Kompressor für Einsteiger? (+EQ frage)

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von Caine, 8. September 2010.

  1. Caine

    Caine Tach

    also den EQ habe ich eigentlich schon kapiert und nutze den fast immer. ist auch nicht schwer zu verstehen, EQ dient ja um die einzelen frequenbereiche anzuheben bzw. abzusenken. ist es aber notwendig den nicht genutzten frequenzbereich bei einer spur auszublenden? sprich bei drums dann die ganze hohe frequenzsektion auszublenden?

    nun zum kompressor. ich verstehe diesen noch nicht wirklich, warum man den einsetzt. soweit ich es verstanden habe senkt oder hebt die lautstärke an bei den spuren. aber warum nicht einfach den volumeregel dann einstellen?

    gibt es ggf. nette tutorial die es einfach verständlich machen auf deutsch?

    wenn ich den kompressor beherrschen würde wäre ich schon sehr glücklich :), dann multibandkompressor, da weiß ich auch nicht warum man den nutzt oder den limiter.

    danke!
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

  3. CS1x

    CS1x Tach

    nimm ein 909 Kick oder Snare und man hört das der kick/Snare am anfang laut ist und am ende immer leiser wierd um das zu verhindern und somit die drums lenger zu machen benutzt man Compressor
    das wäre eine möglichkeit
     
  4. CS1x

    CS1x Tach

    Ein Multiband Compressor kanst du auch simulieren indem du das gleiche signal was du bearbeiten wills zu drei audio spuren leitest und am ende
    die drei wieder zusammen fürst zum beispiel im master spur

    Spur-1 zuerst ein EQ der nur Bass durch lässt dan kommt ein compressor und komprimiert nur Bass de der nur bass ab bekommt

    Spur-2 zuerst ein EQ der nur mitten durch lässt dan kommt ein compressor und komprimiert nur mitten da der nur mitten ab bekommt

    Spur-3 zuerst ein EQ der nur höhen durch lässt dan kommt ein compressor und komprimiert nur höhen da der nur höhen ab bekommt

    so funktioniert ein multiband compressor wenn ich mich nicht täusche.
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    im prinzip mach ein kompressor die summe am ende lauter, weil er die energiereichen signale "einstutzt" und die energieärmern "leise passagen oder im raum verteile signale" anhebt. nun ist das quasi eine kompression = zusammendrücken des audiosignals, welcher man dann am ende mit dem gainregler wieder bis zum maxpegel 0db anheben kann

    oder

    schau mal in nen zeitungsladen:

    in der letzten KEYS stand kompressor sowas von gut erklärt drin :idea: :!:

    OT: man kann immer am zeitungsladen mitlesen ohne zu kaufen, hab ich so in der lehrzeit gemacht und nun 1,5m stapel = über 10 jahre zu hause, dank Abo :mrgreen:
     
  6. Störende Frequenzen sollte man wegschneiden, daher wenn Du einen Bass hast macht es keinen Sinn, im selben Frequenzspektrum dominierende Instrumente einzuspielen,
    weil dann nichts mehr Definiert und Durchsichtig klingen wird.
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    siehe auch:

    einzelkompression
    summenkompression
    mehrfrequenzbandkompression
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    am besten mal bei jemandem, der bescheid weiss und dir auskunft geben will/kann, vorbei schauen in der track produktion, da kann man viel lernen...
    das ist sowieso immer sehr hilfreich und sorgt meist auch für inspiration
     

  9. Jeder Sound unterliegt einer Pegelschwankung. Mit dem Kompressor kann man versuchen diese Pegelschwankungen auszugleichen und auf einen Grungehalt / einheitlichen Pegel zu bringen. Sind diese Pegelschwankungen ausgeglichen entsteht logisherweise mehr Headroom, wodurch der Sound lauter gedreht werden kann ohne das er sofort Übersteuert. Auch logisch ist es, das nun zum Schluss die Klanganteile des Sound die sehr leise waren in der Lautstärke mit angehoben werden können (Vorsicht.. rauschen und ungewolltes kann mit angehoben werden). Zum Eingrenzen bzw. Auswählen der gewünschten unerswünschten Pegelschwankungen benutzt man das bekannte ADSR Prinzip. Der Kompressor schwingt ab beginn einer Lautsärke ein, hält seine Funktion und schwingt wieder aus, hierzu muss man natürlich die gewünschte Lautstärke, den sog Threshold einstellen und die gewünschte Stärke der Pegelbegrenzung, das (Ratio) Verhältnis auswählen. Man kann sich bildlich Vorstellen wie man eine gewohnte Hüllkurvenform auf die Wellenform zeichnet.

