Schrauben für Frontplatte (in Holz)

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von Anonymous, 27. März 2006.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ist mir doch glatt bisher was wichtiges durch die Lappen gegangen:

    Was für Schrauben nehmt Ihr eigentlich um die Module mit den Holzleisten des Cabinets zu verschrauben?
     
  2. °

    ° -

    Holzschrauben.

    Tipp: Wenn die Maserung in Richtung der Schrauben verlaufen, ein kleines Loch vorbohren. Dann sparst du den Ärger wenn es splittert.
     
  3. tomcat

    tomcat -

    Und mit Kunststoffbeilagscheiben bleiben die Frontplatten wie neu ;-)
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ach nee, da wär ich jetzt gar nicht drauf gekommen.

    Ich meinte vor allem Länge und Durchmesser, also eigentlich den GENAUEN Schraubentyp. ;-)
     
  5. durchmesser einfach so gross, dass sie gerade noch in die löcher der frontplatte passen. und die länge würde ich so lang machen, dass sie danach ca. 1 cm tief im holz sitzen. länger ist natürlich auch ok, aber wirklich nicht nötig, weil da ja eigentlich keine kraft draufkommt...
    und auf jeden fall vorbohren - das lohnt sich spätestens, wenn du die schrauben ein paar mal auf und zu machen willst ...

    grüsse c.chaos
     
  6. tomcat

    tomcat -

    Wenns etwas kleineren Durchmessser nimmst kannst die Module besser justieren, falls nicht exakt gebohrt usw.
     
  7. Ich habe da Spaxschrauben genommen, 3mm x 10mm.
    Die sind zylindrisch und nicht konisch, wie Holzschrauben.
    Imho wird das "Gewinde" nicht so sehr beschädigt, wenn man die mal raus- und reinschraubt.
    Außerdem haben sie ein Kreuzschlitzkopf, Holzschrauben haben ja meistens Schlitzkopf.

    Ich habe auch versucht, welche in schwarz zu bekommen.
    puh - 50000 Stk hätte ich nehmen müssen! :shock:


    Das Vorbohren halte ich nicht für nötig, bei mir hat ein "Vorstechen" mit einem Dorn auch gut funktioniert.
     
  8. es gibt für trockenbau sogenannte schnellbauschrauben. die sind schwarz. vielleicht gibts die auch in passenden größen und stückzahlen..

    edit: sowas in der art: http://cgi.ebay.de/Schnellbauschrau...itemZ5991525809QQcategoryZ30527QQcmdZViewItem
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    Senkkopfschrauben sind aber für diesen Zweck nicht wirklich geeignet,
    es sei denn man hat das schon bei seinen Frontplatten eingeplant.

    Bei meinem Curetronic-Kram ist es jedenfalls nicht so.
     
  10. ja wenn die löcher nicht gesenkt sind, sollte man auch kein senkkopf nehmen, klaro. ich hatte halt bei "spax-schrauben" senkkopf vor augen...
     
  11. tomcat

    tomcat -

    Schaut mal in einen grossen Baumarkt.

    Es gibt auch schwarz brunierte oder verzinkte oder was weiss ich noch Holzschrauben mit Halbrundkopf.

    Kreuzschlitz zu empfehlen, sieht hübscher aus. Oder Torx.

    Zur Not kann man auch Blechschrauben verwenden, die haben ein ähnliches Gewinde. Hängt vom Holz ab. Bei Pressspan vielleicht nicht ideal.

    Die Luxusvariante sind Inserts. Grosses Loch vorbohren, Insert reinschrauben (hat aussen Holz und innen normales Gewinde) und voila man kann alles an metrischen Schrauben verwenden was einem unterkommt. Hängt aber auch von der Dicke der Platte ab ob das grosse Insertloch zu gross wird....

    Oder grosses Loch bohren und eine Mutter einkleben....

    Warum verwendet ihr eigentlich keine Schienen im Holzgehäuse? Müsste doch funktionieren.
     
  12. Anonymous

    Anonymous Guest

    Weil Leisten einfacher zu befestigen sind.

    Ich werde mir eh keine Gehäuse mehr selber bauen, hab's nicht
    drauf.
     
  13. tomcat

    tomcat -

    Hmm, müsste doch rechtwinkelige Schienen geben. Die brauchst nur von innen dann an die Aussenpanele schrauben.
     
  14. Anonymous

    Anonymous Guest

    Na, egal, jetzt hab ich eh schon die Leisten drauf.
     
  15. Vorbohren: immer den Innendurchmesser der Schraube nehmen (wenn man keine Schiebelehre hat, Schraube und Bohrer miteinander ans Licht halten, wenn man das Gewinde neben dem Bohrer hervorstehen sieht, paßt er genau).

