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Brainstorm Moderne Legenden?!

Wilde Suche nach Themen, Ideen …
  • #91
also ich bin vom ASM Hydrasynth und vom Modal Argon 8 recht begeistert.
ich hatte beide und bin am Ende beim Minifreak gelandet. Würde also alle drei in eine ähnliche Liga einordnen.
Vielleicht könnte man für derartige Geräte eine eigene Kategorie definieren? Denke auch eher, dass es einzelne Geräte heutzutage schwer haben, weil der Markt so gut bestückt und schnelllebig ist.
 
  • #92
Was mir bei Neueren schon sehr auffällt ist der veränderte Klang. Die klingen fast wie ein "Hans Zimmer Patch", als würde hintendran ne Effektkette hängen mit Multibandkompressor, EQ.
Gerade beim Polybrute fällt es mir auf, habe diese Richtung aber schon bei einigen gehört.
Pulse 2 fiele mir noch ein, während die Klassiker bis zur Jahrtausendwende noch sehr roh und unfertig klingen, tönt es jetzt fast HiFi-Mäßig nach Badewanne.

Denke mal, dass da intern noch getrickst wird? Oder wie ließe sich das anders erklären? Signalweg sauberer/stabiler?

Ironischerweise habe ich derartige Soundästhetik roh aus einem Instrument erstmalig damals im Athmosphere gehört, Vorgänger vom Omnisphere. Muss so 2005-2007 gewesen sein.

Und diese "Ästhetik" nenn ich sie mal hatte schon weitreichende Veränderungen bspw in Filmmusik. Wie gesagt: Klingt wie aus Hans seinem Zimmer
 
  • #93
Könnte aber auch sein, dass es nur in einem nerdigen gearforum jemanden interessiert, woher die Klänge stammen, die anderen tanzen zur Musik. Oder schunkeln oder was auch immer ihnen Spaß macht
 
  • HaHa
M.i.a.u.: notreallydubstep
  • #94
Könnte aber auch sein, dass es nur in einem nerdigen gearforum jemanden interessiert, woher die Klänge stammen, die anderen tanzen zur Musik. Oder schunkeln oder was auch immer ihnen Spaß macht

ja, aber einselfdrülfzehn, hans maria moogelvis hatte den auch, der macht dem amtlichen legendensound!
 
  • #96
Was mir bei Neueren schon sehr auffällt ist der veränderte Klang. Die klingen fast wie ein "Hans Zimmer Patch", als würde hintendran ne Effektkette hängen mit Multibandkompressor, EQ.
Gerade beim Polybrute fällt es mir auf, habe diese Richtung aber schon bei einigen gehört.
Für mich liegt das eher an den total überproduzierten Presets (die ich eh nicht nutze). Noch schlimmer finde ich das beim MiniFreak. Nur weil die vielen Effekte da sind, heißt für mich eigentlich nicht, daß man die alle und immer einsetzen muß. Braucht man ja nur mal die Effekte auf Bypass setzen und die allermeisten Factorypresets fallen geradezu in sich zusammen.

Wobei ich beim PolyBrute die meisten internen Effekte nicht benutze. Ich finde, daß der einen schönen analogen Grundklang hat, den man nicht in Reverb absaufen lassen muß.
 
  • #97
Presets sind natürlich noch ein anderes Thema - ich hatte fast gar nicht mehr auf dem Zettel, dass es Leute gibt, die die tatsächlich in Produktionen nutzen. Inzwischen höre ich mir die Presets neuer Synths nicht mal mehr an. :mrgreen:

Finde die FX vom Polybrute (und Minifreak) übrigens ziemlich gut (jedenfalls klingen sie deutlich besser als z.B. bei Sequential) - und wohldosiert eingesetzt, können sie ein Patch schon aufwerten. Ob man dann hinterher tatsächlich mit Reverb oder Delay aus dem Synth recordet, ist natürlich eine andere Frage.
 
  • #98
daß der einen schönen analogen Grundklang hat

Das stimmt allerdings. War eine gute Entscheidung! Dabei hatte ich eigtl andere aufm Schirm.
Iridium und Muse fielen der Redundanz zum Opfer, so richtig bock auf VA hatte ich eigtl nicht, auch wenn die Udos einige coole Features haben.