    Es gibt 3 Gattungen von von Kompressoren: Der VCA Kompressor, der Optokompressor und der Digitale Kompressor mit Look Ahead. Der VCA Kompressor ist der schnellste Analoge Kompressor, der Opto Kompressor ist spürbar langsamer. Beim Optokompressor wird beim erreichen des Threshold / der gewünschten Lautstärke eine LED ausglöst. Das leuchten der LED wird von einem Sensor erfasst und die gewünschte Kompression ausgeführt. Der Vorgang ist bereits aus physikalischen Gründen herus wesentlich langsamer als ein VCA. Beide Kompressoren können aber erst dann reagiren nachdem der threshold bereits erreicht wurde. Innerhalb dieser kurzen Zeit könnten aber unter Umständen berits unerwünschte Pegelspitzen durchgerutsch sein, heisst die Attackphase wird zu spät in Gang gebracht. Da kann der Kompressor noch nicht mal was für, er bekommt einfach das Signal: "hey, jetzt komprimieren" viel zu spät... Hierzu eignet sich der Digitale Kompressor mit Look Ahead, den er schaut die Wellenform bereits in Vorraus bzw. speichert sie in einen Puffer wodurch allerdings iene kleine Latenz entsteht. Auf diese Weise können aber Spitzenpegel abgefangen werden bevor sie wieder gegeben wurden.

    Eine solche Kurzerklärung sollte für den Einsteiger vollkommen ausreichen. Zusätzlich ist vielleicht noch anzumerken, das man so einen Kompressor nicht nur zum Ausgleich von Pegelschwankungen verwenden kann. Man kann seine Funktion auch bewusst Zweckentfremden und so sehr Effektvoll zur Klangformung einsetzen. Das funktioniert aber auch nicht mit jedem Kompressor gleich gut und hängt teilweise vor allem von den Schaltkreisen ab, was wiederum heisst: je teurer um so besser, egal ob Plugin oder Analog. Man wird sogar festellen das die günstigeren Plugin Kompressoren ihren Job unter Umständen viel besser Funktionieren als ein Mittelpreisiger Analoger.

    Bei Kompressoren, bitte eins beachten: Um gottes Willen kein alaogen Kompressor unter tsd € kaufen, die sind alle samt Rotz. Das einzigste was ich sagen kann OK, ist mindestens der dbx 1066 oder der Dynamax. Den Dynamax würde ich aber auch nur eingeschränkt empfehlen da er ein Automatischer Kompressor ist an dem man nix einstellen kann. Empfehlen würde ich aber eher den DBX 162. Und kauf dir als Anfänger unbedingt zunächst einen VCA Kompressor, der Opto ist eher was für sanftmütige und geschulte Ohren, finde ich. Ich hatte mal so einen tfpro Opto und fand das ich mit dem dbx 1066 wesentlich besser zurecht kam. Bei den Plugins kann man zum Glück vorher die Demoversionen testen. Ich habe mir den GSSL und den G1176 DIY Kompressor gebaut, die beide sehr gut funktionieren. Aber wie gesagt, im Laden bitte keine billigen Kompressoren kaufen, keine Behringer, Phonic, Art und wie se alle heissen, die lohnen sich im allerhöchten Falle nur zum Einsatz als harten Limiter. Wie die TLAudio sind weiss ich nicht, ich persönlich bin eher dbx / THAT Corp. Fan. Diese billigen Kompressoren sind schlichtweg einfach viel zu langsam um ausreichend wirkungsvoll zu komprimieren und es werden nur billige Verstärker und signalwege verwendet. Beim dbx 162 wurden z.B. nur Widerstände mit 1% tolleranz verbaut. der dbx 162 gilt unangefochten zu dem schnelssten Kompressor. Ich habe die technischen Daten nicht auswendig im Kopf, man kan sie aber auf der dbx Seite oder im manual nachlesen, der ist wirklich Wahnsinnig schnell. Das wäre mein absoluter Wunschkompressor :mrgreen: So teuer ist er nun auch wieder nicht. Gemessen wird db/ms bzw db/sec. daran kann man erkennen wie krass der Kompressor wirklich ist.

