Rhodes / Wurli

Dieses Thema im Forum "Akustisches" wurde erstellt von ion, 23. Februar 2009.

  1. ion

    ion Tach

    wie gut klingen die E-pianos (rhodes mk1 + mk2)
    Wurli 200 /EP

    im vergleich zu libraries, plugins?

    ich konnte mit samples nicht soooo viel damit anfangen
    wenn ich mir edoch zb bei YT welche die echten spielen höre, finde ich den sound schon verdammt gut... vor allem für ein paar soulishe projekte die hier anstehen

    erfahrungen?


    auch: ist es quasi pflicht für dne klassischen sound das ganze durch nen AMP zu jagen und zu mikrofonieren oder geht ein Mixer Preamp mit zb nem Spring Reverb im insert genauso klar?
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Rhodes und Wurlitzer Electric Pianos haben eine elektro-magnetische Tonerzeugung und es gibt mehrere Faktoren, die den Sound beeinflussen. Hammermaterial und Abstand zu den Pickups ist hier nur stellvertretend genannt, es gibt noch mehr. Dadurch erklärt sich, dass bald jedes Rhodes allein der gleichen Baureihe etwas unterschiedlich klingen kann, was von den Besitzern aufgrund eigener Vorstellungen in der Regel auch gewünscht ist. Der eine mag es sehr glockig, der andere ziemlich fett und rauh.

    Nächster Punkt ist Amp und Speakersystem sowie die Effektgeräte. Beides ist ein abendfüllendes Thema.

    Samples sowie Physical Modeling sind gute Alternativen, denn das ist quasi die Instant-Packung von all dem, was ich oben beschreibe. Weil es ähnlich wie Grand Piano doch eine Menge unterschiedlicher Vorstellungen gibt, sind entsprechend viele Libraries bzw. PM Softsynths zu kriegen. Wie bei allen "kritischen" Instrumenten gibt es durchaus immer noch Unterschiede zu den jeweiligen Originalen und es kommt auf den Musiker an, ob das eine Rolle spielt. Für mich überwiegen die Vorteile der Samples und PM, ich käme nicht mehr auf die Idee, mir einen Rhodes Hobel anzulachen, den zu schleppen und zu pflegen und so weiter. Ebenso ist es relativ unaufwendig machbar, die Effekte zu simulieren, die den Vintage Rhodes Sound ausmachen: Electric Mistress, Small Stone, das geht schon auch mit "modernen" Sachen. Beim Ampsystem ist es auch wieder persönliche Sache, gibt Leute, die stehen dringend auf Roland Jazz Chorus oder Fender Twin Reverb, die hatte man halt damals und der Sound ist ok. Wenn man nicht gerade dogmatisch drauf ist, dann muss man eingestehen, dass es damals lediglich nicht viel anderes gab, heute aber schon. Also sucht man sich jetzt was aus dem Katalog aus und gut ist.

    Eines noch: Die Rhodes Tastatur ist in manchen Fällen zum Davonlaufen, sowas von schwergängig, dass sich selbst Fingerpowertypen wundspielen, um im Arrangement durchzukommen. Ein korrektes Masterkeyboard kann da viel besser sein. Bei mir zumindest.
     
  3. ion

    ion Tach

    interessant danke

    was für lib`s nutzt du denn dafür?

    Scarbee? oder das linplug teil? oder was gibts da noch...

    scarbee fand ich so kratzig (was ja auch das echte instrument gerne ist....
    und irgendwie bischen statisch !?


    bin eher der glocken typ : ) zu rauh und kratzig is nich mein ding.. mach ja kein rock


    aber amp`st und mikrofonierst du das ganze dennoch?
    oder durch nen Amp modeler wie IKM ?
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Verschiedene und vergleichsweise "kleine" Libraries. Die Scarbee ist mir alleine wegen des opulenten Speicherbedarfs zu unkomfortabel. Der Sound jedoch ist astrein. Ich benutze je nach Song verschiedene Libraries, darunter Wizoo Magnetica, Sonic Reality Time Traveller und andere, vor allem auch Samples, die ich selber produziert habe. An PM bevorzuge ich das Devine Machine OTR88, das diesen Monat neu auf den Markt kommt. Es erlaubt eine sehr detailreiche Manipulation, ich kann also den Abstand zu den Pickups genauso fein regeln wie das Material der Hämmer. So ein System ist Samples weit überlegen, sofern es um Custom Electric Piano geht. Bei Amps mache ich kein Geschiss, das geht alles mit "modernen" PlugIns. Wenn großes Budget da ist oder viel Zeit dann ist das was anderes, aber ich hab's nicht so mit angeblichen Kult-Amps, denn in der Zeit, als es nur die gab, hatte ich einen (Fender Showman) und weiß sowas zwar zu schätzen, würde das aber nie überbewerten. Wichtig ist, was hinten rauskommt :D
     
  5. ion

    ion Tach

    mmmmmmmhhh das sieht aber lecker aus das Devine Machine OTR88

    hatte ich noch nichts von gehört

    erinnert mich optisch an den absolut empfehlenswerten ZD6 von GSI
     
  6. fab

    fab Tach

    bin absoluter fan vom scarbee rhodes, wurl und clav. gibt verschieden große ausgaben der libraries, auch light versionen, aber groß sind sie immer. ist es mir wert.

    kratzig: ja klar, ist direkt von der harp abgenommen, ohne rhodes preamp, der sonst höhen klaut und ohne amp dazwischen.

    wenn du eine ampsim nimmst, kriegst du das in den griff. wenn du geld hast ist overloud th-1 ganz toll, sonst kannst du auch nach freeware schauen wie simulanlog. es gibt auch impulsantworten von lautsprechern zum einladen in convolution plugins, zb boogex.

    für die ganz glockigen sachen - wenn auch ein ordentlicher höhen push für das scarbee nicht reicht - nehm ich den lounge lizard 3. kommt aber selten vor. meistens reicht mir ein guter sound, der sich prima spielen lässt.

    wizoo magnetica hab ich auch noch irgendwo, sind auch in meinem kawai mp 9500 drin. da sieht man mal den fortschritt im sampling der letzten jahre...benutze ich nicht mehr gern.
     

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