MicroBrute SE, muss das so?

Dieses Thema im Forum "Analog" wurde erstellt von Rabenheim, 31. Dezember 2014.

  1. Rabenheim

    Rabenheim Tach

    Hallo zusammen,
    mir ist gerade mehr durch Zufall aufgefallen das der MicroBrute hier unter manchen Umständen ein deutlich vernehmbares Knacken erzeugt das mit dem LFO zusammen läuft. Klang mir erst wie eine Verzerrung aber nachdem ich dann alles runter gedreht hatte (alle VCOs aus, LP Filter auf "Mitte", Resonanz aus, Brute aus) und das immer noch da war bin ich dann doch neugierig geworden und habe mal die DAW mit laufen lassen.
    Interessanterweise macht er das nur wenn der LFO gesynct ist. Läuft der LFO frei ist nur minimales (normales) Rauschen da. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher ob das in der Form noch normal ist oder ob ich hier einen Sonderfall habe.... Naja eigentlich kann ich mir nicht vorstellen das das normal ist, aber ich frag lieber Leute die mit dem schon mehr Erfahrung haben als ich ;-)
    Der LFO macht hier nur den Filter auf und zu.

    Ein Bild sagt mehr als noch mehr langes Gerede. Linx ohne Sync, rechz mit Sync...



    Während der Aufnahme waren alles in Nullstellung, nur der LFO lief. Lowpass war ca. auf Mitte, Brute etwas rein gedreht damit man mehr sieht... bzw. hört. Falls es gewünscht wird kann ich gerne noch ein Audiofile dazu geben.

    Also Frage an die MicroBrute Besitzer: muss das so? :selfhammer:
     

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  2. TRF

    TRF Tach

    Die LFO meiner (normalen) Microbrute knackt nur, wenn ich unter den genannten Konfigurationen die Tasten drücke. Und das nur bei SAW und Square. Die LFO knackt und klingt (je nach Frequenz und Filtereinstellung, vor allem bei Patchung auf Filter) dann auch im nicht synchronen modus. So lange keine Taste gedrückt ist, hör ich die LFO nicht.

    Dieser Nebenklang ist nicht schlecht. Ich nutze diese Klänge (wie auch die Eigenklänge des Filters) ganz bewusst für manche Sachen. So lassen sich u.a. Schwebungen und Drumeffekte erzeugen.
     
  3. Rabenheim

    Rabenheim Tach

    Hi,
    danke für Deine Info. Von Deinem Post her meinst Du aber glaube ich was anderes.
    Meine Beschreibung war nicht die beste, hätte gleich ein Audiofile mit schicken sollen ;-) Das ist wohl doch wesentlich sinnvoller als das Bild :selfhammer:


    play: http://rabenheim.de/mb1.mp3

    Das klingt als würde einfach das Signal zerren bzw. als wäre die Aufnahme zu heiss. War meine erste Vermutung und wäre meine erste Reaktion auf das File, das ist aber nicht der Fall, denn sobald der LFO frei läuft ist es weg.
     
  4. Rastkovic

    Rastkovic Pleasure to Kill

    Vorneweg, ich hab keinen Microbrute...

    Was macht der LFO denn, liegt der nur auf dem Filter? Mal probiert den auch zusätzlich auf den VCA zu legen? Ansonsten mal mit einer anderen Wellenform ausprobiert?

    Das sind natürlich extrem Einstellungen, von Null bis Maximum. Wenn das ein analoger LFO ist der reseted werden muss um neu zu starten, dann kann das schon so klingen. Ansonsten sind solche Modulationen auch sauber mit dem Modwheel über Midi zu machen.
     
  5. Rabenheim

    Rabenheim Tach

    So, etwas Zeit zum testen gehabt...
    Das kommt wirklich nur wenn er a) MidiClock bekommt und b) ich das ModWheel für den LFO Ammount nehme. Dabei ist egal ob er die MidiClock per CopperLan oder über´s Soundmodul kriegt. Wohin der LFO geht ist ebenfalls egal, habe das knistern auch wenn ich damit was anderes steuere. Irgendwas macht ihn da anscheinend irre.
    Ich kann´s ja problemlos umgehen; Muss nur das ModWheel auf Cutoff stellen, solange ich den Ammount per "normalem Poti" mache hat er das nicht.

