Guter EQ - schlechter EQ

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von 7f_ff, 9. Juli 2010.

  1. 7f_ff

    7f_ff aktiviert

    Hallo Freunde.

    Mich würde mal interessieren, nach welchen Kriterien man gehen sollte, wenn man sich
    einen Equalizer ins Studio holen möchte? Ich ziele hierbei eher auf die analoge Hardwarevarianten ab.
    Banal könnte ich fragen, warum sollte ich nicht einen Behringer-EQ (egal ob grafisch, oder parametrisch)
    z.B. einem Klark Technik vorziehen, wenn der Preis nicht im Vordergrund stehen würde?
    Warum unterscheiden die sich EQ's scheinbar so "dermaßen" (auch preislich) voneinander?
    Von den "allgemeinen Frequenzgängen her" sind die bei gleicher Bänderanzahl ja eher "identlisch".
    Was macht für euch einen guten EQ aus? Gibt's da sowas wie eine "Faustregel"?
    Kann ich einen EQ bzgl. Qualität irgendwie auf den "Prüfstand" stellen?

    Noch eine allgemeine Frage:
    Wie weit hängt das Anwendungsgebiet von der Benutzung eines grafischen EQ's zu einem Parametrischen ab?
    Was ich so grob bisher gelesen habe ist, das parametrische EQ's eher für die "kreative Formung" bei Instrumenten
    mit ins Spiel kommen, und Grafische eher zum Entzerren von Störfrequenzen(z.B. Raumbeschallung, oder aus dem Mix?)
    verwendet werden...

    Ich habe mich noch nicht so auf diesem Gebiet beschäftigt, daher würde ich gern Meinungen,
    Fachwissen und Tipps zu dem Thema lesen.


    Grüße

    P.s. Ich habe keinen Fred mit diesem Thema gefunden, falls doch ein Ähnlicher existiert,
    einfach mal freundlich drauf hinweisen ;-)
     
  2. Ich kann mir recht gut vorstellen, dass die "günstigen" Fabrikate keine hochwertigen Bauteile
    wie z.B. extra ausgemessene Kondensatoren verbauen und man daher davon ausgehen
    kann, dass man sich mehr Phasenprobleme ins Boot holt.
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ein guter EQ sollte erst dann hörbar sein, wenn man ihn auf Bypass stellt. Schlechte EQs haben diverse ungewollte Nebeneffekte auf den Klang - zB: Höhen werden harsch, Bassbereich wird pappig oder übertrieben dröhnig, einzelne Frequenzbereiche werden nerviger, unpräzise beim Absenken von Frequenzen, Verzerrungen in den Bändern, Eigenrauschen, etc ...
     
  4. kl~ak

    kl~ak -

    für mich gibt es zwei arten von eq

    1

    zum klang formen

    das sind eq´s die ich benutze um einen klang spektrum zuzuschieben _ also bestimmte teilbereiche anhebe

    in einem solchen fall benutzt man einen eq, der vielleicht oder eben gerade einen eigenklang hat und damit wird der eq zu einer art effektgerät, welches noch den klang verändert

    sehr gerne genommen:
    [​IMG]

    quelle:
    http://www.apiaudio.com/550b.html


    2

    geräte mit keinem oder wenig eigenklang und möglichst vielen bändern, mit denen man herrausfiltert _ störfrequenzen usw _ bei diesen eq´s senke ich meißtens nur ab und versuche das von mir als angenehm empfundene material herrauszuarbeiten


    ich bevorzuge zwei sonus peq6 _ hat 6 bänder vollparametrisch und ist modular = man kann jedes band einzeln benutzen oder 2X3 oder 6 in reihe _ wie man will

    leider habe ich im netz nichts dazu gefunden - scheint als ob ich der einzigste besitzer von soetwas bin :roll:

    und im zweifelsfall einfach mal alles anders machen :D




    grüße jaash
     
  5. Mit der Anschaffung eines analogen Externen EQ wäre ich sehr vorsichtig... Das wird so oder so eine sehr teure Angelegenheit. Beachte das dein EQ seperate LP/HP mit einstellbarer Frequenz hat und nicht die vorhandene Anzahl der Bänder reduziert. Du brauchst mindestens 4 bis 6 Bänder. Noch besser ist es wenn du den EQ auf Dual/Mono umschalten kannst, weil du dann neben den lp/hp pro Kanal z.B. ins. 8 Bänder zur Verfügung hättest...

    Ich habe den Urei 546, der alle Anforderungen erfüllt. Ich wollte mir eigentlich noch einen 2ten holen um so ein Stereosignal L/R mit 8 Bändern bearbeiten zu können. Vergiss den SPL Qure und solche Konsorten.. die haben nur pro Kanal 3 Bänder. LP/HP und dann kannste es auch gleich sein lassen, was willst du mit einem Band anstellen. Oder du müsstest dir 2 kaufen um wenigstens tatsächliche 4 Bänder pro Kanal zu haben.


    Wieder mal eine sehr lange rede mit kurzem Sinn. Kauf dir keinen Hardware Billig EQ, denn die sind alle Scheisse. Da tun es die Plugins tsd mal besser. Wenn du einen Neuen Hardware EQ haben willst der gut ist, gehts bei 2500 € erst los. Der andere Aspekt ist, das du in deiner DAW pro Kanal einfach dein EQ Plugin laden kannst bis CPU weg ist, ausserdem entfällt die Wandlung.



    Das sind so die billigen EQ, wo ich sage OK die kann man sich kaufen:

    Urei 546
    tc 2240
    orban 622 / 642
    TL AUDIO 5013 IVORY II
    klark teknik dn410
     
  6. 7f_ff

    7f_ff aktiviert

    Danke für die Antworten!

    Und genau deswegen wollte ich gern wissen, was einen "guten" ausmacht...
    Einfach meinen, alles <700€ z.B. ist Sche*sse, ist mir zu subjectiv und unbegründet.
    Wenn du ein paar Fakten hast, z.B. sowas was Noiseprofessor aufgelistet hat
    (ok, dass wäre nun ja quasi doppelt), würde mir ein wenig mehr einleuchten.


    Grüße
     
  7. Text gelöscht... :nihao:
     
  8. Es kommt IMHO immer auf den Einsatzbereich an, ein EQ soll ja eigentlich "gleichmachen" und nicht, wie heute gerne verlangt, das Klangbild mehr oder weniger radikal verändern.

    Meine TC 2240'e (Gebrauchtwert 200-300 Euro) waren sehr flexibel (+/- 24db in allen 4 Bändern !), allerdings nicht so "musikalisch" wie die eher dezenten EQ's in meinem Studer 962 Pult.
    API Equalizer (gerade auch der grafische 560'er) haben ihre typischen Einsatzquellen, von Pultec und Clones ganz zu schweigen.

    Aber auch z.B. ein Speck ASC (eher Mittelklasse) hält sich ganz gut auf dem Markt, ebenso Highend EQ's wie von Great River oder Manley.

    Günstige(re) EQ's werden höchstens für "unkritische" Aufgaben wie kleine PA-Anlagen (die nicht viel kosten dürfen) verkauft, da sieht man öfters Schrottingers, als man annehmen würde.

    Der Preis hängt fast immer vom Fertigungsland (China vs Boutique Audio), Renommee des Herstellers, angeblicher Qualität der Bauteile (da kann ich aber Geschichten erzählen :P ) etc. ab, trotzdem gibt es auf dem Markt immer wieder auch "günstigere" Teile, die sich nicht verstecken brauchen.
     

Diese Seite empfehlen