    Wenn wir uns nun so ausgiebig mit dem Thema Kompressor auseinandersetzen wollen, müsste man sich noch gleich mit dem Thema Upward und Downward Expander auseinander setzen, was auch zur Kompressor Funktion gehört, sowie mit dem Gate. Aber das würde hier echt zu viel werden. Gerade der Upward Expander ist ein besonders interesantes Thema, finde ich. Das Thema Multiband Kompressor ist nix für Anfänger... Als Anfänger könnte man eventuel mal ausprobieren wie es ist wenn man über den Sidechain einen EQ einschleift, so geshen auch ien Art des Multiband Kompressor. Der am einfachsten zu bedienende Multiband Kompressor ist der SPL Vitaliser Tube ( der grosse). Falls noch direkte Tiefgründigere Fragen zu dem Thema bestehen, beantworte ich diese gerne.


    Noch eine Sache zum Thema EQ. Verwende den EQ in erster Linie dazu um dein Frequenzband einzuschränken. Unötige Bassanteile verschwenden Headroom. Stelle eine ganz enge Q ein und reiss den Gain auf.. keine Angst... fahre damit nun durchs Frequenzband und schliesse die Augen. du wirst an meheren Stellen Frequenzen finden die anfangen schrill zu pfeifen oder im unteren Mittenbreich verzerrungsartig rumpeln... Das sind die Frequenzen die du mit deinem EQ absenken willst. öffne ein "wenig" den Q wieder um mehr Frequenzanteile links und rechts mit zu nehmen und senke die Frequenzen ab. Im Mix kannst du mit dem EQ die verschiedenen Sounds im Frequenzspektrum gut verteilen so das jeder Sound genügend raum zum atmen hat und sich nicht zu stark mit anderen Sounds ins Gehege kommt. Allerdings, wenn man schlau ist.. achtet man bereits beim zusammenshrauben der Sounds am Synthesizer darauf en Filter so effektiv wie möglich einzusetzen damit man hinterher nicht Eqen muss wie doof oder einem im schlimmstenfall die Anzahl der verfügbaren Bänder am EQ nicht mehr ausreichen.
     
  10. q3tommy

    q3tommy Tach

    tolle erklärung, ich setze mich gleich an den rechner und verinnerliche das mal etwas
     
  11. DrFreq

    DrFreq Tach


    Naja, den EQ benutze ich meistens nur zum entzerren oder zum klangformen und verbiegen von Samples...

    tja, Compressor... Wenn du eine z.B. eine Aufnahme von einer Analogkiste machst und auf die Nebengeräusche stehst wirst du im Mix eventuell sogar auch alleine nichts davon hören, insbesondere nicht dann wenn du nicht gerade die Boxen aufreisst. Deswegen kannst du hier z.B. einen Compressor verwenden um die lauten Teile eines Klanges herunter zu drücken, wenn du jetzt den nachgeschalteten Gain aufdrehst holst du die leisen Nebengeräusche hoch. Du kannst so auch mehr Sustain aus Drums raus holen und sie so auffetten, du drückst den Attack weit runter um mit dem Gain die leise Abklingphase hoch zu holen, hinterher kannst du mit einem 2ten Compressor oder den Transient Designer wieder attack hinzumischen, oder du layerst Samples. Manchmal macht es auch Spass mit dem Compressor den Klang einfach platt zu drücken oder zu pumpen, sidechain ist natürlich auch ein Thema genauso wie Frequenzselektives Comprimieren oder gar ducken und dessing. Im Mix ist es ähnlich, es kan passieren das ein Sound trotz Pegel nicht ausreichend durchsetzungsfähig ist. In der Summe kann man mit dem Look Ahead Compressor rund schleifen und mehr wärme in den Mix bringen und natürlich mehr Lautheit erzielen.

    Ich glaube das schwierigste am Anfang mit einem Kompressor ist das verständnis der richtigen Zeiten Attack / Release. Ich rate von Opto Compressoren ab, die sind mir zu langsam. Zum Anfang kann man ambesten den die Kompression auf max stellen, den Attack auf ganz kurz, so kurz das es nicht knackst... und den Release so auf 50 ms oder vielleicht je nach Sound bis 200 ms. Wenn man jetzt den Threshold runter zieht wird selbst der blutigste Anfänger verstehen was ein Compressor macht. Ab hier kann man das gewünschte Compressionsding das man haben möchte fein justieren, indem man die Compressionsrate und den threahold aufeiunander anpasst oder eventuell den Attack nachjustiert

