The Next Behringer Status (Neues, Wünsche, Kritik …)

So war das schon bei Robin Hood, der konnte auch nur Inkognito nach Nottingham Castle
Hauptsache Behringer stellt im Sherwood Forest Hotel heute und morgen und vielleicht sogar auch noch übermorgen weitere Klone für die Schmuddelkinder vor.
Dann kann die Elite wieder haten und moralisieren, während die Schmuddekinder schon Musik machen und Spaß haben.
Aber der Sheriff von Nottingham hat mit den zurückgekehrten Ritter Roland der Vergessene und Ritter Korg der Kreative mächtige Verbündete, die um die Gunst der Schmuddelkinder kämpfen.
Und es wurden auch neue Knappen gesichtet mit Namen wie UDO, Argon und Hydra, die die Vergangenheit hinter sich gelassen haben und nach neuen Ufern streben.
 
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Behringer hat ja jetzt richtig rein und man bedenke, was da noch alles angekündigt wurde....
Ähm, in zwei Jahren gibt es dann nichts mehr zum Klonen und der Markt ist gesättigt mit allen
möglichen Geräten. Und dann?
Mir ist jetzt schon ganz schlecht, aufgrund der heute oder bald verfügbaren Mittel.
 
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inorx

An analog guy in a digital world.
Was mir etwas Angst macht, ist, dass Behringer jetzt durch Kopien die kommenden 3, 4 Jahre sehr viel Geld aus dem Markt nimmt und das Preisniveua dermassen nach unten drückt, dass die Unternehmen, die innovativ sind, sich ihre Innovation nicht mehr aus dem Markt refinanzieren können.
Ich finde es durchaus positiv, dass Behringer alte Klassiker kopiert und gar etwas verbessert, aber wie @ringmodifier schon schrieb, so richtig innovativ ist das nicht. Es ist okay, wenn Behringer nicht innovativ ist, sie haben aktuell eine andere Mission. Ich würde es aber gerne sehen, wenn sie etwas dafür täten, die innovativen Unternehmen nicht aus dem Markt zu drücken. Ein Innovations-Investitions-Fonds für kleine Synthesizer-Schmieden zum Beispiel.
 

Thomasch

MIDISynthianer
Im Prinzip reinkarniert Roland gerade teilweise durch Behringer... wenn auch nicht ganz freiwillig...
Ein wenig Konkurrenz belebt halt das Geschäft und ich finde es durchaus gut, daß Roland nun wieder etwas gefordert wird.

Was mir etwas Angst macht, ist, dass Behringer jetzt durch Kopien die kommenden 3, 4 Jahre sehr viel Geld aus dem Markt nimmt und das Preisniveua dermassen nach unten drückt, dass die Unternehmen, die innovativ sind, sich ihre Innovation nicht mehr aus dem Markt refinanzieren können.
Ich finde es durchaus positiv, dass Behringer alte Klassiker kopiert und gar etwas verbessert, aber wie @ringmodifier schon schrieb, so richtig innovativ ist das nicht. Es ist okay, wenn Behringer nicht innovativ ist, sie haben aktuell eine andere Mission. Ich würde es aber gerne sehen, wenn sie etwas dafür täten, die innovativen Unternehmen nicht aus dem Markt zu drücken. Ein Innovations-Investitions-Fonds für kleine Synthesizer-Schmieden zum Beispiel.
Ich denke insgesamt führt es dazu, daß viel mehr Geld als vorher im Gesamtmarkt landet, da die günstigen Behringer Preise und der Hype um die Produkte ganz neue Käuferschichten anlockt.
Ich denke auch der Eurorack Markt wird nochmal nen Boost die durch neue Kundschaft erhalten.
 

inorx

An analog guy in a digital world.
Ich denke insgesamt führt es dazu, daß viel mehr Geld als vorher im Gesamtmarkt landet, da die günstigen Behringer Preise und der Hype um die Produkte ganz neue Käuferschichten anlockt.
Ich denke auch der Eurorack Markt wird nochmal nen Boost die durch neue Kundschaft erhalten.
Ich bin bei dir, was das Wachstum in Stückzahlen betrifft. Aber:
- Umsatz = Menge x Preis. Preise haben wir deutlich sinkende.
- Bei sinkenden Preisen müssen die Stückkosten in der Produktion sinken, sonst ist die Marge weg. Innovation finanziert sich aus der Marge.
- Sinkende Stückkosten erfordern sinkende Grenzkosten, was über Skaleneffekte erreichbar ist. Das braucht Investionen in Produktionsanlagen und Automatisierung, variable Kosten werden zu Fixkosten udn diese werden dann über grosse Stückzahlen umgelegt. Behringer kann das, Roland, Korg und Yamaha könnten das, der Rest nicht.
- Ergo: Selbst wenn die abgesetzte Menge steigt, kommt es zu einer Reduktion der Marge, womit grundsätzlich alle, die nicht in der Lage sind, grosse Stückzahlen zu verkaufen, in Schwierigkeiten kommen, so sie nicht eine Nische bewirtschaften. Aber selbst in den Nischen wird das Leben deutlich schwerer werden, da wird's noch mehr Idealismus als heute brauchen, um dort um's Überleben zu kämpfen.