    Unbedingt leicht vorkörnen, damit der Bohrer nicht verrrutscht.

    Ein kleines Stück Schrumpfschlauch auf dem Bohrer markiert die benötigte Tiefe perfekt (Tesa tuts auch)

    Bohrer: Standardmetallbohrer tuns für die kleinen Durchmesser, wenn man öfter was mit Holz baut, lohnt es sich, einen eigenen Satz dafür anzuschaffen, die halten dann auch ewig. Wenn stumpf: wegwerfen..

    Drehzahl: bei Holz immer hoch, Metall dagegen niedrig. Ein billiger Akkuschrauber tuts perfekt. Vor der ersten Bohrung kurz gegens Licht halten, anwerfen und kontrollieren, ob der Bohrer wirklich gerade eingespannt ist. Bei einer Schlagbohrmaschine unbedingt die Schlagbohrfunktion ausschalten, sonst gibts Zerstörung.

    Vor dem ersten Eindrehen die Scraube kurz durch ein Stück Wachs oder Seife ziehen, das wirkt als Gleitmittel.

    UNBEDINGT: Vorsichtig reindrehen, wenn es knackst, sofort (!!!) wieder raus, denn bei kleinen Schrauben reißt der Kopf schneller ab, als man glaubt, und dann ärgert man sich endlos. Bei den ersten Umdrehungen mit sanftem Druck dafür sorgen, daß sie lotrecht reingeht.

    Die letzte halbe Umdrehung sehr gefühlvoll, denn sobald man weiterdreht, wenn der Kopf plan sitzt, zerstört man entweder das frischgeschnittene Gewinde oder man reißt den Kopf ab. (Handwerkerrregel: "Nach ganz fest kommt ganz lose.")

    Das gilt gleichermaße für Hartholz wie für Weichware, denn entweder zerstört man durch Grobheit/Unachtsamkeit Holz oder Schraube - ein ausgefranstes Bohrloch ist nicht soo schlimm, Streichholz in Leim tauchen, reindrücken, abbrechen, über Nacht warten (oder auch nicht..), fertig. Aber eine Schraube mit abgerissenem Kopf wieder rauskriegen, das ist so ekelhaft, daß man nie wieder im Leben ohne vorbohren/schmieren arbeitet. Ehrlich.

    Und auch immer den passenden Schraubenzieher nehmen, denn wenn der Schlitz zerstört ist (auch das geht schneller als man glaubt), darf man sich oft mehr ärgern, als einem guttut.

    Selbstverständlich muß das alles aufgenommen werden, denn der Sampler braucht ja Futter! Am besten einen Piezo auf die größte der Holzflächen kleben. :cool:

    (Das mußte ich jetzt so ausführlich schreiben, denn ich stamme nicht aus einer Handwerkerfamilie, ich hab als junger Mensch alles falsch gemacht, was man falsch machen kann und mich dann geärgert wie Rumpelstilzchen. Bis ich festgestellt hab, daß man nachlesen kann. Aber manches klingt so banal, daß es sich keiner aufzuschreiben traut...) :oops:
     
  16. Anonymous

    Anonymous Guest

    wurde glaube ich noch nicht gesagt:

    Im Modellbau haben wir in die Löcher etwas Sekundenkleber reingegeben um eine verhärtung des Holzes zu bewirken.
    Je härter das Holz desto kleiner ist die Wirkung, schaden kanns aber in keinem Fall, ausser man setzt die Schrauben zu früh ein ;-)

    Ich hatte bei meinen Flugzeugen auch extremes Hartholz und habs auch da praktiziert, dnach hatte ich kaum mehr Probleme miut ausgerissenen Gewinden, und falls es doch welche gibt, dann Mischt man etwas Epoxy Kleber ( 2 Komponenten ist glaub ich immer Epoxy ) mit ein kleinwenig zu viel Härter an so dass er glasig hart aushärtet und gibt dass ins Loch, und zwar nur ganz wenig, dann Föhnen ( ganz wichtig) damit das EpoxydHarz dünnflüssig wird und besser ins Holz einzieht.

    Je nachdem kann es auch sinn machen das Loch im Schadensfall etwas auszubohren und dann erst so zu verfahren.

    Alternativ kann man auch mit Sekundenkleber und Füllstoff arbeiten ( Holzmehl oder so ), das müsste sogar noch besser sein. Ist aber nicht ganz leicht mit den Sekundenkleber ein Loch zu füllen, aber heute gibts ja auch solchen der nicht auf der stelle aushärtet.
    ( Im Modellbaufachhandfel versteht man aber was davon, falls jemand Beratung braucht ;-) )

    ( Da wird Holz fast zu Stein )
     

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