    @Rastkovic mit der Modulation per Midi hast Du recht. Wäre gerade bei so extremen Sachen ohnehin einfacher zu machen :)

    Danke für die Tipps und Ideen :supi:
     
  6. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Der LFO agiert ja sozusagen in einer Art PLL (Phase Locked Loop), wenn er von MidiClock synchronisiert wird. Beim Anpassen der Frequenz beim Erhalten der Synchronisierung via MIDI kommt es in der Schwingungsformerzeugug offenbar zu Glitches. Das kommt bei anderen Synths auch manchmal vor.

    Leider ist Deine Beschreibung nicht sonderlich klar, am Besten wäre ein Bild des Brute, so dass man alles Einestellungen sehen kann. Ich habe hier allerdings nur den MiniBrute, mit dem ich es gegenchecken könnte. Unklar ist mir allerdings auch, wie der Brute über CopperLan angeschlossen wird, da er ja nur DIN Midi und Midi over USB hat, oder habe ich da was verpasst?

    Hast Du schon den Arturia Support kontaktiert, evtl. ist ein bekannter Bug, der in einer Firmware Aktualisierung gefixt werden wird?
     
  7. Rabenheim

    Rabenheim Tach

    Hallo Swissdoc,
    die Einstellungen vom OSC z.B. sind egal. Auf dem ersten Bild ist der komplett raus, da ist nur das Signal vom LFO zu sehen. Erst das normale rauschen und danach das Knacken im Signal sobald er mit Midi synchronisiert wird.
    Die Einstellungen um die das bewirken sind: ModWheel steuert den LFO Amount und MidiSync (Seq auf Rate). Sobald das ModWheel nur den Cutoff macht ist das Knacken weg. Ich werde die Woche mal beim Support nachfragen. Ich denke schon das Du da richtig liegst mit den glitches, das wäre vermutlich dann auch wirklich Software. Wäre mir eigentlch das liebste ;-)
    Das CopperLan nutze ich bislang nur für´s Midi. Gibt da echt günstige Lösungen und funktionieren tut´s bislang gut.
     
  8. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Nun ja, vom LFO höre ich ja nichts, ausser ich moduliere etwas damit. Wenn Du etwas strukturierter beschreiben könntest, wäre es hilfreich, oder eben ein Bild vom Brute.
    Wegen Copperlan, verstehe ich es richtig, dass Du aus dem Rechner über Ethernet angeschlossen ein Copperlan Midi Interface ansteuerst, das dann über DIN Midi an den Brute geht?
     
  9. Rabenheim

    Rabenheim Tach

    Ich mach heute Abend mal ein Bild. Auf dem ersten Bild ist nur das Rauschen zu sehen das der LFO vom Brut erzeugt. Der VCO ist komplett raus gedreht.
    Zum Thema Copperlan: genau. Hatte das tatsächlich erst mal im Verdacht, ist dann aber auch über das "normale" Midi nachvollziehbar.
     
  10. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Nun, nochmals die Bitte, genau und strukturiert zu beschreiben, was Du da wie zusammenschaltest. Vor allem: Midi ist historisch gesehen DIN Midi, also das Midi-Protokoll über das physikalische Medium Din Kabel mit Stromschleife. Das hat lange Zeit als Spezifikum ausgereicht, Midi war einfach immer DIN Midi. Mitlerweile gibt es aber Midi auch eben über USB oder über Ethernet und über Copperlan, etc.

    Wenn Du nun was von Copperlan schreibst, ist nicht klar, was Du genau damit meinst. Der Brute bekommt in Deinem Fall ja dann die Sync Info über seinen DIN Midi Port.

    Aber nun ist klar, dass der Fehler nicht durch Dein Copperlan Midi Interface kommt.

    Darf ich fragen, was Du als Copperlan Midi Interface im Einsatz hast und an welchem Rechner das hängt. Warum überhaupt Copperlan?
     
  11. ollo

    ollo Tach

    ich bin ja total neu hier und blutiger anfänger aber was passiert wenn du im editor zwischen LFO retrigg of und retrigg umschaltest, ändert das was?
     
  12. Rabenheim

    Rabenheim Tach

    Hi Swissdoc,

    hier erst mal ein Bild von den Einstellungen mit dem ich das Rauschen aufgenommen habe... Das Rauschen im Bild bitte ich zu entschuldigen, hab grade nur das Handy zur Hand ;-)



    Das mit Midi ist mir soweit schon klar. Ich habe mit Midi wie viele hier schon seit Atari Zeiten zu tun ;-) Ich war davon ausgegangen das es reicht zu sagen, dass das bei mir per CopperLan übertragen wird. Ich habe es wie gesagt auch über ein Motu 828 getestet. Geändert hat das aber nichts.

