Inline Konsole mit Flip-Funktion gesucht

Dieses Thema im Forum "Studio" wurde erstellt von Rupertt, 18. Februar 2018.

  1. Rupertt

    Rupertt ...

    Hallo,

    ich brauche ein neues Mischpult, dank Alesis HD24 benötige ich ein inlinepult mit dem ich meine Aufnahmen unter Zuhilfenahme der EQ Sektion mastern kann.
    Was gibs denn da so und wieviel muss man ausgeben?

    Leider ist oft nicht zu erkennen ob die Pulte überhaupt einen tapereturn haben und man dort überhaupt flippen kann.

    Sind die 800€ hier gerechtfertigt?

    https://www.ebay.de/itm/Kaum-benutz...fff7b18f|iid:1&_trksid=p2481888.c100678.m3607
     
  2. orgo

    orgo ....

    Das Soundcraft Spirit Studio kann genau was Du willst und ist ein gutes/solides Pult. Wäre in dem Preisrahmen auch meine erste Wahl. Zum Teil wird das Modell aber auch noch günstiger angeboten.
     
  3. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Das kann man i.d.R. im Handbuch nachlesen. Solche Inline-Pulte gab es sonst noch mindestens von Behringer (MX8000/MX9000 und SX4882), Mackie 8 Bus Series 24/8/2 oder auch Tascam M-2600.
     
  4. ID_nrebs

    ID_nrebs .....

    ich würde mir mal die Tascam M Serie angucken... In der Regel bekommt man diese Pulte recht günstig. Ein Yamaha RM800 ist auch nicht schlecht. Leider selten zu finden. Bereue den Verkauf heute noch.
     
  5. verstaerker

    verstaerker |||||||

    was genau soll diese Flipfunktion sein?
     
  6. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Bei Inline hat man z.B. 24x2 Kanäle, je für den Eingang von Mikrofon oder Instrument (A) und Tape Return (B). Beim Aufnehmen liegt A an den Hauptfadern an, und B auf den "kleinen Reglern" (Inline). Beim Mixdown kann man das tauschen, B liegt an den Hauptfadern an, und A auf den "kleinen Reglern". Das Umschalten erledig pro Kanal-Paar ein Flip-Schalter.

    Oder auch hier erklärt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Mischpult#Inline-Konsole
     
    verstaerker gefällt das.
  7. fanwander

    fanwander ||||||||||

    Hmm, schwierig zu sagen.
    Das Pult kann grundsätzlich alles, was ein InLine-Pult ausmacht, aber es ist halt alles irgendwie "dünn" ausgeführt, zB die EQs können nur partiell umgelegt werden, oder der (Mono(!)-)"Foldback-Send" ist fest pre-fader geschaltet.

    Vom Basis-Klang (Mic-Pres und EQs) ist es in Ordnung. Die EQs in den alten 800er / 1600er (Split-)pulten gefallen mir besser.
    Was den Service angeht: das sind meines Wissens schon Monsterplatinen mit 8 Kanälen pro Platine. Da mal eben ein Poti durchputzen ist nicht wirklich eine Freude... (wenn meine Annahme zum Platinenaufbau stimmt). Bei so großen Pulten will man die Kanäle als Einzelmodule.

    Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass das Teil erst wieder in den Rahmen zurückgebastelt werden muss (wenn da mal nicht ein Platinenriß durch Verwindung entsteht), dann relativiert sich der Preis.

    Die Frage, die Du für Dich beantworten musst: machst Du Musik wirklich in der Art, die ein voll Multitrack-fähiges Pult erfordert? Das wäre offengestanden immer reine echte Band-Produktionen mit viel handgespielten Instrumenten und Gesang; also Multitrack, aber oft mehr als zwei Spuren gleichzeitig in der Aufnahme mit sehr viel DropIn-Arbeit. Wenn Du eh nur maximal zwei Spuren gleichzeitig mit DropIns aufnimmst, und das Zeug häufig aus dem Sequencer kommt, dann brauchst Du kein LineIn- oder Split-Pult.
    Dann sind zwei gute Channelstrips und eine Patchbay als Zusatz zu einem "normalen" 24in2-Pult die vermutlich qualitativ hochwertigere Wahl. Für 800 Euro kriegste zwei gebrauchte Focusrite Green-Series Strips. Das ist dann schon mal eine ganz andere Qualitätsstufe als die Spirit-Serie. Ich selbst hab ja auch einen HD24 und der hängt an einem Yamaha RM2408 (eben auch ein InLine-Pult). Ich benutze das Pult aber defacto NIE in der InLine-Formation.


