LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltplan

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von pike, 20. April 2010.

  1. pike

    pike Tach

    Hallo!

    Ich möchte mir diesen LAG-Prozessor bauen:

    http://home.comcast.net/~sbernardi/elec ... 2_lag.html

    Meine dringende Frage ist nun folgende:
    Braucht das LAG-Modul einen Versorgungsstrom oder ist das Modul rein passiv? ich habe leider nicht viel Erfahrungen im Lesen von Schaltplänen. (Habe mal ein S-Trig/Gate Converter nach ähnlichem Schaltplan zusammen gelötet, das funktioniert jedenfalls ohne Stromquelle).
    In dem Plan von dem link gehen zwei Pfeile von dem TL072 weg die ich nicht zuordnen kann. jeweils Pfeil oben und unten aber ohne Beschriftung. Wenn mir jemand dabei helfen könnte diese Frage zu klären wäre das sehr nett.
    Das Löten krieg ich hin, aber wenn man ein Power Supply einbinden muss kann ich das glaube ich vergessen

    Mfg, Pike
     
  2. 7f_ff

    7f_ff Tach

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    Hallo.

    Bin recht neu auf dem Sektor, aber diese Pfeile sind für die Stromversorgung des OP-Amps.
    Laut Datenblatt, wenn richtig abgelesen, kann das Teil bis +/-18V ab ;-)
    Da eine Verstärkung ausgeht, dürfte diese Schaltung nicht passiv funktionieren.

    Bitte um Einspruch, wenn ich eine Falschaussage gemacht habe :mrgreen:

    Grüße
     
  3. pike

    pike Tach

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    Erstmal besten Dank für die Antwort!

    Wenn ich´s recht verstanden habe betreibt der Erbauer sein System mit 15V. Vielleicht könnte man das Modul ersatzweise mit Batterien, z.B. einem 9V Block betreiben?
    ich möchte das Modul auf jeden Fall unabhängig nutzen können.
    Wäre für Tips weiterhin sehr dankbar.

    Pike
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    Du brauchst eine Versorgung, üblich wären +/-15V, bei Synthesizern auch +/- 12V.
    Für Batterien bräuchtest du zwei 9V Blöcke (einen für plus, einen für minus), außerdem wäre ein anderer OP (TL062, pinkompatibel) günstiger, der braucht merklich weniger Strom.
     
  5. pike

    pike Tach

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    Soweit erstmal danke!

    Ich verstehe nur nicht wie ich die Batterien anschließen muss. An dem OP (siehe link unten) sind ein + pol (:cool: und ein - pol(4), richtig?

    http://www.syntax.com.tw/proddata/IC/IC-TL072.JPG

    Was genau mach ich mit den 9 Volt Blöcken?


    Wäre cool wenn Du das so beschreiben könntest, dass auch ich als Laie das raffe.

    Pike
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    So:
     

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  7. pike

    pike Tach

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    Hallo Fetz!

    Vielen Dank für deine Hilfe,

    ich versuche das mal zu bauen und gebe Dir dann ne Rückmeldung wie´s geklappt hat.

    Viele Grüße,


    Pike
     
  8. pike

    pike Tach

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    hallo!

    hat lange gedauert, aber heute hab ich´s endlich fertig gemacht: mein LAG-modul
    hab´s nach der oben abgebildeten modifizierten Anleitung von Fetz gebaut,
    als stand alone modul, mit den zwei 9V Blöcken,
    an dieser Stelle vielen lieben Dank für die Hilfe,
    ich habe noch nicht wirklich Zeit gehabt zu testen aber es läuft und meine Sequenzen gliden jetzt portamento-haft ab
    kann den Schaltplan jedenfalls empfehlen, stelle die Tage noch ausführlichere Testberichte inkl. Bildern ein,

    pike :P
     
  9. pike

    pike Tach

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    hier:
    aus einer alten BASF Tonband-Dose :)
    features: CV in, CV out, on/off, 2 potis, 1 switch


    [​IMG]
     
  10. pike

    pike Tach

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    der Blick ins innere:

    [​IMG]
     
  11. pike

    pike Tach

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    Hi. Folgendes habe ich mittlerweile herausgefunden:

    Das LAG hat die Fähigkeit Spannungsintervalle (CV) zu gläten, so das z.B. Portamento-Effekte möglich sind.
    Eine Tonfolge springt also nicht hin und her, sondern gleitet von einen Ton in den anderen.
    Dieses Modul hat die besondere Eigenschaft, auf und absteigende Tonschritte getrennt voneinander beinflussen zu können.
    Steht der Kippschalter nach rechts, regelt der obere Poti die Intensität der Glättung für absteigende, der untere entsprechend die für aufsteigende Tonschritte.
    Ich habe sie dem entsprechend Fall und Rise beschriftet.
    Schaltet man den Kippschalter nach links, werden beide Parameter symetrisch durch Poti 1 gesteuert. Poti 2 hat dann keinen Effekt.
    Bei mir ist Poti 1 (Fall) komischerweise invertiert, d.h. voller Anschlag bedeutet kein Effekt und Regler auf 0 erzeugt vollen Effekt. Habe den Schaltplan strikt befolgt, vielleicht soll es so sein.
    So das war´s. Hat 2 Nachmittage Arbeit und insgesamt ca. 30 Euro für´s Material gekostet. Danke Mr Bernardi!
    Dank auch ans Forum, im speziellen an fetz! :supi:
     
