es dann auch Tools ( http://forum.renoise.com/index.php?/for ... ats-tools/ ) , z.B. um Songs zu mergen:
    - https://github.com/connerbw/xrns-php/

    Tools die z.B. Songs generieren und vieles mehr wurden besser oder teilweise erst möglich durch die Renoise LUA-API (Schnittstelle für Entwickler um auf alles mögliche zuzugreifen),
    Tools sind einfach zu installierende Add-Ons (wie z.B. Arpeggiator, Instrumente etc.) :
    http://www.renoise.com/tools
     
  12. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hilfreich könnten da die Tasten F9, F10 , F11 und F12 sein. Mit denen kann man nämlich an den Anfang eines Pattern-Viertels springen. Also F9 springt ganz nach oben, F10 an den Anfang des zweiten Viertels, F11 an den Anfang des dritten Viertels und F12 an den Anfang des vierten Viertels.

    Außerdem hilft einem auch noch der Editstep weiter: http://tutorials.renoise.com/wiki/Patte ... trol_Panel

    [​IMG]
    Das ist das zweite Textfeld mit der helleren 1. Macht man im Pattern Editor dann eine Eingabe, dann springt man sofort die vorher eingestellte Zahl an Steps nach unten. Bei der Einstellung wie im Bild springt man also nur einen Schritt weiter, aber sinnvoll sind zum Beispiel 2, 4, 8, 16, 32 (für Rhythmisches) oder auch 3, 5 oder 7 (für Grooviges) Schritte. Beschreibung dieses Labes s.o. Ein Editstep von "0" kann übrigens sinvoll sein, wenn man während des laufenden Patterns eine Note ändern will, ohne wild herum zu springen.

    Dabei kann auch noch hilfreich sein, dass man einen kleineren Teil des Patterns loopen kann, indem man dies mit der Enter-Taste am NUMMERNBLOCK, (nicht die große Enter-Taste!!!) ein- und ausschaltet.

    Coole GUI-Tipps in diesem Zusammenhang, die immer funktionieren, wenn neben dem Mauszeiger der Doppel-Oben/Unten-Pfeil erscheint:
    1. Außerdem kann man mit einem RECHTSKLICK auf die entsprechende Pfeiltaste neben einer Nummer auch eine größere Änderung von üblicherweise zehn Zählern machen.
    2. Drauf klicken, gedrückt halten und die Maus nach oben/unten ziehen funktioniert übrigens auch.
    3. Dieser Wert lässt sich auch mit dem Mausrad editieren, indem man einfach nur den Mauszeiger über die Zahl zieht und das Rad dreht.

    Sonst noch interessant beim Nummernblock:
    1. Mit den Zahlentasten kann man direkt die Instrumente 1 bis 9 anwählen.
    2. Mit der Taste "0" ruft man die Instrument-Eigenschaften auf. Bei einem VSTi zum Beispiel dessen GUI!
    3. Mit + und - kann man auch einfach die Instrumentenliste durchwandern.
    4. / (Oktave runter) und * (Oktave hoch) ändern die Eingabe-Oktave, was man aber NIRGENDWO angezeigt bekommt; das muss man wissen oder durch Noteneingabe ausprobieren.

    Mit der Maus kann man im Pattereditor auch allerhand Drag- und Drop-Aktionen durchführen und mittlerweile (neu seit 3.1!) sogar Teilspalten einer Spur in eine andere ziehen. Einfach ausprobieren. Tipp: Teile des Patterns mal markieren und dann mit Rechtsklick die Optionen anschauen. Ist echt ne Menge an Möglichkeiten, die da drin steckt!