Platinen selber ätzen...alles vergessen...

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von fairplay, 26. März 2009.

  1. Hallo,

    meine letzte Platine habe ich vor etwa 25 Jahren geätzt - ich bin total blank und habe keine Ahnung mehr wie das ging...

    ...für mein DAW-Controller-Projekt will ich eine 60cm*40cm große Platine selbst ätzen (ist eine einseitig beschichtete Kupferplatine, keine Photoplatine) - wie geht denn das?!?

    ...mein Plan war (entsprechend einer sehr sehr vagen Erinnerung), mit einem dünnen Edding die Leiterbahnen aufzumalen, und dann die Platine in ein Bad zu legen...

    ...aber was war das für ein Edding, und was ist in dem Wasserbad drin?

    ...wäre vielleicht jemand so nett und könnte mich auf den richtigen Weg bringen?

    Vielen Dank im Voraus.
     
  2. Zum ätzen nimmst Du NATRIUMPERSULFAT, bekommt man z.B. bei Conrad.
    Da gibt es auch ätzresistente Stifte.
     
  3. ...super, vielen Dank! - ich schaue mich gleich um (erst mal bei Reichelt, weil ich da gerade was anderes zusammengestellt habe, sonst bei Conrad)...
     
  4. Keine Ahnung, wie sehr Du aufs Geld achten musst, doch mir wäre das zu umständlich. Daher gebe ich meine "Kleinserien" an den: http://www.platinenbelichter.de/ und habe in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit ihm gemacht. Allerdings sind die Bohrungen sehr klein - die üblichen Bauteile passen, aber Ferrite Beads oder Steckverbinder nicht.
     
  5. ...sorry, Eagle hab ich sogar schon auf meinem Rechner (Mac)...
     
  6. Ich schicke dem ne PDF-Datei, die bspw. von freundlichen Menschen wie Fonik und Yves ins Netz gestellt wurden.

    Habe mir so u.a. ein Dual LPG gebaut.

    Was wird denn das für ein Riesenprojekt?
     
  7. ...werden soll es mal ein Controller für Ableton Live - basierend auf vier MIDIboxen :floet: ...

    ...ach ja, und ich bezeichne mich als absoluten DIY-Anfänger... :harhar:
     
  8. Vielleicht solltest Du vorher an kleineren Projekten Erfahrungen sammeln. Eventuelles Troubleshouting wird bei so einem Projekt sicherlich nicht ohne sein.
     
  9. ...richtig...

    ...das letzte war ein Vocoder von PAiA letzten Herbst...der war innerhalb weniger Stunden gelötet und hat auf Anhieb funktioniert :cool:

    ...und - ich bin doch soooo ungeduldig! - ich möchte das also unbedingt und in dieser Größe jetzt sofort versuchen...und werde aber sicher hier regelmäßig jammern ;-)
     
  10. Dann gibt es: :streichel:

    Wie findest Du den PAiA Vocoder?
     
  11. ...mir fehlt der Vergleich - aber ich konnte ganz nette Spielchen damit treiben...die Audio-Qualität ist ohne die Modifikation nicht be- sondern eher rauschend...

    ...noch nicht gelöst habe ich das Problem des Gehäuses - die Bedienelemente sind so blöd auf der (mitgekauften) Frontplatte platziert, daß ich bisher noch kein Gehäuse gefunden habe, in den ich ihn reinkriegen würde...

    ...insgesamt ist die Bedienung auch nicht ganz banal - bei einer kleinen Änderung der Inputs ist man gleich wieder and allen Reglern am Nachjustieren...nach den bisherigen Erfahrungen werde ich ihn wohl am ehesten zum Verfremden von Instrumenten als für Vocoding mit Sprache einsetzen...
     
  12. ...hmmm, diese Stifte finde ich nirgends...was für welche sollen denn das sein? - irgendwo hatte ich gelesen, man könnte Edding-(Benzin)-Stifte verwenden...

    ...das mit dem Platinenbelichter kommt wohl eher nicht in Frage, da ich ja erstmal mein eigenes Layout basteln muß, und alleine der Preis für eines der Programme zu Layxouterstellung weit höher liegt, als das Budget für das ganze Projekt :roll:
     
  13. Was zahlt ihr denn eigentlich so für ne einzelne LP, wenn ihr die bestellt?
    1,55mm 35 µ Kupfer, beidseitig

    Oder sind die Seriengrössen eher größer?
     
  14. Reicht dir das nicht? (Target 3001, Freeware-Version)
     
  15. ...Danke für den Hinweis.

