Microcontroller und DIY-Synthesizer - ein Sammelfred

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von Anonymous, 15. Dezember 2013.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hallöchen,

    ich hab vor mich in der Weihnachtszeit mal ein wenig mit Microcontrollern im Bezug auf DIY-Synthesizer zu beschäftigen.
    Da gibt's ja schon einiges:

    - die Projekte von UCapps
    - Quantix-8 von Papareil Synth Labs
    - Pixie von Elby-Designs
    - Monowave von Elby-Designs

    Auf vielen Websites wird geschrieben, dass der PIC ein wunderbarer Anfang sei.
    Also habe ich mir mal den Brenner9 von sprut.de gebaut, um die PICs zu programmieren. Den PIC mit der Brenner-Software hab' ich von 'nem Bekannten erhalten.

    [​IMG]

    Das hier soll ein Fred werden, in dem mal Infos zu µController-Projekten zusammengetragen werden.
    Hoffe auf Interesse.
     
  2. tholan

    tholan -

    Hallo Bornhelmser,
    Ich habe mich bis jetzt nur mit den Mega- und Tiny Atmels
    im DIL-Gehäuse, sowie dem AVR-GCC beschäftigt.
    Wenn man noch einen Standardparallelport besitzt,
    braucht man quasi garkeine Elektronik um sich mit den
    Prozessoren zu unterhalten. Paar Widerstände und etwas Flachbandkabel.
    Sogar die Betriebsspannung für den Atmel läßt sich noch
    aus den unbenutzten Datenleitungen ziehen.
    C-IDE mit Inlineassembler und Brennprogramm bringt der AVR-GCC mit.
    Ich habe mich für den Anfang an diesen Herren hier gehalten:
    http://www.rowalt.de

    Die einfachsten Projekte, die sich mit den kleinen Atmels
    und sicher auch PICs realisieren ließen,
    wären Midi-Spielereien, wie MIDI-Arpeggiatoren, MIDI-Controller,
    MIDI-Nachrüstungen für alte "Accompaignments", bzw Rythmusmaschinen....
    Was sich halt alles mit 1xMIDI rein/raus- und ner Handvoll
    GPIOs machen läßt.

    Direkte Klangerzeugung mit einem Atmel oder einem 8-Bit PIC,
    sehe ich dann schon als etwas ambitionierter.
    Wenn man da was machen möchte, was auch gut klingen kann,
    dann halte ich es schon für ein Gefummel,
    die 8-Bitter mit signed 16-Bit-Integern zu quälen.
    Für nen nackten, digitalen Oszillator mit linearen Wellenformen:
    Rechteck, Sägezahn, Dreieck (vielleicht alles mit PWM)
    könnte es ja vielleicht noch in annehmbarer Qualität reichen,
    aber wenn ich z.B. den PreenFM quietschen höre,
    drückt sich mir doch ein Tränchen aus dem Augenwinkel.
    :)
     
  3. Widy75

    Widy75 aktiviert

  4. tholan

    tholan -

    Das sind €302,- "ext VAT".
    Mit "VAT" (17,5%) sind das €355,- und dann kommt noch der Versand!
    Wenn ich mir so das Demogefiepe anhöre,
    -spielt Ihr "Des Kaisers neue Kleider"?
    :)
     
  5. Schau dir mal die neueren PIC-Generationen an. Die PIC24H-Familie aus der 16-bit-Reihe haben schon ordentlich Peripherie für serielle Kommunikation an Bord. Microchip basteln auch sogenannte DSCs (Digital Signal Controller), was MCU und DSP zugleich ist und dsPIC genannt wird. Ein paar dieser dsPICs besitzen sogar einen 16-bit DAC on board. Die äußere Schaltung kann dann minimal gehalten werden.
    Zum programmieren oder debuggen ist der Microstick erschwinglich (Microstick II für dsPIC mit DAC) und lässt sich direkt in der Schaltung brennen. MPLABx als IDE bringt alle nötigen Compiler kostenlos mit.
    Mit dem Microstick II kommen ein PIC24H und ein dsPIC33F (jeweils 16-bit, in C programmierbar) und eine 32-bit MCU, die man sogar objektorientiert programmieren kann (C++).
    Ich bau mir gerade nen kleinen Sequenzer mit dem PIC24H (mit dem Microstick II) und könnte einen minimaleren Aufwand gar nicht haben (auf den Controller, die IDE und die KOSTEN bezogen).