Bin extrem positiv überrascht vom polybrute!
Find den recht eigen, recht flexibel, innovativ und hat dabei ein schön direktes Signal. Der steht gut neben M und Rev2 und das andere Gerödel wird zunehmend überflüssig
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: exitLaub
  • #100
Du meinst wegen der niedrigen Lautstärke?

Das ist aus der Sicht des Gainstaging eigtl sehr vernünftig. Die lautesten Patches oktaviert gespielt kommen mit ca. -11db in der DAW an, ohne gepegelt zu haben.

Mein Grundpegel für alle neuen Signale liegt eh bei -15db, von daher passt das sogar sehr gut - Sehr professionell gelöst.

Das Problem sind eher die, die viel lauter sind, wie bspw der Pulse, der auch intern relativ schnell in die Sättigung fährt - Was ja eher als Feature eingeordnet werden kann, aber nur als Beispiel, dafür reichts
 
  • #101
Moderne Legenden?
Stil- (und Sound-) prägend für die ersten 20 Jahre des 21. Jahrhundert waren meiner Meinung nach:

-Ableton Live
- U-He Zebra
- NI Kontakt
- Waves Ultra-Maximizer und andere (Multiband) Brickwall Limiter
- Ozone Mastering (Alles klingt exakt gleich mittelmässig)
- Hochdetailierte aber einfach anzuwendende Instrumenten-Librarys, insbesonders Strings in allen Ausformungen
- Close Mikrofonierte, intime Klaviere (nicht Flügel)

Ist alles in allen Formen aller Musikstile zu finden; von DubStep über Elektro und
Metal bis Filmscores, Trailer und Chartpop der letzten 25 Jahre.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: exitLaub
  • #103
- Close Mikrofonierte, intime Klaviere (nicht Flügel)

Good call!
Auch Felt-Piano als solches ist wirklich einer der grossen, genre-übergreifenden Trends der letzten zwanzig Jahre. Und das, während Uprights als solches ja nichts neues sind, aber alle (gerade auf Library-Ebene) immer nur dem Flügel nachjagten.


Irgendwer hat eine Seite weiter vorher auch den OP-1 erwähnt. Den würde ich für einmal tatsächlich als Legende sehen. Octatrack ebenfalls, aber dem fehlt der YouTube-Aspekt, welcher der OP-1 definitiv hat.
 
  • #104
Zurück zum Thema.

In 20 Jahren könnte man meinen, daß der PolyBrute quasi eine "Blade Runner Legende" wäre, weil gefühlt jedes zweite YT-Video "bladerunnert". Dabei kann der so viel mehr.
 
  • #105
Dachte das wäre nur meine Wahrnehmung, als wären Synths nur für langweilige Space-Ambient Gedudel da, weil scheinbar alles andere nur noch mit Plugins produziert wird 🤮

Nicht, dass ich Ambient doof fände, aber Hype, Masse, Einheitsbrei und die berühmte Sau, die durchs Dorf gejagd wird is halt nicht so meins. Ebenso stört mich, dass sich niemand danach testet, wie gut ein Synth im Mix steht und wenn sich mal wer traut, ist es simple Amateurmusik, die zwar gut gemeint, aber keine Aussage hat.

Da bin ich schon dankbar an die "Rocker" oder professionellen Mischer, die sich sonstige Effekte vornehmen, inkl Kontext.

Glaub das war jetzt hart Meta - In welchem Thema bin ich? Arrrghsl
 
  • #106
Dachte das wäre nur meine Wahrnehmung, als wären Synths nur für langweilige Space-Ambient Gedudel da
Das "Problem" sind da die z.T. sehr gut klingenden onboard Reverbs wie auch beim Peak / Summit. Mit gut klingen meine ich, daß dadurch alles besser klingt, aber nicht unbedingt passt. Das macht süchtig nach mehr und man will es nicht auf einen "vernünftigen" Effektanteil zurückdrehen.

