Rauschen/Summen digitale Störungen bei Anschluss Synth an Mixer

Scenturio

au͘͏͡d̛̀i̛͝a͞ţ͏u͏r ̷͜et ̶͟͝a͡l͜t͢͡͠e͜͠ŗa ͝p͢a̛rs
Wenn ich meinen Kodamo Mask1 am Analogmixer betreibe, habe ich unangenehme Störgeräusche im Bereich von etwa -50dB. Das Spektrum und das Verhalten beim Betätigen von Reglern/Tastern am Synth zeigt m.E., dass der Synth selber die Ursache ist - allerdings treten diese Geräusche nicht auf, wenn ich Kopfhörer direkt am Synth (egal ob am Kopfhörer-Ausgang oder an den Line-Ausgängen) anschließe. Es spielt auch keine Rolle, ob das USB-Kabel am Synth eingesteckt ist, oder nicht.

stark verstärktes Klangbeispiel (die Veränderungen sind zu hören, wenn ich diverse Parameter am Synth verstelle):

Anhang anzeigen noise.mp3

Spektrum:

spectrum.png

Muss das auf einen Defekt am Synth hinweisen, oder kann es mit mangelnder Erdung o.ä. zu tun haben? Gibt es Chancen, dem mit Entstörfiltern, DI-Boxen oder ähnlichem Herr zu werden? Getestet habe ich wie gesagt zwei verschiedene (Sub)Mixer und Kopfhörer - wobei bei letzteren keine Nebengeräusche auftreten. Direkt die aktiven Monitore am Synth anzuschließen, habe ich allerdings noch nicht probiert.
 
Wenn ich meinen Kodamo Mask1 am Analogmixer betreibe, habe ich unangenehme Störgeräusche im Bereich von etwa -50dB. Das Spektrum und das Verhalten beim Betätigen von Reglern/Tastern am Synth zeigt m.E., dass der Synth selber die Ursache ist - allerdings treten diese Geräusche nicht auf, wenn ich Kopfhörer direkt am Synth (egal ob am Kopfhörer-Ausgang oder an den Line-Ausgängen) anschließe. Es spielt auch keine Rolle, ob das USB-Kabel am Synth eingesteckt ist, oder nicht.

stark verstärktes Klangbeispiel (die Veränderungen sind zu hören, wenn ich diverse Parameter am Synth verstelle):

Anhang anzeigen 178144

Spektrum:

Anhang anzeigen 178145

Muss das auf einen Defekt am Synth hinweisen, oder kann es mit mangelnder Erdung o.ä. zu tun haben? Gibt es Chancen, dem mit Entstörfiltern, DI-Boxen oder ähnlichem Herr zu werden? Getestet habe ich wie gesagt zwei verschiedene (Sub)Mixer und Kopfhörer - wobei bei letzteren keine Nebengeräusche auftreten. Direkt die aktiven Monitore am Synth anzuschließen, habe ich allerdings noch nicht probiert.
sind alle Geräte an der selben Steckdose?
 
Ich würde erst mal testen ob das auch passiert wenn das Gerät alleine am Mixer angeschlossen ist, falls nicht liegt es vielleicht an einem anderen Klangerzeuger und der Kodamo fungiert nur als Abfluss - ich finde mit der "Wasser/Abfluss" Analogie lässt sich sowas immer noch am besten vorstellen.
 
llerdings wird er bei den gezeigten Störungen vermutlich nicht helfen.
Das wäre die Frage - lohnt es sich, so eine Box anzuschaffen, wenn die Ursache zu 90% was digitales vor der Leitung ist ... ?
Wäre ja möglich, dass sich aufgrund der Natur des Signals mehr oder weniger eindeutig die Ursache "heraushören" lässt. ;-)

EDIT: So ein MicroHD400 ist ja doch recht günstig - hab ich jetzt auf Verdacht mal bestellt, kann man ja immer mal brauchen. :dunno:

sind alle Geräte an der selben Steckdose?
Letztendlich hängen sowohl die Mixer als auch der Synth an Mehrfachsteckdosen, die mehr oder weniger sternförmig auf eine Dose im Raum zurückgehen. Glaube ich jedenfalls - kann auch sein, dass es zwei nebeneinander liegende Wandsteckdosen sind. Einen anderen Anschluss für den Netzstecker wollte ich auch noch testen -

Ich würde erst mal testen ob das auch passiert wenn das Gerät alleine am Mixer angeschlossen ist
Getestet habe ich vorhin mit: Nur Mixer, Aktivboxen und der Mask1 eingeschaltet. Alle anderen Klangerzeuger abgeschaltet. Spielt es da eine Rolle, ob die Audiokabel der anderen Geräte noch im Mixer stecken? Will da ungern alles rausziehen, wenn es nicht Not tut.

