Korg DSS-1 Patch Management

Hallo zusammen,

ich hoffe, hier im Forum gibt es ein paar DSS-1-Nutzer, die mir bei einem eher strategischen Problem weiterhelfen können:

Ich habe Probleme mit dem Patch-Management, bei denen mir die Bedienungsanleitung nicht wirklich weiterhilft. Eigene Sounds zu kreieren klappt wunderbar und dabei kommen wirklich tolle Ergebnisse zu Stande. Ich möchte mir aber auch ein paar (virtuelle, weil auf SD-Card befindliche - aber das ist letztlich natürlich egal) Disketten aus dem vielen wunderbaren Patches zusammenstellen, die man im Netz so findet. Bloß: Wie mache ich das?

Meine Idee war es, ein leeres System zu nehmen und die Programme von unterschiedlichen Systemen darauf zu laden. Das geht per "Get Program" ja ganz einfach. Das Problem: Die Programme sind dann stumm, weil das Wave-Memory ja leer ist, denn es werden Klangparameter (Filter, Hüllkurven etc.) als Programme ja getrennt von den eigentlichen Ausgangsklängen (Multisounds) gespeichert. Wenn ich es richtig verstehe, entsteht eine Verknüpfung erst auf System-Ebene. Das bedeutet dann aber, dass ich keine fertigen Patches aus unterschiedlichen Systemen auf einem System vereinen kann, ohne dass ich erst die Programme lade, dann dort im Programm-Modus nachschaue, welche Multisounds verwendet werden und die dann nachlade.

Verstehe ich das richtig oder habe ich da einen Denkfehler drin? Auf die Art wäre mein Vorhaben dermaßen unpraktisch, dass ich es lieber lassen würde. Aber es muss doch möglich sein, sich zwei/drei Systeme mit Wunschpresets zusammenzustellen, ohne diese aufwändige Prozedur zu durchlaufen, oder?

Hat irgendjemand eine Idee oder kann mir zumindest bestätigen, dass das Vorhaben so aufwändig wäre?

Schöne Grüße
Henk
 
Hallo!

Klar kannst Du Dir die besten Programme von unterschiedlichen Disketten und Systemen in den DSS-1 laden, aber Du musst dann auf den Originaldisketten auch gucken, welche Multisounds zu den jeweiligen Programmen gehören und die auch in den DSS-1 laden.

Das ist in der Tat etwas mühsam und bedarf Vorbereitung, vor allem zu gucken welche Multisounds zu den gewünschen Programmen gehören, das notieren, die in den DSS-1 laden, etc.
Ganz wichtig: Bevor Du das neue System speicherst wirst Du auch jedes einzelne Programm aufrufen und dort den Multisound neu zuordnen und speichern müssen, sonst bleibt es stumm.

Wenn es sich bei den ausgesuchten Programmen um Synthsounds mit one-cycle Wellenformen (Multisounds) handelt wirst Du es mit etwas Organisation zufriedenstellend hinbekommen. Sobald die Multisounds aus "längeren" Samples bestehen wirst Du schnell Probleme mit mangelndem Speicherplatz bekommen und das Vorhaben wahrscheinlich aufgeben.

Bei mir wird der DSS-1 als Synthesizer verwendet, wobei ich meist die genannten one-cycle Wellenformen, oder kurze geloopte Samples von PWM, etc. nutze. Damit ich eine bessere Austauschbarkeit der Programme habe, verwende ich Systeme, die eine identische Auswahl von Multisounds verwenden. Dann kann man wirklich eben ein paar Programme von einer anderen Diskette laden und mit dem System abspeichern, da ja die Multisounds identisch sind. Ist dann ein bischen wie bei einem Synthesizer der eine feste Anzahl und Auswahl von Wellenformen hat, wie z.b. beim Vorgänger DW-8000.

Damit es aber nicht immer nur die 16 gleichen Wellenformen sind, unterscheide ich in Analogdisketten (Saw, Square, Triangle, PWM, Sinus Wellenformen) und Digitaldisketten (PPG, Additive, VS, DX, etc. Wellenformen).
So wird der DSS-1 mit bestimmten Disketten/Systemen zum Analogsynth, während der bei anderen den Digital- oder Hybridsynth macht). Innerhalb einer Diskettengruppe ist so die leichte Austauschbarkeit von Programmen gewährleistet.
 
