USB Verbindung pfeift/rauscht

Dieses Thema im Forum "Controller & MIDI" wurde erstellt von Intracktion, 20. August 2015.

  1. Hi Leute,

    bin neu hier und habe mich zunächst angemeldet, um eine Lösung für ein Problem zu finden:

    Ich habe mir ein Zoom UAC-2 zugelegt und möchte darüber den Minibrute und OP-1 mit meiner DAW aufzeichnen.
    Sobald ich aber die Geräte zur Midi-Ansteuerung mit dem USB-Port des Laptops verbinde, habe ich Störgeräusche (Pfeifen/Rauschen) auf dem Kanal. Löse ich die USB-Verbindung
    wieder, ist das Signal störfrei und sauber.

    Was ist zu tun?

    Bin dankbar für Eure Antworten...
     
  2. Achso....
    Das Zoom UAC-2 ist ein kleines Audiointerface. Ich betreibe es ohne Netzteil. Die Stromversorgung erhält es ebenfalls über den USB-Port des Laptops.
     
  3. Noch eine kleine Ergänzung:

    Ich hatte auch schon versucht, den Minibrute nicht über USB, sondern über den Midi-Eingang mit dem Audiointerface zu verbinden. Aber dann läuft die Clock nicht synchron.
    Ich muss folglich den Minibrute über USB anschließen.

    Beim OP-1 behalf ich mir zuletzt damit, ihn zwar über USB mit dem Laptop zu verbinden (der OP-1 hat eh keinen MIDI-Ein/Ausgang), aber nicht den Audioausgang ins Audiointerface zu leiten. Ich nahm also die Audiodaten intern im OP-1 auf und exportierte die Waves. Da ist aber total umständlich und stört den Arbeitsflow...

    :heul:
     
  4. bionyx

    bionyx Tach

    hi

    :hallo:

    hab da selber keine erfahrung... aber über usb midi in verbindung mit usb audio inkl. stromversorgung hab ich noch selten was positives von gehört...leider

    ggf. kann man das durch ne DIbox(galvanische massetrennung) am audiointerface beheben..

    aber da wissen andere im forum besser bescheid drüber...

    lg

    EDIT: ev das audiointerface mit netzteil betreiben, statt power over usb...wenn das möglich ist...
     
  5. Heinz Schnackensiel

    Heinz Schnackensiel ACCOUNT INAKTIV

    - Audiointerface mit eigenem Netzteil versorgen.
    - "DI-Box" für das Audiosignal nehmen ( https://www.thomann.de/de/behringer_microhd_hd400.htm )
    - USB Kabel kürzer machen.
    - Laptop auf Akku laufen lassen (hilft hier vermutlich eher nicht).
    - andere USB-Anschlüsse nehmen: für Minibrute und Audiointerface mechanisch dicht bei einander liegende.
    - USB Hub nehmen, evtl. mit eigenem Netzteil. (Hilft vielleicht auch dabei die USB-Kabel kurz zu bekommen)
     
  6. Super!
    Das ging ja schnell!

    Vielen Dank!
    Werde dann erstmal ein eigenes Netzteil für das Audiointerface bestellen.
    Falls das nicht klappt, schau ich mir mal die DI-Box an. Habe schon von den Dingern gehört, bin aber ein totaler Elektrik-Null-Versteher. Hoffe also, dass sich diese Anschaffung/Schlaumachung vermeiden lässt... :D

    :nihao:

    Dann schau ich mich mal hier im Forum um...

    Den Moogulator habe ich ja mal vor Jahren auf einer Session bei Oli F. im Studio-Keller kennengelernt. ;-) Schönen Gruß von hier aus, falls er sich überhaupt an mich erinnert. :)
     
  7. comboy

    comboy Tach

  8. stuartm

    stuartm musicus otiosus

  9. Oh!

    "Galvanische Trennung" klingt verdammt kompliziert.
    Sollte mir ebendfalls nichts anderes übrigbleiben, brauche ich so ein Teil (wie im Link) allerdings für USB-3.0....

    Warum kann man seinen Kram eigentlich nicht einfach anschließen und abgehen?! :?
    Immer dieses total ausbremsende Krimskram-Pissel-Schnickschnack-Gedöns...... :stop:
     
  10. bionyx

    bionyx Tach

    kann man... :phat: man sollte einfach keinen Computer verwenden.. :mrgreen:
     
  11. Also ich merke gerade, je mehr ich mich mit diesem Thema befasse, desto verwirrter werde ich.

    Ich glaube mittlerweile nicht mehr, dass ich mir das Netzteil bestellen muss. Auch die DI-Box scheint nicht zwangsläufig die Lösung zu sein.
    Es hat vermutlich wirklich etwas mit dieser "Galvanischen Trennung zu tun".