Ist es denn plaubibel/üblich, dass solche Störungen über direkt angeschlossene Kopfhörer nicht auftreten? Wie gesagt: ich habe den Kopfhörer testweise auch am Line-Out angeschlossen: keine Störgeräusche (kann es sein, dass der Synth an der Impendanz den Kopfhörer detektiert, und das anders verstärkte Kopfhörersignal dann auf den Line-Out legt?)
 
Also … digitale Störgeräusche von Synth A können auftreten, wenn Synth B ausgeschaltet an einem nicht aktiv gerouteten Channelstrip am selben Mixer hämgt?
Bei einer typischen Brummschleife oder USB-Noise hätte ich das jetzt für plausibel gehalten, aber bei diesem digitalen Dreck?

Na gut, werde dann morgen mal ein paar Sachen abstöpseln … aber letztendlich ist das Ziel ja, wieder alles zusammen zu betreiben. Habe hier ca. 35 Synths angeschlossen, und bei keinem habe ich solche Geräusche. :dunno:
 
Also … digitale Störgeräusche von Synth A können auftreten, wenn Synth B ausgeschaltet an einem nicht aktiv gerouteten Channelstrip am selben Mixer hämgt?
Bei einer typischen Brummschleife oder USB-Noise hätte ich das jetzt für plausibel gehalten, aber bei diesem digitalen Dreck?

Na gut, werde dann morgen mal ein paar Sachen abstöpseln … aber letztendlich ist das Ziel ja, wieder alles zusammen zu betreiben. Habe hier ca. 35 Synths angeschlossen, und bei keinem habe ich solche Geräusche.
Dsp synth, da wundert digitale Artefakte statt brummen doch nicht so, oder? vielleicht den erstmal mit mixer an ne andere Steckdose, spart dir die Arbeit falls es an den Kodamo liegt. Aber 35 Synths? Das find ich schön😁
 
Allerdings wird er bei den gezeigten Störungen vermutlich nicht helfen. Ich bekomme damit grundsätzlich nur 50 Hz Brummen weg. Versuch macht klug.
Ich habe tatsächlich hinter der Roland TB-3 nen HD400 hängen, das eliminiert da nicht nur das 50Hz Brummen, sondern glücklich- und seltsamerweise auch das hohe Sirren, das möglicherweise von den per PWM gedimmten LED Zahlen oder durch das Touchfeld verursacht wird.

Beim Craftsynth 2 bspw. half nur ein USB Entstördingens dazwischen, das aber nur helfen kann, wenn man ein Gerät per USB angeschlossen hat. Und nicht jedes Gerät arbeitet damit zusammen.

Bei der Volca Kick wiederum half gar nix, man hört das hohe Sirren vom LED Display sogar autark mit Batteriebetrieb und Kopfhörer, das bekommt man dann gar nicht weg.
 
Zuletzt bearbeitet:
Versuch macht klug.
Deswegen habe ich immer einen HD400, eine aktive und eine passive DI-Box in der Schublade. Als Steuerungstechniker habe ich zwar immer den Drang wissen zu wollen, wo das Störgeräusch herkommt, in einem größeren bzw. komplexeren Setup kann das aber mitunter ganz schön aufwendig werden. Dann sind mir diese kleinen Helferlein sehr willkommen.
Und wenn das nächste Gerätchen dazukommt, kann es sein.das es wieder von vorne angeht, weil es sich mit einem anderen nicht verträgt.

Es gibt da die wildesten sachen. Z.B. wollte ich schon alle Outputs vom Eurorack bzw. alle Gerätschaften, die in diesem Zusammenhang zusammen gepatcht werden können, symmetrieren, weil immer wieder mal Brummen auftrat. Zum Spaß habe ich in den Inputs von Ableton Live die Signale mit dem Utility Device in der Phase gedreht und von da an herrschte Ruhe.
 
Ist das erste Mal dass ich so was brauche. Ich werd dann mal melden, ob das Umstöpseln der Stromversorgung oder der Mixer etwas gebracht haben … oder die HD400.

Dass die Geräusche über Kopfhörer nicht auftreten, lässt mich hoffen, dass es ein lokales Problem ist.
 
Also … digitale Störgeräusche von Synth A können auftreten, wenn Synth B ausgeschaltet an einem nicht aktiv gerouteten Channelstrip am selben Mixer hämgt?
Channelstrip - da ist doch immer noch die Masse verbunden?

An sich sind Störungen von Teilen die selbst nicht z.B. per USB oder Stromnetz mit Masse verbunden sind eher selten. Vielleicht testweise ein passendes 12V Netzteil mit Eurostecker probieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Irgendwas mit Masse bzw. der Spannungsversorgung halte ich im Moment auch für a, wahrscheinlichsten.
 
Probleme treten häufig gerade bei Geräten mit der besten Verbindung zur Masse/Erde auf, um bei Wasser Analogie zu bleiben ist das sowas wie das niedrigste Nivau/Punkt - alles fließt nach unten.
 
Laut Anleitung sind die Ausgänge symmetrisch, entsprechende Kabel könnten was bringen.
 