Danke für deine ausführliche und sehr hilfreiche Antwort!

Ich hätte mir zwar gewünscht, dass es irgendeinen einfacheren Weg gibt, den ich bisher übersehen habe, aber ich freue mich erstens darüber, dass ich das Gerät dann tatsächlich richtig verstanden habe und zweitens über deine Idee des klugen Multisound-Managements. Deine Strategie ist wirklich nachahmenswert, und genau das werde ich auch machen. :)

Der DSS-1 ist für mich einer der am besten klingenden und inspirierendsten Synths, den ich je in den Fingern hatte. Für mich ist er eine absolut wunderbare Entdeckung, und wenn der Preis für tolle Sounds ein wenig Aufwand und umsichtige Organisation sind, dann zahle ich ihn gerne.

Vielen Dank für deine Hilfe!
 
Hallo Henk!

Das ist genau die richtige Einstellung zum DSS-1. Ich habe schon einige erlebt, die zunächst vom Klang begeistert waren, sich einen DSS-1 besorgt haben und ihn nach einigen Wochen oder Monaten wieder abstießen, da er sich als unbequem erwies. Ja, der DSS-1 ist unbequem, wenn man sich dennoch darauf einlässt wird man aber mit einzigartigen Klängen belohnt. Ich hatte von 1989 bis 1992 nur den DSS-1 und war gezwungen, ihn bis ins Detail zu erforschen. Davon profitiere ich aber noch bis heute.

Noch ein paar Tipps: Die genannten one-cycle Wellenformen im DSS-1 sind bei den Korg Werksklängen per additiver Synthese erzeugt, daraus resultiert das insbesondere die analogen Wellenformen wie Saw, Square, etc. nicht "perfekt" sind. Einerseits trägt das natürlich zum Eigenklang des DSS-1 bei, andererseits ist vor allem die Saw-Wellenform zu rund und nur eine Annäherung an einen richtigen Sägezahn. Das macht sich bei Bässen und anderen Klängen durch fehlenden Biss bemerkbar.
Ich habe mir schon Anfang der 90er die Mühe gemacht perfekte Sägezahn, Rechteck, Puls und Dreieckswellen zu basteln. Der DSS-1 bietet die einzigartige Möglichkeit des direkten Zugriffs auf den Wellenformspeicher. Bei 12 Bit und 32 Khz geht das bei einer Sägezahnwelle nun folgendermaßen von statten. In der untersten Oktave ist die Wellenform 512 Samples lang, die Auflösung beträgt 4096 Werte. Man kann es so eingeben:


Sample 1: + 2048
Sample 2: +2040
Sample 3: +2032
Sample 4: + 2024
usw, usw, usw.

Bei der zweiten Oktave hat man nur noch 256 Samples einzugeben, dann logischerweise in 16 Schritten, 3 Oktave 128 Samples in 32 Schritten, usw.

Das ist heftige Hand- und Kopfrechenarbeit, aber man hat anschließend perfekte Wellenformen. Beim Sägezahn macht das klanglich deutlich was aus, beim Rechteck ist der Unterschied geringer ( die Rechenarbeit auch, denn man hat ja nur die Werte +2048 und - 2048).

Ich habe auch mal versucht auf diesem Wege Wellenformen im 48 Khz Format zu erstellen, es aber nach einiger Zeit aufgegeben, weil ein klanglicher Unterschied zum 32 Khz Format so gut wie nicht festzustellen war.
 
Entschuldige bitte meine ausbleibende Reaktion! Ich hatte eigentlich schon längst geantwortet, meine Antwort aber wohl nicht richtig abgesendet oder sonst irgendeinen Murks gemacht. Deshalb reiche ich jetzt noch mal eine kurze Antwort nach.

Was du schreibst, ist absolut spannend. Den DSS-1 so gut zu kennen, ist wirklich Gold wert. Und sich die Mühe zu machen, Wellenformen per Dateneingabe selber zu basteln, das ist ... wirklich ... besonders. :mrgreen: Ich glaube nicht, dass außerhalb dieses Forums viele Menschen so etwas nachvollziehen können. Aber ich finde es sehr verständlich und möchte solche perfekten Wellenformen natürlich auch haben. Ich werde wohl auch demnächst mal einen Abend oder zwei vor dem Display kleben und Werte einhacken.