    Auf dem Bild siehst Du das da nichts ungewöhnliches ist. Midi, Strom und Audio. Mehr ist nicht dran, den Eingang benutze ich aktuell nicht. Wie oben schon gesagt würde es jetzt reichen das Mod Wheel umzustellen auf Cutoff, dann ist das weg. Solange ich den Amount über das Poti verändere klingt alles sauber.
    Midi kommt aktuell per CL, Audio geht ins Motu, Strom... ääh Steckdose ;-)

    Für das CopperLan nutze ich das AL88-C von Alyseum. Das warum ist eigentlich einfach: Neugier. Ich hatte die Wahl knapp 200€ für ein 8-Port Interface auszugeben oder für knapp 180€ das ganze hier in einem System einzubinden das ohnehin da ist. Ich repariere jeden Tag 10h lang PCs, da sammelt sich viel Kram an.
    Ich fand das Potential einfach interessant und das kann es auch erfüllen. Ich muss nichts umstecken sondern kann mit Mausklicks und virtuellen Kabeln alles mit allem verbinden. Wozu ich allerdings noch nichts sagen kann sind Geschichten wir Jitter und was passiert wenn ich mal wirklich ein Dutzend Geräte gleichzeitig ansteuere.

    Ich danke Dir für deine Hilfe swissdoc, aber ich denke ich hake einfach mal in Foren bei Arturia und beim T nach. Der Kleine ist ja nicht das einzige was hier so rum steht, aber der einzige der in einer bestimmten Situation nicht so tut wie er sollte.

    Sorry falls ich grade hektisch und oberflächlich bin, hab grade Besuch...

    @Ollo
    ich hab das noch nicht versucht. Habe den bisher nur an Midi hängen. Aber danke für die Idee. Werde es am WE mal probieren.
     

    Anhänge:

  13. Rabenheim

    Rabenheim Tach

    ...tatsächlich etwas Zeit am Wochende gehabt. :supi:

    Thema kann als gelöst markiert werden (wenn einer der MODs so nett wäre). Anscheinend hatte sich eine rekursive midi-galvanische Gravitationsschleife im Seitenarm des Motu Deltas gebildet...
    Oder auf normal: Das Copperlan hat über den PC eine virtuelle Verbindung mit dem Motu aufgebaut. Das Motu hat einerseits vom Cubase und andererseits aus dem Copperlan Midi-Clock Daten bekommen. Warum das die Sachen kirre macht die nicht am Motu hängen ist mir zwar ein Rätsel - aber naja. Virtuelle Verbindung weg und schon geht´s...

    Immerhin hab ich Probleme die hier sonst keiner hat :floet:
     
  14. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Verstehe zwar kein Wort, bin mental beim Memory-Mapped Midi-Interface am C64 stehen geblieben, aber schön, dass nun klar ist, was da wie miteinander in Clinch geraten ist. Dann muss ich auch mit meinem Minibrute nicht versuchen, das nachzuvollziehen...
     
  15. Rabenheim

    Rabenheim Tach

    Verstehe ich.
    Wenn man das nicht vor der Nase hat ist das nicht leicht nachzuvollziehen. Das Copperlan basiert zum grossen Teil aus Software. Du hast zwar Breakout Boxen die dann eine echte physikalische Verbindung aufbauen (z.B. zum MicroBrute), aber das meiste passiert mit virtuellen Kabeln wie innerhalb einer DAW.

    Eigentlich kann man das sogar wie ein Modularsystem "verkabeln". Extremes Beispiel: virtuelles Kabel raus aus einem NI Reaktor Patch in dem ein LFO schwingt auf einem PC -> rein in einen Filter in einem Instrument auf einem Laptop im WLAN. Das ist ein bewusst extrem gewähltes Beispiel, ohne das das jetzt Sinn machen muss. Aber gehen würde es :selfhammer:

    Leider wird die Software kaum gepflegt, man findet sehr wenig im Netz, die Foren der Entwickler sind faktisch leer.
    Mit anderen Worten: nur was für Leute die gerne basteln. ;-)
     

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