The Next Behringer Status

intercorni

|||||||||||
Das Keyboard und der PolyAftertouch ist nur eine Sache. Der PA funktioniert beim CS80 perfekt und auch hier bin ich überzeugt, dass dieses perfekte musikalische Verhalten so nicht hinzubekommen ist. Wer den Prototypen gesehen hat weiss, dass B das UI extrem eingedampft hat und hier gehen wirklich alle Vorzüge der Spielbarkeit eines Klanges verlohren. Wir haben übrigens im Studio einen CS80 und darum kann ich mir derartige Vermutungen leisten.
 

Thomasch

MIDISynthianer
Naja schauen wir mal was am Ende dabei herauskommt, mehr als ein paar frühe Designskizzen kennen wir ja nicht.
Daß sich die Potihebel haptisch nicht mit Fadern gleichstellen lassen ist klar.
Dadurch, daß der Hebel seinen Winkel verändert, erspürt man die Position des Reglers sicher um einiges leichter, als bei nem Fader.
Ich mag hier wiegesagt weder Vorschußlorbeeren noch Vorverurteilungen verteilen, ich warte erstmal ab was am Ende rumkommt.
Und entweder der taugt was, oder halt auch nicht. Wir werden sehen.
 
Wo steht denn bitte, dass Behringer KEIN Clone, wie bei den anderen Geräten macht? Alle Studien, die B darüber raus gebracht hatten, waren mit RC und eine Tastatur mit PA haben die jetzt auch. Ist das jetzt nur wieder das übliche schlecht Gerede oder doch etwas mit Substanz? Falls letzteres, dann bitte eine Quelle.
 
Nicht jeder kann einen echten CS_?0 haben und näher werden wir der Sache nicht kommen als mit dem DS80. Klar werden es viele Kompromisse sein, aber besser als nichts.
 

serge

||||||||||||
Was es gibt, ist die offizielle Ankündigung von Behringer auf FB, dass man nun wirklich mit der Arbeit einem der aufregendsten Synthesizerprojekte beginnen würde, garniert mit dem Bild einer CS80-Innerei.

Dazu dann noch die vorherige FB-Mail, dass man bewusst frühe Design-Studien zeigen würde, um potentiellen Kunden die Möglichkeit der Mitsprache am Product Design zu geben.

Natürlich befeuert das Spekulationen, ist ja auch von Behringer gewollt.

Daraus folgt dann aber auch, dass man eben nicht beabsichtigt, einen 100%igen CS80-Klon zu bauen, denn für einen solchen braucht man kein Feedback potentieller Kunden.

Im Gegenteil kann man so ein beliebig stark vom CS80 abweichendes Instrument an den Markt bringen, und jede Abweichung mit einem Verweis auf „unsere Kunden wollten das aber so“ rechtfertigen.

Wenn ich mir nun vor Augen führe, was in diesem Thread und ähnlichen Orten im Netz gebetsmühlenartig als das wichtigste Ausstattungsmerkmal der Behringer-Nachbauten bezeichnet wird, so ist das ihr überaus günstiger Preis.

Nun ist aber das Besondere am CS-80 vor allem seine „Benutzeroberfläche“, diese aber erschwinglich nachzubauen, erscheint mir ähnlich schwierig wie der Versuch, eine Stradivari aus Sperrholz fertigen zu wollen.

Anders gesagt: Ich würde mich freuen, wenn die Behringer-Interpretation des CS80 deutlich mehr Wert auf eine dem Original möglichst nahe kommende Benutzeroberfläche legen würde, und dafür deutlich teurer wäre als die üblichen Nachbauten aus diesem Hause.