Ich beschreibe damit ja nichts, was wir nicht in anderen Märkten schon x-fach gesehen haben.
 
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inorx

An analog guy in a digital world.
Behringer drückt niemanden vom Markt.. Es ist genug Platz für alle da.
Dass dem nicht so ist, kannst du zum Beispiel einfach auf Ebay sehen. Guck mal, wie viele TR8 und Boutigue Dinger einen neuen Besitzer suchen. Ich kenne die Verkaufszahlen von Roland nicht, aber das ist ein starkes Indiz, dass Roland auch bei Neuverkäufen Behringer's Marktpräsenz sehr gut spürt. Kein Wunder, dass sie sich mit Händen und Füssen gegen's Kopieren wehren (ja, sie sind selber Schuld, dass sie kopiert werden, sie hätten es selbst in der Hand gehabt). Was glaubst du, passiert bei Roland, wenn die Verkaufszahlen zurückgehen? Die meisten Unternehmen reagieren darauf mit Kostenreduktion. Und Innovation steht da ganz vorne auf der Streichliste. Roland steht hier nur als Beispiel, die Mechanik gilt im Grundsatz für alle Marktteilnehmer.

Ein weiterer Aspekt: Schau dir die TD-3 an. 150 Euronen, super Preis, keine Frage. Ich behaupte mal, viele der Dinger wurden gekauft, weil sie so günstig ist. Mehr als Spielzeug als zum wirklich eingesetzt werden. Hätte das Ding 450 Euro gekostet, wären die 150 Euro noch in vielen Geldbörsen drin und könnten somit den Weg zu einem anderen Hersteller finden. Die Geldbörsen werden eben nicht einfach grösser, nur weil Behringer günstiger wird. Es ist viel mehr so, dass ein Teil des bisherigen Umsatzes im Markt zu einem anderen Hersteller fliesst.

Und noch ein weiterer Aspekt: Auch kleinere, innovativere Hersteller brauchen mind. ein Produkt in ihren Sortiment, das ordentlich Marge macht. Nennt man in der BWL "cash cow". Innovation kommt nicht gratis, Produktentwicklung noch weniger. Irgendjemand muss das bezahlen. Deshalb gibt's/gab's ein paar Firmen, die Clones in kleinen Serien gemacht haben udn damit zumindest ein gewisses Mass an Menge und Marge machen konnten. Das ist jetzt bereits bei ein paar Geräten vorbei und ich vermute, Behringer wird hier den Markt aufräumen. D.h. keine Querfinanzierung von Innovation über die Marge von cash cows mehr. Sowas drückt Unternehmen aus dem Markt.
Ein wunderbares Beispiel hierfür ist in Deutschland z.B. die Solar-Industrie. Deutschland war mal führend. Heute unter ferner liefen (Wo 2010 noch über 133.000 Menschen einen Arbeitsplatz in der PV-Branche fanden, sind es jetzt gerade noch 35.000.). Hat verschiedene Gründe, einer davon ist, dass China kopiert und dann in Massen zu deutlich tieferen Preisen verkauft hat. Kommt bekannt vor, oder?
 

Rolo

I give some soul into the tracks
Es ist okay, wenn Behringer nicht innovativ ist, sie haben aktuell eine andere Mission. Ich würde es aber gerne sehen, wenn sie etwas dafür täten, die innovativen Unternehmen nicht aus dem Markt zu drücken. Ein Innovations-Investitions-Fonds für kleine Synthesizer-Schmieden zum Beispiel.
Nein das ist schon o.k. was Behringer da macht. Ihr müßt halt noch mehr kaufen, also auch das Zeugs von den kleinen Schmieden. Am besten die ganze Hütte voll mit Geräten. Jede Woche minimum ein monosynth jetzt wo die Module kommen jeden Tag ein schönes kleines Geschenk für`s Gemüt. Bis die Hütte voll ist. Das Wohnzimmer ,das Schlafzimmer ,das Kämmerchen, die Küche ,der Keller und wenn das alles nicht reicht die Toilette.
 
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