    Wenn es unbedingt ein InLine-Pult sein soll, dann such mal nach einem D&R-4000er (das 8000er wäre noch netter ist aber riesig). Momentan gibts eines bei CML-Studio, aber das ist definitiv zu teuer.
     
  8. Rupertt

    Rupertt ...

    ohne den ganzen EQ ist das doof.
    Ich lasse gern mal 16 Spuren gleichzeitig laufen und spiel dann an level und EQ rum, daher ist ein voller Flip schon nötig.
     
  9. fanwander

    fanwander ||||||||||

    (EDIT!) Das verstehe ich nichtDa verstehe ich nicht, wozu Du ein InLine-Pult brauchst. Bei welchem Vorgang? Bei der Aufnahme?

    Nochmals zum Verständnis: ein InLine- oder Split-Pult ist einzig und alleine dann nötig, wenn Du DropIn/DropOut machst, und im Monitor-Mix, bzw im Headphone-Mix für den Sänger/Instrumentalisten einen nahtlosen Übergang zwischen dem vor dem DropIn wiedergegebenen Tape-Signal und dem nach dem DropIn aufnehmenden Input-Signal und brauchst.

    Für alles andere genügt ein Pult mir DirectOut und einer Umschaltung zwischen LineIn und TapeIn.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Februar 2018
  10. micromoog

    micromoog Poggio delle Faine ist fein

    Also ich kenne das aus den 90ern noch so, dass wir im B-Channel immer die jeweilige aktive Spur(en bei Stereo) vom Recording abhörten, in dem Falle auch nur das was die Adats durchgeschliffen haben.

    Also A-Kanal von Summe gelöst, direkt Out in den Recorder, Recorder-Out auf B-Kanal, B-Kanal auf Konsolen Summe
    ...führen aber viele Wege nach Rom. Für unseren Zweck haben wir seltenst Subgruppen aufgenommen, da wie in den 90ern in Projektstudios üblich, nur wenige Audiospuren zur Verfügung standen und parallel immer ein MIDI-Playback realtime die Synths, Sampler und Soundmodule triggerte.
    Audio war daher fast nur Vocals, Gitarre und nicht speicherbare Monosynths.
    Der Mix erfolgte dann -auch wie oft üblich- aus dem Konzens von Adat+Realtime Midi, wobei hier natürlich die Adat-Spuren wieder dem umfangreicheren A-Channel zugewiesen wurden.

    Der Mischer war übrigens ein Tascam M-3500
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Februar 2018
  11. verstaerker

    verstaerker |||||||

    also falls sich rausstellt das doch kein Inline-Pult benötigt wird verweise ich doch sehr gern auf meine Anzeige
    AH GL2200-24 & Bluedog PSU
     
  12. das tascam kann ich zwar auf grund seiner routingmöglichkeiten empfehlen, aber die equalizer sind doch mittlerweile von den plugins eingeholt worden.ich besitze es seit fast 20 jahren.und möchte es auch nicht missen.wenn du dir so eins zulegen solltest, schau das die meterbridge mit dabei ist.das erleichtert die optische kontrolle ungemein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Februar 2018
  13. dest4b

    dest4b neu hier

    Also ich hatte genau das selbe .. gelandet bin ich erstmal bei nem sehr günstig geschossenem Behringer MX9000
    .
    Nach anfänglichen Problemchen, die aber auch jeder andere Mixer haben kann und nicht nur Behringer, wie kontakte .. kanäle freipusten..
    ( ich dachte ich höre nicht richtig :D ) aber auch das haben auch andere Hersteller.. kommt darauf an wie alt das Pult ist und wie oft es genutzt wurde. Kauf dir gleich ne flasche Tuner600 ! ;-) Ich denke selten genutzt und bissi freipusten iss besser als durchgenudelt.

    Aber soweit kann ich nix negatives über mein "neues" MX9000 berichten. Es hat viele Routing möglichkeiten 6 Aux 4 Gruppen Tape Return mit Flip bei EQ uns Aux Sends ..

    Klar anfänglich ein paar zickereien. Wohl weil das Ding nie so richtig benutzt wurde und so wie es nun angeschlossen ist mit sicherheit einige Buchsen Jungfreulich aber Oxidiert waren.

    Es ist eben schon ein paar Jahre alt. Aber mittlerweile gehts gut.