Früher hieß es mal "Je Reverb desto Amateur"
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Rasenmähermann
  • #107
Demnach könnte man Reverbs a la big sky oder blackhole ruhig in den modernen legenden status hieven
 
  • Gute Idee
M.i.a.u.: Scenturio und exitLaub
  • #109
vor allem mit Shimmer. ;-)
Hat man sich (ähnlich wie Autotune) aber auch schnell satt gehört.
Das ist inzwischen doch auch schon wieder ewig "in Mode". Ich glaub, ich kann bestimmt seit 10 Jahren kein Shimmer Reverb / Delay mehr hören, weils mir zu den Ohren raushängt.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Scenturio
  • #110
Zurück zum Thema.

In 20 Jahren könnte man meinen, daß der PolyBrute quasi eine "Blade Runner Legende" wäre, weil gefühlt jedes zweite YT-Video "bladerunnert". Dabei kann der so viel mehr.
Der polybrute ist sicher viels aber mit nichten eine Legende. Genau das Gegenteil. Polybrute ist understatement und man sieht ihn eher so wie einen rev2. Der ist selbst vielleicht ein Klassiker, aber keine Legende . Bewährt, Vielseitig, aber nicht das was die Leute preferieren. So die Wahrnehmung.

Dem Polybrute fehlt der starke charakter in den Filtern. Die Filter klingen nämlich wie viele va's und plugins, die man kannte. Ich nehme an, dass der filtercode damals gut in der Lage war, diese art von analogen filtern gut nachzuahmen und deshlab wirkt der polybrute "weniger analog". Aber es ist ja eigentlich genau andersherum.

Was dem Polybrute auf jeden Fall im Filter fehlt, was viele andere haben, ist dieses schimmerende oder liquid resonanzverhalten, was ein muse, artemis, sequential einfach hat. Das ist Trend und ein "vintage" stempel. Der polybrute kann das einfach nicht, dass habe ich lange versucht irgendwie zurecht zu schrauben, weil ich das ja eigentlich mag. Das kann er nicht, wie die oben genannten.
Dafür ist er eigenständig in den details, sag ich mal. Das wird heute oft übersehen, weil die Leute bei analog erwarten, dass schon auf oszillator/filter ebene der charakter herausquellen muss.
Polybrute hat aber sehr starke oszialltoren und eine square, die ganz oben mitspielt. fm, sync, modulationskram klingt teils sehr eigen.

Polybrute kann sehr akustisch klingen und ich stolpere immer wieder über solche patches. Ähnlich zu existierenden akustischen isntrumenten oder einfach echt. Wenn man das mag, kann er da an klasssischen Sounds super gut alte standard presets. Rhodes, piano, streicher, gitarre und so ei kram. In moderener form macht mir das sehr viel spass. Die alten presets fand ich persönlich furchtbar.
Morphing ist echt was ganz besonderes im Polybrute. EIne echte waffe. Kommt super, während man spielt und man kann damit extrem viel bauen. Erinnert mich an den nordlead, nur in komplex, mit weniger layern und mit mehr ausdruck.

Was die effekte angeht: Ja die sind zeimlich gut, so wie ihr das immer seht. Ich hab ja auch interne effekte abgelehnt, wie im ob6, aber ich sehe das heute anders. Ich sehe nicht mehr, warum die effekte im ob6 schlecht sein sollen oder warum ichsie einfach ignorieren sollte. Die patches, die am ende rauskommen sind trotzdem großartig. Ist wirklich so egal, auch wenn ich verstehe, dass man bei dem preis einen anderen standard erwartet, so machen die spaß und sind einzigartig. Ich mag die ob6 effekte wirklich und utze die auch gern.

Beim polybrute ist es wie ihr sagt. Die klingen vertraut und man kommt schnell in so einen synthestischen charakter. reverb klingt schnell aufgesetzt und nach klischee. Vielleicht gerade weil sie gut sind.
Das hat sehr geholfen, den polybrute klanglich abzuwerten, das ist fakt. Was analogen charakter angeht. Diese Art von Patches.

Das stimmt allerdings. War eine gute Entscheidung! Dabei hatte ich eigtl andere aufm Schirm.
Iridium und Muse fielen der Redundanz zum Opfer, so richtig bock auf VA hatte ich eigtl nicht, auch wenn die Udos einige coole Features haben.