Was ich nur nicht verstehe, ist die Sache mit den Oktaven. Ich habe es so verstanden, dass in den Multisounds verschiedene Wellenformen gemappt sein können - aber nicht müssen. Wenn ich die höchst aufgelöste Wellenform (also die aus der untersten Oktave) einfach über den ganzen Frequenzbereich mappe, dann sollten doch auch in den oberen Oktaven perfekte Wellenformen vorhanden sein, oder?

Ich muss ehrlich sagen: So ein Synth wie der DSS-1 ist mir noch nie untergekommen. Manches, was bei allen anderen Geräten leicht ist, ist hier schwer (diese Idee von Sounds, Multisounds, Programmen und Systemen - irre!) - und umgekehrt. Es ist ein strukturell dermaßen eigenes Ding, dass es schon abgesehen vom Klang einen eigenen Charakter hat. Echt toll! Normalerweise bin ich bei Musikinstrumenten schnell genervt von Funktionen und Arbeitsweisen, die sich mir nicht schnell erschließen. Ich mag es intuitiv. Der Sub Phatty nervt mich z.B. wegen seiner versteckten Menüpunkte. Immer wieder schraube ich verzweifelt an ihm herum, um dann zu merken, dass ich irgendwo im Shift-Modus etwas umstellen muss.

Beim DSS ist das aus irgendeinem Grund anders. Da raffe ich auch nicht alles sofort, aber es weckt viel mehr meinen Ehrgeiz. Vielleicht liegt es daran, dass ich bei so einem Schlachtschiff keinen intuitiven Zugang erwarte (den es an vielen Stellen natürlich trotzdem gibt). Wer so viel kann, darf auch ein bisschen mysteriös sein, finde ich. :phat:
 

Cyclotron

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Henk Reisen schrieb:
Was ich nur nicht verstehe, ist die Sache mit den Oktaven. Ich habe es so verstanden, dass in den Multisounds verschiedene Wellenformen gemappt sein können - aber nicht müssen. Wenn ich die höchst aufgelöste Wellenform (also die aus der untersten Oktave) einfach über den ganzen Frequenzbereich mappe, dann sollten doch auch in den oberen Oktaven perfekte Wellenformen vorhanden sein, oder?
Wenn Du die am höchsten aufgelöste Schwingung bis in die oberen Oktaven mappst, bekommst Du Aliasing und erst recht keinen perfekten Sound, denn die Obertöne wandern über die Nyquistrate. Deshalb werden die Multisamples nach oben hin immer mehr dem Sinus ähnlich. Und das ist perfekter als ein optisch akkurater Sägezahn.

Noch heftiger wird das Aliasing, wenn man wie oben empfohlen die "numerische" Methode verwendet und eine ideale (naive) Rampe direkt mit den Samplewerten konstruiert. Kann natürlich auch gewollt sein und fällt bei Multisamples nicht so doll auf - dafür freut sich das Filter. Eine solche Schwingung würde ich aber nicht über den ganzen Tastaturumfang mappen wollen, das gibt oben nur noch Klirren. Aber der DSS1 schiebt solchen Ideen generell einen Riegel vor, bei 32kHz kann er nur 12 Halbtöne nach oben transponieren und bei 48 kHz nur noch 5.
 
Theoretisch ist die Idee richtig, eine Wellenform aus der untersten Oktave einfach hochzutransponieren, nur so hoch kann der DSS-1 nicht transponieren, siehe in der andern Antwort. Daher kommt man nicht umzu für jede Oktave eine Wellenform zu basteln, bzw. bei 48Khz Auflösung noch mehr.

Die Auflösung nimmt mit jeder weiteren Oktave ab. Die Wellenform nähert sich einem Rechteck an, nicht einem Sinus. Das ist aber bei allen digitalen Synthesizers so. Ein moderner Digitalsynth, der mit wahrscheinlich 96Khz oder so arbeitet bietet da natürlich eine 2-3 mal so gute Auflösung an wie der DSS-1. In den oberen Oktaven sind dennoch sämtliche Wellenformen auch bei neuen Synths nur eine vage Annäherung an das analoge Original.

