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Synth Neupreise ca.1980 Frage

TinyVince

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Hallo

Ich hab in einem Interview mit Vince Clarke mitbekommen, das er sich ja um die Zeit etwa einen Kawai 100FS als seinen ersten Synthesizer gekauft hatte.
Auf die Nachfrage warum, antwortete er "Weil er billig war " . ( oder erschwinglich , durch das Einkommen seines "Dayjobs" )
Er muss wohl mit Dave zusammen in Basildon in einem Shop damals einen neuen WASP bestaunt haben , der aber unerschwinglich war.
Meiner Recherche nach war der WASP damals so um 200Pfund neu und ein KAWAI 100FS 1000DM also etwas mehr als 200 Pfund sogar.
Warum auch immer , er nahm den KAWAI.
Kann jemand sagen , wie zu dieser Zeit die Neu.-oder Gebrauchtpreise waren für zB MiniMoog / ARP 2600 / YAMAHA CS / MOOG Rogue / MS20 .

Vielen DANK
 
MS-20 hatte damals um die 1.400 DM neu gekostet.
Als ich meine ersten MS-20 Anfang der 90er gebraucht gekauft hatte, lag mein günstigter bei 350 und ich meine der teuerste um die 400-450.
Moog Rgue war da etwas schwerer zu bekommen und lag, wenn ich mich recht erinnere, bei 500-600 (alles in DM).

Ich kenn das Interview nicht, aber vielleicht lag da zwischen der Wasp und der Kawai Entscheidung einfach etwas Zeit (und Geld).
 
Mit Dave war Quatsch. Hab ich was durch einander gebracht . Ich meine mal mit dem Kawai 100FS hat er die ersten Songs auf Synths umgesetzt.
1980 war er 20 und dürfte wohl eigenes Geld verdient haben.
Wenn man dazu rechnet, dass er wohl irgendwie mit "Clarke" das Arbeitsamt hinters Licht geführt hat...aber gut andre Geschichte.
Mich wundert halt, dass er den Kawai als "billig" bezeichnet und intressiert eine Referenz preislich was es damals so gab als Neugeräte.


 
Ich wollte grade in Peter Forrests SYNTH A-Z den Preis nachschauen, aber bei Kawai wird ein 100F nicht aufgeführt und beim Teisco 100F steht kein Preis dabei (zudem steht da, dass der in UK nicht vertrieben worden sei).
 
Die Exoten waren oft billig zu haben.
Für den nagelneuen Wasp habe ich damals DM 500 bei Musik Renz bezahlt, den konnte ich von DM 550 noch herunterhandeln.
Den Spider hat er mir dazu noch super billig angebetet, den wollte ich aber trotzdem nicht.
 
Hallo

Ich hab in einem Interview mit Vince Clarke mitbekommen, das er sich ja um die Zeit etwa einen Kawai 100FS als seinen ersten Synthesizer gekauft hatte.
Auf die Nachfrage warum, antwortete er "Weil er billig war " . ( oder erschwinglich , durch das Einkommen seines "Dayjobs" )
Er muss wohl mit Dave zusammen in Basildon in einem Shop damals einen neuen WASP bestaunt haben , der aber unerschwinglich war.
Meiner Recherche nach war der WASP damals so um 200Pfund neu und ein KAWAI 100FS 1000DM also etwas mehr als 200 Pfund sogar.
Warum auch immer , er nahm den KAWAI.
Kann jemand sagen , wie zu dieser Zeit die Neu.-oder Gebrauchtpreise waren für zB MiniMoog / ARP 2600 / YAMAHA CS / MOOG Rogue / MS20 .

Vielen DANK

Die Preise in UK waren und sind nicht mit denen auf dem Kontinent vergleichbar, ebenso die Einkommensverhältnisse.

Auf den Inseln waren und sind Musikinstrumente -- gerade die aus ausländischer Fertigung -- immer teuer gewesen wegen der Zölle, Steuern und Transportkosten. Der Minikorg M-500 von OMD war zwar aus einem Versandhauskatalog, aber trotzdem immer noch so teuer, daß er abgestottert werden mußte. Das war wohl auch der Grund, weshalb der Wasp so einschlug: Ein Gerät aus heimischer Fertigung, daß endlich mal bezahlbar war. Im Gegensatz zu EMS oder den home-brew cottage-industry Geräten oder Bausätzen von Maplin.

War der erste Synth vom Winz wirklich ein Teisco 100? Ich meine, mich erinnern zu können, daß er in einem Interview 1994 mit VIVA JAM erwähnte, daß es 110F gewesen sei: "There was a jack that said 'Trigger In' but it wouldn't go anywhere..."

Laut Peter Forrest lag der 110 seinerzeit bei 540 Pfund. Der 100 wird dann wohl um die 350 gelegen haben.

Unterstelle ich mal.

Stephen
 
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M.i.a.u.: fanwander und TinyVince
Das mit dem Trigger IN von ihm kenn ich auch. Ein Kawai 110 glaub ich nicht . Erstens wäre er sicher noch teurer gewesen und StarskyCarr sagte auch 100F .
Plausibel wäre, da der Kawai100F schon 1977 erschien, er so 1980 rum auch einen gebrauchten Kawai100F gekauft hat in dem jemand rumgebastelt hat.
Mit Trigger In kann doch nur der "Synthesizer Control Voltage IN" rückseitig gemeint sein. Also der Hüllkurven Gate.
 
Neupreis in Deutschland: 1000 DM

Neupreis in Frankreich: 2.900 Francs

Der S60F kostete dann etwas später £199.
 
