Nord Modular als VSTi

Dieses Thema im Forum "Modular" wurde erstellt von Ermac, 26. Juli 2006.

  1. Ermac

    Ermac -

    Mit derartig reißerischen Worten wirbt die neue Ausgabe meines Lieblingsmagazins BEAT (dessen Abo sich leider durch die Umstellung in einen 2monatsrhythmus und die Preissenkung verlängert) auf der Titelseite für geradezu erstaunliches!
    Aber was kommt dabei rum? Ein Sampleplayer, der KEINE Eingriffe in den Klang erlaubt. Warum auch? Das Tool soll schließlich für Musiker sein, die Spielen wollen und nicht für Soundtüftler. Bittesehr!

    http://www.m3c.de/software/softwareinst ... 8e4f424bcb

    [​IMG]
     
  2. Was hat das Ding dann Bitte mit einem Nord Modular zu tun?

    Yau.
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Die Samples stammen wohl daher. :roll:
     
  4. Nur das mir das Wort modular da ein bisschen zu produktpimping mässig rüberkommt.
     
  5. snowcrash

    snowcrash aktiviert

    naja clavia selbst bewirbt das recht deutlich mit 'samplebasiert' der rest ist wohl sommerloch-schrott der magazine.

    das teil heisst ja schon recht erklaerend 'nordmood' und nicht "nord modular vst"

    trotzdem relativ uninteressant und wohl eher fuer leute die nicht selber schrauben koennen oder wollen...
     
  6. Moogulator

    Moogulator Admin

    hab grade mal ins heft geguckt.. dort steht in der überschrift aber was anderes, kann das sein das du da gerne was HEFTiger reagierst ;-) ?
    nicht wegen verteidigung und co.. aber.. da steht "Die Clavia Konserve".. zumindest oben drüber ;-)
     
  7. Ermac

    Ermac -

    Auf dem Cover steht bei mir "Schweden-Sound | Kann die Software-Version des Nord Modular dem Original das Wasser reichen?"
    Den Rest habe ich erst gelesen NACHDEM ich mein Treppenhaus komplett durchquert und die Folie entfernt hatte.
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hüstel.


    Alessandro Cardinale von Soundburst in ein Kollege von mir und ich arbeite bereits seit Jahren mit ihm. Er hat Northmood vor einem Jahr released und seine Idee war, den Nord Modular quasi als Presetsamplelibrary für Computer bereitzustellen. So hat er eine Menge Sounds (650) in ganz engen Intervallen und größtenteils Semi-Tones gesampelt, dazu noch V-Switches gemacht und mit Mastering-PlugIns bearbeitet. Dann das Ergebnis als Plug´n Play als VST verfügbar gemacht. Nicht mehr und nicht weniger.

    Dass *jetzt schon* deutsche Presse darauf aufmerksam wird und das Produkt dann gleich in offensichtlich missverständlicher und gleichzeitig beinahe reißerischer Aufmachung mit "Schweden-Sound | Kann die Software-Version des Nord Modular dem Original das Wasser reichen?" vorführt, spricht für sich.


    Ich wundere mich schon lange nicht mehr über solche Situationen.
     
  9. Ermac

    Ermac -

    Es ist auch bekannt, dass Clavia das Projekt beobachtet hat und dann anregte, die Oberfläche dem Modular nachzuempfinden. Das zeigt auch, dass die Qualität vernünftig sein muss, sonst hätten die das nie gemacht.
    Sample Libraries von guten Synthesizern gibt es viele und von mir aus sollen die das auch machen. Meine Kritik bezog sich wie immer eher auf die genannte Zeitung, die mich vom Briefkasten bis zu meiner Wohnung tatsächlich hat glauben lassen, dass Clavia eine rechnerbasierte Version des Modulars veröffentlicht hat.

