Problem mit Pro One

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von Ambrosia800, 16. November 2009.

  1. Hallo zusammen!

    Tja, leider hat sich gestern mein Pro One schon wieder verabschiedet... :-/ Nach der Generalüberholung lief er eigentlich stabil.

    Gestern habe ich dann das Signal eines alten Drumcomputers (Hohner Rhythm 80) auf den Gate/Clock in Eingang des Pro One gegeben, um den internen Sequencer mit dem Bass Drum Signal des Drummy zu synchronisieren... Schwerer Fehler offensichtlich! Es lief auch erst mal in clock, wenn man den Pegel anhob des Drummy. Unter einem gewissen Level passierte nicht viel,, klaro...

    Dann habe ich den Stecker wieder entfernt, und stellte danach folgendes fest:

    - Die Oszis liefen nach EIn/Ausschalten etwa 40 sec. normal, drehten dann in der Tonhöhe total ab und wurden untonal.
    - Schalter Repeat/Ext zeigt nun keine Wirkung mehr!
    - Die LFO-Geschwindigkeit ist nicht mehr regelbar.
    - Der Sequencer zeichnet scheinbar was auf, spielt aber nicht mehr ab, nur einen kurzen Ton, dann Stille
    - Das Rad für LFO-Modulation arbeitet wie das Pitch Bend Rad, nur Tonhöhe geht hoch je nach Stellung
    - jegliche Änderung am LFO zeigt keine Wirkung mehr

    Nach einigem Ein/Ausschalten laufen die Oszis nun scheinbar wieder stabil, der Rest bleibt ausgefallen!

    Übel.... Was meinst ihr? Habe ich mir durch das schnöde Audio Signal des Drummies was durchgebraten?
    Ich sehe da im Schaltplan den U114 (ein CD4049?) direkt am Gate/Clk Eingang. Könnte der durch sein?
    Oder deutet das auf den LFO selbst hin?

    Was übel wäre, denn dann kann ich mir auch noch nen neuen CEM3340 zulegen...

    Schaltplan:
    http://freenet-homepage.de/fileplace/synthmaniac/Bilder/pro1-schematics.pdf
     
  2. Re: Poblem mit Pro One

    Das riecht schon sehr danach, dass der für das LFO verwendete 3340 nicht tut. Wenn er gesockelt ist, würde ich ihn anstatt eines der beiden VCO 3340 einsetzen und kucken, ob er da funktioniert. (ACHTUNG nicht den als funktionierend bekannten VCO-3340 in die LFO setzenm.
     
  3. Re: Poblem mit Pro One

    nur als anmerkung,
    nicht das ich nach deiner beschreibung nach jetzt glaube, daß es daran liegt...

    ich hatte anfangs auch probleme mit ext. / normal...
    der schalter war oxidiert und stand komischerweise -trotz schaltens- immer auf einer stellung fest.

    die ursache habe ich dann ganz woanders gesucht, gerade weil es kurz vorher noch ging und
    ich durch meine umbau aktion gedacht hatte, ich habe was geschossen.

    ich bin fast wahnsinnig geworden bis ich rausgefunden hatte, das es nur am schalter lag.
    deoxid 5% hat ihn wieder gesund gemacht.
     
  4. Re: Poblem mit Pro One

    Den Schalter hab ich schon näher angeschaut. Also, der ging ja vorher auch.

    Der CEM ist leider nicht gesockelt, so das ich den nicht einfach tauschen kann. Leider. Und auslöten und dann sockeln ist mir momentan noch etwas gefährlich.. Hab heute mal ein Kabel in die Clk-Buchse gesteckt, ohne an der andren Seite was dran, dann geht der Schalter Repeat/Ext wieder. Tja, womit fang ich an?
     
  5. Re: Poblem mit Pro One

    Hab mir den CEM3340 (LFO, white dot) heute mal genauer angesehen. Er hat 15V und 5V Versorgungsspannung, bringt aber keine Wellenform raus. Die Netzteilspannungen sind alle Ok.

    Tja, Hilfe wäre nett. Mir ist irgendwie unklar, wie ein externes Triggersignal den LFO abgeschossen haben soll. Das sollte doch im Normalfall nicht passieren. Welche anderen Fehlerquellen kämen noch in Frage?
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Re: Poblem mit Pro One

    Ist das eventuell eine Schaltbuchse, die den Kontakt nicht mehr richtig herstellt?
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    Der Schaltkontakt der Ext-Buchse geht schon an den CEM, es ist daher nicht unmöglich, das man den CEM "von dort" himmeln kann.
    Generell würde ich aber erst mal Buchsen & Kontakte putzen...
     
  8. Was meinst du mit Buchsen und Kontakte putzen? :)
    Habe die Buchse einige Male mit nem Klinkenkabel malträtiert. Keine Veränderung. Soll ich mal nen Schuß Deoxid reinjagen?