    So probleme kannste mit ner Mackie konsole auch haben.
    Und es gibt sogar hier im Forum leute die seit Jahren MX8000 oder 9000 haben und nie probleme hatten.

    Ob es nun klanglich einem Tascam das wasser reichen kann ? Keine Ahnung. Die Mackie dinger können oder werden meist auch schon recht durchgemixt sein und haben auch ihre Problemchen. Zb Flachbandkabel Kontakte.. wie auch bei allen anderen Analog Pulten.
     
  14. Rupertt

    Rupertt ...

    Ist das so ungewöhnlich was ich mache?
    Ich lasse meine 2-3 Sequencer laufen und nehme das im HD24 als einzelne Spuren auf, irgentwann möchte ich wenn ich mit dem track zufrieden bin alles direkt in Audio giesen, sonst fummelt man noch Wochenlang an dem Track rum.
    Zu dieser zeit nehme ich aber nicht immer die Stereosumme auf, so muss ich zurück zum HD24 und lasse nochmal alles, nur audio diesmal, laufen und bau mir den Stereotrack.

    Bei Pulten mit direktout ist ja das Problem das die nur einen Line Eingang haben, wenn ich jetzt den Track neu mixen will müsste ich ja den Line In komplett um stecken und die Ausgänge des HD24 dort anschliesen,
    das nimmt einem im Grunde ja der Flip ab.
     
  15. fanwander

    fanwander ||||||||||

    Ok, mein RM2408 hat nur MicIn und TapeIn. Mein Synths hängen über eine Multi-DI-Box oder direkt an den Mic-Ins, -20dB Pad drauf und gut ists.

    Das könntest Du ja adaptieren.
     
    Jan_B gefällt das.
  16. tom f

    tom f Ignoranten können nun ignorieren.

    eines muss man bei den teilen auch immer anmerken - die sind riesig, brauchen viel strom und sind für eher unzeitegmässe features auch noch wartungsintensiv

    also für mich mittlerweile ein totales no go.

    ich habe grade neulich ein d&r sytlix mit 20 stereo kanälen, 2 aux sektionen und der mastersektion inkl. grosser meterbridge weggeworfen.

    ich habe das hier und andernorts inseriert und es interessiert sich im prinzip kein mensch mehr dafür - wirklich nicht.

    ebenso ist es mir auch schon in den vergangenen jahren mit sämtlichen grösserern mitelklasse pulten gegangen die ich im studio hatte.

    egal ob a&h, soundtracs, mackie oder sonstwas..

    mittelerweile würde ich sowas nicht mal mehr geschenkt haben wollen.



    auch finde ich ja interessant dass man oft sehr detailliert über qualität von synths diskutiert, aber dann hier oft von alter peripherie zu lesen ist die schon zu erscheinen nicht top war. klar muss nicht alles neue besser sein, aber bei gleicher mittelmässiger qualität würde ich mich dennoch für das moderne produkt mit mehr features und geringerer grösse entscheiden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Februar 2018
  17. Jan_B

    Jan_B Ist_OK

    Könnte man sich die DI Box nicht sparen wenn man aus den symmetrischen Outputs des interface in die Mic-Ins geht und die Line-Ins für die Synths?
     
  18. tom f

    tom f Ignoranten können nun ignorieren.

    aber etwas mehr on topic meinerseits:

    das genannte pult würde ich - was ich trotzdem nicht täte - für max. 350.- kaufen
     
  19. fanwander

    fanwander ||||||||||

    Völlig korrekter Einwand (deswegen hab ich ja auch das mit der Großplatinenbauweise als Manko angeführt).

    Allerdings sollte man nicht unterschätzen, dass so große Pulte immer(!) wartungsintesiv sind - auch die modernen.


    Das 4000er hat übrigens das (leider nie wieder wo anders realisierte) Feature der sogenannten "floating Subgroups". Man hat im Prinzip nur acht Subgruppenbusse, aber jeder Kanal kann sowohl in die Subgruppen senden, als auch als Master einer dieser Subgruppen definiert werden. Dadurch hat jeder Subgruppen-Master wiederum die kompletten Features eines Kanalzuges.
    Das macht nicht nur Submix-Bounces zum Kinderspiel, sondern ist auch phantastisch beim finalen Mix.


    Klar geht das. Ich habe auch nur eine ETEK 16er DI, in die restlichen 8 Eingänge gehe ich direkt mit den Line-Signalen. Das schafft das Pad schon.