Sonarworks - Kopfhörer

marco93

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Moderator
Benutzt hier jemand die Sonarworks KH Version? Ich war gestern ganz erstaunt, dass das auf Linux schon einwandfrei nativ läuft und habe es mal mit meinen Superlux HD668B und AKG 271 MKII gestestet.
Beim Suplerlux habe ich bei den Snaresounds eine böse Überraschung erlebt und denke, dass sich Sonarworks hier eventuell lohnen könnte. Bauchschmerzen habe ich allerdings dabei, wenn das Plugin z.B. im Bassbereich einen 10 dB Boost reinknallt. Da frage ich ich mich dann, ob die Kopfhöhrer überhaupt noch die Transienten richtig wiedergeben und was mit dem Verzerrungsgrad passiert. Wer benutzt denn das von euch und wie sind die Erfahrungen?
 
GlobalZone

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Sonarworks ist nur hilfreich im "Linear Phase"-Betrieb, hat dann aber eine saftige Latenz von über 70ms.

Beim Mischen oder Mastern ist es sicher ne super Sache, da stören hohe Latenzen nicht.
Bei mir klingt der low latency oder Mixed Betrieb schlechter, sowohl bei den Kopfhörern als auch bei der Hauptabhöre.

Besser wäre es gute Kopfhörer und eine gute Abhöre in einem optimierten Raum zu benutzen.
Macht der Raum Probleme und/oder Optimierung momentan nicht machbar, ist es sinnvoller das Abhördreieck
zu minimieren und evtl sogar den Bass abzusenken um problematische Frequenzen nicht anzuregen.

Ist die Hauptabhöre eingemessen, ist es möglich unter "Limit Controls" möglich "no boost" zu wählen,
so senkt Sonarworks lediglich ab.

Ich habe es zwar noch drauf, sobald mein Raum optimiert ist, kommt das Tool aber weg,
weil es den Frequenzgang zwar korrigiert, aber zu viele Phasenschweinereien anstellt
und die Transienten seltsam klingen lässt.
 
marco93

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Moderator
Die Studioversion läuft nicht unter Linux. Da messe ich mit REW aus und kopiere die Parameter in den LSP parametrischen EQ

https://lsp-plug.in/?page=manuals&section=para_equalizer_x16_stereo

Der hat die gleichen EQ, d.h. Q - Wert, etc. lassen sich direkt aus REW nehmen. Ich werde mal bei HOFA anrufen und lass mir ein Angebot machen. Eventuell wäre ein Helmi noch eine Lösung.

"nd evtl sogar den Bass abzusenken um problematische Frequenzen nicht anzuregen."

Yup, nur bei 130 Hz etwas schlecht.
 
GlobalZone

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Yup, nur bei 130 Hz etwas schlecht.
Habe ich selbst noch nicht erlebt, obwohl ich schon sehr kleine Räume optimierte.
Meist ist das Problem dann bei 65Hz oder niedriger.

Ist zwar nicht so toll, wenn der Tiefbass fehlt, aber besser als wenn das Dröhnen
höhere Frequenzen maskiert o.ä.

Was das übertragen der Frequenzgänge angeht, so wäre Carma eine gute Möglichkeit


Das coole ist, dass du da mit Filtern experimentieren kannst. Hast du deine Kurve gefunden,
könntest du die dann übertragen.

Nachteil (Oder Vorteil?!?) hier: Du kannst zwar die Messdaten deine Mics importieren,
misst aber nur an einer Position.

Hab´s selber noch nicht ausprobiert und so nur als Tipp bekommen.
 
marco93

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Moderator
Also... ich dachte ja immer, man kann sich auf einen Kopfhörer einhören und gut. Nachdem ich jetzt aber mit Sonarworks und dem HD668B mal einige Tracks gehört habe, bin ich da anderer Meinung. Gerade die Frequenzen, die beim Kopfhöhrer abgesenkt sind, habe ich zu stark reingemischt. Hört man deutlich mit Sonarworks.

Die 100€ sind gut investiert und das bringt mich sicher einen Schritt weiter. Ich wage sogar zu behaupten, dass ich damit den Bass gut mischen kann und das Abhören im Auto entfällt.
Läuft auch super unter Linux. Kann man nur hoffen, dass die Studio Version auch bald unter Linux kommt. .... mal später etwas nerven gehen :banane:

Ich habe Sonarworks jetzt einfach in ein Carla Rack gepackt und davor einen parametrischen EQ. Sonarworks korrigiert den KH und der EQ zieht mit die Raummoden raus (gemessen über REW). Muß man dann halt entsprechend bypassen beim Wechsel von Speaker auf KH.

 
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