Bin extrem positiv überrascht vom polybrute!
Find den recht eigen, recht flexibel, innovativ und hat dabei ein schön direktes Signal. Der steht gut neben M und Rev2 und das andere Gerödel wird zunehmend überflüssig
Wo ist der muse bei dir redundant?
Weil er nach moog klingt oder wieso?
Der muse bietet viele dinge, die du sonst nirgends bekommt und das auch quantitativ?

muse hat im Vergleich zum Polybrute viel fm kram, einen stärkeren sequencer, eine sehr feine modulationsmatrix, die quasi konkurrenzlos ist und sehr starken eigencharakter. Der muse klingt viel aggressiver als der polybrute.


Genrell finde ich es seltsam, dass einige irgendwie erwarten, dass es quasi neue Legenden geben müsste. Ist nicht teil einer Legende, dass Zeit vergehen muss?

Machinedrum, jp8080, das ist auch schon lange her.
Wie soll es eine Legende sein, wenn sie nur ein paar Jahre alt ist?
 
  • #111
Wo ist der muse bei dir redundant?
Weil er nach moog klingt oder wieso?

Er klingt halt insgesamt zwar toll, aber so gewöhnlich, wie man es von einem hochwertigen Synth erwarten würde.
Er böte _für mich_ nichts, was ich suche

Ahch wenn er mehr bietet, finde ich dann doch näher vom Grundsound her am Rev2, als am PB

Das ist eigtl kein Versus, der Muse wäre natürlich auch toll, aber er klingt halt "toll-gewöhnlich"
Finde, das hört man hier sehr gut raus.



Edit: Ups das war das Video mitm One ... das mitm Muse finde ich gerade nicht :D Sorry, mein Fehler!
 
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M.i.a.u.: Rasenmähermann
  • #112
Er klingt halt insgesamt zwar toll, aber so gewöhnlich, wie man es von einem hochwertigen Synth erwarten würde.
Er böte _für mich_ nichts, was ich suche

Ahch wenn er mehr bietet, finde ich dann doch näher vom Grundsound her am Rev2, als am PB

Das ist eigtl kein Versus, der Muse wäre natürlich auch toll, aber er klingt halt "toll-gewöhnlich"
Finde, das hört man hier sehr gut raus.



Edit: Ups das war das Video mitm One ... das mitm Muse finde ich gerade nicht :D Sorry, mein Fehler!

Das sind beides tolle Synths, aber die Sounds sind "gewöhnlich" - das große Ding käme, wenn du an die Grenzen gehst. Da haben beide ihre Stärken.
Es ist aber klar - die sind beide gute Synths.
Ich als Hörer würde einfach den für mich passenderen wählen. Und gut. Aber beide sind sehr flexibel, sehr gut zu bedienen, haben gute Ideen und Komplettheit.

Beide inkl Muse haben das Zeug, diese "Legende" zu werden, es liegt da auch an anderen Faktoren, die so einen Kult laufen lassen. Der C64 ist im Kult nicht weil der so ein gutes BASIC hatte, der hat den SID, der hat diese Eigenheit - und in manchem ist er so oder so besser oder schlechter als zB ein Spectrum.
Aber beide sind Klassiker - würde unterstellen, dass mehr Leute den C64 kennen und den Atari 800 kennen ggf. noch weniger, aber die Nerds lieben ihn womöglich. So ist es hier ggf. auch?

Es ist natürlich eine spekulative Sache - und wir haben weiter Spaß an unseren modernen Klassikern.
Oder träumen von ihnen, beim Moog One kann das sicher mehr sein, weil der einfach auch teuer ist - den Polybrute kannst du dir einfach eher leisten.
Aber - ich fand das Konzept gut und offen, man hat wenig, wo man rummäkeln muss. Das ist konzeptionell sehr progressiv.

Die Vergleiche und Jams helfen uns zu wählen. Aber die Kultfrage wird durch Zeitgeist und Co bestimmt - da haben wir keinen direkten Einfluss - maximal als "Gruppe Nerd - Forum" - die auch einen kleinen Einfluss hat.

Naja, der Rest wird in 20 Jahren dann geprüft. Ich frag das ab, also wenn ich noch lebe.
 

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