    Hab dann Wiki befragt und bin hier hängengeblieben:

    "Die Namen „Galvanische Kopplung“ und „galvanische Trennung“ sind im Zusammenhang mit den Forschungen des italienischen Arztes Luigi Galvani geprägt worden."

    Ein Arzt??!!!!

    Ich fühl mich schon leicht kränklich.... :selfhammer:
     
  12. Heinz Schnackensiel

    Heinz Schnackensiel ACCOUNT INAKTIV

    Weil das Gerät mit USB-Interface dann in der Herstellung 3-12€ teurer wäre, beim Kunden also ca. 10..50€ mehr kosten würde. Das ist bei den von dir genannten Apparaten schon kritisch, weil der Mehrwert dem Kunden nicht vermittelt werden kann. Wenn die Leute die nötige Ahnung hätte, dann würde dieser völlige Murks(sic!) ohne "galvanische Trennung" überhaupt nicht verkauft werden können.

    "Galvanische Trennung": es gibt keine gemeinsame Masse (Abschirmung, "Rückleitung", Gehäuse, Schutzleiter (...) ) für Audio und USB. NUR dadurch kann die USB-Seite keine Störungen im Audiopfad mehr verursachen!

    Eine galvanische Trennung für USB 3.0 gibt es noch nicht - oder sie wird absurd teuer sein. Im Gerät selber ist das aus mehreren technischen Gründen billiger - und da jedes Gerät auch einzeln getrennt ist, besser (bzw. überhaupt erst solide gelöst). Brauchst du aber auch nicht, MIDI kommt mit USB1 aus (=USB 2.0 Full Speed), dein Interface vermutlich auch.
     
  13. Starkstrom

    Starkstrom Tach

    :supi:

    ...so siehts aus.... :floet:


    :peace:
     
  14. j[b++]

    j[b++] Mim Taxi ins Autokino

    Ich hatte mal Probleme mit der USB-Schnittstelle meines Nord Modular G2, als ich den Synth aus einer anderen Steckdose im Raum versorgte als den Laptop. Die Probleme lösten sich in Wohlgefallen auf, nachdem ich beide aus der gleichen Mehrfachsteckdosenleiste versorgte.
    Ist das bei der vllt. der Fall?
     
  15. Ah...danke. Dieses Information tat gut.... :)

    [/quote]

    Mein Laptop hat nur USB 3.0 FUCK!
     
  16. Probier ich sofort aus!!!

    Mom.....

    Nope....verhält sich identisch. Trotzdem danke...
     
  17. j[b++]

    j[b++] Mim Taxi ins Autokino

    Schade :sad:
     
  18. Heinz Schnackensiel

    Heinz Schnackensiel ACCOUNT INAKTIV

    USB ist abwärtskompatibel. Der Microbrute ist "real" ziemlich sicher USB1.1, das Interface vermutlich auch - allenfalls USB 2.0.
    (USB 1 schafft schon "Full Speed" das sind ca. 10Mbit/Sekunde, USB2 fügt da High Speed mit 480MBit/Sekunde zu, das macht Netto ca. 30MByte Sekunde. Bis auf schnelle(!) Massenspeicher und GB-Netzwerk ist eigentlich nichts schneller. USB Low Speed, das ist der langsame Modus von USB 1 (1.5MBit/sec), reicht auch heute noch für Mäuse, Midi, DMX, USB-Seriell-Umsetzer usw. Da es *aufwärtskompatibel* ist, steht natürlich immer USB 2 dran - und demnächst auch USB 3 )
     
  19. Ja, schon.
    Aber mein Audiointerface muss ich 3.0 anschließen. Wurde extra dafür konzipiert und packt nahezu die 0-Latenz.

    Für die USB 2.0 Geräte habe ich mir einen HUB-Konverter gekauft. Von 3.0 auf 2.0....sicher ist sicher. Am Laptop selbst habe ich nur 3x USB 3.0
     
  20. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Du leidest an den Auswirkungen einer Brummschleife oder auch Erdschleife, zum Verständnis diesen Artikel lesen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Erdschleife

    Die Väter von Midi waren sich dessen bewusst und haben daher Midi als Stromschleife mit galvanischer Trennung über einen Optokoppler designed. Bei USB wird das wie andere schon geschrieben haben, aus Kostengründen vernachlässigt. Man fängt sich dann die Störströme im Computer-Takt ein und hat dieses nette Pfeifen im Audio.

    Also muss man entweder ab Akku arbeiten, so gibt es keine Masseverbindung vom Notebook zum Hausnetz, oder diese Erdschleife aufbrechen.

    Entweder mit einem USB Isolator (teuer und nicht für USB 3 erhältlich), hier noch ein anderes Produkt: https://electronics-shop.dk/usb-isolator
    oder man trennt über einen Trenntrafo das Audiosignal (man kann natürlich auch optisch digital aus dem Synth heraus, wenn dieser das kann).