Zumindest wäre mir das deutlich lieber als die eher konservative Stimmenarchitektur des CS80 über eine mittelmäßige Tastatur mit ebensolchen Bedienelementen in viel zu geringem Abstand spielen zu müssen - auch wenn das vielleicht deutlich günstiger wäre.
 

weasel

||||||||||||||||
also wieso sollte das denn bitte schwierig sein das CS80 UI nachzubauen? 2x 25 fader in reihe. ribbon controller ran und fertig. ich will nicht abstreiten das das beim cs80 gut geloest ist und einen teil der faszination/spielbarkeit ausmacht, aber was ist denn daran bitte schwer nachzubauen? ging doch beim DDRM auch sehr erfolgreich.
die achsialen potis links unten sind doch imho sogar unsinnig, ein pot hat auf so kurzem radialen regelweg doch ne total miese aufloesung, und von der bedienbarkeit nimmt sich das faktisch nichts.


und zum thema speicherbarkeit wie von dir @serge in dem anderen thread angemerkt, der deckards dream hat das wie bei vielen anderen poti/fader synths sehr einfach und sinnvoll durch eine pickup-funktion ohne die von dir beschriebenen dead zones geloest. macht sehr viel spass zu spielen, und presets zu laden :rolleyes: davon abgesehen waren ja zumindest auf den renderings die mini-fader "presets" des originals zu sehen, was ich fuer eine absolut fehlentscheidung halten wuerde. unter dem aspekt der... aaaaaachtung... spielbarkeit.

zu mutmassen das behringer eine komplett andere UI machen nur weil sie mal nach wuenschen oder ideen fragen ist ja auch eher haltlos. als ob die jetzt ne 37-minitasten-plastik version auf den markt schmeissen wuerden. zum platz auf der oberflaeche muss man sich doch nur mal die eurorack klone angucken oder den ARP, da zb haben sie es ja besser gemacht als der mini-korg.

wenn ich mir jetzt zb deepmind preise anguck und den entwicklngs/hertellungaufwand eines cs80 klons geh ich natuerlich auch davon aus das die behringer variante bestimmt 1.5-2k kosten wird, zurecht. wuerde imho immer noch sehr viele kaeufer finden.

ich fuer meinen teil freue mich ueber diese ankuendigung, habe einen DDRM aber bin sehr interessiert wie behringer das umsetzt, vor allem die PolyAT tastatur.
 
Zuletzt bearbeitet:

serge

||||||||||||
Wenn Yahama den bauen könnte warum dann kein anderer
Ich schrieb nicht, dass Behringer das nicht könnte. Ich bin mir im Gegenteil sicher, dass Behringer den CS80 als hochwertige Kopie bauen könnten, wenn sie es denn wollten.

Nur: Der CS80 kostete 1978 um die 14.500 DM. Unter Berücksichtigung der Inflation entspricht das rund 18.200 Euro. Wer wäre bereit, so viel Geld auszugeben? Oder auch nur die Hälfte oder gar ein Viertel?
 

serge

||||||||||||
also wieso sollte das denn bitte schwierig sein das CS80 UI nachzubauen? 2x 25 fader in reihe. ribbon controller ran und fertig. ich will nicht abstreiten das das beim cs80 gut geloest ist und einen teil der faszination/spielbarkeit ausmacht, aber was ist denn daran bitte schwer nachzubauen? ging doch beim DDRM auch sehr erfolgreich.
Ich habe mehrere Male einen DDRM gespielt, bin aber mit dessen Benutzeroberfläche nicht warm geworden. Verglichen mit dem Original, das ich zwar nicht besitze, aber immer wieder spielen kann, fühlt sich der DDRM für mich (!) eng und hakelig an, und das Display ist für so'n alten Sack für mich trotz Gleitsichbrille schlicht 'ne Zumutung. Den Ringmodulator gibt es als Expander, und dessen Reglergrößen entsprechen in meiner Erinnerung fast denen der Preset-Sektion des Original-CS80.

