Spectralis - Einarbeitung einfach und schnell?

Dieses Thema im Forum "mit Sequencer" wurde erstellt von tronique, 6. August 2006.

  1. tronique

    tronique Synthesist

    Hallo,
    auf meiner ewigen Suche nach dem idealen HardwareSequencer bin ich beim Spec angekommen.
    Sieht äußerst vielversprechend aus.
    Da ich mangels Zeit aber Käufe für Equipment mit längerer Einarbeitungszeit etwas scheue, hier meine Frage?
    Hat man die Organisation und Funktionsweise vom Spec schnell drauf?
    Oder gibt es - wenn man ins Detail gehen möchte, gerade beim Sequencer - doch noch Umständlichkeiten?
    Ich möchte halt arrangiertechnisch komplett vom Rechner weg, und will daher alles so einfach und direkt wie möglich.
    Den P3 von Sequentix habe ich auch schonmal angetestet. Fand ich von der Bedienbarkeit her schon ziemlich easy, aber der Spec hat da doch schon ein paar Spuren/Klangerzeugung/Argumente mehr ...

    Ach ja und nochwas: Wie ist denn das Einladen von eigenen Samples? Selber sampeln kann er ja nicht. Oder? Kann man Samples noch nachbearbeiten? Also so looppunktmäßig und so ... (ich meine jetzt nicht die üblichen Synth.-funktionen, LFO, ADSR ...)
    Und kann man in die polyfone DSP-Synthsektion auch eigene Wellenformen reinladen?

    Fragen über Fragen ...
     
  2. Moogulator

    Moogulator Admin

    ich sags mal so: man braucht einarbeitungszeit und hat dann aber auch mehr als eine groovebox.. spontan oder intuitiv ist die oberfläche dann doch nicht wirklich.. aber wenn man das ding kennt, wird es auch einfacher..
     
  3. Ich glaube, es gibt Fragen, die kann man nicht allgemeingültig beantworten. Die meisten User, die anfangs mit der Bedienung Probleme hatten, sind mittlerweile von der Benutzerführung überzeugt. Der Spectralis ist schon recht komplex von seinen Möglichkeiten her. Man kann von einem solchen Instrument kaum erwarten, dass es genauso leicht von der Hand geht, wie einfacher gestrickte Geräte. Allerdings bietet der Spectralis aufgrund seines recht offenen Routings und vor allem der 100% Reproduzierbarkeit auch ausgefallenster Klang/Pattern/Groove Kreationen einigen Mehrwert, den man auch bei Nutzung einzelner Komponenten so nicht hinbekommen kann.
    Reduziert man sich zu Beginn auf typische einfachere Groovebox Aufgaben, ist er im Grunde auch nicht schwieriger zu bedienen, als andere Grooveboxen auch. Möchte man die typischen Highlights des Spectralis ausnutzen, muss man sich auch näher damit beschäftigen.

    Der Spectralis ist eher eine Zusammenstellung verschiedenster Geräte in einem Gehäuse und gemeinsamer Bedienoberfläche. Das ist schon mal die wichtigste Erkenntnis, die man braucht. Stelle Dir den Spectralis als Kombination aus Quasimodularen Synthesizer, einer Fixed Filterbank, einem sehr leistungsfähigen StepSequenzer, einem Drumcomputer und einen samplebasierten subtraktiven polyphonen Synthesizer vor und füge noch einen typischen Pattern Sequenzer und ein Mischpult hinzu, mit dem die verschiedenen Sektionen auf Wunsch auch interagieren können.
    Stell Dir ferner vor, dass Du all diese Sektionen beliebig programmieren und konfigurieren kannst um das ganze als Pattern abzuspeichen, um später auch zwischen beliebigen Konfigurationen wechseln zu können. Dann hast Du bereits viel vom Konzept verstanden. Anstatt alle Sektione gleichzeitig zu erlernen kann es dann sinnvoll sein, sich zunächst auf Teilbereiche zu konzentrieren.

    Ich kann Dir nur empfehlen, Dir das Gerät einfach mal vorführen zu lassen. Bei der Vorführung solltest Du auch Gelegenheit bekommen, mal selbst Hand an zu legen. Das kannst Du bei mir in meinem Vorführstudio ausgiebig tun. Du müsstest dann lediglich einen Termin machen. Zur zeit bin ich gerade am Umziehen und richte das neue Studio erst wieder ein. Aber ich denke in ein zwei Wochen ist alles wieder am Start.
     
  4. tronique

    tronique Synthesist

    Spectralis-Puzzle. Hi, hi ...

    also wie ich das den bisherigen Beiträgen im Forum entnommen habe, ist der Spectralis so eine Art Dauerprojekt, das permantent weiterentwickelt wird - und quasi mit "jedem" neuen Update neue Funktionen/Optimierungen zu erwarten sind ...

    gute Sache ...

    Und bei der Komplexität scheint - wie du schon sagtest - eine Einarbeitung in die einzelnen Sektionen wirklich am sinnvollsten zu sein.

    Wurde bei dem Gerät eigentlich schonmal über sampling nachgedacht? Ich meine jetzt nicht den Import von Samples, sondern selber samplen u. samples dann looppunktmäßig usw. zu verwursten.

    Hardwareseitig ist doch eigentlich alles vorhanden oder?
     
  5. Sampling ist auf der "probably Do" Liste. Wir haben da nicht so eine wahnsinnige Priorität drauf liegen, weil man solche Sachen einfach deutlich besser am Rechner erledigen kann. Selbst wenn der Spectralis eine solche Funktion hätte, würde ich es weiterhin am Rechner tun.

    Es gibt nur eine Ausnahme, wo sich das Samplen im Spectralis wirklich lohnt - das ist das Resamplen (also das Samplen der Spectralis Tinerezugung selbst direkt im Gerät). Man könnte dann zum Beispiel ganze Loops samplen und automatisch wieder als Motiv antriggern um den Sequenzer und den Hybrid Synth danach wieder für etwas anderes zu nutzen. Das Sample wäre eben gleich richtig geschnitten und der Workflow wäre sicherlich recht flott.
    Die andere Möglichkeit wäre das Samplen eines Hybridsynthesier Effekts zum Aufbau zum Beispiel eines Drumsets. Das stelle ich mir auch recht sympathisch vor. Auch in dem Fall könnte man sich eine schöne und einfache Makrogesteuerte bedienung ausdenken, die ein ganzes Drumset on the fly erzeugt.
    Das Samplen von externen Quellen wäre auf diesem Wege natürlich ebenso möglich, weil das Routing externer Signale ja zur Hybrid Tonerzeugung gehört - aber wie gesagt - da würde ich in jdem Falle liebe einen Rechner bevorzugen - allein schon wegen dem Monitor und der Wellenformdarstellung.
     

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