    Ein solcher Trenntrafo ist in passiven DI-Boxen enthalten (hier fällt mir die Millenium DI-E für ca. 10 EUR ein), man kann sich bei Conrad z.B. einen 1:1 Audio-Übertrager kaufen
    http://www.conrad.de/ce/de/overview/021 ... =Price-asc und ein wenig darum herumlöten, oder man nimmt etwas aus dem Auto-Zubehör, z.B. ein Hama NF-Entstörfilter Cinch-Cinch
    http://www.amazon.de/Hama-NF-Entst%C3%B ... 8KR047P167

    In Deinem Fall muss nicht jede USB-Verbindung entkoppelt werden, d.h. das Audiointerface bleibt mit USB 3 direkt am Rechner, aber alle angeschlossenen Geräte müssen entweder über DIN-Midi, USB-Midi mit Trennung oder Audio mit Trennung angeschlossen werden.

    Das ist eben noch richtige analoge Signalübertragung, da muss man durch. Man kann dem allerdings ausweichen, indem man alles komplett im Rechner macht.
     
  21. Ich danke dir, SwissDoc und allen anderen Beteiligten für die erbetene Unterstützung!

    Werde mir diesen USB-Isolator zulegen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es sich dabei um die richtige Wahl/Info handelt.

    Auf baldiges Wiedersehen/schreiben/hören....

    yours Intracktion
     
  22. tux

    tux bin angekommen

    Falls du das noch nicht gemacht hast würde ich erst mal sicherstellen das kein Handy, WiFi Router, Schnurlostelefon, Schnurlosmaus oder Tastatur in der Nähe des Laptops oder des USB Kabels stehen. So etwas könnte auch der Grund des Rauschens sein. Bluetooth und WIFI im Laptop sollten auch ausgeschaltet sein (verwende stattdessen ein Netzwerkkabel).
     
  23. Hi Tux,

    nein...es muss irgendetwas mit dieser Erdschleife zu tun haben. Denn das Störgeräusch tritt ja erst auf, sobald ich den Synthesizer mit USB verbinde. Ohne USB Verbindung habe ich keine Störgeräusche im Audiosignal.
     
  24. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Nun, Tux hat schon recht, die Erdschleife stellt ja eine grosse Spule mit wenigen (genauer - einer) Wicklungen dar. Zum einen definiert die Fläche dieser Schleife und die Lage im Raum, wieviel Störungen man sich einfängt. Zum anderen fängt man eben nicht nur den Dreck vom USB ein, sondern auch anderen Kram. Es ist also schon sinnvoll, das mal zu testen, auch wenn der USB Kram den grösten Anteil stellen wird.
     
  25. tux

    tux bin angekommen

    Nicht unbedingt, vielleicht ist dein USB Kabel eben ein viel besserer Empfänger der Störfrequenz als das Audiokabel.

    Probier zumindest auch andere USB Kabel aus, auch verschiedene Längen (kürzer sollte besser sein).
    Gute USB Kabel haben an beiden Enden Ferrit Mantelstrom Entstörfilter, so etwas könnte auch helfen.
     
  26. Also...

    Ich habe den Minibrute in meinem Audiointerface per Audiokabel stecken. Das Audiointerface schickt das Audiosignal vom Minibrute störungsfrei zur DAW im Laptop. Aber dann möchte ich mit der DAW den Minibrute Midi-mäßig ansteuern und verbinde den Minibrute per USB am Laptop. Bums! Ist das Störgeräusch da!

    Folglich kann es doch nur etwas mit dem USB-Dings und der Erdschleife zu tun haben, oder?
     
  27. Ok...
    verstehe...

    Aber ich hab echt keinen Bock da viel rumzuprobieren, denn erstens: Besitze ich nur ein USB Kabel vom Minibrute und eines vom OP-1. Bei beiden tritt das Problem gleichermaßen auf

    Und zweitens: Dieser USB-Isolator scheint ja ganz auf dieses Problem zugemünst zu sein. Habe mir jetzt den hier bestellt, weil ich keine Kreditkarte besitze um den Link von SwissDoc nutzen zu können:

    http://www.reichelt.de/?ACTION=3&ARTICL ... =idealo.de
     
  28. freidimensional

    freidimensional Tastenirrtuose

    Hast du mal versucht den Laptop nur im akkubetrieb zu verwenden? Oft ist es einfach das Netzteil das Probleme macht.
     
  29. Hi Freidimensional,

    wenn ich den Laptop nur im Akku-Betrieb nutze, hakt das Audiointerface. Habe zwar noch nicht probiert, ob ich dann keine Störgeräusche habe, aber was nutzen mir keine Störgeräusche, wenn die DAW dann nicht sauber läuft?
     

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