Virtuelle Klaviaturen

Neusiker
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Ohrigamist
Hey, ich hab in älteren Backups gestöbert und folgendes entdeckt: virtuelle Klaviatur. Eine ganz naive Geschichte, die Tasten feuern einfach nur Steuer-Events für Start und Stopp der 88 hinterlegten HTML5-Audioplayer ab. Zwar werden die ebenso vielen 4-Sekunden-Samples im Voraus geladen, aber die Verzögerung erstickt etwaige Spielambitionen dennoch im Keim. Heute würde ich eher Websound-APIs nutzen, die das W3C mittlerweile standardisiert hat. Hätte ich nur Bock dazu.

Ach so, um den Klang der dahinterstehenden Sanples geht es hier nicht. Wer Lust hat, kann die URL um das letzte Pfadsegment kürzen und gelangt so zu älteren Versionen, so zum Vergleichen. Hatte die letzten 27 Monate besseres zu tun, als weiter am Klavierklang zu basteln. Ist also solange bei dieser Ohrenqual geblieben.

Meine Pläne gehen aber in eine andere Richtung. So eine Tastatur ist doch alle mal besser im Sinne von touch-screen-freundlicher als eine virtuelle Computertastatur. Die Eingabe eines Cm7-Arpeggios gestaltet sich etwas intuitiver als die alphanumerische Eingabe von C4m7 o;15o+o+o+o+. Wann welche der in der Klaviatur angeschlagenen Tasten im Zielstück erklingen sollen, d.h. jeweils einem Fragment davon, gerade ein oder mehrere Takte lang, soll man über Balken einer Mini-Pianoroll festzurren können. Anhand der Zeiten, die zu den einzelnen KeyDown- und KeyUp-Events gespeichert sind, könnte man ja eine Ausgangseinstellung ermitteln. Daraus ließe sich dann der Text generieren, und daraus wiederum, mit anderer Software aus meiner Feder, die es schon gibt, eine Audiodatei.

Ich glaub es zwar nicht, aber falls ihr vergleichbare freie Projekte - keine!! Websynths/Apps - kennt, immer her mit Links. Ähnliche Projekte sind in meinen Augen keine der unzähligen Websynthesizer, die Tastendrücke bereits selber in Klang oder MIDI umwandeln. Ich hol mir keine Abhängigkeiten ins Projekt, deren Ausgaben ich wenn überhaupt möglich wieder aufwendig dekonkretisieren und rückabstrahieren müsste, um sie in meine Beschreibungssprache zu übersetzen. Auch MIDI-Ticks sind mir als Zeitangaben nämlich schon zu konkret, zumal ihre Auflösung durch vorhergende MIDI-Events bestimmt werden. Sowas wie "MIDI.js" wäre mir wohl zu mächtig, der Umgang damit zu fehleranfällig, sowas soll nicht zu meinen Abhängigkeiten gehören. Links auf solche Projekte sind vielleicht in anderen Threads besser aufgehoben.

Ich suche - oder programmiere selbst - also ein frei lizenziertesvirtuelles Keyboard ohne Soundausgabe auf Javascriptbasis, dem ich eine Callbackfunktion übergeben kann. Die soll immer aufgerufen werden, wenn die letzte Taste losgelassen wurde. Der Parameter sei eine Liste von Tupeln. Jedes Tupel enthalte einen Keycode (sei es 0..87, 1..88, 0..127) und Offset und Länge in ganzzahligen Ticks, also vorquantisiert.
 
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einseinsnull
einseinsnull
[nur noch musik]
das ist das erst emal, dasss ich sehe, dass es jemand so macht wie ich: bei mouse up außerhalb der taste wird das ereignis nicht beendet.

dir ist aber aufgefallen, dass es ein wenig verstimmt ist? ;-) spiel mal die 3 Es zusammen.
 
Neusiker
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Ohrigamist
Ein echtes Klavier wäre ja auch ein bisschen verstimmt. Zumindest wenn es jahrelang keinen Stimmer gesehen hat. Die Gründe sind dieselben: Die Abweichungrn von der Obertonreihe nach "oben", bedingt durch die Seitensteifheit, müssen durch die Oktavstreckung wieder kompensiert werden. Die hab ich aus der Literatur blind übernommen, die Inharmonizität blind geraten aus ein paar Werten eines Diagramms aus anderer Literatur. Passt also nicht ganz, ja. Müsste mal einer mit besseren Ohren nachstimmen.
 

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