Die klanglichen Vorteile der per Hand eingegebenen "perfekten" Wellenformen spielt sich daher auch vor allem in den unteren Oktaven ab. In den oberen Oktaven ist zu den per additiver Synthese generierten Originalwellenformen kaum ein Unterschied zu hören, also auch keine Verschlechterung. Im Bassbereich ist der Unterschied vor allem beim Sägezahn sehr deutlich.

Wenn ich den original Sägezahn aus der additiven Synthese mit dem selbsteingegebenen Vergleiche, so hat der neue wesentlich mehr Punch, sägt mehr, macht bei Bässen mehr Druck, ist aber auch härter. Beim Originalsägezahn sind im Vergleich auch irgendwie "falsche" Obertöne dabei, die so ähnlich klingen, wie die Reduzierung der Bitrate, für die der DSS-1 ja ohnehin eine Funktion hat.
 

Cyclotron

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Lux Gaia schrieb:
Die Wellenform nähert sich einem Rechteck an, nicht einem Sinus. Das ist aber bei allen digitalen Synthesizers so. Ein moderner Digitalsynth, der mit wahrscheinlich 96Khz oder so arbeitet bietet da natürlich eine 2-3 mal so gute Auflösung an wie der DSS-1. In den oberen Oktaven sind dennoch sämtliche Wellenformen auch bei neuen Synths nur eine vage Annäherung an das analoge Original.
Hm... ich meine, die obersten Wellenformen nähern sich einem Sinus an, da immer weniger harmonische Obertöne möglich sind, denn die Puffer werden immer kleiner. Dabei kommt es ja auf die digital korrekte Darstellung an und nicht, ob es optisch irgendwie 'aussieht'. Ich habe mich in diversen Projekten sehr intensiv mit Resynthese, Wavetables, Mip Mapping usw. befasst und bin mir dessen recht sicher. Oder statt meinem Gelaber mal ein Bild:



Beim DSS1 ist das übrigens ein etwas anderes Prinzip als bei den meisten modernen Digitalsynths. Die haben meist eine feste Sample- und Nyquistrate im System und die Pufferlänge bleibt gleich.

Der DSS1 arbeitet soweit ich weiß mit variabler Rate und variabler Pufferlänge für die Oktaven. Deshalb ist die Transposition nach oben auch abhängig von der Auflösung begrenzt. Und deshalb funktioniert die naive Schwingung in der Tat relativ artefaktfrei im Rahmen dessen, was der DSS1 so nach oben schafft. Die variable Rate transpositionsbedingtes Aliasing, aber durch die kleiner werdenden Puffer kann man eben nicht beliebig viele Obertöne in den obersten Lagen generieren sondern nur "Anzahl < Samples im Puffer / 2".

Aber egal, welche Technik da werkelt - man kommt nicht mit einem Sample über den ganzen Bereich.

In den oberen Oktaven ist zu den per additiver Synthese generierten Originalwellenformen kaum ein Unterschied zu hören, also auch keine Verschlechterung. Im Bassbereich ist der Unterschied vor allem beim Sägezahn sehr deutlich.

Wenn ich den original Sägezahn aus der additiven Synthese mit dem selbsteingegebenen Vergleiche, so hat der neue wesentlich mehr Punch, sägt mehr, macht bei Bässen mehr Druck, ist aber auch härter. Beim Originalsägezahn sind im Vergleich auch irgendwie "falsche" Obertöne dabei, die so ähnlich klingen, wie die Reduzierung der Bitrate, für die der DSS-1 ja ohnehin eine Funktion hat.
Der DSS1 hat zu wenig Partials für Bässe. Das kennt man von vielen anderen Additivsynths mit ähnlicher Ausstattung (ich sag nur K5). Die falschen Obertöne kommen hauptsächlich (aber nicht nur) vom Gibbs - Effekt, da die Obertonreihe schon bei Nr. 128 beendet ist. Zum Teil vielleicht auch noch von der Phasenquantisierung. Das Ergebnis ist dann ein dumpfer Sägezahn mit Klingeln oben drauf. Wenn man sieht, wie man das editieren kann / muss und wie lange er dann rechnet, kann man nur froh sein, dass er nicht mehr hat. :selfhammer:
 
Ich habe gestern wieder am DSS-1 herum geschraubt und bin schon wieder oder immer noch restlos begeistert. Eure Anworten sind dabei sehr hilfreich und nachvollziehbar. Danke!