    EQ, gerade in der Summe mit Drums halbschmalbandig gerade so um die 200 hz absenken und naja je nachdem arscheinlich bei 5 / 600 Hz oder auch bei 800 oder 2 khz, muss man halt gucken wo es anfängt zu pfeifen oder zu verzerren. Wenn du den EQ vor dem Compressor schaltest musst du berücksichtigen das du eventuell das was du mit dem eq abgesenkt hast mit dem Compressor wieder aufholst... Ich würde es in jedem fall tunlichst vermeiden die eq dazu zu benutzen um rein zu drehen, da ist es besser man stimmt den Sound im Synthesizer besser aufeinander ab, weil frisch aus dem Synth klingt es sowohl natürlicher als auch lebendiger als wenn man es mit EQ geboostet hat

    ist zumindestens meine ansicht

    Eins darf sich jeder Anfänger hinter die Ohren schreiben: Um gottes Willen, Finger weg von den ganzen biligen analogen Compressoren! So gut wie jedes Freeware Plugin erzielt bessere Ergebnissse. Die Dinger taugen höchstens für die Hobbyband im Keller. Und die guten teuren Teile lohnen nur dann wenn du auch gute Wandler hast, aber selbst dann ist nix mit total recall. Das ist eigentlich so ein Witz, wenn man sich mal überlegt das es compressoren für 3 tsd oder mehr € gibt aber man jedesmal resamplen muss.. und was ist wenn du später nochwas ändern willst? viel zu umständlich, deswegen bleibe ich mittlerweile ITB, da habe ich meine Ruhe.

    Da fällt mir noch der focusrite Liquid Channel ein, schade halt das die EQ Sektion... Das Gerät ist ja echt eine coole Idee, aber warum nur ein vollprametrisches Band? Da ist der ganze Witz von dem Gerät weg und bei dem Preis die Bezeichnung liquid channel den bach runter geflossen. Ou, ich seh gerade das er billiger geworden ist. Naja, einen coolnes Faktor hat das Ding auf jeden Fall

    und nochwas, von den billigen analogen eq und insbesondere von den gebrauchten mastering eq die es manchmal in der bucht gibt würde ich noch eher die finger weg lassen
     
  12. Polarphox

    Polarphox Tach

    Gerade mal EQ und nun schon Kompressor? :)
    Mittlerweile wird ja nur noch totkomprimiert...ein Track klingt ja schon scheisse wenn da nicht der Sidechain ordendlich löcher reisst...
    Vielleicht noch etwas tiefer in EQ einlesen. Gerade was das "aussortieren" verschiedener Instrumente bzw. Verteilung im Mix angeht. Stereo/Panorama und sowas.
    Nur mal so als Denkansatz :)
     
  13. DrFreq

    DrFreq Tach

    hmm, keine ahnung... ich finde den compressor effekt durchaus lohnenswert. Vielleicht wird auch deswegen gerne das letzte Fünkchen Lautheit herusgekitzelt um die Endstufen zu schonen und Strom zu sparen, weil man nicht mehr so laut aufdrehen muss :mrgreen:
     
  14. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    Nein und Nein:

    Den nicht genutzten Frequenzbereich auszublenden hat den selben Effekt wie auf einem weissen Blatt Papier die nicht vorhandenen Bleistiftstriche wegzuradieren, also keinen. Drums brauchen unbedingt Höhen und auch den Präsenzbereich! Würdest du das alles ausblenden, dann bliebe von deinen Drums nur noch eine verschlafene lasche Kick (die dann nicht mehr kickt sondern nur noch nervt) und ein wenig Matsch übrig.

    Vielleicht war es auch nur ein Missverständnis, und du hast was anderes gemeint. In dem Fall wird dir jeder Musiker bestätigen: Musik wird ganz allgemein dadurch besser, dass man unnötiges Material entfernt.

    Hab selber oft als blutiger Anfänger viele Dinge kaputtgemacht durch gefährliches Halbwissen aus popularwissenschaftlichen Büchern und oberflächlichen Zeitschriftenartikeln. Ein erlösender Tipp kam von einem Bekannten, der exzessiver Musikkonsument (aber kein Musiker) ist: Mach immer einen A-B Vergleich. Wenn B sich nicht zweifelsfrei WESENTLICH besser anhört, dann geh zurück nach A.
     
  15. Caine

    Caine Tach

    vielen dank leute! hatte mich schon gewundert als ich eine benachrichtigung erhilelt von dem thema, welches ja schon 2 jahre alt ist ;-), uff die zeit vergeht!

    denke in der zeit habe ich schon einiges gelernt, vom wegschneiden einiger tiefen, bereinigen von frequenzen um platz zu schaffen, signale im panorama zu verteilen damit es nicht nur voller sondern auch aufgeräumter klingt, layering samt abstimmen von eq bändern uvm. :).
     

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