Das mit dem Trigger IN von ihm kenn ich auch. Ein Kawai 110 glaub ich nicht . Erstens wäre er sicher noch teurer gewesen und StarskyCarr sagte auch 100F .
Plausibel wäre, da der Kawai100F schon 1977 erschien, er so 1980 rum auch einen gebrauchten Kawai100F gekauft hat in dem jemand rumgebastelt hat.
Mit Trigger In kann doch nur der "Synthesizer Control Voltage IN" rückseitig gemeint sein. Also der Hüllkurven Gate.

Mein Irrtum.

Ich habe das Video gefunden, Winz spricht tatsächlich vom Kawai 100FS:



Soviel zum Thema Streiche, die einem die Erinnerung spielt.

Stephen
 
  • #11
Micro Preset

(War bis Ende der 1980er ein Dauerladenhüter in einem kleinen 40qm Musikgeschäft hier in der Stadt.)

Das Ding ist so unbedeutend, daß mir der Name völlig schnurz ist.

Habe ich mal in Moers in einem Pfandhaus gekauft, für 40 Mark.

Ist dann für viel Geld in der VEMIA weggegangen. Ich glaube, damit habe ich einen CS80 teilfinanziert.

Oder irgendwas anderes.

Stephen
 
  • HaHa
M.i.a.u.: fanwander
  • #12
Neupreis in Deutschland: 1000 DM

Neupreis in Frankreich: 2.900 Francs

Der S60F kostete dann etwas später £199.
Der D vs F Preis war ja ~1:1. 1 DM waren ja zwischen 2,80-3,00 Fr

off-T AnEckDote: Als Revoluzzer Teenies haben wir immer an einen bestimmten Zigaretten-Automaten mit 20 Centimes-Münzen (Durchmesser exakt wie 1 DM-Stück) Kippen gezogen. Also die Packung für weniger als 25 Pfennige statt 3 DM.
 
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  • #13
Hallo

Ich hab in einem Interview mit Vince Clarke mitbekommen, das er sich ja um die Zeit etwa einen Kawai 100FS als seinen ersten Synthesizer gekauft hatte.
Auf die Nachfrage warum, antwortete er "Weil er billig war " . ( oder erschwinglich , durch das Einkommen seines "Dayjobs" )
Er muss wohl mit Dave zusammen in Basildon in einem Shop damals einen neuen WASP bestaunt haben , der aber unerschwinglich war.
Meiner Recherche nach war der WASP damals so um 200Pfund neu und ein KAWAI 100FS 1000DM also etwas mehr als 200 Pfund sogar.
Warum auch immer , er nahm den KAWAI.
Kann jemand sagen , wie zu dieser Zeit die Neu.-oder Gebrauchtpreise waren für zB MiniMoog / ARP 2600 / YAMAHA CS / MOOG Rogue / MS20 .

Vielen DANK
Er ist ja ein Schelm - er sagt "das war der billigste mit den meisten Knöpfen" - und in der Tat, hat der zwar nur einen OSC aber einen schönen schnellen LFO für Sounds. Somit stimmte das auch. Die anderen hatten dann halt den 700s. Der Wasp ist auch ein "billiger" Synth gewesen. Es ging darum einen Synth zu haben, erstmal einen der so viel wie möglich kann mit wenig Geld -
Das ist heute alles ein bisschen anders aber doch dasselbe - Siehe Behringer. Den 100f haben heute Agent Side Grinder fest im Programm. Das ist die FX, Tape, Noise Abteilung, die haben das da ziemlich aufgeteilt. Das Pfund war aber auch höher ggü DM damals.

Die günstigen lagen alle ungefähr bei 1kDM, später sogar auch mal bei 800. Das war damals die absolute Untergrenze - wie Prodigy, MS10, etc.
Aber die Genannten sind ja zeitlich davor, man musste ja nehmen was es gab.

Der Wasp war preislich aber der ZX81 unter den Synths - der war bei 199 Pfund. Hatte BPF und Loop-ENV - war schon interessant ggü dem, was damals so da war. Das sind also gut 800 Mark. Also nicht 200€ oder sowas.
Retro Synth Ads: Electronic Dream Plant Ltd. Wasp Invasion ad,  International Musician and Recording World 1979
 
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  • #14
Meinen gebrauchten CS15 habe ich beim Händler 1982 für 590 DM gekauft.
Von Privat evtl damals noch günstiger erhältlich.

Die Kaufkraft damals gefühlt von heutigen 800€
 
  • #15
Der D vs F Preis war ja ~1:1. 1 DM waren ja zwischen 2,80-3,00 Fr

Du meinst, D-Mark vs. Francs? War da nicht immer ein Verhältnis 1:3, so wie bei DM vs. Ös 1:7?

off-T AnEckDote: Als Revoluzzer Teenies haben wir immer an einen bestimmten Zigaretten-Automaten mit 20 Centimes-Münzen (Durchmesser exakt wie 1 DM-Stück) Kippen gezogen. Also die Packung für weniger als 25 Pfennige statt 3 DM.

Ich habe das mal mit rumänischen Münzen im Parkautomat versucht.

Sowas klappt heute leider nicht mehr. Höchstens noch im Einkaufswagen.

Stephen
 
  • #18
Hab gerade nachgesehen. 1977 war das 1 : 3,35, 1980 hatten die Francs dann schon auf 1 : 2,35 aufgeholt.

Afair bekam man um 1985 rum am „Exchange“-Kiosk an der Europabrücke zwischen Kehl und Strassbourg ~29 Fr für 10 DM. Wieviel und/oder ob da schon „Wechselgebühren“ drin waren weiß ich allerdings nicht mehr.

Die Zahl 29 für einen Zehner deshalb in guter Erinnerung, weil ich an dem Sonntag als Becker Wimbledon gewann, in Strassbourg war.
 
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