    Sooo... Habe mal DeOxid an der Buchse benutzt. Keinerlei Veränderung.
    Tja, was kann ich machen, um den Fehler einzugrenzen?
     
  9. Cyborg

    Cyborg bin angekommen

    Hallo
    es ist schon ein paar Tage her als ich den letzten ProOne in den Händen hatte. Ein grober Verarbeitungsmangel zeigte sich ja schon bei Neugeräten und es gab damals auch öfter Probleme damit. Es geht um die Bedienelemente. Die sind nicht irgendwo fest montiert und wenn man an Reglern und Schaltern arbeitet, belastet das immer die Platine und deren Lötstellen. Der einfachste Tipp war damals die Reglerknöppe mit Filzscheiben zu unterlegen damit seitliche Bewegungen etwas behindert werden. Die "große" Lösung bestand darin, Kunststoffbuchsen für die Reglerachsen zu besorgen um damit die Achsen mechanisch zu stabilisieren. Dazu musste man die Bohrungen auf der Frontplatte etwas erweitern damit die Buchsen passen.
    Lange Rede: Beim ProOne würde ich als erstes immer auf Kontaktprobleme bzw. ausgerissene Lötstellen und Haarrisse auf den Leiterbahnen an den Bedienelementen tippen.
    cyborg
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    Dann müsste das (=Kontaktbruch) sehr lokal am LFO-Frequenz-Poti sein, das müsste am langsamen Anschlag "kleben".
    Prüfen: am potiseitigen Ende von R191 muss man eine mit dem Poti verstellbare Spannung zwischen 0 und 15V messen können, dann ist es heil.
     
  11. Also ein Kontaktbruch am LFO-Poti ist es nicht, ich kann ganz normal die 0 - 15V an R191 messen.

    Das wäre auch in keinem Zusammenhang zu dem Trigger-Signal, was ich mit dem Drummy auf den Clk-Eingang des ProOne gegeben habe.
    Auch die Leiterbahnen direkt an der Buchse habe ich durchgepiepst. Da ist auch kein Leiterbahnbruch.

    Also entweder ist es die Buchse selbst (kann ich die eigentlich irgendwie "brücken" um zu sehen, ob die defekt ist?), oder es liegt im Bereich des CD4049 CMOS oder aber in der Ecke des CEM3340 LFO. Wie gesagt, kann ich bei eingeschaltetem Gerät keine Wellenformen an den Ausgängen des 3340 sehen am Oszilloskop. Kann ein defekter CD4049 das verursachen?
     
  12. Anonymous

    Anonymous Guest

    Da zum 4049 ein 24k Widerstand sitzt, kann der nix böses tun.
    Und da der 3340 sonst von selber laufen sollte ist die Chance schon recht hoch, dass es den erwischt hat. Wenn er seine Versorgung hat und keines von den wenigen passiven Teilen um ihn herum aus der Platine geflüchtet ist, gibt es da kaum eine andere Chance.
     
  13. Sag mal, kann man den 4049 eigentlich irgendwie testen? Wenn ich das richtig sehe, könnte ich den auch austauschen gegen einen MOS4049 (6xINV.TTL-TREIB.16PO) von Reichelt, oder? Das müßte er doch sein. Den Widerstand vor dem 4049 hatte ich auch schon auf dem Peiler, den werde ich mir noch mal genauer anschauen, auch die um den CEM herum. Tja, die andere Frage wäre, ob man den CEM3340 vom LFO mit ner normalen Lötstation auslöten kann, ohne ihn dabei zu plätten... und dann in einem der VCO-Sockel auszuprobieren.
    Ich weiß nicht, wie anfällig die CEM´s da sind... Da fehlen mir die Erfahrungswerte.
     
  14. Anonymous

    Anonymous Guest

    Chips können das mit dem Löten ziemlich gut ab.
    Am besten zwei Lötkolben, mitteldicken Draht über die beiden Pinreihen löten, dann beide Seiten gleichzeitig warm machen und den Chip rausziehen. (Einen Lötkolben in jeder Hand - und mit der dritten zieht man das IC raus. )
    Beinchen schön von Lötzinn befreien (Lötsauglitze), bevor du sie in den Sockel pröppelst, das weitet sonst die Sockelkontakte dumm auf.

    4049 kosten ja nix - neuen kaufen (die Reichelt Bezeichnung stimmt , das ist eine "generische", die behalten sich vor, irgendeinen Hersteller zu liefern, was i.a. völlig problemlos ist ) alten rauskneifen Beinchenreste auslöten und ggfls. Sockel einsetzen.
    Ich glaub allerdings nicht, das der defekt ist, denn der hat keine Chance den LFO zu "bremsen".
     

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