    P.S.: Die sprut-Beispiele sind super für den Einstieg, auch wenn man den Assemblercode nicht verwendet. Und nicht vergessen, sich in diesem Forum einzuschreiben http://www.mikrocontroller.net/
    P.P.S.: Für ernsthafte, umfangreiche realtime DSP-Berechnungen langt man bei 40MHz leider schnell an die Grenzen des Möglichen, wenn man nicht gerade irgendwelche genialen Algorithmen in Assembler schreiben möchte/kann. Dafür habe ich dann den OMAP-L138 :cool:
     

    Anhänge:

  6. tholan

    tholan -

    Mit den PICs habe ich mich noch garnicht beschäftigt.
    Das sieht aber schon interessant aus.
    Steht eigentlich schon lange an, daß ich mich endlich mal mit nem
    16Bitter beschäftige.
    Läßt sich das denn auch in purem C machen?
    Auf das doppelplus habe ich so garkeinen Bock.
    Vielleicht kennst Du auch ne Seite, auf der man mal einen
    systematischen Überblick über die PICs bekommt und was es so an IDEs dafür gibt.
    Die Modellserien sind ja bei denen schon derartig unüberschaubar.
    Eine Kombination MCU-DSP und Wandler klingt ja auch sehr spannend,
    ich hoffe,daß ich dem dann auch gewachsen bin.
    Bei DSPs wirds ja meist schon recht akademisch :).

    p.s.
    "OMAP-L138" -Arm9 und DSP!
    Püh, in diese Kategorien muß ich mich erstmal anschleichen.
    Das ist sicher schon was anderes als ein Tiny2313 oder sogar Mega644 :).
     
  7. Zur Architektur: http://www.microchip.com/pagehandler/en ... cture.html

    Productfinder: http://www.microchip.com/ParamChartSear ... chID=8188#

    Über die Anforderungen eines Projekts bin ich mit dem Tool zu dem dsPIC33fj64gp502 gekommen. Der besitzt nen DAC und wird zufällig mit dem Microstick II geliefert, welcher äußerst günstig ist (ca. 25€). Was noch ganz toll ist an dem Microstick ist, dass man diesen zum Programmieren direkt in die Schaltung einbetten kann, wie oben auf meinem Bild. Als IDE wird vorherrschend MPLABX angeboten, die älteren IDEs von Microchip sind quasi discontinued. Was es noch so an IDEs gibt, weiß ich so gesehen nicht. MPLABX ist kostenlos, und Microchip bietet dazu C-Compiler kostenlos an. Es gibt auch kommerzielle, effizientere (?) Compiler. C nach ANSI 89 ist pur genug? :)

    Meinen ersten PIC16F88 habe ich in Assembler programmiert und bin schnell mit dem Microstick auf die größeren umgestiegen. Ich selbst war überrascht, wie kinderleicht das Programmieren von den kleinen Käfern ist. Codebeispiele gibt es auf microchip.com und sind zudem in die Dokumentation integriert, auch wenn da gerne mal Fehler auftauchen. Meine PICs programmieren sich fast von selbst.

    Auf mikrocontroller.net ist größtenteils atmel (im Allgemeinen beliebter als die PICs) vertreten. Die Schaltungen und Codebeispiele sind aber viel wert und lassen sich gut auf den PIC portieren.
     
  8. die MOTM Eurorack Module sind alle DSPIC basiert; im entsprechenden thread bei muffs ist auch der genaue typ genannt. ich möchte behaupten: da geht schon was. :)
     
  9. tholan

    tholan -

    Hallo Rampensau!
    Tja, wenn ich etwas liebe, dann ist das die wunderbare Übersichtlichkeit
    der Produktserien auf den Webseiten von Halbleiterproduzenten.
    Ich hab mir zur Information mal hier:
    http://www.microchip.com/ParamChartSear ... 192&mid=14
    ...das Datenblatt zum "DSPIC33fj64GP202" gezogen (70292G.pdf).
    Das kommt der "502" am Ende des PICs, den Du genannt hast, am nächsten
    und soll auch die Serie "DSIPIC33fj64GPx02" beinhalten.
    Ich habe keinen Hinweis zur Aufschlüsselung des "x" gefunden,
    nehme aber an, daß das die, von Dir genannte, "5" in der Typenbezeichnung beinhaltet.
    Naja, jedenfalls sollen sie alle eine DSP Engine und einen OPAmp-gepufferten 16Bit Stereo-DAC besitzen.
    Da kann man sicher ne Menge "Software-benden" :) .
     
  10. Oh ich bring das immer durcheinander. Ich meine 802. Der PIC24 besitzt den Schlüssel 502. Das sind die beiden 16 Bitter, die mit dem Microstick geliefert werden.
     
  11. tholan

    tholan -

    Danke und da isser ja auch:
    64kB Flash, 16kB RAM, 2 UARTs für MIDI, scheinbar kein EEPROM, aber I2C, 16Bit Stereo D/A,
    gemultiplexter 12Bit A/D, ...
    Sowas hab ich mir fast gewünscht :).
     

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