    Mit keinem Wort erwähnt wurde natürlich ob den Sampels ein G2 oder der alte zugrunde lag.
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hab ich auch so verstanden. Partielle Desinformation und die noch mit einem Jahr Latenz ist schon eine grandiose Leistung selbst für ein deutsches Magazin ;-) Auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole: Das wundert mich längst nicht mehr. Flächendeckende und unmissverständliche Information ist seit geraumer Zeit nicht gerade die Stärke deutscher Musikinstrumentenmedien. Gilt tatsächlich pauschal und verallgemeinernd. Von Ausnahmen abgesehen.
     
  11. @kpr

    ich hatte heute die aktuelle Ausgabe eines anderen Magazins im Briefkasten (ihr wisst schon, das welches mit "Spass-Keys" fusioniert hat ;-) ).
    Da bestätigen sich deine Worte...

    ...muss noch pünktlich das Abo kündigen ;-)
     
  12. Moogulator

    Moogulator Admin

    Tja, solche Sachen passieren..
    Briefe schreiben hilft da schon.. aber nicht im Sinne: Alles Kagge..
    Wenn genug Leute sowas wollen, machen "die da oben" vielleicht was..
     
  13. das passt irgendwie alles ins Bild.

    Die Redaktion meines besagten Magazins hat noch nie in irgendeiner Form auf Mails mit "konstruktiver" Kritik geantwort (nein ich habe die Mailadresse nicht falsch abgeschrieben ;-) )


    S&R werde ich mir evtl. etwas länger "antun", wobei ich das vergleichbare PPV-Produkt auch nicht soooo schlecht finde, ist irgendwie ehrlicher und frischer - bei den erstgenannten habe ich oft den Eindruck, dass die themenbezogenen Zusatzinfos alle aus den ergoogleten ersten 10 Treffern stammen.

    Früher war die Zeitschrift zumindest noch durch die LTM- und die (handwerklich sauberen) BB-Samples ihr Geld wert..
     
  14. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hab diesen Monat seit 8 Jahren das erste mal keine Musikzeitschrift gekauft.
     
  15. Moogulator

    Moogulator Admin

    hab seit monaten keine einzige zeitschrift gekauft..
    und komischerweise: ich kriegs doch alles mit, was es so gibt..
     
  16. Ermac

    Ermac -

    Ich habe ein halbes Jahr lang nach jeder Ausgabe eine längere Email an die Brüder geschrieben und auch immer eine Antwort bekommen. Leider blieb die Wirkung aus. Es ging dabei teilweise um wirklich dicke Fehler, die dann aber eine Ausgabe später identisch wiederholt wurden. Da spare ich mir die Arbeit doch dann.
     
  17. Anonymous

    Anonymous Guest

    Solche Sachen passieren so oft, dass man eher von der Regel als der Ausnahme sprechen darf. Insofern ist leider "alles Kagge" zutreffender als, huch einzelne Panne, wird ausgebügelt.

    Wenn genug zahlende Inserentenleute sowas wollen, machen "die da oben" vielleicht was.

    Rühmliche Ausnahmen wie das Albus Feature vom Minimax ASB, das voll war von konkreter Info geschrieben in kurzweiligster Form, die nebenbei noch geradezu vorgeführt hat, in welchen angenehmen Lebensumständen sich solche Tools tummeln, wenn man denn mal Musik macht damit. Parallel dazu habe ich über das gleiche Instrument eine katastrophal beschämende und brottrockene Kurzbeschreibung mit der Überschrift Test" ohne jede innnere Beteiligung des Autors in einer Online-Publikation zur Kenntnis genommen, was aber eben eher der ziemlich populären unrühmlichen Regel entspricht.

    Userforen sind da weitaus informativer, flächendeckender und ungeschminkter, vor allem wenn es kontrovers zugeht wird es interessant und offenbart die wirkliche Welt, oder ist wenigstens als mehr gerade aus zu bezeichnen.

    Einen vergleichsweise brauchbaren Output hat einzig Sound&Recording, hoffentlich hält es eine Weile vor.
     
  18. Guest

    Guest Guest

    ähm , gibts nicht eh eine software version der g2 engine, die sogar mal in einer 1 stimmigen version einer der genannten zeitschriften beigelegt war?

    ich finde die trennung übrigens nicht ideal.

    die kb is zu workstations preset lastig, und das s&r leider zu wenig synthlastig...
     