  12. 7f_ff

    7f_ff Tach

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    Freut mich zu lesen, Klangbsps. sind immer willkommen :P


    Grüße
     
  13. pike

    pike Tach

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    Hallo. ich habe mal ein Audiobeispiel meines Selbstbau-LAG erstellt. die Einstellung ändert sich jeweils nach 4 takten:

    (dual modus)
    - ohne LAG
    - Rise 50%
    - Rise/Fall je 50%
    - Fall 50%
    umschalten auf single modus...

    (wenn das klappt, lade ich noch mehr hoch)

    Beste Grüße!
     

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  14. pike

    pike Tach

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    Als Zweites hab ich mal `ne Crossmodulation eines selbstoszillierenden Filers erstellt. Da mir dazu normalerweise nur eine Pulswelle zur Verfügung steht, (Quelle: Curemoder Modulationsbox)
    nutze ich den LAG, um daraus ein Sägezahn-, bzw. Dreieckmässiges Modulationssignal hinzubiegen..

    Man hört 3 aufeinanderfolgende Modulationsverlaüfe (hoch/runter) bei voller Resonanz, moduliert durch eine Pulswelle, moduliert durch LAG.
    (Synthesizer: Moog Prodigy)

    1. Sweep: Pulswelle unbeeinflusst vom LAG

    2. Sweep: Puls moduliert durch LAG Fall ca. 10% ~ abfallender Sägezahn

    3. Sweep: Puls moduliert durch LAG Rise/Fall ca. 10-15% ~ Dreieckwelle

    Cool, oder? Die 15 Euro für das DIY Projekt haben sich jedenfalls mehr als gelohnt.

    Beste Grüße!
     

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  15. Feedback

    Feedback Individueller Benutzer

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    Hi,
    ich lese diesen Beitrag erst heute (bin noch nicht so lang im Forum). Hast Du die Sache mit dem invertierten Poti inzwischen gelöst? Ich habe keine Ahnung, wie man aus dem Schaltplan die Belegung des Potis ableitet (und falls das geht, sind viele Schaltpläne im Netz in dieser Hinsicht falsch, denn wenn ich es strikt nach Plan immer gleich mache, ist auch das ein oder andere invertiert). Daher baue ich solche Dinge immer erst auf Steckbrett, und probiere es aus. Und wenn ein Poti verkehrt herum geht, tausche ich die beiden äußeren Kontakte. Das wird's auch bei Dir tun.
    So long
     
  16. pike

    pike Tach

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    Hi. Ich hab mich mittlerweile daran gewöhnt. Ist irgendwie doch auch logisch, dass ein Parameter der das Ansteigen reguliert eben bei 0% beginnt und ein Parameter der das Abfallen einstellt eben bei 100% beginnt. Von daher...

    Beste Grüße!
     
  17. pike

    pike Tach

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    Hallo! Ich habe mich nach längerer Pause nochmal mit dem LAG auseinander gesetzt und dabei noch etwas sehr cooles herausgefunden:

    - Wenn man den output des LAG ohne eingehendes inputsignal an den osc-eingang anschließt hat man plötzlich lfo zur verfügung
    fm modulation mit sinus, upsaw, downsaw

    - aber noch genialer ist, was passiert wenn man nun den input des LAG mit dem s-trigger output auf der rückseite des moog verbindet: nun steht eine superschnelle hüllkurve zur verfügung, attack und decay

    ich hoffe, das das technisch nicht irgendwie probleme bereiten könnte, aber wenn ich mich nicht irre, kann ich jetzt
    zusätzlich zu dem nützlichen glide effekt und dem lfo auch noch eine hüllkurve erzeugen, mit der ich sowohl osc, filter und sync modulieren kann, was beim prodigy ja immer bemängelt wird, das er das nicht hat

    würde sich langsam lohnen, noch einen zweiten LAG zu bauen

    grüße an moogulator. :phat:
     
  18. pike

    pike Tach

    Re: LAG, dringende Frage an erfahrene Bastler bzgl. Schaltpl

    ok, da muss noch ein poti als abschwächer dazwischen. hab´s gerade mit nem volumenpedal ausprobiert.
    den typischen sync-decay sound bekomm ich hin. nur das, wenn man die taste loslässt, der LAG auch wieder nach oben saust, ist klar. aber wenn man das release am moog abschaltet klingt´s "amtlich"


    p.s. was mir nach wie vor fehlt, ist ein audio input für ne prodigy. die mod aussem netz hat nicht funktioniert.
    falls jemand weiß, wie das geht, bitte melden

    so... gut´s nächtle, ich daddel noch ein bißchen mit sync rum. geil,geilgeil :floet:
     

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