Aus dem Instrument bekommt man einfach wahnsinnig leicht etwas heraus, das vernünftig klingt und inspiriert. Echt toll.
 
Ich habe noch einmal eine Frage an die DSS-1-Nutzer unter euch: Hat jemand schon einmal die Displaybeleuchtung erneuert (z.B. mit der auf Markos Retrosound-Seite verlinkter Anleitung)? Ich hasse es, an einem unbeleuchteten Display herumzueditieren, aber ich traue mich nicht so recht an die Reparatur heran. Mir ist der DSS zu wichtig, um das zu vermasseln, und die Chance scheint zumindest gegeben zu sein. Bin ich da zu schissig oder ist es so tricky, wie ich es mir vorstelle?
 
Ich möchte niemanden mit einem Monolog langweilen, der keinen interessiert. Trotzdem muss ich noch mal kurz etwas loswerden, weil ich mir vorstellen könnte, dass irgendwann jemand anderes vor dem gleichen Problem steht wie ich.

Ich wollte nämlich wie von Lux Gaia empfohlen ideale Rechtecke und Sägezähne basteln, bin dabei aber nicht weit gekommen. Ich habe mir per additiver Synthese (Menü Create Waveform -> Harmonic Synthesis) eine Rechteckwelle genommen, um schon einmal grobe Annäherungen zu haben und vor allem direkt einen Multisound zu haben, der für jede Oktave den passenden Sound in der passenden Länge enthält. Dann muss ich - so dachte ich - nur noch die einzelnen Sounds per Menü Edit Sample -> View Edit Sample Data bearbeiten, abspeichern und bin fertig.

Das Problem dabei: Im Edit-Sample-Menü muss man immer erst ein Sample auswählen. Dort standen nach dem additiven Erstellen der Wellenform auch 8 Sounds zur Verfügung, aus denen ich wählen konnte, aber wenn ich dann einen ausgewählt habe, konnte ich nur noch den einen bearbeiten, die anderen 7 waren weg und nicht mehr aufzufinden.

Nach langem Herumprobieren und Lesen im Manual habe ich es dann endlich gerafft: Den Arbeitsspeicher kann man immer nur für genau einen Zweck verwenden: Sounds editieren, Multisounds editieren oder Multisounds speichern. Das bedeutet: in dem Moment, in dem ich einen einzelnen Sound zur Bearbeitung lade (aus dem Arbeitsspeicher selbst oder von Disk) gehen die anderen 7 Sounds aus dem Multisound flöten. Die Lösung: Nach der additiven Wellenformerstellung muss man die erstellten Sounds erst einmal mit Save Waveform auf Diskette (oder in meinem Fall SD-Karte) speichern. Danach kann man im Edit-Sample-Menü nacheinander die Wellenformen auswählen, von Disk laden und bearbeiten.

Da bin ich einfach nicht drauf gekommen, und da ich vielleicht nicht der einzige bin, der an dieser Klippe hängenzubleiben droht, sei meine bahnbrechende Erkenntnis hiermit für die Nachwelt erhalten. ;-) :opa:

Das ist echt schräg: Der DSS ist in vielem so intuitiv und leicht bedienbar, in manch anderem aber absolut unzugänglich bis schroff abweisend. Aber egal, ich kann mit Kratzbürsten umgehen.
Lux Gaia schrieb:
Ja, der DSS-1 ist unbequem, wenn man sich dennoch darauf einlässt wird man aber mit einzigartigen Klängen belohnt
Das trifft sie Sache wirklich genau auf den Punkt. Ich habe ja im FM-Synthesier-Thread von meinen anderen Synthesizer-Neuzugängen berichtet (es war mal wieder Zeit für ein bisschen mehr bzw. andere Hardware, und ich habe wahrscheinlich ein bisschen übertrieben), aber vor dem DSS-1 sitze ich mit Abstand am meisten. Der ist einfach ein saucooles Biest mit wunderbarem Klang.
 


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