  19. Moogulator

    Moogulator Admin

    stimmt, was aber auch daran hängt, das die mags zzt eine ähnliche ausrichtung haben..
     
  20. herw

    herw -

    ich finde die Trennung der Zeitschrift keyboards gut, so dass ich Ende des Jahres keyboards abbestelle und nur noch R&S beziehe. Für den Rest greife ich auf keys zurück.
     
  21. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ist jetzt etwas OT, dennoch: Die Herangehensweise unterscheidet sich im Grundsatz.

    Im Userforum ist ein Beitrag aus freien Stücken verfasst. Ungeschminkt, direkt, subjektiv. Da es sich bei Userforen größtenteils um ein non-profit Engagement seitens des Betreibers handelt, ist seine Haltung zur Sache zumindest Herstellern und Vetrieben gegenüber einigermaßen unvoreingenommen bzw. unparteiisch oder höchstens subjektiv sympathisierend. Das gilt nach gruppendynamischen Gesetzen auch für die am Forumbetreiber angeschlossenen Teilnehmer.

    Ein Printmagazin dagegen baut auf der Finanzierung durch Inserenten auf, begleitend mittels Heftverkauf und evtl. Merchandising. Artikel werden im konkreten Auftrag und gegen Honorar verfasst, im schlimmsten Falle ohne Honorar sondern gegen irgendeinen Wert (Imagesteigerung des Autors, geldwerter Vorteil durch Übernahme der besprochenen Ware, usw.).

    Die pure Informationsflut des Marktes wird, seit es Internet gibt, in erster Linie mit den einschlägigen Pages bewältigt, darunter vor allem natürlich die Hersteller- bzw. Vertriebsseiten selber, doch auch gesponsorte Seiten kann man dazuzählen. Auch hier sind User ein wesentlicher Bestandteil der Informationskette. So werden Hinweise über Freeware, in Produktion befindliche Beta-Versionen und solche Sachen durchweg in Foren mitgeteilt und auch dynamisch kommuniziert. Auch die Geschäftsverläufe werden vergleichsweise detailgenau beobachtet. Beispiele der jüngeren Zeit alleine hier: Waldorf, Hartmann, Akai, selbst Quasimidi, obwohl das Schnee von gestern ist.

    Die direkten Erfahrungen im echten Leben finden in Printmedien nicht wirklich statt, das Medium ist dafür vielleicht auch zu statisch bzw. wird ja nur <a href="https://www.sequencer.de/specials/sequencer.html">Sequencer</a>uentiell publiziert. Besonders die User-Foren sind es, die vergleichsweise stufenlos Erfahrungen aus der Praxis dokumentieren. Das bleibt immer noch wertfrei, denn die unterschiedlichen subjektiven Perspektiven erlauben das.

    Vergleicht man dann die Effizienz der Medien, dann schneiden einfach Printmedien weniger gut ab. Die Gründe dafür sind in der o.g. grundlegenden Herangehensweise, der Kommunikationsgeschwindigkeit und im verfügbaren Rahmen zu finden. Eine Website ist halt gleichzeitig Archiv für FAQ und Detailinformationen, das bietet ein Printmedium schon lange nicht mehr. Man kann das noch selber archivieren, OK, aber es ist viel mühseliger im Alltag, wenn man mal was sucht und Archiv-CD-ROMs verweigern alle Verlage bislang, von er eingeschränkten Pay-per-back-issue-article Option mal abgesehen.

    Sofern es um Wettbewerb geht, kann dagegen ein gedrucktes Heft nur noch mit überragender Qualität in der Schreibleistung antreten, die besteht aus Stil des Autors und Recherche- bzw. inhaltlicher Fülle hinsichtlich der Praxisaspekte. Wer da laxe Arbeit abliefert, hat kaum noch Chancen zum Überleben, meine ich jedenfalls. Die Inserenten sind es, die darüber entscheiden. Plus die Abo-Kunden und die paar Käufer am Kiosk auch noch.
     

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