Hatte ich auch überlegt, allerdings hilft symmetrisch doch eher bei Einstreuungen auf dem Kabelweg, und weniger, wenn die Quelle schon im Gerät sitzt. Aber wer weiß?
 
Hast du gerade keine symmetrischen Kabel da um das auf die Schnelle probieren zu können, ich hatte Fälle wo das funktioniert hat. Es gibt einige Gründe warum die Störungen dann verschwinden können und ohne den genauen technischen Hintergrund für die Probleme zu kennen ist es ein Versuch wert, vielleicht werden die Störungen ja ausgelöscht.
 
Hast du gerade keine symmetrischen Kabel da um das auf die Schnelle probieren zu können
leider nein, bzw. nur welche mit XLR female am anderen Ende, die ich nicht in den Mixer stöpseln kann. Werde aber auch noch mal welche bestellen. Bisher bin ich überall mit unsymmetrisch gut zurande gekommen bei externen Klangerzeugern.
 
Ich wette, daß die Störungen mit dem HD400 weg sind. Mein Blofeld macht ähnliches Zirpen wie in dem Audiofile im Eingangspost und mit dem HD400 ist dann Ruhe.
Mein MicroQ Keyboard zirpt auch ein wenig und brummt, bei dem hilft immer eine passive DI-Box.
 
leider nein, bzw. nur welche mit XLR female am anderen Ende, die ich nicht in den Mixer stöpseln kann. Werde aber auch noch mal welche bestellen. Bisher bin ich überall mit unsymmetrisch gut zurande gekommen bei externen Klangerzeugern.
Sind bei mir auch nur eine Hand voll Synths die das Unterstützen, unter meinen Klangerzeugern fallen mir auf Anhieb Montage, Virus TI, Vsynth XT ein, ist natürlich dann auch vom Pegel von Vorteil die so anzuschließen, weil sich die zum Schluss addieren.

Ich wette, daß die Störungen mit dem HD400 weg sind.
Davon ist auszugehen, aber wenn symmetrische Kabel reichen, ist das vorzuziehen.

Mein MicroQ Keyboard zirpt auch ein wenig und brummt
Per USB an den Rechner angeschlossen?
 
MicroQ hat kein USB. Beim Blofeld kommt es zum größten Teil von USB.
Ja, bezog sich auf den Blofeld, hab' mich mit dem Zitat vertan. :oops: microQ steht hier auch noch, da wurde es afair hinter 'nem Trenntrafo was besser, bzw. nur bei sehr sehr leisen Sounds ein Problem.
 
Grundsätzlich sollte man alles was symmetrisch ist auch entsprechend verkabeln.
Wenn es mit unsymmetrischen Kabeln keine Probleme gibt, warum dann nicht nutzen, wenn die Kabelstrecke und Quellen möglicher externer Einstreuungen gering sind?
Für ein Livesetup gebe ich dir recht; da würde ich lieber auf Nummer Sicher gehen, aber im Homestudio hatte ich bisher noch keine Probleme mit unsymmetrischen Instrumentenkabeln.

Naja - Montag sollten symmetrische Kabel da sein, und spätestens Dienstag oder so der HD400. Mir ist alles recht, solange ich den Synth nicht einschicken muss (habe den ja auch direkt beim Hersteller gekauft, und damit keinen Händler in DE als Ansprechpartner).
 
Wenn es mit unsymmetrischen Kabeln keine Probleme gibt, warum dann nicht nutzen, wenn die Kabelstrecke und Quellen möglicher externer Einstreuungen gering sind?
Weil du trotzdem Pegel verschenkst. Bei Synths / Mixern mit ganz wenig Grundrauschen ist es ja kein Thema. Wenn man mit höherem Pegel in den Vorverstärker / Mixer geht, kann man dort das Gain reduzieren und erzeugt dadurch kein zusätzliches Rauschen durch eine evtl. benötigte Gainanhebung / Verstärkung.
Mag bei wenig Signalen auch nicht so eine große Rolle spielen. Aber bei mehr Signalen kann sich das schon spürbar summieren.

Wohlgemerkt, alles kann, kein muß.

Ich kann mich aber noch gut an die Diskussionen erinnern als z.B. Novation Peak und MicroFreak neu rauskamen. Es wurde sich ständig über zu wenig Pegel und / oder starkes Grundrauschen beschwert. In fast allen Fällen waren die Teile nur unsymmetrisch angeschlossen, obwohl deren Outputs symmetriert sind.
 
Das war mir jetzt tatsächlich neu, dass das spürbar Pegel kostet. Muss ich mal googlen, was der technische Hintergrund ist. Jetzt gehts aber erst mal aufs Mopped. :)
 
Wenn das Problem (was anzunehmen ist) wegen parasitärer Ströme auftritt, AKA schlechte Masseführung, AKA "Brummschleife", dann hilft das mit symmetrischen Kabeln auch nichts, es sei denn, es ist traditionell Trafo-Symmetriert. Man verliert bei Symmetrisch vs. Unsymmetrisch 6 dB an Pegel.
 

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