    ...irgendwie ist ein Post aus diesem Thread einfach verschwunden! - da hatte ich kurz beschrieben, daß ich eine Platine der Größe 630mm*300mm bräuchte, auf welcher ich 228 Schalter, 192 Potis und Fader sowie 192 LEDs unterbringen will...insofern: wenn die Software diese Platinengröße unterstützt muß ich mal das Windows-Laptop entstauben und es würde reichen - allerdings macht der Platinenbelichter wohl so große Platinen gar nicht...

    ...vielleicht läßt sich das aber auch auf drei Platinen aufteilen - ziemlich sicher sogar...
     
  16. hab mich gestern mal bei conrad informiert wegen ätzen du nimmst eisenIIIchlorid oder so und nen edding 47xx.


    aso könnte ich auch nen belichtungsgerät aus nen nagelstudio benutzten ich würde sowas für ume vonne kollegin bekommen :D
     
  17. Level5

    Level5 Alter (Dudel) Sack

    Der Edding 3000, Edding 780 und Edding 400 gehen auch.

    Zum Target 3001:

    Die kostenlose Demo-Version unterstützt nur 100 Pins (Lötaugen).
    Das reicht nur für kleinere Projekte.
    Ich benutze die Light-Version mit 400 Pins (kostet ca. 50€)
     
  18. Die Freeware Software unterstützt das tatsächlich nicht... Deine LP Größe ist schon recht ordentlich.. ;-) aber machbar. Allerdings solltest du eines beachten:
    Wenn du ne 1,55er Stärke hast und 630 mm als Maß halten willst, ist die LP recht schwer (mechanische Belastung, viele Haltepunkte/Verschraubungen nötig), und außerdem echt unhandlich, insbesondere im bestückten Zustand. Außerdem: Fehlersuche evtl. schwieriger...

    Ich würde dir empfehlen, das Ganze aufzuteilen und mit Steckerleisten zu versehen. So eine große Leiterplatte ist aber grundsätzlich für einen LP-Hersteller problemlos herzustellen. Aber sie sollte dann vielleicht 2,0 mm - 2,4 mm dick sein... ;-)

    Was etwas unglücklich ist, das du nur eine einzelne brauchst. Da ist selber ätzen tatsächlich ne gute Alternative. Denn selbst bei einem Prototypen-Shop wird das Teil seeehr teuer.

    Hierbei kommt es noch darauf an, ob du ne Doppelseitige, mit oder ohne Beschriftungsdruck etc. brauchst. Sowie der kleinste Lochdurchmesser und die Leiterbahnstrukturen sind wichtig... und auch ob ein E-Test gefordert ist.

    Wenn du einen sog. Poolservice nutzt, kann es billiger werden. Dann kombiniert der Hersteller ähnliche Ausgangsschaltungen auf seinen Rohformaten... nur das Basismaterial und die Stärke müssen stimmen..
     
  19. -FX-

    -FX- -

    Jedenfalls die Wellenlänge der billigen Nagel-Härtegeräte passt lat Datenblättern in der Regel ganz gut zu Bungard Platinenmaterial.

    Am praktischsten ist aber immer noch der Einbau der Röhren eines Gesichtsbräuners in einen alten, klobigen Scanner, denn so hat man auch gleich das Problem der Platinen/Belichtungsvorlagen-Auflage erschlagen.

    ---

    Ansonsten: mustte mich schon sehr wundern, dass jemand zu solch klassischen Methoden (ätzfester Stift - die Rubbelsymbole sind wahrscheinlich auch wieder im kommen :D ) greifen will - aber für einmalige oder ganz seltene Anwendung mit nicht zu großen Ansprüchen an Genauigkeit passt das schon. Oder doch einfach machen lassen ...

    ---

    Ach von wegen teurer Layout-Software:

    Sprint Layout ist sehr einfach zu erlernen und nicht so teuer, Kicad z.B. wäre komplett kostenlos, ist aber "etwas" anspruchsvoller ...
     
  20. ...vielen Dank für die Inputs!

    ...habe mich gestern abend nochmal hingesetzt, und mein Platinenlayout gedanklich durch vier geteilt, wodurch gedanklich drei identische und eine extra-Platine enstanden sind...

    ...trotzdem ist das Layout der Platinen immer noch so relativ banal, da nur Schalter, Potis und LEDs verbaut werden - keine anderen Bauteile - so daß ich im Moment immer noch glaube, daß ich mit einem Stift, einem Lineal und selber-Ätzen am schnellsten und günstigsten weg-komme...
     
  21. Na, dann mal los... Im Net gibt es ein paar gute Anleitungen.
    http://www.elektronikbasteln.de/Platinen/platinen.html
     
  22. Den Umbau der Röhren in einen Scanner kann man sich auch sparen:
    Ich habe einen Gesichrsbräuner für 4€ vom Flohmarkt gekauft und dann eine Glasplatte draufgelegt und die mit Gaffatape am Gehäuse fixiert..... Funktioniert wunderbar.

    Gruß und viel Erfolg !

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