Versteh mich bitte nicht falsch: Es freut mich für Dich, wenn Du mit DDRM glücklich geworden bist, aber bei mir ist der Funke nicht übergesprungen.

die achsialen potis links unten sind doch imho sogar unsinnig, ein pot hat auf so kurzem radialen regelweg doch ne total miese aufloesung, und von der bedienbarkeit nimmt sich das faktisch nichts.
Was soll ich darauf entgegnen? Ich kann nur wie ein Schallplatte mit 'nem Sprung wiederholen: Spiel das Original mal eine Zeitlang, oder schau jemandem zu, der das Original spielen kann – diese Art der Regler sind für diesen Anwendungsfall (Hände auf der Tastatur, kurz nach oben, Regler rasch nach oben stubsen oder runterziehen, wieder auf die Tastatur) einfach eine Freude und fühlen sich besser an als Schieberegler.

Diese Regler sind ein schönes Detail, bei dem Yamaha aus ihrer Orgelbau-Erfahrung schöpfen konnte. Ein anderes Detail aus dem Orgelbau, das z.B. Roland beim Jupiter-80 eingesetzt hat, sind die unterhalb der Tastatur angebrachten Taster zur Speicherplatzanwahl: blitzschnell mit dem Daumen zu erreichen, ohne dass man die restlichen Finger ungebührlich weit von der Tastatur entfernen müsste.

der deckards dream hat das wie bei vielen anderen poti/fader synths sehr einfach und sinnvoll durch eine pickup-funktion ohne die von dir beschriebenen dead zones geloest. macht sehr viel spass zu spielen, und presets zu laden…
Ob "Pickup" nun die beste Wahl gewesen ist, darüber kann man trefflich streiten – ich finde es furchtbar, erst solange an einem Regler drehen zu müssen, bis Reglerposition und Parameterwert übereinstimmen, ehe irgendetwas passiert. Ich möchte mich darauf verlassen können, dass meine Bewegung vom Instrument unmittelbar in eine Klangveränderung übersetzt wird.

"Relativ" wäre mir als Modus lieber, da dieser unmittelbar reagiert, nur bezahlt man auch dafür einen Preis: Ich kann mich dabei nicht darauf verlassen, dass das Instrument auf eine gleiche Bewegung stets mit der gleichen Klangveränderung reagiert – denn je nachdem, wo der Regler steht, ist der Parameterbereich mehr oder weniger stark gedehnt oder gestaucht.

davon abgesehen waren ja zumindest auf den renderings die mini-fader "presets" des originals zu sehen, was ich fuer eine absolut fehlentscheidung halten wuerde. unter dem aspekt der... aaaaaachtung... spielbarkeit.
Wenn Dir die Faderlängen des DDRM genügen, wären deren Größen ein möglicher Kompromiß.

zum platz auf der oberflaeche muss man sich doch nur mal die eurorack klone angucken…
So verschieden sind die Geschmäcker: Es macht mir mehr Spaß, an meinem Minimoog zu schrauben als am Behringer Model D, schlichtweg weil es mir bei letzterem im Vergleich zum Original zu eng zugeht.


wenn ich mir jetzt zb deepmind preise anguck und den entwicklngs/hertellungaufwand eines cs80 klons geh ich natuerlich auch davon aus das die behringer variante bestimmt 1.5-2k kosten wird, zurecht. wuerde imho immer noch sehr viele kaeufer finden.
Wenn es nach mir ginge, dürfte er ruhig noch teurer sein, wenn es dafür auf seiner Oberfläche nicht so gedrängt zugehen würde wie z.B. auf der des DDRM, wenn die Tastatur dem Niveau des Vorgängers zumindest nacheifern würde, wenn die Regler unhörbar hoch aufgelöst wären, etc.
 

