Das Problem ist mir schon Anno 1998 aufgefallen, als ich meinen monatelang ersparten neuen Roland XP80 mit den sagenhaften 76 Tasten auspackte.
Irgendwie war da alles kleiner als bei meinem Quasimidi Raven mit der wertigen Fatar Tastatur, und das obwohl der Raven ja nur 61 Tasten hatte.
Musste dann nach ein paar Tagen nachmessen, und leider weiss ich nicht mehr, wieviel CM oder MM dann der Unterschied betrug.
Auf jeden Fall war der Roland so gesehen tatsächlich ein Schmalspur-Modell, was die Tastenbreite angeht.
Aber daran habe ich mich dann doch rel. schnell gewöhnen können. Für Akkorde ist es manchmal tatsächlich einfacher zu greifen.
Und der XP80 war auch mit den schmaleren Tasten schon wirklich lang genug - ein echtes Monster an Keyboard, auch noch richtig schwer. Natürlich immer noch
kein Vergleich zu einem Fender Rhodes, aber so ein Gerät hatte ich noch nie hier.
Da weiss man, was "schwer" bedeutet, wenn man so ein Rhodes mal schleppen durfte. Das Vergnügen hatte ich aber zum Glück auch noch nicht.
Ich finde es aber auch richtig dumm, dass hier Abweichungen sind. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies für Leute mit breiteren Händen und Fingern ein echtes
Problem sein kann. Ich habe sehr schmale Hände, von daher war es für mich keine schlimme Umstellung.
Da ist es dann noch was anderes mit dem Mikrokorg oder der Novation Mininova, oder mit dem Arturia Keystep. Das sind für mich dann auch nur Lösungen, um eben
Mal einen Bass oder eine Lead-Sequence, einen Arp-Sound einzuspielen. Viel mehr macht mir da dann auch nicht Spass. Da fehlen dann auch schnell Oktaven und Tasten im Alltag
bei beidhändigem Spiel.