Kondensator mit parallelm widerstand gegen Masse?

xqrx

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Eine Frage an die Elektrik-Trickser:

Ich habe gebraucht ein paar aktive Boxen geschossen. Die haben einen symmetrischen XLR-Eingang. Ein Pol der XLR-Buche ist mit einem kleinen roten Block (vermtl. Kondensator) und einem Widerstand parallel gegen Erde (grün gelbes Kabel am Kaltgeräte-Anschluss) kurz geschlossen. Frag mich bitte jetzt nicht nach dem Kontaktanschluss. Die XLR-Kontakte verwechsel ich immer aber es ist einer an der Seite. Beim Widerstand bin ich mir auch nicht ganz sicher, da es sich hier nur noch um ein verkokeltes Ding handelt. Aber von der Form her sieht es so aus. eine Diode wäre ja wohl auch Unsinn.
Welchen Sinn hat diese Kombi und wesentlich wichtiger warum ist das bei beden Boxen verbrannt?
Die Endstufen funzen noch und sehen auch sonst noch gut aus. Wie kann sowas passieren? Wie bekomme heraus wieviel Ohm der Widerstand hatte bzw. was passiert wenn ich es so lasse.
 
Cyborg

Cyborg

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xqrx schrieb:
Eine Frage an die Elektrik-Trickser:

Ein Pol der XLR-Buche ist mit einem kleinen roten Block (vermtl. Kondensator) und einem Widerstand parallel gegen Erde (grün gelbes Kabel am Kaltgeräte-Anschluss) kurz geschlossen.

Welchen Sinn hat diese Kombi und wesentlich wichtiger warum ist das bei beden Boxen verbrannt?

Hallo
solche Schaltungen nennt man RC-Glied und man benutzt es als Schutzschaltung. Bei WIKI findest Du eine gute Beschreibung unter "Schutzbeschaltung"
Bei dem Verstärkereingang dürfte es ein Schutz vor HF-Einstreuungen sein.
 
xqrx

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Danke, ich glaube das Prinzip verstanden zu haben.

Wie kann ich herausfinden wieviel Ohm der durchgebrannte Widerstand hatte? Die Farbringe sind nicht mehr zu erkennen.
Auf dem Kondensator steht :
WIMA
MKS-4
0,22/63-
FN

Ausserdem weiss ich nicht wieviel Spannung an der Schutzschaltung anliegt. Ich habe mir das noch mal genauer angeschaut (war spät gestern) und scheinbar liegt das RC-Glied zwischen Masse des XLR-Eingangs und dem Schutzleiter am Kaltgeräte-Anschluss. Zwischen Masse und Schutzleiter sollte ja eigentlich gar kein Potential bestehen.
Was für einen Widerstand würdest Du empfehlen bzw. wie berechnet sich das?

Wie kann es überhaupt zu solch einem Schaden kommen?
 
xqrx

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Ist es wahrscheinlicher, dass es sich um einen Rumpel-Filter oder um einen HF-Filter?
Ich habe im Netz ein Berechnungstool gefunden. Bei angenommenen 0,22μF gibt das Berechnungstool für 100kOhm eine Grenzfrequenz von 7,23Hz aus.
Hingegen bei 50Ohm eine Grenzfrequenz von ca 14,5kHz.

Immer diese Entscheidungen....


EDIT: Ähhh Denkfehler....einn Tiefpass bei 7Hz ist natürlich Quatsch.
 
kl~ak

kl~ak

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getippt auf rumpelfilter, wenn ich deine beschreibung richtig deute

02061721.gif


hier nachlesen ...

http://www.elektronik-kompendium.de/sit ... 206172.htm


ansonsten wäre es ein HF-filter aber das macht bei abhören eher weniger sinn. es geht glaube ich eher um einstreuungen im unteren bzw subaudiobereich ...


hf wäre dann
02061711.gif
 
xqrx

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Hmm, sorry ich komme mit den Schaltplänen nicht so klar. Für mich sieht Deine Beschreibung so aus, als ob der Widerstand und Kondensator in Reihe geschaltet sind. Vielleicht lese ich das auch nur falsch.

Ich habe das mal aus meiner Sicht in Visio gebastelt:
xlrrcelement.jpg

Ich hoffe so wird klar was ich meine. Das RC Element ist ein Widerstand und Kondensator die von der XLR-Abschirmung mit dem Schutzleiter des Kaltgeräte-Anschlusses verbunden sind.

Wenn es sich um einen Rumpelfilter handelt welche Grenzfrequenz wähle ich am besten? 50Hz, 30Hz oder noch tiefer? Hat das RC-element Einfluss auf den Frequenzgang.

Danke, ich bin diebzgl. ziemlich unwissend. Ich habe bisher immer nur Kabel gelötet oder höchstens mal eine Platine nach Bauplan bestückt. Der technische Hintergrund ist mir immer noch etwas schleierhaft.
 
Cyborg

Cyborg

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xqrx schrieb:
Wenn es sich um einen Rumpelfilter handelt welche Grenzfrequenz wähle ich am besten? 50Hz, 30Hz oder noch tiefer? Hat das RC-element Einfluss auf den Frequenzgang.

Danke, ich bin diebzgl. ziemlich unwissend. Ich habe bisher immer nur Kabel gelötet oder höchstens mal eine Platine nach Bauplan bestückt. Der technische Hintergrund ist mir immer noch etwas schleierhaft.

Hallo
da geht's Dir genau wie mir. Ich habe zwar "elektrisch" gelernt, aber zu der Zeit funktionierten Telefone vor allem mit Relais. An neumodischen Kram wie Transistoren traute sich die Deutsche Post und andere Unternehmen der Telekommunikation nicht wirklich ran. (jedenfalls nicht, wenn die Post der Kunde war). Egal. Einen Einfluss auf den Frequenzgang kann das RC Glied nicht haben weil es nicht in der Signalleitung sitzt. Ich bin noch immer der Ansicht, dass da HF-Eintreuungen, z.b. von Rundfunksendern abgefangen werden sollen.
Der Pragmatiker in mir sagt, dass solche Schutzschaltungen für alle Fälle eingebaut werden, falls z.B. ein DECT Telefon in der Nähe ist oder sowas. Ich würde daher das RC-Dingens nur im Hinterkopf "abspeichern" und das Steckergehäuse einfach mit auf Masse legen, direkt, ohne Umweg über LOS, ohne 4000DM einzuziehen... ;-)
 
 


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