FixedFilter

Bye bye
Eines der Probleme dürfte sein, dass Yamaha beim Filter und den Amps Custom Chips eingesetzt hat. Die 1:1 nachzubauen dürfte schwierig werden.
Darüber hinaus ist es letztlich nur eine Frage der Kosten, inwieweit man das Original 1:1 nachbauen möchte. Behringer ist eher ein Massenhersteller, daher bewegen sie sich in einem begrenzten Limit. Klar rufen viele, dass sie einen CS 80 Nachbau haben wollen, aber wenn das Dinge einen bestimmten Preis übersteigt, werden viele doch nicht kaufen. Das weiß Behringer natürlich auch und ich könnte mir vorstellen, dass sie beim CS 80 eng dahin gehen werden, was sie als Schmerzgrenze ihrer Kunden einschätzen. Vielleicht wird der UB-Xa auch schon ein guter Testballon, bis wohin man nach oben gehen kann.
 
Behringer hatte beim VC340 auch gesagt, dass er nur an einer kleinen Marge von verkäufen glaubt, aber es sein Wunsch war. Ich denke, er hat auch genug Reserven, um dieses Teil auch mit Verlust raus zubringen. Davon gehe ich aber nicht aus. Eher wird es ein Verkaufsschlager.
 

FixedFilter

Bye bye
Behringer hatte beim VC340 auch gesagt, dass er nur an einer kleinen Marge von verkäufen glaubt, aber es sein Wunsch war. Ich denke, er hat auch genug Reserven, um dieses Teil auch mit Verlust raus zubringen. Davon gehe ich aber nicht aus. Eher wird es ein Verkaufsschlager.
Uli Behringer wird das Teil nicht mit Verlust rausbringen, dazu dürfte er dann doch Kaufmann genug sein. Das Teil wird aber auch kein Billigheimer werden. Ich bin auf den UB-Xa gespannt. Das Teil mit 61 Tasten dürfte uns einen ersten Eindruck vermitteln, in welche Richtung der CS 80 preislich gehen wird.
 
Eins muss man auch sagen - diese ganzen Module und so - das ist schon so, dass man daran nicht wirklich so viel verdienen kann. Ein bisschen Drang sowas zu machen, um alles günstiger zu machen muss auch da sein. So ein irrer Gewinn fällt da nicht so raus wie aus anderen. Ein CS80 könnte durch die günstigeren heutigen Methoden allerdings auch günstig gebaut werden und diese Haltung schimmert durch, wenn er andere fragt, ob sie denn etwas irgendwo herstellen wollen bei ihm - aber wundert sich wohl zudem, dass die mit einem Handgeld nicht zufrieden sind.

Die Welt ist komplex.
 

intercorni

|||||||||||
Die Elektronik ist günstig und heutzutage preiswert. Der CS80 hat ja den ein oder anderen Fader und das macht es dann teurer. Aber hie wird B auch keine hochwertigen Fader verbauen, weil es ja billig bleiben soll.
 

kirdneh

s_a_m
Ich hab zwar (noch) keinen B-Synth, aber hab mir letztens einen Kleinmixer gekauft, da wackelt kein Poti, alles fest und solide gebaut.
 

serge

||||||||||||
Angesichts dessen, worum es in diesem Thread geht, weiß ich nicht, was uns diese Aufteilung der Diskussionsteilnehmer in irgendwelche Lager à la „die einen“ und „die anderen“ bringen soll. Zur Erinnerung:
Da es sehr viele Fotos und Updates gibt, die eher kleine Schritte sind - hier mal ein Thread dafür diese zu listen, zu kommentieren und Wünsche abzugeben und natürlich auch Kritik ..
 
Angesichts dessen, worum es in diesem Thread geht, weiß ich nicht, was uns diese Aufteilung der Diskussionsteilnehmer in irgendwelche Lager à la „die einen“ und „die anderen“ bringen soll. Zur Erinnerung:
Kann mich nur anschließen. Schreibt euch doch PMs oder macht einen extra Thread für sinnfreien Gedankenaustausch auf. Ist noch genug Speicher für Müll jeglicher Art im Internet übrig, das sollte nicht das Problem sein.
 
 


News

Oben