SH-101 - defekter 80C49

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von fanwander, 4. Oktober 2009.

  1. Hallo,

    ich hab hier eine 101, die unter unbekannten Umständen den Geist aufgegeben hat. Die Batterien waren sicher irgendwann mal ausgelaufen, aber die Platine sah vergleichsweise gut aus, war vorher wohl schon mal gereinigt worden, und ist von mir auch nochmal in Isopropyl-alk gebadet und dann ausführlich geputzt worden; laut einfacher Messung mit Ohmmeter gibts keine Leitungsunterbrechungen.
    Das Fehlerbild ist folgendes: Zum einen ist der CEM3340 hinüber, was ärgerlich aber dank Reserven behebbar ist. Zum anderen tut aber der 80C49 nichts. Bzw "tut nicht" ist nicht korrekt gesagt - er zeigt folgendes Verhalten:
    Nach dem Einschalten leuchtet die Transpose und kurzdarauf auch die Hold-LED; drücken irgendwelcher Taster (oder Tasten) bewirkt garnichts. Das Ding bootet auch nicht in den Test-Modus (Load und Transpose gleichzeitig beim Einschalten).

    Da ich meinen funktionierenden SH-101 als Vergleich habe, bin ich mit einem Oszilloskop die Pins des 8049 vergleichend durchgegangen und habe festgestellt, dass ich zwar auf manchen Steuer-Leitungen Aktivität habe (zB ALE, !RD,...), dass aber am einen Pol des Quarzes (CPU Pin 3) Signal ist, am anderen Pol (CPU Pin 2) keines. Bei meinem funktionierenden 101 habe ich am Pin 2 den Sinus des Quarzes aber in deutlich kleinerer Amplitude. Den Quarz und Kondensatorpärchen sind es nicht, die hab ich mal zwischen den beiden Synths getauscht.
    Begehe ich da einen Meßfehler, oder Denkfehler, oder was ist da los? Wie kann ich auf der ALE oder !RD geclockte Signale sehen, wenn am Pin2 Low ist?

    Gruß Florian
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich kenne mich mit dem 8048 nicht so aus, aber die Frage finde ich berechtigt.
    Arbeitshypothese: der Tastkopf killt das Oszilatorsignal. (Das ist durchaus realistisch, am "Eingangsende" vom Quarz kenne ich das Phänomen. )
     
  3. Nur bei einem der beiden Vergleichsgeräte? Der pin2 ist tatsächlich das Eingangsende.

    Florian
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Berechtigter Einwand, ist aber dennoch nicht auszuschließen.
    Jedenfalls zicken diese Oszilatoren mehr rum, als ich mir das früher so vorgestellt habe - so super robust ist das nicht.
    Wenn du an der Ausgangsseite korrektes (=Frequenz und Pegel plausibel) Signal hast, schwingt er auf jeden Fall und das ist nicht der Fehler.
     

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